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Viele Sternenprojektoren werfen bunte Wirbel an die Decke, mit dem echten Nachthimmel haben sie nichts zu tun. Wer Sternbilder zeigen will, braucht ein Heimplanetarium wie den Sega Toys Homestar Flux. Für Kleinkinder genügt oft ein schlichtes Nachtlicht mit Timer, das von selbst ausgeht und ohne Laser auskommt.
Beide Gerätearten haben ihre Berechtigung. Sie lösen nur verschiedene Aufgaben. Ein Planetarium will betrachtet werden. Ein Nachtlicht soll im Hintergrund leuchten und dann ausgehen. Versprechen zum besseren Einschlafen machen wir hier bewusst nicht: Ob ein Licht im Kinderzimmer hilft, hängt vom Kind ab, nicht vom Gerät.
Was muss ich vor dem Kauf klären?
Zuerst die Lichtquelle. Homestar Flux und die Pabobo-Geräte arbeiten nach Herstellerangabe mit LED. Taucht in einer Produktbeschreibung das Wort „Laser“ auf, gehört eine Laserklasse dazu. Fehlt sie, lassen Sie das Gerät liegen.
Dann der Timer. Ein Gerät fürs Kinderzimmer sollte sich selbst abschalten. Die Spannweite liegt zwischen 22 Minuten (Pabobo) wählbaren 15, 30 oder 60 Minuten (Homestar Flux).
Ein Planetarium braucht außerdem Raum. Scharf wird das Bild des Flux laut Anleitung nur zwischen 1,2 und 2,9 Metern. Unter einer Dachschräge mit 1 Meter Abstand verschwimmen die Sterne.
Bleibt der Strom. Batterien (3 × AA bei Pabobo), Netzteil (Flux) oder eingebauter Akku mit USB-C: Jede Variante entscheidet mit über Aufstellort und Sicherheit. Und der Ton. Manche Geräte spielen Spieluhrmelodien oder weißes Rauschen, andere schweigen. Gut ist, wenn sich der Ton ganz abschalten lässt.
Laser und Akku: zwei Punkte, bei denen wir genau hinschauen
Manche Galaxy-Projektoren im Onlinehandel nennen keine Lichtquelle oder sprechen nur vage von „Laserlicht“. Das Bundesamt für Strahlenschutz schreibt zu Laserpointern unmissverständlich, Laser seien kein Spielzeug und gehörten nicht in Kinderhände. Es weist außerdem darauf hin, dass Geräte nicht immer richtig klassifiziert sind: In einem vom BfS beauftragten Projekt gehörten drei von zehn geprüften Laserpointern in eine höhere Klasse als angegeben. Ob dieselben Regeln für Sternenprojektoren gelten, ließ sich nicht verlässlich klären. Unsere Haltung ist trotzdem eindeutig: Im Kinderzimmer reicht LED.
Beim Akku hält sich das Umweltbundesamt an klare Regeln. Nicht neben brennbaren Dingen laden, nur das passende Ladegerät nutzen, möglichst dort laden, wo ein Rauchmelder hängt, in der Nähe bleiben und nie im Schlaf laden. Aufgeblähte oder beschädigte Akkus gehören sofort aus dem Verkehr. Für ein Plüschtier mit USB-C-Akku heißt das praktisch: tagsüber laden, am Schreibtisch oder in der Küche, nicht im Kinderbett.
Welche Geräte kommen infrage?
| Modell | Projektion | Timer laut Hersteller | Strom | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Sega Toys Homestar Flux | Sternenhimmel von Wechselscheiben, 2 Scheiben dabei | 15, 30 oder 60 Min., sonst Abschaltung nach etwa 3 Std. | Netzteil per USB-Kabel, 5 W | Schulkinder und Erwachsene mit Interesse an Sternbildern | ansehen |
| Pabobo Musical Star Projector | Sterne mit Farbwechsel, Farbe feststellbar | 22 Min. Licht, 15 Min. Musik | 3 × AA | Kleinkinder ab 10 Monaten (Herstellerangabe) | ansehen |
| Pabobo Sternenprojektor Pilz | Sterne mit Farbwechsel | 22 Min., Weinsensor schaltet erneut ein | 3 × AA | Babys und Kleinkinder, wenn Eltern den Sensor wollen | ansehen |
| Pabobo Aqua Dream Schildkröte | Wellen und Fische, keine Sterne | 25 Min. Licht, 15 Min. Ton | Akku, USB-C | Familien, die Batterien vermeiden wollen | ansehen |
| tonies Nachtlicht Schlummerbär | keine Projektion, warmes Leuchten | 30 Min. für das Licht | Akku, USB-C | Familien mit Toniebox, ab 1 Jahr | ansehen |
Sega Toys Homestar Flux
Ein echtes Heimplanetarium. Der Flux projiziert den Sternenhimmel von austauschbaren Scheiben; zwei liegen bei, weitere gibt es einzeln. Den Timer stellt man laut Anleitung auf 15, 30 oder etwa 60 Minuten, ohne Timer schaltet das Gerät nach rund drei Stunden ab. Scheiben sollte man nicht bei laufendem Gerät wechseln, warnt die Anleitung, weil das Licht dann in die Augen fallen kann; der Projektor schaltet dafür selbst ab. Tauschen kann man die LED nach Angabe von Sega Toys nicht. Kleinkinder brauchen so viel Technik nicht. Ein Kind, das Orion und den Großen Wagen finden will, ist hier richtig.
