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Standbohrmaschine kaufen: Bohrhub, Drehzahl, Laser, Tisch

Standbohrmaschine kaufen: Was Bohrhub, Ausladung, Drehzahl, Laser und Schraubstock ausmachen, mit sechs aktuellen Maschinen im Vergleich.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 02.11.2026
Unsere Wahl für die meistenBosch PBD 40Heimwerkstatt mit Holz und MetallBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichScheppach DP60Tiefe Bohrungen, HolzbauBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt12 Abschnitte

Eine Standbohrmaschine kauft man nach Millimetern, nicht nach Watt. Wie tief die Spindel in einem Zug bohrt, wie weit sie von der Säule entfernt sitzt und wie langsam sie laufen kann, entscheidet über den Alltag in der Werkstatt. Für eine Heimwerkstatt mit Holz, Aluminium und gelegentlich Stahl halten wir die Bosch PBD 40 für die ausgewogenste Wahl: 90 mm Bohrhub, zwei Gänge ab 200 Umdrehungen pro Minute und eine Anzeige für Tiefe und Drehzahl. Wer große Werkstücke und Morsekegelbohrer braucht, schaut sich die Einhell TE-BD 750 E an. Und für Platinen und Modellbau gelten ganz andere Maßstäbe.

Bohrhub und Ausladung: zwei Zahlen, die den Unterschied machen

Der Bohrhub sagt, wie weit der Bohrer mit einer Drehung am Hebel nach unten fährt. Die Spanne ist groß. Die Proxxon TBM 220 schafft laut Hersteller 30 mm, die Scheppach DP16VLS und die Einhell TC-BD 450 kommen auf 50 mm, die Einhell TE-BD 750 E auf 80 mm, die Bosch PBD 40 auf 90 mm und die Scheppach DP60 auf 100 mm. Nehmen Sie ein Kantholz von 70 mm, durch das eine Gewindestange soll. Mit 50 mm Hub geht das nur in zwei Etappen. Dazwischen wird der Tisch nachgestellt, und jeder Ansatz ist eine Gelegenheit, die Flucht zu verlieren.

Die Ausladung ist der Abstand zwischen Bohrermitte und Säule. Sie bestimmt, wie weit innen in einem Brett noch gebohrt werden kann. Wer die Mitte eines 30 cm breiten Regalbodens treffen will, braucht 150 mm. Die Einhell TE-BD 750 E kommt laut Hersteller auf 152 mm. Die TC-BD 450 und die DP16VLS liegen bei gut 100 mm. Die Proxxon hat 140 mm. Für kleine Teile.

Drehzahl: Unten entscheidet sich, was die Maschine kann

Je größer der Bohrer, desto langsamer muss er drehen. Bosch druckt dafür ein Drehzahldiagramm für Stahl und Aluminium direkt auf die PBD 40, sortiert nach Bohrerdurchmesser. Darum zählt die untere Grenze. Die PBD 40 regelt im ersten Gang stufenlos von 200 bis 850 Umdrehungen, die DP60 von 170 bis 880. Säulenbohrmaschinen mit Riemenantrieb arbeiten in Stufen: Bei der DP16VLS sind es fünf Drehzahlen zwischen 600 und 2650, bei der TC-BD 450 ebenfalls fünf zwischen 600 und 2650. Gewechselt wird am Riemen.

Einen Mittelweg geht die TE-BD 750 E. Sie regelt von 450 bis 2500 stufenlos und ohne Werkzeug, ein LCD zeigt den Wert. Ganz am anderen Ende steht die Proxxon mit 1800, 4700 und 8500 Umdrehungen. Das passt zu Bohrern unter 3 mm. Ein Forstnerbohrer gehört dort nicht hin. Für Metall rät Bosch in der Anleitung, die Bohrstelle anzukörnen, ab 10 mm Durchmesser vorzubohren und Schneidöl zu verwenden. Welche Bohrer zu welchem Material gehören, erklärt unser Ratgeber zu Bohrer-Sets.

