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Ein Smart-Home-Starterset kauft man selten für das, was in der Schachtel liegt. Man kauft die Zentrale, an der in fünf Jahren dreißig Geräte hängen sollen. Wer mit Heizung anfangen will und später Licht, Fensterkontakte oder Rollläden nachrüsten möchte, ist mit dem Starter-Paket Heizung von Bosch Smart Home am breitesten aufgestellt. Wer nur Licht will, braucht keine Heizungszentrale.
Die Frage nach dem richtigen Set ist deshalb vor allem eine Frage nach dem System. Thermostate, Lampen und Sensoren lassen sich nachkaufen. Die Zentrale wechselt man ungern, denn dann müssen alle Geräte neu angelernt werden.
Was die Zentrale können muss, bevor Sie auf den Inhalt schauen
Vier Punkte trennen die Sets stärker als Zahl und Art der beigelegten Geräte.
- Funkstandard: Bosch nutzt Zigbee 3.0, Homematic IP ein eigenes Funkverfahren im 868-MHz-Band, tado X arbeitet mit Thread, Hue mit Zigbee und Bluetooth. Aqara deckt mit dem Hub M3 Zigbee und Thread ab. Was Sie später dazukaufen, muss denselben Funk sprechen.
- Ohne Internet: Bosch speichert die Daten laut Hersteller standardmäßig lokal, Automationen laufen bei einem Internetausfall weiter. Beim Homematic IP Access Point brauchen Automationsregeln aus der App dagegen eine aktive Cloud-Verbindung. Heizprofile und direkte Verknüpfungen zwischen Geräten funktionieren auch dort offline.
- Folgekosten: Bei tado X stecken Anwesenheitserkennung, Fenster-offen-Automatik und Energieberichte im optionalen Abo AI Assist. Homematic IP nennt keine laufenden Kosten. Bosch bietet Zusatzdienste wie Home+ an, die Grundfunktionen brauchen sie nicht.
- Updates: Bosch sagt Software- und Sicherheitsupdates mindestens vier Jahre nach dem letzten Verkauf im eigenen Onlineshop zu, eQ-3 nennt für Homematic IP mehr als fünf Jahre, Philips Hue mindestens 36 Monate ab Kauf.
Ausführlicher zu den Zentralen selbst, also ohne Thermostate und Lampen, geht es im Ratgeber Smart-Home-Zentrale kaufen.
Und Matter? Hilft, aber nicht bei allem
Matter ist ein gemeinsamer Standard, über den Geräte verschiedener Hersteller in Apple Home, Google Home, Alexa oder anderen Matter-Systemen zusammenfinden. Die Zentralen von Bosch und Philips Hue reichen ihre Geräte als Matter-Brücke weiter. Bosch schränkt aber selbst ein, dass Sonderfunktionen wie spezielle Zeitprogramme oder die Alarmanlage nur in der eigenen App vollständig nutzbar sind. Bei Hue bleiben laut Hersteller unter anderem der Tap Dial Schalter und die Sync Box außen vor.
Geräte, die Matter über Thread sprechen, brauchen zusätzlich einen Thread-Border-Router. Bei tado übernimmt das die Bridge X, bei Aqara der Hub M3. Homematic IP bietet derzeit keine Matter-Anbindung an. Matter macht ein System offener. Ein Grund, die Hersteller-App zu ignorieren, ist es nicht.
Sechs Startersets im Vergleich
| Set | Im Karton | Funk und Matter | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Bosch Smart Home Starter-Paket Heizung | Controller II, 3 Heizkörper-Thermostate II [+M] | Zigbee 3.0, Controller als Matter-Brücke | Heizung zuerst, später Licht und Sicherheit | |
| Homematic IP Starter Set Heizen (HmIP-SK16-2) | Access Point, 2 Heizkörperthermostate | 868 MHz, kein Matter | Reine Heizungssteuerung ohne Abo | |
| Homematic IP Starter Set Alarm (HmIP-SK7) | Access Point, Sirene, Bewegungsmelder, Fensterkontakt | 868 MHz, kein Matter | Einstieg über Einbruchschutz | ansehen |
| tado X Starter Kit Heizkörperthermostat | Heizkörperthermostat X, Bridge X, Ventiladapter | Thread, Matter | Heizen per App, Apple- oder Google-Haushalt | ansehen |
| Philips Hue Starter-Set mit Bridge Pro | Bridge Pro, 3 E27-Farblampen, Smart Button | Zigbee, Bluetooth, Matter über die Bridge | Licht zuerst | |
| Aqara Hub M3 | Zentrale, Sensoren separat | Zigbee, Thread, Matter-Controller | Bastler, gemischte Systeme | ansehen |
Bosch Smart Home Starter-Paket Heizung
Im Paket stecken der Controller II und drei Heizkörper-Thermostate II [+M]. Der Controller hängt per Netzwerkkabel am Router und funkt mit Zigbee 3.0. Daten liegen laut Bosch standardmäßig lokal, Automationen und Szenarien laufen weiter, wenn das Internet ausfällt. Wer selbst programmiert, findet eine lokale Schnittstelle für private Zwecke.