Lust auf den echten Himmel? Den nächsten Schritt beschreibt unser Teleskop-Ratgeber für Einsteiger.
Pabobo Musical Star Projector
Klein, ohne Kabel, bunte Sterne an der Decke. Eine Lieblingsfarbe lässt sich festhalten, die Melodie läuft in zwei Lautstärken oder gar nicht. Nach 22 Minuten ist laut Pabobo Schluss, die Musik endet nach 15. Sternbilder zeigt das Gerät keine. Einem Zweijährigen ist das egal.
Pabobo Sternenprojektor Pilz
Technisch nah am Musical-Modell, dazu kommt ein Weinsensor. Ist die Option aktiv, startet der Pilz nach Angabe von Pabobo bei Weinen die Sterne für 10 Minuten und Herzschlaggeräusche für 5 Minuten neu. Praktisch, vielleicht. Es kann aber auch heißen, dass jedes laute Geräusch im Zimmer die Show anwirft. Ohne Bedarf für den Sensor bleiben Sie beim einfacheren Modell.
Pabobo Aqua Dream Schildkröte
Sterne zeigt die Schildkröte nicht, dafür bewegte Wellen und Fische. Geladen wird am USB-C-Anschluss, Batterien braucht sie keine. Laut Pabobo enden die Projektionen nach 25 Minuten, der Ton nach 15; zur Wahl stehen Spieluhr, Meeresmelodie oder Rauschen. Den Plüsch kann man abnehmen und waschen. Wegen des Akkus gelten die Ladehinweise von oben: nicht im Bett laden.
tonies Nachtlicht Schlummerbär
Kein Projektor, sondern ein leuchtender Tonie mit vier Helligkeitsstufen und einem 30-Minuten-Timer für das Licht. Auf der niedrigsten Stufe hält er laut tonies bis zu 240 Stunden durch. Auf der Toniebox spielt er 75 Minuten Einschlafmelodien. Im Karton liegt ein USB-C-Kabel, ein Netzteil fehlt. Sinn ergibt der Bär vor allem dort, wo schon eine Toniebox steht; Hintergründe liefert unser Kinder-Audioplayer-Ratgeber.
Und Bresser oder Moonlite?
Das Bresser Junior Astro-Planetarium mit rund 8.000 Sternen führt Bresser auf der eigenen Seite als „Leider nicht mehr erhältlich“. Darum fehlt es in unserer Tabelle. Zum Moonlite-Geschichtenprojektor, der die Taschenlampe des Smartphones nutzt, lagen uns keine aktuellen Herstellerangaben vor, einzelne Händler führen Sets als ausgelaufen. Bevor Sie dort zugreifen, sehen Sie nach, ob die zugehörige App noch läuft.
Welches Gerät passt zu welchem Kind?
Für ein Schulkind mit Interesse am Himmel nehmen wir den Homestar Flux. Er kostet mehr, dafür entsteht ein Sternenhimmel, über den man reden kann.
Bei Babys und Kleinkindern reicht der batteriebetriebene Pabobo Musical Star Projector. Eltern, die eine Wiedereinschaltung wünschen, greifen zum Pilz mit Weinsensor. Ohne Batterien geht es mit der Aqua Dream Schildkröte, dann eben mit Laden am Tag. Und steht die Toniebox schon da und soll nur ein Licht dazukommen, ist es der Schlummerbär.
Jugendliche und Erwachsene, die morgens lieber mit Licht als mit Ton geweckt werden, finden im Lichtwecker-Ratgeber oft die bessere Ergänzung.
Von namenlosen Galaxy-Projektoren ohne Angabe der Lichtquelle raten wir für das Kinderzimmer ab. Sie mögen eindrucksvoller wirken. Doch was nicht erkennbar sagt, womit es leuchtet, gehört nicht neben ein Kinderbett.
Quellen
- Sega Toys: Bedienungsanleitung Homestar Flux
- Pabobo: Musical Projector
- Pabobo: Stars Projector Mushroom
- Pabobo: Rechargeable Projector Turtle Aqua Dream
- tonies: Nachtlicht Tonie Schlummerbär
- Bresser: Junior Astro-Planetarium
- Bundesamt für Strahlenschutz: Laserpointer
- Bundesamt für Strahlenschutz: Strengere Regeln für Laserpointer
- Umweltbundesamt: Sicherer Umgang mit Lithium-Batterien und Akkus
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