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Ein CD-Player wird selten falsch gekauft, weil er schlecht ist. Meist passt er nicht zum Rest der Anlage: kein Kopfhöreranschluss, wo einer gebraucht wird, ein Laufwerk ohne Wandler am Verstärker ohne Digitaleingang, oder ein Gehäuse, das 40 Zentimeter tief ist und im Regal hinten ansteht. Für ein klassisches Stereo-Rack halten wir den Denon DCD-900NE für die vernünftigste Wahl, weil er neben der CD auch Musikdateien vom USB-Stick abspielt und beide Digitalausgänge mitbringt. Wer gar keine Anlage besitzt, fährt mit einem Kompaktgerät mit Radio besser.
Erst die Frage: Wohin geht das Signal?
Ein CD-Player besteht im Kern aus zwei Teilen. Das Laufwerk liest die Scheibe aus, der Digital-Analog-Wandler macht daraus ein Signal, das ein Verstärker versteht. Bei einer Audio-CD arbeitet das Laufwerk mit 44,1 Kilohertz Abtastrate, und die klassischen Spieler von Denon, Yamaha und Marantz nennen für die CD denselben Frequenzbereich von 2 Hertz bis 20 Kilohertz. Unterschiede liegen also weniger im Format als in der Ausstattung drumherum.
Drei Wege sind möglich. Der klassische Spieler gibt das fertige Analogsignal über Cinch-Buchsen aus und passt an jeden Stereo-Verstärker. Ein reines Laufwerk wie der Cambridge Audio CXC hat überhaupt keinen Analogausgang; er braucht einen Verstärker oder Streamer mit eigenem Wandler, wie wir sie im Ratgeber zu Stereo-Verstärkern und Streamern vorstellen. Und Kompaktanlagen erledigen alles in einem Gehäuse, oft samt Radio und Lautsprechern.
Klingt banal. Wird trotzdem oft übersehen.
Was vor dem Kauf auf die Liste gehört
- Kopfhörer: Weder der Yamaha CD-S303 noch die beiden Denon-Spieler DCD-900NE und DCD-1700NE nennen in ihren Datenblättern eine Kopfhörerbuchse. Der Marantz CD 60 hat eine, ebenso die Kompaktanlage von Denon.
- USB: Wer Dateien vom Stick hören will, sollte die Formatliste lesen. Der Yamaha spielt FLAC und WAV bis 96 Kilohertz, der DCD-900NE bis 192 Kilohertz und zusätzlich DSD.
- Gebrannte Scheiben: Yamaha spielt CD-R und CD-RW laut Anleitung nur, wenn sie finalisiert sind. Halbfertige Rohlinge vom PC-Brenner zeigen dann bloß „No Disc“.
- Maße: Bei den HiFi-Bausteinen unten reicht die Tiefe von 26 bis knapp 40 Zentimeter. Messen Sie das Regal vorher aus, inklusive Kabel hinten.
- Netzwerk: Brauchen Sie Radio, Streaming oder einen Fernsehanschluss, ist ein reiner CD-Spieler die falsche Gattung.
Noch ein Hinweis zur Pflege, der in fast jeder Anleitung steht und trotzdem ignoriert wird. Yamaha rät ausdrücklich davon ab, handelsübliche Linsenreinigungs-CDs zu verwenden, weil sie das Gerät beschädigen können. Scheiben wischt man mit einem weichen Tuch gerade von innen nach außen, nicht im Kreis.
