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Ringlicht kaufen 2026: Größe, Farbtemperatur und Stativ

Ringlicht kaufen: welcher Durchmesser zu welchem Abstand passt, welche Farbtemperatur für Make-up und Video und wann Akku oder MagSafe sinnvoll sind.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenNeewer RP18B ProVideo und Porträt, Steuerung per AppBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativeGodox LR120Schreibtisch, Videocall, kleines BudgetBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichGodox LR150 Ringlicht SetMake-up und Livestream ohne AppBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt11 Abschnitte

Wer ein Ringlicht nur nach dem Durchmesser kauft, steht später oft mit einem riesigen Ring auf einem wackligen Stativ da, das am Schreibtisch keinen Platz findet. Unsere Haltung ist eindeutig. Für Videocalls, Make-up und Handyvideos vor einer Wand genügen 30 Zentimeter, ein 45-Zentimeter-Ring mit stabilem Bodenstativ wie das Neewer RP18B Pro lohnt erst, wenn Sie Oberkörper und Gesicht gleichmäßig ausleuchten wollen. Und wer nur unterwegs filmt, braucht gar keinen Ring auf Stativ.

Wie groß muss der Ring sein?

Größe entscheidet über die Weichheit. Eine Lichtquelle wirkt umso sanfter, je größer sie im Verhältnis zum Abstand ist. Ein 12-Zoll-Ring (rund 30 cm) eine Armlänge vor dem Gesicht wirft kaum harte Schatten unter Nase und Kinn. Sitzen Sie dagegen zwei Meter entfernt, schrumpft derselbe Ring optisch zu einer kleinen Leuchte.

Dazu kommt die Physik. Doppelter Abstand heißt nur noch ein Viertel der Helligkeit. Deshalb geben seriöse Hersteller die Beleuchtungsstärke in Lux bei einem festen Abstand an, meist bei 50 cm. Lumen allein sagen wenig darüber, was am Gesicht ankommt.

Unsere Faustregel: Bis 60 cm Abstand reichen 25 bis 30 cm Durchmesser. Ab einem Meter, etwa für ein Video im Stehen, sind 45 cm sinnvoll.

Welche Farbtemperatur brauche ich für Make-up und Video?

Fast alle aktuellen Ringe sind zweifarbig. Sie mischen warmweiße und kaltweiße LEDs, angegeben in Kelvin. Um 3000 K wirkt das Licht wie eine Glühlampe, um 5600 K wie Tageslicht am Mittag. Für Make-up zählt vor allem, dass die Lampe zum Licht passt, in dem Sie später gesehen werden: Wer morgens am Fenster schminkt und tagsüber im Büro sitzt, stellt eher kühl ein. Für einen Abend im Restaurant darf es wärmer sein.

Mindestens so wichtig ist der Farbwiedergabeindex CRI, bei Video auch TLCI. Werte über 90 gelten als ordentlich, ab 95 sehen Hauttöne und Lippenstift auf dem Bildschirm so aus wie im Spiegel. Billige Ringe ohne Angabe dazu sind ein Glücksspiel. Mischen Sie außerdem nicht zwei Farbtemperaturen, also Ringlicht kalt und Deckenlampe warm. Die Kamera kann nur eine davon neutral darstellen.

Stativ, Handyhalter, Strom: was gehört dazu?

  • Ein Bodenstativ sollte mindestens auf Augenhöhe im Stehen kommen, also gut 160 cm. Tischstative mit 30 bis 50 cm passen nur auf den Schreibtisch.
  • Der Handyhalter sitzt meist mittig im Ring. Messen Sie die Breite Ihres Telefons samt Hülle; große Modelle mit dicker Hülle passen nicht in jede Klemme.
  • USB-Ringe laufen am Laptop oder an der Powerbank, liefern aber weniger Leistung als Ringe mit Netzteil.
  • Ein Akku macht frei von der Steckdose, hält bei voller Helligkeit aber oft nur rund eine Stunde.
  • Eine App oder Fernbedienung hilft, wenn der Ring hoch hängt und Sie nicht jedes Mal aufstehen wollen.

Brillenträger sollten wissen, dass sich der Ring als heller Kreis in den Gläsern spiegelt. Etwas höher und seitlich versetzt aufgestellt, verschwindet der Reflex meist. Den typischen runden Lichtpunkt in den Augen behalten Sie trotzdem.

