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Ein Wandtablet scheitert selten am Bildschirm. Es scheitert am Kabel. Wer zuerst klärt, wie der Strom an die Wand kommt, kauft fast automatisch das richtige Gerät: Mit Steckdose in Reichweite reicht ein Android-Tablet wie das Samsung Galaxy Tab A11 in einer Halterung, mit Unterputzdose und Elektriker passt ein fest verbautes Panel wie das Shelly Wall Display. Wer nur Alexa nutzt, braucht keinen Tablet-Umbau und landet beim Amazon Echo Hub.
Steckdose, Unterputzdose oder Netzwerkkabel?
Drei Wege gibt es, und jeder bestimmt die Geräteauswahl. Ein normales Tablet hängt in einer Wandhalterung und bekommt seinen Strom über ein USB-C-Kabel. Das Kabel muss irgendwo hin. Sichtbar an der Wand entlang zur nächsten Steckdose ist die schnellste Lösung, im Flur mit Raufaser aber selten schön.
Sauberer wirkt eine Unterputzdose mit USB-Ausgang direkt hinter der Halterung. Das ist allerdings Arbeit an der festen Elektroinstallation. Die Initiative ELEKTRO+ hält fest, dass elektrische Arbeiten nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden dürfen; schon der Tausch einer Steckdose gehört dazu. Genau so steht es in der Anleitung des Shelly Wall Display XL: Der Anschluss ans Stromnetz muss von einer qualifizierten Elektrofachkraft erfolgen, abgesichert über einen Leitungsschutzschalter nach EN 60898-1 mit höchstens 16 A. Die Shelly-Panels brauchen zudem einen Neutralleiter in der Dose. In älteren Schalterdosen fehlt er oft, was der Elektriker vor dem Kauf prüfen sollte.
Der dritte Weg ist Power over Ethernet. Amazon nennt für den Echo Hub einen passenden PoE-Adapter als Option, der separat gekauft wird. Netzwerk und Strom kommen dann über ein einziges Kabel.
Der Akku hält das aus, wenn Sie ihn lassen
Ein Tablet an der Wand hängt Tag und Nacht am Ladegerät. Das ist die eigentliche Frage beim Dauerbetrieb, nicht die Displaygröße. Apple empfiehlt, die Zeit bei voller Ladung zu begrenzen, und bietet beim iPad (A16) dafür das 80-%-Limit unter Einstellungen, Batterie, Batteriezustand. Das Gerät lädt dann bis etwa 80 Prozent und stoppt. Samsung beschreibt für Galaxy-Geräte ab One UI 6.1 einen Akkuschutz, dessen Stufe „Maximal“ das Laden bei 80 Prozent beendet; das Tab A11 kommt laut Samsung mit One UI 7.
Wärme ist der zweite Punkt. Apple rät, das iPad nicht bei mehr als 35 °C zu laden oder zu nutzen, Samsung nennt 0 bis 35 °C als besten Bereich. Eine Halterung direkt über dem Heizkörper oder an der Südwand hinter Glas ist deshalb ein schlechter Platz. Fest verbaute Panels wie der Echo Hub haben laut netzwelt keinen Akku. Die Frage stellt sich dort gar nicht.
Fünf Wandbildschirme mit ihren Eckdaten
| Modell | Bildschirm | Stromversorgung | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Samsung Galaxy Tab A11 | 8,7 Zoll, 1.340 × 800, bis 90 Hz | Akku 5.100 mAh, USB-C, bis 15 W | Home Assistant per App an der Wand, Mietwohnung | ansehen |
| Apple iPad (A16) | 11 Zoll, 2.360 × 1.640 | Akku 28,93 Wh, USB-C, 80-%-Limit | Apple Home und große Dashboards | ansehen |
| Amazon Echo Hub | 8 Zoll, 1.280 × 800 | Stromkabel oder PoE-Adapter, kein Akku | Alexa-Haushalte mit Zigbee, Thread, Matter | ansehen |
| Shelly Wall Display X2i | 6,9 Zoll, 1.440 × 720 | 100 bis 240 V in der Wanddose, Neutralleiter nötig | Ersatz für einen Lichtschalter | ansehen |
| Shelly Wall Display XL | 10,1 Zoll, 1.280 × 752 | 100 bis 240 V in der Wanddose, Neutralleiter nötig | Festes Home-Assistant-Panel im Neubau oder bei Sanierung | ansehen |
Samsung Galaxy Tab A11
Wer Home Assistant an die Wand bringen will, startet mit diesem kleinen Android-Tablet am vernünftigsten. Samsung nennt 8,7 Zoll, 1.340 × 800 Pixel, bis zu 90 Hz und einen 5.100-mAh-Akku; es gibt Varianten mit 4 GB und 8 GB Arbeitsspeicher. Die Home-Assistant-App kann unter Android als Startbildschirm laufen, das Tablet startet dann direkt ins Dashboard. Mit „Keep screen on“ bleibt das Display an, unabhängig von den Android-Schlafeinstellungen. Dazu der Akkuschutz von Samsung, und das Gerät ist für die Wand vorbereitet.
