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Beim Wasserspender liegt eine Frage nahe: Wie kalt wird das Wasser? Wichtiger ist, woher es kommt und wie konsequent Sie Filter wechseln und Tanks spülen wollen. Für eine Küche ohne Umbau halten wir den BRITA YOURCE cool für die ausgewogenste Wahl, weil er kühlt und erhitzt und seine Reinigungsroutinen genau beschreibt. Wer Kaltes und Sprudel direkt aus der Leitung möchte, plant besser einen Festanschluss ein.
Und wer nur heißes Wasser für Tee braucht? Der braucht keinen Kompressor.
Tank, Leitung oder Ballon: woher kommt das Wasser?
Tankgeräte sind die einfachste Lösung. Sie füllen den Behälter am Hahn, stecken den Stecker ein, fertig. Ein Filter im Tank oder in einer Kartusche bereitet das Leitungswasser auf, das Gerät kühlt oder erhitzt beim Zapfen. Der Tank fasst je nach Modell zwischen 2,8 und 6 Litern, und genau diese Zahl entscheidet im Familienalltag darüber, wie oft Sie nachfüllen.
Ein Festanschluss nimmt Ihnen das Nachfüllen ab, verlangt aber Handwerk. Beim BRITA YOURCE pro top etwa sitzen Filter und CO₂-Zylinder im Unterschrank, in die Arbeitsplatte kommt laut Hersteller ein Loch mit 4,5 cm Durchmesser, dazu braucht es ein 3/8-Zoll-Absperrventil und mindestens 2 bar Wasserdruck. In der Mietwohnung sollten Sie das vorher mit dem Vermieter klären.
Bleiben die großen Ballons aus dem Büro. Ein voller Ballon mit rund 19 Litern wiegt fast 20 Kilo, will gelagert, geliefert und zurückgegeben werden, und das Wasser darin muss laufend nachgekauft werden. Zu Hause ergibt das selten Sinn, wenn trinkbares Leitungswasser aus dem Hahn kommt. Dieser Ratgeber beschränkt sich deshalb auf Geräte für Leitungswasser.
Kartusche oder Umkehrosmose: was der Filter leisten muss
Zuerst eine Einordnung, die im Verkaufsgespräch gern fehlt. Die Verbraucherzentrale schreibt, aus gesundheitlicher Sicht sei ein Filter für Leitungswasser in der Regel nicht notwendig, und das Umweltbundesamt bescheinigt dem deutschen Trinkwasser fast überall eine sehr gute Qualität am Hausanschluss. Ein Filter im Wasserspender ist also vor allem Kalkschutz für die Heizung und eine Frage des Geschmacks. Mehr zu Kannen, Kartuschen und Untertischfiltern steht in unserem Ratgeber zu Wasserfiltern.
Kartuschen mit Aktivkohle und Ionenaustauscher, wie BRITA sie einsetzt, sind schnell gewechselt, halten aber nicht lange: laut BRITA vier Wochen oder 150 Liter. Philips nennt für den Micro X-Clean-Filter der Wasserstation einen Monat oder 100 Liter. Das summiert sich auf zwölf Kartuschen im Jahr. Umkehrosmose arbeitet anders. Eine sehr feine Membran trennt das Wasser, ein Teil fließt als Konzentrat ab. Bei Tischgeräten ohne Abfluss landet dieses Konzentrat laut Philips wieder im Vorratstank, der dann regelmäßig geleert werden muss. Dafür hält der Filter deutlich länger, bei Philips bis 2.000 Liter, bei Klarstein bis zu zwölf Monate.
Hygiene: wo die Keime tatsächlich sitzen
Der Spender selbst ist selten das Problem. Stehendes Wasser ist es. Die Verbraucherzentrale warnt, dass Trinkwasser schnell verkeimt, wenn es zu lange im Behälter steht, und dass auch alte Filter das Wasser belasten können. Warmes Wasser nennt sie einen idealen Nährboden für Bakterien; Geräte gehören deshalb nicht in die Sonne und nicht neben den Backofen.
Schon beim Befüllen lässt sich viel richtig machen. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Wasser, das vier Stunden oder länger in der Leitung stand, kurz ablaufen zu lassen, bis es merklich kühler kommt. Morgens also nicht den ersten Schwall in den Tank.
UV-C-Leuchten im Kaltwassertank klingen nach Rundumschutz, sind aber eine Ergänzung. BRITA lässt die Leuchte im Kaltwassertank alle 90 Minuten für 30 Minuten laufen und weist selbst darauf hin, dass nur gegen E. coli geprüft wurde. Philips schaltet die UV-C-LED stündlich ein. Den Tank auszuspülen ersetzt beides nicht. Hilfreicher finden wir Erinnerungen, die das Gerät von sich aus gibt: Der YOURCE cool meldet sich, wenn sieben Tage lang kein kaltes Wasser gezapft wurde, und spült sich nach 90 Tagen automatisch durch.