Fünf Ringlichter für 2026 im Vergleich

ModellGröße und StromFarbtemperatur, FarbwiedergabeFür wenAngebot (Partnerlink)
Neewer RP18B Pro18 Zoll, 45 W, Netzteil, Stativ 69–156 cm2900–7000 K, CRI 97+, TLCI 98Video und Porträt, Steuerung per Appansehen
Godox LR150 (Set mit Stativ)455 × 555 mm, ca. 38 W, Netzteil, USB-Ausgang zum Laden3000–6000 K, CRI und TLCI über 90Make-up und Livestream ohne Appansehen
Lume Cube Ring Light Pro17,5 Zoll, eingebauter Akku, Stativzweifarbig, CRI 96+Drehorte ohne Steckdoseansehen
Godox LR12012 Zoll, USB 5 V/2 A, ca. 10 W, Tischstativ3000–6000 K, CRI und TLCI über 90Schreibtisch, Videocall, kleines Budgetansehen
Ulanzi LM1962 g, MagSafe, Akku 400 mAh2500–8500 K in drei Stufen, CRI ab 95Selfies und Vlogs unterwegsansehen

Größen, Leistung und Lichtwerte sind Angaben der Hersteller. Beim Godox LR120 stammen sie aus den Händlerangaben bei Amazon.

Neewer RP18B Pro: der Vollausbau

Neewer baut den 18-Zoll-Ring nur 1,8 cm flach und nennt 45 W, 2900 bis 7000 K sowie einen CRI von 97. Gesteuert wird per Bluetooth-App oder mit der beiliegenden Fernbedienung, die zugleich die Handykamera auslöst. Das Stativ reicht laut Neewer von 69 bis 156 cm. Wer groß ist und im Stehen filmt, landet damit knapp unter Augenhöhe. Einen zusätzlichen Diffusor verkauft Neewer separat.

Godox LR150: solide ohne Schnickschnack

Zwei Drehregler, einer für Helligkeit, einer für Farbe. Mehr Bedienung gibt es nicht, und genau das gefällt uns für den Schminktisch. Godox nennt in der Anleitung 1400 Lux in 50 cm Abstand, 3000 bis 6000 K und CRI wie TLCI über 90. Praktisch ist die USB-Buchse am Ring, über die das Telefon während eines langen Livestreams lädt. Ob das Lichtstativ dabei ist, hängt vom Angebot ab; Godox selbst listet nur Ring, Netzteil und Handyhalter.

Lume Cube Ring Light Pro: wenn keine Steckdose in der Nähe ist

Der Lume Cube ist einer der wenigen großen Ringe mit eingebautem Akku. Der Hersteller gibt rund 1500 Lumen und einen CRI von 96 an. Bei voller Helligkeit ist laut Lume Cube nach gut einer Stunde Schluss. Für ein Fotoshooting im Garten oder einen Messestand reicht das. Für den täglichen Stream am Schreibtisch ist ein Ring mit Netzteil die vernünftigere Lösung.

Godox LR120: der kleine Ring für den Schreibtisch

Mit 30 cm Durchmesser und Strom über USB passt der LR120 hinter jeden Laptop. Laut Händlerangabe zieht er etwa 10 W und deckt wie der große Bruder 3000 bis 6000 K ab. Für Videokonferenzen und Make-up aus kurzer Distanz genügt das völlig. Aus zwei Metern Entfernung wird es dunkel. Wer ohnehin am Monitor sitzt, sollte auch eine gute Webcam einplanen, denn Licht allein rettet kein unscharfes Bild.

Ulanzi LM19: Licht für die Hosentasche

Kein Stativ, kein Kabel. Der kleine Ring haftet per MagSafe hinten am iPhone, für andere Telefone legt Ulanzi einen Magnetring zum Aufkleben bei. Drei Farbstufen von 2500 bis 8500 K, CRI ab 95, Laden per USB-C. Der 400-mAh-Akku hält laut Hersteller bei voller Leistung etwa anderthalb Stunden. Ein Gesicht auf Armlänge hellt er auf, eine ganze Szene nicht.

Und das Elgato Ring Light?

Viele Streamer fragen danach. Elgato führt das Ring Light auf der eigenen Seite inzwischen als eingestellt und nennt keinen direkten Nachfolger. Wir nehmen es deshalb nicht in den Vergleich auf.

So würden wir entscheiden

  • Video, Porträt, Streaming mit Abstand zur Kamera: Neewer RP18B Pro, weil App, hoher CRI und großer Ring zusammenkommen.
  • Make-up am Schminktisch, ohne App: Godox LR150. Eine Ergänzung dazu ist ein beleuchteter Kosmetikspiegel für die Details.
  • Homeoffice und Videocall: Godox LR120 am USB-Anschluss.
  • Draußen ohne Strom: Lume Cube Ring Light Pro.
  • Unterwegs mit dem Handy: Ulanzi LM19.

Ein Ringlicht ist ein Frontallicht. Es macht Gesichter flach, bewusst. Wer Tiefe ins Bild bringen will, setzt eine Leuchte seitlich und eine zweite als Aufhellung, wie wir es im Ratgeber zu Dauerlicht und Videoleuchten beschreiben. Für Make-up und Tutorials bleibt der Ring trotzdem die einfachste Lösung.

Quellen

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