Black Friday am 27.11.: unsere Wahl je Ratgeber
Unabhängige KaufberatungJede Angabe mit QuelleKeine bezahlten UrteileÜber 1.000 Ratgeber So testen wir
handgetestet

Ortungsgerät kaufen 2026: Leitungen, Metall, Holz finden

Ortungsgerät kaufen 2026: Metall- und Leitungssucher oder Radar, Tiefen je Material, Installationszonen nach DIN 18015-3 und sechs Modelle.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 02.11.2026
Unsere Wahl für die meistenBosch Professional GMS 120-27Mauerwerk und Trockenbau im AlltagBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichBosch Professional D-tect 200 CFußbodenheizung, Kunststoffrohre, BetonBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt10 Abschnitte

Ein Ortungsgerät zeigt Ihnen, wo in der Wand etwas liegt. Es sagt Ihnen nicht, wo nichts liegt. Für Regale, Lampen und eine TV-Wandhalterung in Mauerwerk oder Gipskarton empfehlen wir ein solides Metall- und Leitungssuchgerät wie das Bosch Professional GMS 120-27; wer Fußbodenheizung, Kunststoffrohre oder dicken Beton im Spiel hat, braucht ein Radargerät wie den Bosch D-tect 200 C.

Dazwischen liegt eine Menge Technik, die auf der Verpackung gleich aussieht. Darum zuerst das Prinzip.

Spule, Sensor oder Radar: was das Gerät überhaupt sehen kann

Fünf der sechs Geräte hier gehören zur klassischen Sorte. Ihre Datenblätter nennen drei Dinge, die sie finden: Metall, Leitungen unter Spannung und Holz- oder Metallständer hinter Gipskarton. Mehr versprechen die Hersteller nicht. Eine Wasserleitung aus Kunststoff taucht in keiner dieser Listen auf, und für spannungsfreie Kabel nennt nur Laserliner überhaupt einen Wert.

Radar arbeitet anders. Bosch setzt beim D-tect 200 C auf diese Technik und nennt ausdrücklich Kunststoffrohre, leer und wassergefüllt, sowie Holz als ortbar, dazu spannungsfreie Leitungen. Von den sechs Geräten in diesem Ratgeber ist er das einzige mit dieser Technik.

Achten Sie beim Vergleich auf die Tiefenangabe je Material, nicht auf die größte Zahl auf der Schachtel. Beim GMS 120-27 stehen 120 mm für Kupfer, aber nur 50 mm für eine stromführende Leitung und 30 mm für Holzbalken. Für die Sicherheit beim Bohren zählt der kleinste dieser Werte.

Warum ein grünes Licht keine Freigabe ist

Die Hersteller sagen es in ihren Anleitungen selbst. Bosch schreibt in der Anleitung zum D-tect 200 C, das Gerät könne technisch bedingt keine vollständige Sicherheit bieten; vor dem Bohren sollen Sie zusätzlich Baupläne oder Fotos aus der Bauphase heranziehen und Strom, Gas und Wasser abstellen. Zircon formuliert in der Anleitung zum A250c noch deutlicher: Gehen Sie nie davon aus, dass keine stromführende Leitung in der Wand liegt.

Die Gründe stehen gleich daneben. Laut Bosch werden Leitungen ohne Spannung entweder als Metall angezeigt oder gar nicht, und mehrdrähtige Kupferlitzen erkennt der D-tect 200 C nicht. Drehstromleitungen erscheinen womöglich nicht als „spannungsführend“. Über 50 % Luftfeuchte ist die Spannungserkennung eingeschränkt. Zircon nennt für sein Gerät Leitungen in Beton, in Metallrohren, hinter Sperrholz oder Metallverkleidungen und feuchte Wände als Fälle, in denen Strom nicht erkannt werden kann.

Was heißt das konkret? Eine Steckdosenleitung, an der gerade nichts hängt, führt zwar Spannung. Das Stück zwischen Schalter und ausgeschalteter Deckenlampe dagegen nicht. Bosch rät, Verbraucher an der gesuchten Leitung einzuschalten, weil sie sich dann leichter orten lässt.

