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Router kaufen 2026: DSL, Kabel und Glasfaser richtig wählen

Router kaufen 2026: Welche FRITZ!Box zu DSL, Kabel oder Glasfaser passt, wann TP-Link oder Asus reichen und was die Routerfreiheit erlaubt.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenFRITZ!Box 7690DSL-Haushalte mit FestnetztelefonBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichFRITZ!Box 5690 ProDSL heute, Glasfaser absehbarBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt11 Abschnitte

Welcher Router passt, entscheidet die Leitung, die in Ihre Wohnung kommt. Am DSL-Anschluss raten wir zur FRITZ!Box 7690, weil sie Wi-Fi 7, eine Basis für Schnurlostelefone und Supervectoring bis 300 Mbit/s in einem Gerät vereint. Mit Glasfaser im Keller ist die 5690-Reihe zuständig, mit Kabelanschluss die 6670 Cable.

Viele kaufen andersherum. Erst die größte Zahl auf der Verpackung, dann die Frage nach der Dose. Ein TP-Link mit über 9 Gbit/s Funkleistung bleibt am Telefonkabel trotzdem stumm, denn ihm fehlt das DSL-Modem.

Erst die Dose an der Wand, dann das WLAN

DSL: das Modem muss drin sein

Am Telefonkabel braucht der Router ein eingebautes VDSL-Modem. Von den sechs Geräten unten haben das nur die FRITZ!Box 7690 und die 5690 Pro. Mehr als 300 Mbit/s nennt AVM für VDSL mit Supervectoring nicht, und genau deshalb muss das WLAN hier keine zweistelligen Gigabit-Werte schaffen. Zwei schnelle Bänder genügen.

Kabel: DOCSIS statt DSL

Am Koaxialanschluss gilt dasselbe Prinzip mit anderer Technik. Die FRITZ!Box 6670 Cable beherrscht DOCSIS 3.1 und nach AVM-Angaben maximal 6 Gbit/s auf der Leitung. Alternativ bleibt das Gerät des Anbieters als reines Modem stehen, und ein Router ohne Modem hängt per Netzwerkkabel dahinter. Das klappt. Es kostet aber eine zweite Steckdose, ein zweites Netzteil und doppelte Einrichtung.

Glasfaser: mit oder ohne Modem des Anbieters

Hier gibt es zwei Wege. Setzt der Anbieter ein Glasfasermodem (ONT) neben die Anschlussdose, genügt jeder Router mit schnellem WAN-Port, also auch TP-Link oder Asus. Oder die FRITZ!Box übernimmt das Modem gleich mit: 5690 und 5690 Pro nehmen das Glasfaserkabel über ein SFP-Modul direkt auf, für die Netztypen AON und GPON. XGS-PON führt AVM für beide nicht auf. In solchen Netzen bleibt das ONT des Anbieters davor, und der 2,5-Gigabit-Anschluss der Box übernimmt.

Darf ich den Router des Anbieters einfach ersetzen?

Ja. Nach § 73 des Telekommunikationsgesetzes endet das öffentliche Netz an einem passiven Netzabschlusspunkt, also an der Dose und nicht am Router. Anbieter dürfen eigene Geräte überlassen, deren Nutzung aber nicht vorschreiben. Zugangsdaten und nötige Informationen müssen sie kostenlos in Textform herausgeben.

Bei Glasfaser hatten mehrere Branchenverbände beantragt, den Netzabschluss hinter das Glasfasermodem zu verlegen. Die Bundesnetzagentur hat das am 22. Januar 2025 abgelehnt und erklärt, die freie Wahl des Endgeräts gelte auch in passiven optischen Glasfasernetzen. Gegen die Entscheidung wurde Widerspruch eingelegt; die Geltung von § 73 Absatz 1 bleibt davon nach Angaben der Behörde unberührt.

Ob sich der Kauf rechnet, zeigt eine schlichte Rechnung: Monatsmiete mal geplante Nutzungsdauer, daneben der Kaufpreis. Die Telekom verkauft und vermietet etwa ihren Speedport Smart 4 Plus mit Glasfasermodem und Wi-Fi 6. Als Einzelgerät ist er bei Amazon derzeit nicht lieferbar, deshalb fehlt er in der Tabelle.

Wohnung, Haus, Altbau: wie viel Funk es braucht

Der Router steht meist dort, wo die Dose sitzt. Im Flur, im Arbeitszimmer, im ungünstigsten Fall im Keller. In einer Zweizimmerwohnung mit 60 m² reicht ein Gerät fast immer aus.

Im Altbau mit dicken Ziegelwänden oder im Reihenhaus über drei Etagen sieht das anders aus. Dort hilft kein noch stärkerer Router, sondern ein zweiter Funkpunkt. Wie ein Mesh-System das Netz über mehrere Geräte verteilt, erklären wir ausführlich im Text über Mesh-WLAN. Geht es nur um ein einzelnes Funkloch im Schlafzimmer, genügt oft ein WLAN-Repeater.

Mesh-fähig sind alle sechs Router, allerdings jeweils im eigenen System: AVM nennt es Mesh, TP-Link setzt auf EasyMesh, Asus auf AiMesh. Am einfachsten bleibt es, Router und Zusatzgeräte von derselben Marke zu nehmen.