Apple iPad (A16)
Mehr Fläche, deutlich mehr Rechenleistung. Laut Apple hat das iPad ein 11-Zoll-Display mit 2.360 × 1.640 Pixeln, den A16-Chip, Wi-Fi 6 und USB-C. Für den Dauerbetrieb zählt vor allem, dass es das 80-%-Limit unterstützt. Mit „Geführter Zugriff“ lässt sich das iPad auf eine einzige App festlegen, etwa Apple Home oder die Home-Assistant-App. Als reines Wandpanel ist das viel Gerät. Wer es später wieder abnehmen und auf dem Sofa nutzen will, sieht das anders.
Amazon Echo Hub
Kein Tablet, sondern ein Bedienfeld. Amazon beschreibt ein 8-Zoll-Display mit eingebauter Zentrale für Zigbee, Thread, Bluetooth und Matter; ein Infrarotsensor schaltet von Uhr oder Fotos auf die Gerätesteuerung, sobald jemand davorsteht. Einige Lampen, Schalter und Steckdosen bleiben laut Amazon auch ohne Internet steuerbar. Die Wandhalterung liegt laut netzwelt bei, das überschüssige Kabel wird in einer Mulde auf der Rückseite aufgewickelt. Neue Geräte richtet man laut demselben Test nicht am Bildschirm ein, sondern in der Alexa-App. Für Home Assistant ist der Hub der falsche Weg.
Shelly Wall Display X2i
Das kleine Shelly ersetzt einen Lichtschalter und sitzt in der normalen Schalterdose. Laut Shelly: 6,9 Zoll mit 1.440 × 720 Pixeln, Android 11, Wi-Fi 6 im 2,4- und 5-GHz-Band, ein eingebautes Relais für 5 A sowie Licht-, Annäherungs- und Lagesensor. Die Lampe am Relais lässt sich also direkt schalten, ganz ohne zusätzlichen Aktor. Unterstützt werden laut Hersteller Alexa, Google und SmartThings. Für ein ganzes Dashboard ist der schmale Bildschirm knapp.
Shelly Wall Display XL
Mit 10,1 Zoll, 1.280 × 752 Pixeln, vier frei belegbaren Tasten und einem Bewegungssensor mit bis zu 1 m Reichweite ist das XL das ernsthafte Festpanel. Shelly nennt einen Rockchip-RK3566-Prozessor mit 2 GB Arbeitsspeicher und 32 GB Speicher, Android 11 und weniger als 15 W Leistungsaufnahme. Interessant ist ein Hinweis aus dem Shelly-Support: Weil die Hardware schwächer ist als ein aktuelles Tablet, sollen Home-Assistant-Dashboards auf dem XL mit wenigen Karten, Standardkarten und kleinen Bildern auskommen. Wer ein verspieltes Dashboard mit Animationen plant, nimmt besser ein Tablet.
Welches Panel für welche Wohnung?
Ein Beispiel macht es greifbar. Im Flur einer Mietwohnung, Steckdose 1,20 m unter dem gewünschten Platz, Home Assistant auf einem kleinen Rechner im Regal: Hier ist ein Tablet in einer Halterung mit Kabelkanal die ehrliche Lösung. Bohren ja, Elektrik nein.
- Home Assistant zur Miete oder ohne Elektriker: Samsung Galaxy Tab A11 mit Halterung und Akkuschutz auf 80 Prozent.
- Apple Home oder sehr große Dashboards: iPad (A16) mit 80-%-Limit und Geführtem Zugriff.
- Nur Alexa, Zigbee-Lampen ohne eigene Bridge: Amazon Echo Hub.
- Lichtschalter ersetzen, Elektriker ist ohnehin im Haus: Shelly Wall Display X2i.
- Festes Panel im Neubau, schlichtes Home-Assistant-Dashboard: Shelly Wall Display XL.
Was ein Dashboard überhaupt sinnvoll macht, hängt von der Zentrale dahinter ab. Welche Hardware Home Assistant braucht, steht in unserem Ratgeber zur Home-Assistant-Hardware. Wer eher ein Gerät mit Lautsprecher und Sprachsteuerung sucht, findet Alternativen bei den Smart Displays, und größere Android-Geräte stellt der Android-Tablet-Ratgeber vor.
Quellen
- Samsung: Galaxy Tab A11 und Tab S11 im Vergleich
- Samsung: Akkuschutz in One UI 6.1
- Samsung: Akku-Pflege und Wartung
- Apple: iPad (A16) Technische Daten
- Apple: Laden und Pflege des iPad-Akkus
- Apple: Geführter Zugriff
- Amazon: Vorstellung des Echo Hub
- Amazon: Funktionen des Echo Hub
- netzwelt: Amazon Echo Hub im Test
- Shelly: Wall Display X2i
- Shelly: Wall Display XL
- Shelly-Support: Wall Display XL mit Home Assistant
- Home Assistant: App als Startbildschirm unter Android
- Home Assistant: Bildschirm dauerhaft an
- Shelly: Anleitung und Sicherheitshinweise Wall Display XL
- ELEKTRO+: Häufige Fehlerquellen der Elektroinstallation
Wo Sie die Produkte bekommen
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