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Heißluftföhn kaufen 2026: Temperatur, Düsen, Lack, Folie

Heißluftföhn kaufen 2026: Temperaturstufen, Düsen, Lack und Folie entfernen, Schrumpfschlauch. Bosch, Steinel, Makita, Metabo und Einhell im Vergleich.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 02.11.2026
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Auch im VergleichBosch Professional GHG 23-66Schrumpfen, Folie, KunststoffBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt11 Abschnitte

Ein Heißluftföhn scheitert selten an zu wenig Hitze. Er scheitert an Hitze, die sich nicht fein genug dosieren lässt. Zwischen 550 und 650 °C erreichen alle sechs Geräte in diesem Ratgeber. Den Unterschied machen die unteren Stufen, die Luftmenge und die Düsen. In vielen Hobbywerkstätten genügt deshalb ein Gerät mit Stellrad wie das Steinel PRO HM 2120 E. Wer Schrumpfschlauch, Folie und Kunststoff regelmäßig mit wiederholbaren Werten bearbeitet, ist mit dem Bosch GHG 23-66 und seinem Display besser bedient.

Wie viel Grad brauchen Sie wirklich?

Weniger als gedacht. Bosch hinterlegt im GHG 23-66 ab Werk vier Programme, und die Werte sprechen für sich: 250 °C zum Verformen von Kunststoffrohren, 350 °C zum Kunststoffschweißen, 450 °C zum Lackentfernen und 550 °C zum Weichlöten. Kein Werksprogramm liegt über 550 °C. Wichtiger ist, wie weit Sie nach unten kommen und wie genau sich die Zwischenwerte treffen lassen.

Schrumpfschlauch zieht sich laut Steinel um etwa die Hälfte seines Durchmessers zusammen, gleichmäßig wird das Ergebnis mit einer Reflektordüse, die den Schlauch von allen Seiten umströmt. Bei Klebefolie, Aufklebern oder alten Teppichkanten geht es nur darum, den Kleber weich zu bekommen. Ein Gerät mit nur zwei festen Stufen ist dafür zu grob, weil die heiße Stufe Lack und Kunststoff darunter schnell mit angreift.

Beim Stellrad sind die Ziffern nur Richtwerte. Steinel gibt für das Stellrad seiner Geräte eine mögliche Abweichung von bis zu 20 °C nach oben oder unten an. Bosch misst beim GHG 23-66 die Temperatur am Düsenausgang und zeigt sie im Display, bis der Sollwert erreicht ist. Beide Hersteller raten zum selben Vorgehen: mit großem Abstand und niedriger Stufe beginnen, an einer verdeckten Stelle testen und erst dann nachregeln.

Welche Düsen sollten dabei sein?

Ohne Düse arbeitet jedes Gerät, nur eben ungenau. Für Lack auf großen Flächen ist die Flächen- oder Breitschlitzdüse da. An Fensterrahmen schreibt Bosch die Glasschutzdüse ausdrücklich vor, sonst droht Glasbruch. Die Reflektordüse gehört zum Schrumpfschlauch und zum Löten von Rohren, die Reduzierdüse bündelt die Luft für Punktarbeiten. Wer Kunststoff schweißen will, braucht zusätzlich einen Schweißschuh und Schweißdraht aus demselben Material wie das Werkstück.

Ein Blick auf die genaue Variante spart Ärger. Das Steinel PRO HM 2120 E kommt in der Faltschachtel ohne Düsen, beim Bosch GHG 23-66 liegen in der Kofferversion Glasschutz- und Flächendüse bei. Einhell packt vier Düsen in den Karton.

Was ist mit altem Lack und versteckten Hohlräumen?

Hier wird es ernst. Bleiweiß steckte laut einer von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall herausgegebenen und vom Ausschuss für Gefahrstoffe anerkannten Verfahrensbeschreibung bis in die 1960er Jahre in Lacken, in der DDR bis Mitte der 1980er. Beim Schleifen und bei thermischen Verfahren können daraus bleihaltige Stäube und Rauchgase entstehen. Für die alte Haustür oder Holzfenster aus dieser Zeit heißt das aus unserer Sicht: erst eine Probe untersuchen lassen und im Zweifel abbeizen statt erhitzen.

Die zweite Gefahr sieht man nicht. Bosch warnt in der Anleitung, dass Wärme zu verdeckten brennbaren Materialien geleitet werden und diese entzünden kann. Gemeint sind etwa Dämmung hinter einer Holzverkleidung, Staub in Fugen oder Vogelnester unter dem Dachüberstand. Den Luftstrom also nie lange auf eine Stelle richten. Lack kurz anweichen und abheben, denn zu lange Hitze verbrennt ihn laut Bosch und macht das Abziehen schwerer. Bei Kunststoffen, Farben und Lacken können giftige oder leicht entzündliche Gase entstehen; Bosch verlangt deshalb einen gut belüfteten Arbeitsplatz, Steinel warnt ausdrücklich vor giftigen Gasen. Eine Leitung, die eine Gasleitung sein könnte, wird nie erwärmt. Und das eingeschaltete Gerät bleibt nie unbeaufsichtigt liegen.

