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LED-Einbaustrahler kaufen 2026: Einbautiefe, Bad, Dimmen

LED-Einbaustrahler kaufen: Welches Bohrloch und welche Einbautiefe passen, was IP44 im Bad wirklich erlaubt und welche fünf Spots für welche Decke taugen.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 03.11.2026
Unsere Wahl für die meistenPaulmann Nova Plus Coin 93682 3er-SetFlache Decken, Bad außerhalb von Bereich 1, KücheBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichPaulmann Cole Coin 94870 3er-Set IP44Dimmen ohne neuen Dimmer, ausreichend tiefe DeckeBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt10 Abschnitte

Erst messen, dann bestellen. Wer LED-Einbaustrahler nach Optik aussucht und erst beim Bohren merkt, dass über der Gipskartonplatte nur vier Zentimeter Luft sind, kauft zweimal. Für die meisten Räume mit flacher Decke passt das schwenkbare Set Paulmann Nova Plus Coin mit 45 Millimetern Einbautiefe und Schutzart IP65; wer besonders farbtreues Licht will und ohnehin 68-Millimeter-Löcher bohrt, schaut sich LEDVANCE Spot Fix und SLV New Tria 68 an.

Zollstock vor Katalog: Lochmaß und Hohlraum zuerst

Zwei Zahlen entscheiden, ob ein Spot überhaupt in Ihre Decke passt. Das Bohrloch (beim Hersteller oft „Einbaudurchmesser“ oder „Deckenausschnitt“) und die Einbautiefe. Bei den fünf Modellen hier liegen die Löcher zwischen 68 und 83 Millimetern, die Tiefen zwischen 38 und 70 Millimetern. Das ist fast der Faktor zwei.

Haben Sie bereits Löcher von alten Halogenspots, ist das Lochmaß gesetzt. Ein 68er-Loch lässt sich nicht verkleinern, ein zu großes nur mit Abdeckring kaschieren. In einer abgehängten Decke im Neubau sind 50 Millimeter Hohlraum oft kein Problem. Unter einer Holzbalkendecke mit Lattung sieht das anders aus, und genau dort helfen flache Spots mit einem LED-Modul statt einer GU10-Lampe. Paulmann gibt neben der Einbautiefe eine Hohlraumtiefe an; planen Sie mit dem größeren Wert.

Achtung Dämmung. LEDVANCE und Brumberg schreiben in ihren Datenblättern ausdrücklich, dass die Strahler nicht mit Wärmedämmmaterial abgedeckt werden dürfen. Liegt über der Decke Mineralwolle, braucht es Abstand. LEDVANCE führt dafür eigens einen Abstandshalter als Zubehör, bei den anderen Herstellern fragen Sie vor dem Kauf nach.

Schwenken, dimmen, Lichtfarbe: was sich später nicht mehr ändern lässt

Ein schwenkbarer Spot lohnt sich überall dort, wo Licht nicht nur nach unten fallen soll: auf ein Bild, auf die Arbeitsplatte, an eine Wand mit Struktur. Bei den drei schwenkbaren Modellen hier sind es jeweils 30 Grad. Wer nur Grundlicht will, braucht das nicht.

Beim Dimmen gibt es drei Wege. Klassisch über einen Wanddimmer mit Phasenan- oder Phasenabschnitt, dann muss der Dimmer zur Leuchte passen und dessen Mindestlast erreicht werden, worauf SLV ausdrücklich hinweist. Bequemer ist die Stufendimmung von Paulmann („3-Step-Dim“), die über den vorhandenen Lichtschalter läuft. Und bei Brumberg entscheidet der separate Konverter, ob und wie gedimmt wird.

Bei der Lichtfarbe ordnet die Fördergemeinschaft licht.de warmweiß zwischen 2.700 und 3.300 Kelvin ein und rät für den Abend zu warmen Lichtfarben bis 3.300 Kelvin. Alle Modelle unten liegen in diesem Bereich. Mehr Unterschied steckt im Farbwiedergabeindex: LEDVANCE und SLV nennen Ra 90, Paulmann und Brumberg mehr als 80. Je höher der Wert, desto natürlicher wirken Farben unter dem Licht, und über der Arbeitsplatte in der Küche zählt das mehr als im Flur.

Im Bad zählt der Schutzbereich, nicht das Etikett

„IP44“ auf der Packung heißt noch nicht, dass der Spot über die Dusche darf. Nach der Übersicht von licht.de zur DIN VDE 0100-701 gilt Bereich 1 für die Fläche über Wanne oder Dusche bis 2,25 Meter Höhe. Dort verlangt die Norm mindestens IPX4 und zusätzlich Schutzkleinspannung, also höchstens 25 Volt Wechsel- oder 60 Volt Gleichspannung. Ein 230-Volt-Spot fällt damit heraus, egal wie dicht er ist. Bereich 2 reicht 60 Zentimeter weiter und fordert ebenfalls mindestens IPX4. Außerhalb dieser Bereiche schreibt die Norm keine höhere Schutzart vor.