Sieben Geräte, sieben Einsatzzwecke
| Modell | Bauart | Ausstattung laut Hersteller | Maße (B × H × T), Gewicht | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Denon DCD-900NE | CD-Player | USB-A vorn (FLAC bis 192 kHz, DSD), optisch und koaxial digital | 434 × 107 × 328 mm, 4,7 kg | Stereo-Anlage mit CD und Dateien | ansehen |
| Yamaha CD-S303 | CD-Player | USB-A (FLAC bis 96 kHz), Pure Direct, optisch und koaxial | 435 × 87 × 260 mm, 3,5 kg | flaches Regal, reine CD-Nutzung | ansehen |
| Marantz CD 60 | CD-Player | Kopfhörerausgang mit drei Verstärkungsstufen, USB-A, DSD | 442 × 129 × 396 mm, 7,5 kg | Hören mit Kopfhörer am Gerät | ansehen |
| Cambridge Audio CXC | CD-Laufwerk ohne Wandler | nur digital: koaxial und optisch, lückenlose Wiedergabe | 430 × 85 × 315 mm, 4,7 kg | Anlage mit externem Wandler | ansehen |
| Denon DCD-1700NE | SACD-/CD-Player | SACD, Daten-DVDs mit DSD und bis 192 kHz, kein USB | 434 × 135 × 384 mm, 9,0 kg | Sammlung mit Super Audio CDs | ansehen |
| Denon CEOL N12DAB (RCD-N12DAB) | Kompaktanlage | 2 × 65 W an 4 Ω, DAB+/UKW, HEOS, AirPlay 2, HDMI ARC, Phono | 280 × 108 × 305 mm, 3,4 kg | alles in einem, auch für den Fernseher | ansehen |
| Panasonic RX-D552 | tragbares CD-Radio | DAB+/UKW, Bluetooth, USB (MP3), Netz oder 8 Batterien Typ C | 346 × 130 × 239 mm, 2,5 kg | Küche, Werkstatt, Garten | ansehen |
Denon DCD-900NE: der unaufgeregte Standard
Denon setzt im DCD-900NE einen Wandlerchip ESS ES9018K2M und die hauseigene Signalaufbereitung AL32 Processing Plus ein. Spannender für den Alltag ist die USB-Buchse vorn: FLAC, WAV, AIFF und ALAC bis 24 Bit und 192 Kilohertz, dazu DSD mit 2,8 und 5,6 Megahertz. Wer später einen Verstärker mit eigenem Wandler kauft, nutzt einfach den optischen oder koaxialen Ausgang. Eine Kopfhörerbuchse fehlt. Für ein Rack mit Verstärker und Boxen ist das unerheblich.
Yamaha CD-S303: schlank und ohne Umwege
Mit 26 Zentimetern Tiefe und 8,7 Zentimetern Höhe passt der Yamaha auch in flache Regalfächer. Die Taste Pure Direct schaltet laut Anleitung Digitalausgang und Display ab, um laut Yamaha Störeinflüsse auf das Analogsignal zu verringern. Am USB-Stick spielt er MP3, WMA, AAC sowie FLAC und WAV bis 96 Kilohertz. Die Leistungsaufnahme gibt Yamaha mit 11 Watt an, weniger als die Hälfte des Denon. Wer nur CDs hören will, braucht nicht mehr.
Marantz CD 60: wenn der Kopfhörer am Player hängt
Am Schreibtisch oder abends im Sessel ist der Kopfhörerausgang des CD 60 sein stärkstes Argument. Marantz nennt 28 Milliwatt an 32 Ohm und eine Verstärkung in drei Stufen, die sich an den angeschlossenen Kopfhörer anpassen lässt. Dazu kommen USB mit DSD bis 5,6 Megahertz und die Verstärkerbausteine HDAM. Mit fast 40 Zentimetern Tiefe und 7,5 Kilogramm ist er allerdings kein Regalgerät.
Cambridge Audio CXC: nur das Laufwerk
Der CXC ist kein vollständiger CD-Player. Er liest die Scheibe mit dem Servo-Antrieb S3 aus und schickt die Daten über Koaxial- oder Lichtleiterkabel weiter; einen Analogausgang gibt es nicht. Das klingt nach Einschränkung und ist bei passender Anlage keine: Steht bereits ein Verstärker, Streamer oder Kopfhörer-Wandler mit guter Digitalstufe im Regal, steht mit dem CXC kein zweiter Wandler ungenutzt im Regal. Am Verstärker ohne Digitaleingang bleibt er stumm.