Sechs Geräte nebeneinander
| Modell | Wasser und Tank | Temperaturen laut Hersteller | Filter laut Hersteller | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| BRITA YOURCE cool | Tank 4,3 l plus 1 l Kaltwassertank | 5 °C bis 95 °C | Kartusche, 4 Wochen oder 150 l | Küche ohne Umbau, heiß und kalt | ansehen |
| BRITA Cube | Tank 4 l, keine Kühlung | Zimmertemperatur bis 95 °C | Kartusche, 4 Wochen oder 150 l | Tee- und Kaffeehaushalte | ansehen |
| BRITA YOURCE pro top | Festanschluss, Technik im Unterschrank | 4 °C bis 10 °C, still oder gesprudelt | P 3000-S bis 1 Jahr oder 2.400 l | Viel Kaltes und Sprudel, Umbau möglich | ansehen |
| Philips All-in-One ADD5980 | Tank 2,8 l | 6 Stufen, gekühlt bis kochend | Micro X-Clean, 1 Monat oder 100 l | Single- und Paarhaushalte | ansehen |
| Philips ADD6921DG/10 | Tank 6 l, Umkehrosmose | 5 °C, 45 °C bis 100 °C | Osmosefilter bis 2.000 l | Familien, sehr hartes Wasser | ansehen |
| Klarstein VitalPour | Tank 5 l, Umkehrosmose, keine Kühlung | 25 °C bis 95 °C | Kombifilter bis 12 Monate | Heißwasser mit langem Filtertakt | ansehen |
BRITA YOURCE cool
Das Gerät filtert, kühlt auf 5 °C und erhitzt auf bis zu 95 °C, dazwischen liegen Zimmertemperatur, 45, 70 und 85 °C. Ein Wasseranschluss ist nicht nötig. Mit 24 cm Breite laut Produktseite passt es neben die Kaffeemaschine, verlangt aber gut 42 cm Tiefe auf der Arbeitsplatte. Mit der einfachen Handhabung kommt ein kurzer Kartuschentakt; wer den Wechsel schleifen lässt, verliert den Kalkschutz für die Heizung.
BRITA Cube
Nur heiß, dafür schlank: 20,2 cm breit, 4 Liter Tank, fünf Stufen von Zimmertemperatur bis 95 °C. Höher geht BRITA bewusst nicht, weil bei 100 °C Dampf entsteht, der sich nach Herstellerangabe nicht zuverlässig ausgeben lässt. Für Teetrinker eine Alternative zum Wasserkocher, für Sommerwasser aus dem Hahn nutzlos.
BRITA YOURCE pro top
Hier zapfen Sie still oder gesprudelt in drei Stufen, gekühlt auf 4, 6, 8 oder 10 °C. Ein 425-g-Zylinder reicht laut BRITA für bis zu etwa 60 Liter Sprudel. Für hartes Wasser ist die Kartusche P 3000-S vorgesehen, die bis zu ein Jahr oder 2.400 Liter hält. Heißwasser gibt es nicht. Wer bisher einen Sprudler nutzt, findet in unserem Ratgeber zu Wassersprudlern die Variante ohne Bohrloch.
Philips All-in-One ADD5980
Philips verspricht dank zweistufigem Sofortheizmodul echtes Sieden und bietet sechs Temperaturen sowie Mengen von 200 bis 500 ml auf Knopfdruck. Mit 40 × 20 × 33,7 cm laut Datenblatt bleibt die Station kompakt. Der Tank mit 2,8 Litern ist für zwei Personen knapp bemessen, für eine Familie zu klein. Das Leitungswasser sollte laut Datenblatt zwischen 5 und 30 °C warm sein.
Philips ADD6921DG/10
Der größte Tank in diesem Vergleich: 6 Liter Vorrat, Umkehrosmose mit anschließender Mineralisierung, Kompressorkühlung auf 5 °C und Heißwasser bis 100 °C im Heizelement. Auf 3 Liter gereinigtes Wasser kommt laut Philips 1 Liter Konzentrat. Der Kühlbehälter fasst allerdings nur 0,8 Liter, und bei Maßen von 23 × 42 × 42,4 cm braucht das Gerät eine freie Ecke unter dem Hängeschrank. Bei sehr kalkhaltigem Wasser spielt die Osmose ihre Stärke aus.
Klarstein VitalPour
Ein Osmosegerät ohne Kühlung. Klarstein nennt fünf Stufen von 25 bis 95 °C, 2.100 Watt Heizleistung und einen herausnehmbaren 5-Liter-Tank. Der Kombifilter aus Vorfilter, Aktivkohle und Membran soll bis zu zwölf Monate halten. Mit 8,5 kg steht es fest. Wer kaltes Wasser erwartet, ist hier falsch.
So würden wir entscheiden
- Heiß und kalt, ohne Bohren und Installateur: BRITA YOURCE cool, solange Sie den Vierwochentakt der Kartusche einhalten.
- Überwiegend Tee und Kaffee: der BRITA Cube; eine Kühlung, die Sie selten nutzen, ist nur ein weiterer Tank, der gespült werden will.
- Viel Sprudel und kaltes Wasser, eigene Küche: der YOURCE pro top mit Festanschluss.
- Familie mit sehr hartem Wasser: Philips ADD6921DG/10, wenn auf der Arbeitsplatte Platz ist und Sie das Konzentrat im Tank im Blick behalten.
- Ein- oder Zweipersonenhaushalt mit wenig Platz: Philips ADD5980.
Ganz gleich, welches Gerät es wird: Das Wasser im Tank ist ein Lebensmittel mit kurzer Haltbarkeit. Planen Sie das Spülen so fest ein wie den Filterwechsel.
Quellen
- BRITA: YOURCE cool
- BRITA: Cube Heißwasserspender
- BRITA: YOURCE pro top
- BRITA: Fragen zu Wasserspendern für zuhause
- Philips: All-in-One-Wasserstation ADD5980
- Philips: Datenblatt ADD5980M (PDF)
- Philips: Datenblatt ADD6921DG/10 (PDF)
- Philips: Datenblatt ADD6921DG/90 (PDF, englisch)
- Klarstein: VitalPour
- Verbraucherzentrale: Wasserfilter aus hygienischer Sicht
- Verbraucherzentrale: Wassersprudler und Hygiene
- Umweltbundesamt: Trinkwasser
- Umweltbundesamt: Trinkwasser-Installation
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