Black Friday am 27.11.: unsere Wahl je Ratgeber
Unabhängige KaufberatungJede Angabe mit QuelleKeine bezahlten Urteile So testen wir
handgetestet

Lötstation kaufen 2026: Regelung, Spitzen, USB-C-Lötkolben

Lötstation kaufen 2026: Regelung, Spitzen, Leistung, USB-C-Lötkolben und Absaugung. Hakko, Weller, Ersa, Pinecil und TS101 für Elektronik und Modellbau.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenHakko FX-888DXElektronik und Modellbau am festen PlatzBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativeMiniware TS101Gelegenheitslöter, kleines BudgetBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichWeller WE 1010Werkbank, Schule, GelegenheitslöterBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt11 Abschnitte

Viel Wattzahl in der Werbung, keine Regelung im Griff: Mit so einem Kolben fängt manches Lötprojekt schlecht an. Er wird heiß, nur weiß niemand, wie heiß. Für Elektronik und Modellbau gehört eine geregelte Station mit einstellbarer Temperatur auf den Tisch, dazu ein Spitzensystem, das es auch in zehn Jahren noch gibt. Als vernünftigen Mittelweg für die Mehrzahl der Bastler sehen wir die Hakko FX-888DX. Wer selten lötet oder unterwegs arbeitet, spart mit einem USB-C-Lötkolben wie dem Miniware TS101 deutlich.

Weller WE 1010 und Ersa i-CON Nano tauchen bereits in unserem Überblick über Modellbau-Werkzeug als Teil der Grundausstattung auf. Dieser Text geht tiefer. Regelung, Spitzen, Netzteile und die Frage, wohin der Rauch zieht.

Sechs Lötstationen und Lötkolben im Vergleich

ModellBauart und LeistungTemperaturFür wenAngebot (Partnerlink)
Hakko FX-888DXStation, Kolben 65 W, T18-Spitzen50 bis 480 °CElektronik und Modellbau am festen Platzansehen
Weller WE 1010Station, Kolben 70 W, ET-Spitzen, ESD100 bis 450 °CWerkbank, Schule, Gelegenheitslöteransehen
Ersa i-CON Nano MK2Station, 80 W, Serie 142, antistatisch150 bis 450 °CViel Löten, schneller Spitzenwechselansehen
Ersa i-CON Pico MK2Station, 80 W, Serie 142, nicht antistatischbis 450 °C (Kolben)Hobby ohne ESD-Anspruchansehen
Pine64 Pinecil V2USB-C/DC, bis 88 W an 24 Vkeine Herstellerangabe gefundenUnterwegs, Drohnen, Bastler mit Netzteilansehen
Miniware TS101USB-C 45 W, DC 65 W, TS100-Spitzen50 bis 400 °CGelegenheitslöter, kleines Budgetansehen

Regelung schlägt Wattzahl

Nahe der Spitze misst eine Lötstation die Temperatur und heizt nach, sobald eine Lötstelle Wärme abzieht. Wie flott das geschieht, entscheidet über saubere Verbindungen. Die Leistungsangabe verrät dagegen hauptsächlich etwas über Reserven. Ein dünnes Kabel am Empfänger braucht kaum Energie. Ein dicker Akkustecker mit Kupferlitze sehr viel. Dort helfen mehr Watt, allerdings nur zusammen mit einer passenden Spitze.

Die Stationen in der Tabelle reichen bis 450 °C oder darüber, der TS101 bis 400 °C. Welche Temperatur Ihr Lot verlangt, steht auf der Rolle oder im Datenblatt. Bei den Spitzen setzt Hakko auf T18, Weller auf ET, Ersa auf die Serie 142. Ob es dafür feine Bleistiftspitzen und breite Meißelspitzen gibt, sollten Sie vorab klären; für Stecker und Litzen ist die breite Meißelspitze das wichtigere Teil.

Festtemperaturen und eine Sperre sind praktisch, wenn mehrere Personen an einem Platz löten oder Sie oft zwischen feinen und groben Arbeiten wechseln. ESD-Schutz ergibt bei empfindlichen Halbleitern auf Platinen Sinn, und nicht jede Station ist antistatisch ausgeführt. Ein Standby schont die Spitze, solange der Kolben in der Ablage ruht.

USB-C-Lötkolben: so gut wie das Netzteil dahinter

Kaum größer als ein dicker Filzstift sind Pinecil und TS101. Ihren Strom holen sie über USB-C Power Delivery oder einen Hohlstecker. Das klingt nach Freiheit, und das stimmt auch. Nur hängt alles am Netzteil. Pine64 empfiehlt für den Pinecil eines mit 65 W bei 20 V und rät ausdrücklich von 12-V-Schnellladern fürs Handy ab, weil diese meist bloß rund 1,5 A liefern. Beim TS101 sind über USB-C PD 3.0 nach Händlerdatenblatt höchstens 45 W drin. Grundlagen zum passenden Netzteil stehen im Beitrag über USB-C-Ladegeräte.

SMD-Bauteile, Servokabel, Reparaturen: Dafür reicht so ein Stift. An großen Massen wie einem XT90-Stecker an dicker Litze arbeitet es sich mit Station, Ablage und schwerem Kolben angenehmer.

Was der Rauch enthält und was dagegen hilft

Der sichtbare Rauch stammt vor allem vom Flussmittel im Lötdraht. Die DGUV Information 213-725 nennt Harze wie Kolophonium als üblichen Bestandteil und führt Kolophonium als hautsensibilisierend. Für Betriebe verlangt die Technische Regel TRGS 528, Lötrauch an der Entstehungsstelle abzusaugen; die abgesaugte Luft darf nur gut gereinigt zurück in den Raum, also durch Partikel- und Aktivkohlefilter. Tischgeräte, die den Rauch lediglich durch einen Filter ziehen, scheiden ihn laut DGUV nicht ausreichend wirksam ab.