Denon DCD-1700NE: für die SACD-Sammlung
Super Audio CDs liest kein gewöhnlicher CD-Spieler. Der DCD-1700NE schon, außerdem CD-R/RW und selbst gebrannte DVDs mit Musikdateien in DSD oder bis 192 Kilohertz. Denon nennt einen Wandler Burr-Brown PCM1795 und das eigene Laufwerk SVH Loader. Einen USB-Eingang hat er nicht. Wer keine SACDs besitzt, bekommt mit dem DCD-900NE mehr Flexibilität in einem leichteren Gehäuse.
Denon CEOL N12DAB: Radio, CD und Fernseher in einem Kasten
Das Kernstück, der Netzwerk-CD-Receiver RCD-N12DAB, vereint CD-Spieler, DAB+ und UKW, Streaming über HEOS und AirPlay 2, Bluetooth und einen Verstärker mit 2 × 65 Watt an 4 Ohm. Über HDMI ARC hängt er am Fernseher, ein Phono-Eingang für MM-Tonabnehmer nimmt einen Plattenspieler auf, und ein Subwoofer-Ausgang ist vorhanden. Als Set kommen zwei Zwei-Wege-Boxen mit 12-Zentimeter-Tieftöner dazu. Bei aktivem WLAN-Standby zieht das Gerät laut Anleitung 2 Watt, sonst 0,2 Watt.
Für große Standboxen im großen Wohnzimmer würden wir trotzdem getrennte Bausteine wählen. Im Arbeitszimmer passt das Konzept.
Panasonic RX-D552: der Tragbare
Ein CD-Radio mit Griff, DAB+, UKW, Bluetooth und USB für MP3-Dateien. Am Netz liefert es laut Panasonic 2 × 10 Watt, mit Batterien 2 × 6 Watt, und es lässt sich dann nicht per Fernbedienung einschalten. Acht Monozellen vom Typ C halten bei CD-Wiedergabe als Alkali-Batterien ungefähr 10 Stunden, als Zink-Mangan-Zellen nur etwa 4 Stunden, gemessen bei 0,8 Watt Ausgangsleistung. Für die Gartenparty sollten Sie also lieber ein Verlängerungskabel einplanen.
So würden wir entscheiden
- Stereo-Anlage vorhanden, CDs und gelegentlich Dateien vom Stick: Denon DCD-900NE.
- Nur CDs, wenig Platz im Regal: Yamaha CD-S303.
- Hören vor allem mit Kopfhörer direkt am Player: Marantz CD 60.
- Verstärker oder Streamer mit eigenem Digitaleingang und Wandler: Cambridge Audio CXC.
- Regal voller Super Audio CDs: Denon DCD-1700NE.
- Keine Anlage, aber Wunsch nach Radio, CD und Fernsehton: Denon CEOL N12DAB, passende Boxen finden Sie auch im Ratgeber zu Regallautsprechern.
- Musik zum Mitnehmen: Panasonic RX-D552.
Steht unter dem Fernseher schon ein Blu-ray-Player, lohnt vor dem Kauf ein Blick in dessen Datenblatt: Steht dort die Audio-CD, ist das Thema vielleicht schon erledigt. Unser Blu-ray-Player-Ratgeber zeigt die aktuellen Modelle. Ein eigener CD-Spieler zeigt Titel und Spielzeit dagegen im eigenen Display, der Fernseher bleibt aus.
Quellen
- Denon: DCD-900NE, technische Daten
- Denon: DCD-1700NE, technische Daten
- Denon: CEOL N12DAB
- Denon: Online-Anleitung RCD-N12DAB, technische Daten
- Yamaha: Bedienungsanleitung CD-S303 (PDF)
- Marantz: CD 60, technische Daten
- Cambridge Audio: CXC, technische Daten
- Panasonic: Bedienungsanleitung RX-D552/RX-D550 (PDF)
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