Die zweite Absicherung ist der Blick auf die Wand selbst. Die Norm DIN 18015-3 legt für Unterputzleitungen in Wohnungen Installationszonen fest. Nach der Beschreibung in der Fachzeitschrift „de“ liegen die waagerechten Zonen 15 bis 45 cm unter der Decke und 15 bis 45 cm über dem fertigen Fußboden, in Räumen mit Arbeitsflächen zusätzlich 100 bis 130 cm hoch. Senkrechte Zonen verlaufen 10 bis 30 cm neben Türen, Fenstern und Wandecken. Sitzt eine Steckdose oder ein Schalter außerhalb dieser Bänder, darf die Leitung senkrecht aus der nächsten waagerechten Zone dorthin laufen. Direkt über und unter jeder Dose ist also tabu.

Ein Haken bleibt. Die Norm beschreibt, wie Leitungen liegen sollen, nicht, wie sie in einem Haus von 1965 nach drei Renovierungen tatsächlich liegen. Genau dort hilft ein Ortungsgerät, als zweite Meinung.

Sechs Ortungsgeräte im Vergleich

ModellPrinzipTiefe laut HerstellerFür wenAngebot (Partnerlink)
Bosch Professional GMS 120-27Metall, Spannung, HolzKupfer 120 mm, Stahl 100 mm, Strom 50 mm, Holz 30 mmMauerwerk und Trockenbau im Alltagansehen
Bosch Professional D-tect 200 CRadarbis 200 mm in trockenem Beton, sonst 60 bis 80 mm, Holz 38 mmFußbodenheizung, Kunststoffrohre, Betonansehen
Laserliner MultiScanner PlusMetall, Spannung, StänderStahl 120 mm, NE-Metall 100 mm, Strom 40 mm, Ständer 20 mmBohrtiefe über Bewehrung prüfenansehen
Bosch UniversalDetectMetall, Spannung, HolzMetall 100 mm, Strom 50 mm, Holz 25 mmGelegentliches Bohren mit geführter Bedienungansehen
Zircon MultiScanner A250cStänder, Metall, SpannungStänder 19/38 mm, Stahl 75 mm, Kupfer 38 mm, Strom 50 mmTrockenbauwände mit Holz- oder Metallprofilenansehen
Stanley FatMax S300Ständer, Metall, SpannungStänder 38 mm, Metall 76 mm, Strom 51 mmEinfache Ständersuche im Trockenbauansehen
Vor dem Kauf eine zweite Meinung?Per WhatsApp fragen

Bosch Professional GMS 120-27

Das kompakte Gerät aus der blauen Profi-Reihe arbeitet ohne Radar und findet nach Herstellerangabe Kupfer bis 120 mm, Stahl bis 100 mm, stromführende Leitungen bis 50 mm und Holzbalken im Trockenbau bis 30 mm. Das Gehäuse ist nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt, das Gewicht liegt bei rund 0,29 kg. Es läuft mit zwei AA-Batterien oder in einer Variante mit Lithium-Akku und USB-C. Ein Markierungsloch zeigt die Fundstelle. Für Dübellöcher in Mauerwerk und Gipskarton halten wir das für die vernünftige Grundausstattung.

Bosch Professional D-tect 200 C

Ein Wandscanner mit Radar. Laut Bosch sieht er bis 200 mm tief in trockenen Beton, in anderen Wandarten bis 80 mm, in jungem Beton bis 60 mm, und er unterscheidet magnetisches und nichtmagnetisches Metall, Leitungen, Kunststoffrohre und Holz. Für Beton, Lochziegel, Trockenbau und Flächenheizung gibt es eigene Wandprogramme; Fundbilder lassen sich per USB-C oder microSD speichern.

Die Grenzen nennt Bosch offen. Im Trockenbau-Modus erkennt er leere Kunststoffrohre nicht, und gefüllte Rohre sehen dort aus wie Holzbalken. Frischer Beton braucht Monate, bis er trocken genug für eine saubere Messung ist. Mit rund 0,7 kg ist der D-tect 200 C ein Werkzeug für Sanierer und Handwerker, die regelmäßig in Böden mit Heizschleifen oder in Betondecken bohren. Für das Bild im Wohnzimmer ist er überdimensioniert.