Sechs Heißluftgebläse nebeneinander

ModellTemperatur und EinstellungLuftmenge, GewichtFür wenAngebot (Partnerlink)
Steinel PRO HM 2120 E80–630 °C, Stellrad mit 9 Stufen150–500 l/min in 3 Stufen, 0,84 kg, 3 m KabelRenovierung und Werkstattansehen
Bosch GHG 23-66 Professional50–650 °C in 10-°C-Schritten, Display, 4 Speicher150–500 l/min in 10 Stufen, 0,67 kgSchrumpfen, Folie, Kunststoffansehen
Metabo HG 20-60080–600 °C stufenlos per Stellrad150–500 l/min in 3 Stufen, 0,62 kg, 2,2 m KabelLack und Holzansehen
Makita HG6031VK50–600 °C einstellbar250/500 l/min in 2 Stufen, 0,67 kg, 2 m KabelHandwerk mit Kofferansehen
Bosch UniversalHeat 6003 feste Stufen: 50, 300, 600 °C200/350/500 l/min, 0,53 kgGelegentliche Arbeitenansehen
Einhell TE-HA 2000 E50–550 °C per Stellrad, Kaltstufe250/500 l/min, 0,61 kg, 3 m KabelEinstieg mit Düsensatzansehen

Steinel PRO HM 2120 E

Das Gerät regelt laut Steinel von 80 bis 630 °C über ein Rad mit neun Stufen, dazu kommen drei Luftstufen. Das 3 m lange Kabel hilft an Fassade und Fenster, wenn die Steckdose weit weg ist. Ein Display fehlt, die Düsen müssen Sie in der Faltschachtel-Variante dazukaufen. Für Lack, Schrumpfschlauch und Kunststoffrohre reicht diese Abstufung aus unserer Sicht vollkommen.

Bosch GHG 23-66 Professional

Viel Kontrolle für wenig Gewicht. Temperatur in 10-°C-Schritten von 50 bis 650 °C, Luftmenge in zehn Stufen, vier speicherbare Kombinationen und eine Anzeige der tatsächlichen Temperatur am Düsenausgang. Bei Überhitzung schaltet die Heizung ab, das Gebläse läuft weiter. Wer nur einmal im Jahr eine Tür abbeizt, nutzt davon wenig.

Metabo HG 20-600

Metabo setzt auf ein stufenloses Stellrad von 80 bis 600 °C und drei Luftstufen, laut Hersteller mit Keramikheizung und großer, rutschfester Standfläche. Mit 0,62 kg ist es leicht genug für Überkopfarbeit an Dachkästen.

Makita HG6031VK

Mit 1.800 W und zwei Luftstufen ist das Makita schlichter gebaut, die Temperatur lässt sich laut Hersteller zwischen 50 und 600 °C einstellen. Thermosicherung und Überhitzungsschutz sind an Bord, die K-Version liefert Makita im Transportkoffer. Ein solides Arbeitsgerät, wenn Ihnen grobe Luftsteuerung genügt.

Bosch UniversalHeat 600

Ein Schalter, drei Stellungen: 50 °C, 300 °C und 600 °C, jeweils mit fest zugeordneter Luftmenge. Mit 0,53 kg ist es das leichteste Gerät hier, der Wärmeschutz lässt sich für enge Stellen abnehmen. Für Farbe auf einem Gartenstuhl reicht das. Für Folie und dünnen Kunststoff fehlt der Bereich zwischen den Stufen.

Einhell TE-HA 2000 E

Einhell regelt die Temperatur per Stellrad bis 550 °C und kombiniert das mit einem dreistufigen Luftschalter, auf den unteren beiden Stufen mit 250 l/min. Eine Kaltstufe kühlt die Düse vor dem Wechsel herunter, vier Düsen liegen bei. Die 550 °C genügen für Lack und Schrumpfschlauch. Beim Weichlöten wird es knapp.

Welches Gerät passt zu welcher Arbeit?

  • Fenster, Türen und Fassade renovieren, dazu gelegentlich Schrumpfschlauch: Steinel PRO HM 2120 E, Düsen passend zum Projekt dazu.
  • Kabelbäume, Folie, Kunststoffschweißen mit festen Werten: Bosch GHG 23-66 Professional.
  • Viel Überkopfarbeit am Dachkasten: Metabo HG 20-600 mit seinen 0,62 kg.
  • Ein paar Möbelstücke im Jahr: Bosch UniversalHeat 600 oder Einhell TE-HA 2000 E; das Einhell hat das feinere Stellrad.

Mehr zum Thema finden Sie in unserem Ratgeber zur Lötstation, falls feine Elektronik ansteht, im Ratgeber zu Malerwerkzeug für den Neuanstrich und im Ratgeber zum Exzenterschleifer für unbelastete Flächen.

Quellen

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