Den Anschluss selbst sollten Sie nicht übernehmen. Nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung dürfen Arbeiten an der Anlage hinter der Hausanschlusssicherung, abgesehen vom Netzbetreiber, nur Installationsunternehmen ausführen, die in ein Installateurverzeichnis eingetragen sind. Im Bad ist das ohnehin keine Frage.

Fünf LED-Einbaustrahler im Vergleich

ModellBohrloch / EinbautiefeLicht und SchutzartFür wenAngebot (Partnerlink)
Paulmann Nova Plus Coin 93682 (3er-Set)83 mm / 45 mmje 470 lm, 2.700 K, Ra > 80, IP65, schwenkbar 30°, dimmbarFlache Decken, Bad außerhalb von Bereich 1, Kücheansehen
Paulmann Cole Coin 94870 (3er-Set)80 mm / 70 mmje 470 lm, 2.700 K, Ra > 80, IP44, starr, 3-Stufen-DimmungDimmen ohne neuen Dimmer, ausreichend tiefe Deckeansehen
LEDVANCE Spot Fix IP44 8 W 927 DIM68 mm / 50 mmbis 640 lm, 2.700 K, Ra 90, raumseitig IP44, starr, PhasenabschnittVorhandene 68er-Löcher, Bad und Fluransehen
SLV New Tria 68 100738968 mm / 40 mm750 lm, 3.000 K, Ra 90, IP20, schwenkbar 30°, dimmbarWohnräume, Akzente auf Wand und Bild
Brumberg Seven-R 1236102368 mm / 38 mm740 lm, 3.000 K, Ra > 80, IP20, schwenkbar 30°, Konverter nötigSehr flache Decken, Planung mit Elektrikeransehen

Paulmann Nova Plus Coin: der flache Allzweckspot

Das Dreierset verbindet 45 Millimeter Einbautiefe, 30 Grad Schwenkbereich und laut Paulmann Schutzart IP65 gegen Strahlwasser. Das flache LED-Modul („Coin“) ist austauschbar. Der Nachteil sitzt im Detail. Das Bohrloch misst 83 Millimeter, alte 68er-Löcher passen also nicht.

Paulmann Cole Coin: dimmen mit dem alten Schalter

Cole ist für alle gedacht, die keinen Dimmer nachrüsten wollen. Laut Paulmann wechselt die Leuchte per normalem Lichtschalter zwischen drei Helligkeitsstufen. Dafür ist sie starr und braucht 70 Millimeter Einbautiefe. In mancher Altbaudecke ist das zu viel.

LEDVANCE Spot Fix IP44: Fachhandelsware fürs 68er-Loch

Dieser Spot stammt aus dem Profisortiment von LEDVANCE. Am externen Treiber lässt sich per Schalter zwischen 640, 480 und 320 Lumen wählen, praktisch, wenn ein Flur nicht zu grell werden soll. Ra 90, Phasenabschnittdimmung und fünf Jahre Garantie laut Hersteller. Schwenken lässt er sich nicht, und das IP44 gilt raumseitig.

SLV New Tria 68: viel Licht, wenig Tiefe

Mit 750 Lumen ist der New Tria 68 der hellste Einzelspot in diesem Vergleich, bei nur 40 Millimetern Einbautiefe. SLV nennt Ra 90 und führt passende Dimmer verschiedener Schalterhersteller auf. Fürs Bad ist er mit IP20 nicht gemacht. Im Wohnzimmer, wo ein Spot ein Bild treffen soll, gehört er auf die engere Wahl.

Brumberg Seven-R: flach, aber nur mit Konverter

38 Millimeter Einbautiefe sind der flachste Wert hier. Der Seven-R läuft allerdings mit 350 Milliampere Gleichstrom und braucht einen separaten Konverter, den Brumberg schaltbar oder per Phasenabschnitt dimmbar anbietet. Die Deckenstärke darf laut Datenblatt höchstens 13 Millimeter betragen. Eine Lösung für die Planung mit dem Elektriker, weniger für den spontanen Tausch.

So würden wir entscheiden

  • Neue Löcher, flache Decke, auch fürs Bad außerhalb der Dusche: Paulmann Nova Plus Coin.
  • Kein Dimmer an der Wand und genug Tiefe: Paulmann Cole Coin.
  • Alte 68er-Löcher im Flur oder Bad, starres Licht reicht: LEDVANCE Spot Fix IP44.
  • Wohnraum mit Akzentlicht auf Bild oder Wand: SLV New Tria 68.
  • Unter 40 Millimetern Hohlraum: Brumberg Seven-R mit passendem Konverter.

Wie viele Spots ein Raum braucht und ob nicht doch eine Leuchte genügt, besprechen wir im Ratgeber zur Deckenleuchte. Für das Licht am Waschtisch lohnt ein Blick in den Ratgeber zum Badspiegel mit Beleuchtung.

Quellen

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