Laser, Anzeige und Tisch

Ein Laserkreuz zeigt, wo der Bohrer aufsetzen wird. Bei der Bosch PBD 40 ist es ein Laser der Klasse 2, bei Scheppach sitzt der Laser an der DP60 und an der DP16VLS. Bosch weist darauf hin, die Lage des Werkstücks nach jeder Höhenverstellung der Antriebseinheit neu zu prüfen, und Scheppach erklärt online, wie man den Laser nachjustiert. Der Laser hilft beim Ausrichten. Mehr nicht. Den Körnerpunkt im Metall ersetzt er nicht.

Mehr Nutzen bringt im Alltag eine Tiefenanzeige. Bosch und die DP60 zeigen Bohrtiefe und Drehzahl digital, die TC-BD 450 hat eine Bohrtiefenanzeige mit Anschlag. So werden zwanzig Dübellöcher gleich tief.

Beim Tisch gibt es zwei Bauarten. Die Einhell-Modelle und die DP16VLS haben einen höhenverstellbaren Bohrtisch, der sich neigen lässt; bei der DP16VLS um 45 Grad nach jeder Seite, der Tisch misst dort 160 × 160 mm. Bei der Bosch PBD 40 liegt das Werkstück laut Anleitung direkt auf der Grundplatte mit 330 × 350 mm, verstellt wird die Höhe der Antriebseinheit. Schnellspanner und Parallelanschlag liegen bei.

Spannen statt festhalten

Die DGUV Information 209-066 nennt den Hauptgrund für Unfälle an Säulenbohrmaschinen: Das Werkstück wird mit der Hand gehalten, statt gegen Herumschlagen gesichert zu sein. Als Abhilfe nennt sie einen Maschinenschraubstock, der auf dem Bohrtisch befestigt ist. Bosch schreibt in der Anleitung zur PBD 40, Werkstücke immer festzuspannen und solche, die zu klein dafür sind, gar nicht zu bearbeiten. Lange Teile werden am freien Ende abgestützt.

Handschuhe bleiben aus. Die DGUV begründet das Verbot mit der Gefahr, vom Bohrer erfasst zu werden, Bosch mit der Gefahr durch drehende Teile und Späne. Lange Haare gehören laut DGUV unter ein Haarnetz, die Ärmel müssen eng anliegen. Eine Schutzbrille fordert Bosch in der Anleitung, die DGUV ausdrücklich beim Bohren von Werkstoffen mit kurzen Spänen wie Messing. Passende Modelle finden Sie im Ratgeber zu Schutzbrillen. Späne entfernt man erst bei stehender Spindel, mit Pinsel oder Haken.

Einen Schraubstock liefert Scheppach bei der DP16VLS mit, Spannweite 62 mm. Für die Proxxon gibt es den kleinen MS 4 separat. Und noch etwas: Eine Maschine mit 44 Kilo wie die TE-BD 750 E braucht eine stabile Werkbank.

Sechs Standbohrmaschinen im Vergleich

ModellBohrhubDrehzahlLaser, SpannmittelFür wenAngebot (Partnerlink)
Bosch PBD 4090 mm200–850 / 600–2500 min⁻¹, 2 GängeLaserkreuz, Schnellspanner, ParallelanschlagHeimwerkstatt mit Holz und Metallansehen
Scheppach DP60100 mm170–880 / 490–2600 min⁻¹, 2 GängeLaser, SchnellspannerTiefe Bohrungen, Holzbauansehen
Einhell TE-BD 750 E80 mm450–2500 min⁻¹ stufenloskein Laser, TiefenanschlagGroße Werkstücke, Metall bis 16 mmansehen
Einhell TC-BD 45050 mm600–2650 min⁻¹, 5 Stufenkein Laser, TiefenanzeigeGelegentliche Bohrungenansehen
Scheppach DP16VLS50 mm600–2650 min⁻¹, 5 StufenLaser, Schraubstock dabeiEinstieg mit Schraubstockansehen
Proxxon TBM 22030 mm1800 / 4700 / 8500 min⁻¹kein Laser, Schraubstock separatModellbau, Elektronikansehen
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Bosch PBD 40

