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Schnorchelset kaufen 2026: Maske, Schnorchel, Flossen

Schnorchelset kaufen: wie Sie eine dichte Maske erkennen, warum der Schnorchel kurz sein muss, was gegen Vollgesichtsmasken spricht, was Kinder brauchen.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 03.11.2026
Unsere Wahl für die meistenSeac Set Bis Giglio ValveErwachsene, kleinere MD-Variante für JugendlicheBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichMares Combo WahooErwachseneBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt11 Abschnitte

Ein gutes Schnorchelset beginnt bei der Maske. Sie braucht gehärtetes Glas, einen weichen Silikonrand und muss dicht an Ihrem Gesicht anliegen, bevor Schnorchel, Farbe oder Flossen überhaupt eine Rolle spielen. Für Erwachsene halten wir das Seac Set Bis Giglio Valve für einen soliden Einstieg, für Kinder die Sets von Mares und Seac, die es in eigenen Junior-Größen gibt. Von Vollgesichtsmasken raten wir ab.

Was eine Tauchmaske können muss

Die DLRG beschreibt im Ausbilderhandbuch Schnorcheltauchen (2. Auflage 2018), woran man eine taugliche Maske erkennt. Die Sichtscheibe soll aus Sicherheitsglas sein und die Aufschrift „Tempered“, „Tempered Glass“ oder „Safety-Glass“ tragen. Kunststoffscheiben lehnt die DLRG ab, weil sie ständig beschlagen und schnell verkratzen. Der Maskenkörper sollte aus Silikon bestehen, das Band sich am Hinterkopf in zwei Stränge teilen. Ob Einglas oder Zweiglas, ist laut Handbuch Geschmackssache. Eine Ausnahme gibt es: Wer Korrekturgläser einsetzen lassen will, braucht eine Zweiglasmaske.

Ob eine Maske passt, sehen Sie in zehn Sekunden. Maske ohne Band ans Gesicht halten, durch die Nase einatmen, Luft anhalten. Bleibt sie durch den Unterdruck hängen, ist sie dicht. Fällt sie ab, passt Ihr Gesicht nicht zu diesem Modell, und daran ändert auch ein festgezogenes Band nichts. Ein Ausblasventil an der Maske bringt laut Handbuch keinen Vorteil und wird mit dem Alter zur Schwachstelle.

Eine Schwimmbrille ist übrigens kein Ersatz. Sie schließt die Nase nicht ein, ein Druckausgleich ist damit unmöglich. Welche Brille fürs Bahnenschwimmen taugt, steht in unserem Ratgeber zur Schwimmbrille.

Vollgesichtsmasken: bequem an Land, fragwürdig im Wasser

Die großen Masken, die das ganze Gesicht bedecken und über die Nase atmen lassen, wirken auf den ersten Blick einsteigerfreundlich. Die DLRG sieht das anders. Im Ausbilderhandbuch nennt sie solche Schnorchelmasken gefährlich und zum Tauchen ungeeignet, weil sich der Innenraum zunehmend mit verbrauchter Luft füllt, die immer wieder eingeatmet wird. In Kursen der DLRG sind Vollgesichtsmasken nicht zugelassen; die Ortsgruppe Weinheim schreibt dazu, sie böten nicht den erforderlichen Schutz.

Eine Studie in der Fachzeitschrift Diving and Hyperbaric Medicine (2023) stützt das. Zwanzig Probanden atmeten an Land, in Ruhe und bei leichter bis mittlerer Belastung, durch Vollgesichtsmasken und durch normale Schnorchel. Bei leichter Belastung musste die Messung mit Vollmaske in 45 Prozent der Durchgänge wegen zu hohen Kohlendioxids im Atem abgebrochen werden, mit normalem Schnorchel in 20 Prozent. In allen Vollmasken fanden die Forscher Hinweise auf Rückatmung. Schon leichte Bewegung reichte dafür.

Kurz, glatt, ohne Faltenschlauch: der Schnorchel

Hier sind die Zahlen streng. Nach DIN EN 1972, die das DLRG-Handbuch zitiert, darf ein Schnorchel für Erwachsene höchstens 35 cm lang sein, für Kinder unter 150 cm Körpergröße höchstens 30 cm. Längere Rohre sind laut DLRG lebensgefährlich, weil die Lunge gegen den Wasserdruck ansaugen muss. Schon bei 70 cm Tiefe ist eine geregelte Atmung nicht mehr möglich. Der Innenquerschnitt soll mindestens 1,8 cm² betragen, der Durchmesser 2,5 cm nicht überschreiten. Ein Faltenschlauch am Mundstück ist eine Wasserfalle. Gut sichtbar ist ein oranger Ring von mindestens 3 cm am oberen Ende.

Strittig sind Ventile. Für die Ausbildung empfiehlt die DLRG Schnorchel ganz ohne Ventil. Im Handel dominieren dagegen Modelle mit Spritzschutz, Trockenkappe oder Ablassventil, auch in allen Sets dieser Übersicht. Für ruhiges Schnorcheln an der Oberfläche halten wir das für vertretbar. Wer einen Kurs plant oder regelmäßig abtaucht, kauft den Schnorchel besser getrennt und schlicht.

Flossen: geschlossene Ferse oder verstellbares Band?