Die Thermostate laufen mit zwei AA-Batterien und passen auf Ventile mit M30x1,5-Gewinde, Adapter für Danfoss RA und RAVL liegen bei. Einen eigenen Fenster-offen-Sensor haben sie nicht. Dafür braucht es einen Tür-Fenster-Kontakt oder die langsamere Erkennung über den Temperaturabfall. Bei fünf Heizkörpern kaufen Sie also zwei Thermostate nach.
Homematic IP Starter Set Heizen
Access Point plus zwei Heizkörperthermostate mit AA-Batterien, die laut eQ-3 typisch zwei Jahre halten. Bis zu drei Heizprofile mit 13 Temperaturwechseln pro Tag sind möglich. Laufende Kosten nennt der Hersteller nicht, die Cloud steht in Deutschland.
Genau dort liegt aber die Grenze. Der Access Point hat keinen Offline-Modus und sichert in der Cloud, App-Automationen hängen am Internet. Wer das nicht will, wechselt später zur Home Control Unit, die Einstellungen und Automationen lokal speichert. Mehr Funkgeräte verwaltet sie laut Hersteller nicht, beide nennen 120.
Homematic IP Starter Set Alarm
Statt Thermostaten liegen hier Alarmsirene, Bewegungsmelder mit Dämmerungssensor und ein optischer Fenster- und Türkontakt neben dem Access Point. Der Alarm löst laut Hersteller auch ohne Internet aus, weil die Geräte direkt miteinander sprechen. Später lassen sich Heizkörperthermostate am selben Access Point ergänzen. Eine geprüfte Einbruchmeldeanlage ersetzt das nicht.
tado X Starter Kit Heizkörperthermostat
Das Kit kombiniert das Heizkörperthermostat X mit der Bridge X, sechs Ventiladapter gehören zum Thermostat. Statt Einwegbatterien steckt ein Akku drin, der laut tado etwa einmal im Jahr rund zwei Stunden per USB-C lädt. Zeitpläne liegen auf dem Gerät und laufen auch offline. Wer schon einen HomePod mini oder einen anderen Thread-Border-Router besitzt, kann auf die Bridge verzichten.
Mit älteren tado-Geräten der Reihe V3+ ist X nicht kompatibel. Und die Automatik bei Abwesenheit, offenem Fenster oder Vorheizen vor der Heimkehr gibt es nur mit AI Assist, das monatlich oder jährlich kostet. Rechnen Sie das über fünf Jahre durch.
Philips Hue Starter-Set mit Bridge Pro
Drei farbige E27-Lampen mit laut Hersteller 1.100 Lumen bei 4.000 Kelvin, ein Smart Button und die Bridge Pro. Die neue Bridge verwaltet bis zu 150 Lampen und 50 Zubehörteile und verbindet sich per WLAN oder Kabel, Hue empfiehlt das Kabel. Mit MotionAware sollen vorhandene Hue-Lampen Bewegung erkennen. Heizung kann Hue nicht. Wer beides will, landet bei zwei Systemen, die über Matter oder die Bosch-Partnerschaft zusammenfinden. Mehr zur Auswahl einzelner Leuchtmittel steht im Ratgeber smarte Lampen.
Aqara Hub M3
Bei Aqara beginnt der Einstieg mit der Zentrale, Sensoren kaufen Sie einzeln dazu. Der Hub M3 vereint Zigbee, Thread, Bluetooth und WLAN im 2,4- und 5-GHz-Band, lässt sich per PoE versorgen und arbeitet als Matter-Controller und Thread-Border-Router. Dazu kommen ein Infrarotsender für Klimageräte und ein Lautsprecher mit 95 dB, der als Sirene dienen kann. Automationen laufen lokal und lassen sich laut Aqara auf einen zweiten M3 spiegeln. Das ist viel Technik in einem Gerät. Sie verlangt aber Lust am Einrichten.
So würden wir entscheiden
Ein typischer Fehlkauf: das günstigste Heizungsset, und zwei Jahre später fehlen Rollladenaktoren oder Kameras im selben System. Denken Sie also vom Ausbau her.
- Heizung zuerst und später mehr: Bosch Smart Home Starter-Paket Heizung, wegen lokaler Datenhaltung, Matter-Brücke und breiter Geräteauswahl.
- Nur Heizen, ohne Abo und mit deutscher Cloud: Homematic IP Starter Set Heizen. Wer Offline-Betrieb will, plant die Home Control Unit ein.
- Sicherheit vor Komfort: Homematic IP Starter Set Alarm.
- Haushalt mit Apple Home oder Google Home und Thread-Router: tado X, sofern Sie die Abo-Kosten einplanen.
- Licht zuerst: Philips Hue mit Bridge Pro.
- Viel selbst einrichten, Geräte mehrerer Marken: Aqara Hub M3.
Ob einzelne Heizkörperthermostate reichen, klärt der Ratgeber smarte Heizkörperthermostate.
Quellen
- Bosch Smart Home: Starter-Paket Heizung
- Bosch Smart Home: Controller II
- Bosch Smart Home: Heizkörper-Thermostat II
- Homematic IP: Starter Set Heizen
- Homematic IP: Starter Set Alarm
- Homematic IP: Häufige Fragen
- Homematic IP: Home Control Unit (PDF)
- tado: Smart Radiator Thermostat X
- tado: AI Assist
- Philips Hue: Starter-Set mit Bridge Pro
- Philips Hue: Hue und Matter
- Aqara: Hub M3
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