Die PBD 40 hat 710 W, ein Zweiganggetriebe und laut Hersteller ein schlüsselloses Bohrfutter von 1,5 bis 13 mm, das den Bohrer nachspannt. In Stahl nennt Bosch 13 mm, in Holz 40 mm als größten Durchmesser. Mit 11,2 kg lässt sie sich noch tragen. Einen Maschinenschraubstock für kleine Teile nennt Bosch in der Anleitung als Zubehör.

Scheppach DP60

Im Aufbau folgt die DP60 demselben Prinzip wie die Bosch: Grundplatte, verstellbarer Bohrkopf, zwei Gänge, Digitalanzeige, Laser und LED. Scheppach gibt 100 mm Bohrtiefe und bis zu 280 mm Abstand zwischen Bohrfutter und Fußplatte an. Der Bohrhebel lässt sich links oder rechts montieren, was Linkshändern entgegenkommt.

Einhell TE-BD 750 E

Die schwerste Maschine im Feld: 44,4 kg, Induktionsmotor mit 750 W, kugelgelagerte Spindel. Neben dem Schnellspannbohrfutter für 1 bis 16 mm hat sie eine MK2-Aufnahme für Bohrer mit Morsekegel. Der Tisch ist höhenverstellbar, neig- und drehbar und lässt sich verbreitern. Sie gehört an einen festen Platz, nicht in den Kofferraum.

Einhell TC-BD 450

Mit 450 W, fünf Drehzahlstufen und Zahnkranzbohrfutter bis 13 mm ist sie eine schlichte Säulenbohrmaschine. Bohrtiefenanzeige, Tiefenanschlag und ein klappbarer Späneschutz gehören dazu. Der Schalter mit Nullspannungsauslösung verhindert laut Einhell, dass sie nach einem Stromausfall von selbst wieder anläuft. Für Dübellöcher und Beschläge reicht das gut. Für tiefe Bohrungen nicht.

Scheppach DP16VLS

Die kleine Scheppach hat Laser und Schraubstock im Lieferumfang. Der Induktionsmotor leistet 500 W, das Zahnkranzbohrfutter spannt 1,5 bis 13 mm. Den Tisch kann man zur Seite schwenken und den Fuß als Auflage für höhere Teile nutzen. Die 50 mm Hub setzen allerdings eine klare Grenze.

Proxxon TBM 220

Ein Feinwerkzeug mit 85 W und 3,3 kg. Statt eines Bohrfutters spannen sechs Spannzangen Bohrer von 1 bis 3,2 mm, ein Zahnkranzbohrfutter für 0,5 bis 6,5 mm gibt es als Zubehör. Der plangefräste Alutisch mit 220 × 120 mm hat Parallelanschlag und Skala. Proxxon nennt Löcher ab 0,5 mm; für Platinen, Schmuck und Modellbau ist das die passende Größe.

So würden wir entscheiden

  • Holz, Aluminium und Stahl bis 13 mm in der Heimwerkstatt: Bosch PBD 40. Tiefe Bohrungen in Holz gehen mit der Scheppach DP60 noch 10 mm weiter.
  • Breite Werkstücke, Metall, Morsekegelbohrer und ein fester Platz in der Werkstatt: Einhell TE-BD 750 E.
  • Gelegentliche Bohrungen bis 50 mm Tiefe: Einhell TC-BD 450 oder, mit Laser und Schraubstock im Karton, Scheppach DP16VLS.
  • Kleinteile unter 3 mm: Proxxon TBM 220. Für alles andere ist sie zu klein.

Quellen

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