Laserliner MultiScanner Plus

Seine Stärke ist Metall in massiven Wänden. Nach dem Datenblatt ortet er magnetisches Metall bis 12 cm und nichtmagnetisches bis 10 cm unter Stein, Beton, Estrich, Holz und Keramik, zeigt im Metall-Modus die Tiefe an und sagt, ob das Metall magnetisch ist. Wer in eine Betondecke bohrt und wissen will, wie viel Luft bis zur Bewehrung bleibt, bekommt hier eine Zahl. Leitungen findet er dagegen nur bis 4 cm, Ständer bis 2 cm. Der fest eingebaute Akku hält laut Laserliner etwa drei Stunden.

Bosch UniversalDetect

Das Gerät aus der grünen Heimwerker-Reihe führt mit einer animierten Schritt-für-Schritt-Anleitung durch die Messung und zeigt Funde über ein Ampelsystem aus LEDs. Bosch nennt 100 mm für Metall, 50 mm für stromführende Leitungen und 25 mm für Holz, es kalibriert sich selbst und läuft mit vier AAA-Batterien. Passt zu allen, die zwei Mal im Jahr bohren und keine Lust auf Menüs haben.

Zircon MultiScanner A250c

Der Schwerpunkt liegt auf Ständerwänden. Der A250c findet Mitte und Kanten von Holz- und Metallständern bis 19 mm, im DeepScan-Modus bis 38 mm. Eisen ortet er laut Datenblatt bis 75 mm, Kupfer bis 38 mm, Strom bis 50 mm. Das Display wechselt die Farbe je Modus und blinkt rot, sobald es in einem anderen Modus eine Spannung bemerkt. Für Massivwände ist er nicht gedacht: In Beton kann er laut Anleitung stromführende Leitungen womöglich nicht erkennen.

Stanley FatMax S300

Ein einfacher Ständersucher mit beleuchtetem Display. Stanley gibt 38 mm für Holz- und Metallständer an, 76 mm im tiefen Metall-Modus und 51 mm für stromführende Leitungen. Eine Tiefenanzeige oder Materialunterscheidung nennt der Hersteller nicht. Für Gipskartonwände im Neubau reicht das, für den Altbau mit dickem Putz würden wir zu einem der Bosch-Geräte greifen.

Welches Gerät zu welcher Wand passt

  • Mauerwerk oder Gipskarton, gelegentlich Dübel setzen: Bosch Professional GMS 120-27, mit guter Metallreichweite und spritzwassergeschütztem Gehäuse.
  • Fußbodenheizung, Kunststoffrohre, Betondecken: Bosch Professional D-tect 200 C, weil nur das Radar nichtmetallische Rohre überhaupt sieht.
  • Bohrtiefe über Bewehrung oder Kupferrohr wissen: Laserliner MultiScanner Plus mit Tiefenanzeige im Metall-Modus.
  • Leichte Trockenbauwände mit Ständerwerk: Zircon MultiScanner A250c oder Stanley FatMax S300.
  • Möglichst einfache Bedienung: Bosch UniversalDetect.

Unabhängig vom Gerät gilt dieselbe Reihenfolge. Erst die Installationszonen anschauen, dann scannen, an mehreren Höhen und quer zur vermuteten Leitung, dann markieren. Und im Zweifel die Sicherung raus. Welcher Bohrer und welche Maschine zum Untergrund passen, steht in unserem Ratgeber zum Bohrhammer; den passenden Halt liefert ein gutes Dübel-Set für Beton, Ziegel und Gipskarton.

Quellen

Wo Sie die Produkte bekommen

Verkauf, Lieferung, Gewährleistung und Produktsicherheit liegen allein beim jeweiligen Händler und Hersteller. Alle Angaben ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich ändern. Haftungsausschluss

Unabhängige Tests brauchen Ihre Unterstützung

Ein gründlicher Test kostet Zeit, Technik und oft das Produkt selbst. Hersteller bezahlen uns nicht für gute Urteile – darum kann die Qualität unserer Tests nur durch Ihre Unterstützung über unsere Partnerlinks gesichert werden. Kaufen Sie über einen dieser Links ein, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts, unser Urteil bleibt unabhängig. Danke, dass Sie so auch in Zukunft hochwertige, unabhängige Tests möglich machen.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Noch nicht entschieden?

Vergleichen Sie in Ruhe weiter – alle Beiträge dieser Rubrik werden monatlich auf neue und ausgelaufene Modelle geprüft.

Diesen Ratgeber teilen