Die DLRG empfiehlt zum Schnorcheln Flossen mit geschlossenem Fußteil, das bis auf die Zehen den ganzen Fuß umschließt. Das Blatt darf nicht so hart sein, dass die Waden nach zwanzig Minuten krampfen. Probieren Sie Flossen so an, wie Sie sie später tragen, also mit Füßlingen, falls Sie welche nutzen. Flossen mit offener Ferse und Band sind ein Kompromiss. Verstellbare Modelle wie die Seac Sprint decken laut Hersteller drei Größen ab, das hilft bei wachsenden Kinderfüßen. Mit Neoprenfüßlingen schützen sie außerdem an felsigen Einstiegen. Das Handbuch sieht die schweren Geräteflossen für Ungeübte allerdings kritisch.

5 Schnorchelsets im Überblick

ModellMaskeSchnorchelFür wenAngebot (Partnerlink)
Seac Set Bis Giglio ValveEinglas, gehärtetes Glas, hypoallergenes SilikonSpritzschutz, AblassventilErwachsene, kleinere MD-Variante für Jugendlicheansehen
Mares Combo WahooZweiglas, weiches Silikonhalbtrocken, Spritzschutz, SilikonmundstückErwachseneansehen
Seac Set Tris Sprint Dryje nach Größe Giglio, Giglio MD oder Bellamit wasserdichter Kappe, bei Kindern SpritzschutzFamilien, Schuhgrößen 32 bis 47, mit Flossenansehen
Mares Combo PirateSilikon, großes SichtfeldJunior, Spritzschutz, SilikonmundstückKinder von 8 bis 14 Jahrenansehen
Seac Set Bis BellaZweiglas, gehärtetes Glas, klares SilikonSpritzschutz, kieferschonendes MundstückKinder ab 3 Jahrenansehen

Seac Set Bis Giglio Valve

Eine Einglasmaske mit gehärtetem Glas und hypoallergenem Silikonrand, dazu der Fast-Tech-Schnorchel mit Spritzschutz oben und Ablassventil unten. Seac führt das Set für Erwachsene und als MD-Variante mit kleinerer Maske für Jüngere. Das Ventil widerspricht der DLRG-Linie für Kurse, beim Urlaubsschnorcheln am Riff stört es nicht. Bei Erwachsenen würden wir hier anfangen.

Mares Combo Wahoo

Mares kombiniert eine Zweiglasmaske mit weichem Silikonrand und leicht verstellbaren Schnallen mit dem Breezer Guard Pro, einem halbtrockenen Schnorchel mit Spritzschutz. Angaben zur Glasart oder zu Korrekturgläsern macht Mares für dieses Set nicht. Brillenträger fragen deshalb vor dem Kauf beim Hersteller nach.

Seac Set Tris Sprint Dry

Das Komplettset mit Flossen und Netzbeutel, in dem die Ausrüstung auch nass transportiert werden kann. Spannend für Familien ist die Aufteilung nach Größe: Ab Schuhgröße 39 liegt die Giglio-Maske mit dem Fast-Tech-Dry-Schnorchel bei, in 36/38 die kleinere Giglio MD, in 32/35 die Kindermaske Bella mit einem Kinderschnorchel. Die Sprint-Flossen haben ein Band mit sechs Stufen und decken laut Seac drei Größen ab. Das Blatt besteht aus transparentem Polyolefin-Harz.

Mares Combo Pirate

Für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren gedacht. Die Maske hat laut Mares einen Gesichtsteil aus Silikon und ein großes Sichtfeld, der Junior-Schnorchel ein Mundstück aus Silikon und einen Spritzschutz. Achten Sie bei größeren Kindern auf die Schnorchellänge: Unter 150 cm Körpergröße gelten die 30 cm aus der Norm.

Seac Set Bis Bella

Das Set für die Kleinsten. Seac nennt es ab drei Jahren passend: Zweiglasmaske mit gehärtetem Glas, Rahmen aus Polycarbonat, klarer Silikonrand, dazu der Miniflash-Schnorchel mit Spritzschutz und einem kieferschonenden Mundstück. Ab etwa acht Jahren verweist der Hersteller auf seine Junior-Sets. Für Kinder gilt am Wasser ohnehin, was die DLRG allen Schnorchlern rät: nie allein ins Wasser, immer mit jemandem, der zusieht.

So würden wir entscheiden

  • Erwachsene ohne Brille, Urlaub am Meer: Seac Set Bis Giglio Valve, Flossen separat mit geschlossener Ferse anprobieren.
  • Lieber zwei Gläser: Mares Combo Wahoo.
  • Familie mit unterschiedlichen Schuhgrößen und Flossen im Gepäck: Seac Set Tris Sprint Dry.
  • Schulkinder von 8 bis 14: Mares Combo Pirate.
  • Kindergartenkinder: Seac Set Bis Bella, nur in Reichweite eines Erwachsenen.

Noch ein Wort zur Pflege. Neue Masken beschlagen fast immer, weil Silikonreste vom Werk auf dem Glas sitzen. Die DLRG rät, das Glas mehrmals mit Spülmittel zu reinigen. Nach jedem Tag im Salz- oder Chlorwasser alles mit Süßwasser abspülen. Auch warmes Wasser kühlt aus. Laut DLRG ist das schon unter 30 °C möglich. Wer länger draußen bleibt oder vom Board aus schnorchelt, findet Hinweise in unserem Ratgeber zum SUP-Board.

Quellen

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