Diese Regeln gelten für Arbeitsplätze, nicht für den Hobbykeller. Als Maßstab taugen sie trotzdem. Wer nur gelegentlich ein paar Stecker lötet, sollte zumindest gut lüften und den Kopf aus der Rauchfahne halten. Wer regelmäßig lötet, plant eine echte Absaugung nahe der Lötstelle mit beiden Filterstufen ein.

Hakko FX-888DX

Laut Hakko-Handbuch regelt die Station von 50 bis 480 °C und speichert bis zu fünf Festtemperaturen, die sich per Drehknopf aufrufen lassen. Auf Wunsch sperrt ein Passwort die Einstellungen. Der Kolben FX-8801 leistet 65 W und nimmt die gesamte T18-Spitzenreihe auf. Bei Amazon laufen mehrere Varianten; wer 230 V braucht, achtet auf die Endung -31 im Modellnamen.

Weller WE 1010

85 W für die Station, 70 W für den Kolben WEP70, so steht es bei Weller, dazu ESD-Schutz, Standby und Passwortschutz. Gewechselt wird die Spitze ohne Werkzeug. Von 50 auf 350 °C vergehen nach Herstellerangabe rund 28 Sekunden. Gemütlicher als bei der Ersa. Für Stecker und Litzen im Modellbau genügt die Reserve, mehr dazu im Modellbau-Ratgeber.

Ersa i-CON Nano MK2

In etwa 9 Sekunden auf 350 °C, antistatisch ausgeführt, so beschreibt Ersa die Nano. Die Spitzen der Serie 142 sitzen in einem Bajonett und wechseln mit einer Drehung. Drei Festtemperaturen lassen sich allein über die kostenlose PC-Software oder eine optionale microSD-Karte einrichten, umständlicher als bei Hakko. Preislich liegt sie eine Stufe über der FX-888DX.

Ersa i-CON Pico MK2

Ersa ordnet die Pico als Einstieg ins professionelle Löten ein und führt sie in der Kategorie für Hobbyisten. Nach Katalog teilt sie mit der Nano 80 W und rund 9 Sekunden Aufheizzeit. Antistatisch ist sie nicht. Bei Kabeln, Steckern und Bausätzen stört das nicht, an teuren Platinen mit empfindlichen Chips ist die Nano die sicherere Wahl.

Pine64 Pinecil V2

Auf dem Pinecil läuft die offene Firmware IronOS, und laut Pine64 erkennt er selbst, welche Spitzenart steckt. Offiziell sind es bis zu 88 W an 24 V über den Hohlstecker, an einem USB-C-Netzteil mit 20 V nach der Leistungstabelle rund 64 W. Er nimmt TS100-Spitzen. Verkauft wird er bei Amazon überwiegend von Händlern wie Fraos; die Bezeichnung V2 sollte im Angebot stehen.

Miniware TS101

Dem TS100 folgt der TS101 mit 33 g samt Spitze, wie das Händlerdatenblatt angibt, und einer Regelung von 50 bis 400 °C. Über den Hohlstecker sind bis 65 W möglich, über USB-C PD 3.0 bis 45 W. Die oft beworbenen 90 W gibt es erst nach einem Firmware-Update und ausschließlich mit einem PD-3.1-Netzteil. Feine Arbeiten schafft er. Bei dicken Akkusteckern wird es knapp.

Welches Gerät für welchen Tisch?

Am festen Bastelplatz mit gemischter Elektronik und Modellbau raten wir zur Hakko FX-888DX: fünf Festtemperaturen am Gerät, große Spitzenauswahl, ohne in die Preisklasse der Ersa vorzustoßen. Wer viel an empfindlichen Platinen lötet, greift zur Ersa i-CON Nano MK2, schnell und antistatisch, aber teurer. Liegen Weller-Spitzen schon im Schrank der Werkstatt, ist es die Weller WE 1010.

Für gelegentliche Lötarbeiten zum kleinen Preis ist man mit dem Miniware TS101 im Paket mit Netzteil gut bedient, für Akkustecker an LiPo-Akkus eher zu schwach. Und unterwegs, am Flugfeld, mit eigenem 65-W-Netzteil: Pinecil V2.

Unabhängig vom Gerät gehört bei häufigem Löten eine Absaugung mit Partikel- und Aktivkohlefilter auf die Einkaufsliste. Ein Lüfter mit Filtermatte ersetzt sie nicht.

Quellen

Wo Sie die Produkte bekommen

Verkauf, Lieferung, Gewährleistung und Produktsicherheit liegen allein beim jeweiligen Händler und Hersteller. Alle Angaben ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich ändern. Haftungsausschluss

Unabhängige Tests brauchen Ihre Unterstützung

Ein gründlicher Test kostet Zeit, Technik und oft das Produkt selbst. Hersteller bezahlen uns nicht für gute Urteile – darum kann die Qualität unserer Tests nur durch Ihre Unterstützung über unsere Partnerlinks gesichert werden. Kaufen Sie über einen dieser Links ein, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts, unser Urteil bleibt unabhängig. Danke, dass Sie so auch in Zukunft hochwertige, unabhängige Tests möglich machen.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Noch nicht entschieden?

Vergleichen Sie in Ruhe weiter – alle Beiträge dieser Rubrik werden monatlich auf neue und ausgelaufene Modelle geprüft.

Diesen Ratgeber teilen