Und das 6-GHz-Band? Es bringt nur Geräten etwas, die es selbst beherrschen, also neueren Smartphones und Notebooks mit Wi-Fi 6E oder 7. Von den FRITZ!Boxen funkt nur die 5690 Pro dort. Wer noch schnurlos über das Festnetz telefoniert, spart mit jeder FRITZ!Box die separate DECT-Basis. TP-Link und Asus nennen für ihre Router keine.

Sechs Router, nach Anschluss sortiert

ModellAnschlussWLAN laut HerstellerTelefon und PortsFür wenAngebot (Partnerlink)
FRITZ!Box 7690VDSL bis 300 Mbit/s, ADSL2+Wi-Fi 7, 2,4 und 5 GHzDECT für 6 Telefone, 2× a/b, 2× 2,5 Gbit/s, 2× 1 Gbit/sDSL-Haushalte mit Festnetztelefonansehen
FRITZ!Box 5690 ProGlasfaser (AON, GPON) und VDSLWi-Fi 7, 2,4, 5 und 6 GHzDECT für 6 Telefone, Zigbee, 1× 2,5 Gbit/s, 4× 1 Gbit/sDSL heute, Glasfaser absehbaransehen
FRITZ!Box 5690Glasfaser (AON, GPON) oder hinter ONTWi-Fi 7, 2,4 und 5 GHzDECT für 6 Telefone, 2× 2,5 Gbit/s, 2× 1 Gbit/sReine Glasfaserkundenansehen
FRITZ!Box 6670 CableKabel, DOCSIS 3.1Wi-Fi 7, 2,4 und 5 GHzDECT für 6 Telefone, Zigbee, 1× 2,5 Gbit/s, 4× 1 Gbit/sKabelkunden ohne Mietgerätansehen
TP-Link Archer BE550Kein Modem, hinter ONT oder KabelmodemWi-Fi 7, 2,4, 5 und 6 GHzKein DECT, 5× 2,5 Gbit/sGlasfaser mit ONT, viele schnelle Geräteansehen
ASUS RT-BE58UKein Modem, hinter ONT oder KabelmodemWi-Fi 7, 2,4 und 5 GHzKein DECT, 1× 2,5 Gbit/s, 4× 1 Gbit/sKleinere Wohnung, Router hinter Modemansehen

FRITZ!Box 7690

Das Gerät für den klassischen Telefonanschluss. Es funkt mit Wi-Fi 7 auf 2,4 und 5 GHz, laut AVM mit bis zu 5.760 Mbit/s im 5-GHz-Band, und hat zwei 2,5-Gigabit-Ports für NAS oder Rechner. Analoge Telefone finden zwei a/b-Buchsen, schnurlose bis zu sechs Plätze an der DECT-Basis.

FRITZ!Box 5690 Pro

Sie kann DSL und Glasfaser, und das ist ihr eigentlicher Zweck. Laut Händlerangabe liegen SFP-Module für AON und GPON bei. Dazu kommen Wi-Fi 7 auf drei Bändern samt 6 GHz und ein Zigbee-Funk für smarte Lampen und Thermostate. Reine DSL-Kunden ohne Glasfaserpläne bezahlen den Mehrpreis gegenüber der 7690 für Funktionen, die ungenutzt bleiben.

FRITZ!Box 5690

Die schlankere Glasfaser-Variante ohne DSL-Modem und ohne 6 GHz. Laut Datenblatt arbeitet sie direkt an AON und GPON oder hinter einem Glasfaser- oder Kabelmodem. Wer nie wieder DSL braucht, bekommt hier das Nötige ohne Ballast.

FRITZ!Box 6670 Cable

Am Kabelanschluss ersetzt sie das Mietgerät komplett. DOCSIS 3.1, Wi-Fi 7 auf zwei Bändern mit laut AVM bis zu 2.880 Mbit/s bei 5 GHz, dazu DECT und Zigbee. Das WLAN liegt damit unter dem der 7690, in einer normalen Wohnung fällt das selten ins Gewicht.

Ein reiner Router, ganz ohne Modem. Dafür bietet er laut TP-Link drei Bänder mit 6 GHz und fünf 2,5-Gigabit-Ports, was im Arbeitszimmer mit NAS und schnellem Rechner Verkabelung spart. Telefonie fehlt völlig. Sinnvoll ist er hinter einem ONT, wenn niemand mehr Festnetz braucht.

ASUS RT-BE58U

Wi-Fi 7 auf zwei Bändern, ein 2,5-Gigabit-Port, dazu AiMesh für spätere Erweiterung. Laut Asus nimmt der USB-Anschluss auch einen Mobilfunkstick als Ersatzleitung auf. Für eine kleinere Wohnung hinter dem Glasfasermodem reicht das gut.

So würden wir entscheiden

  • DSL-Anschluss und Telefon im Haus: FRITZ!Box 7690.
  • DSL heute, Glasfaser schon im Haus angekündigt: FRITZ!Box 5690 Pro, weil sie den Wechsel ohne neues Gerät mitmacht.
  • Glasfaser ohne Rückweg zu DSL: FRITZ!Box 5690.
  • Kabelanschluss: FRITZ!Box 6670 Cable, sofern Sie das Mietgerät loswerden wollen.
  • Glasfaser mit ONT, kein Festnetz, viele Geräte mit 6 GHz: TP-Link Archer BE550.
  • Kleine Wohnung, Modem vorhanden, schmales Budget: ASUS RT-BE58U.

Bleibt danach ein Zimmer ohne Empfang, liegt das selten am Router. Meist fehlt schlicht ein zweiter Funkpunkt.

Quellen

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