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Ein Roadtrip durch den Westen der USA ohne eigenes Auto? Kaum denkbar. Zu weit, zu leer. Beim Mietwagen in den USA lauern allerdings andere Fallen als in Europa. Die gesetzliche Haftpflicht ist in manchen Bundesstaaten sehr niedrig, die Versicherungen haben eigene Abkürzungen, und eine Einwegmiete über mehrere Staaten kann richtig teuer werden. Wer von Deutschland aus mit dem passenden Paket bucht, umgeht das meiste.
Die Abkürzungen am Schalter
Im Mietvertrag tauchen Kürzel auf, die man kennen sollte. LDW oder CDW steht für die Vollkasko. TPL, TI oder MLI bezeichnen die Haftpflicht. EP, LP, SLI oder LIS sind die erweiterte Haftpflicht für die USA und Kanada. Diese Zusatzhaftpflicht ist der wichtigste Baustein, denn die vorgeschriebenen Mindestsummen reichen in manchen Staaten bei einem schweren Unfall bei weitem nicht.
| Baustein | Was er abdeckt | Unsere Einordnung | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|
| Vollkasko ohne Selbstbeteiligung (LDW/CDW) | Schäden am Mietwagen und Diebstahl | unverzichtbar | ansehen |
| Zusatzhaftpflicht (SLI) mit 1 Mio. US-Dollar | Schäden, die Sie anderen zufügen, über die Mindestsumme hinaus | unverzichtbar | ansehen |
| Glas- und Reifenschutz | Scheiben und Reifen, oft sonst ausgeschlossen | sinnvoll, besonders abseits der Highways | ansehen |
Der ADAC empfiehlt genau diese Kombination als Paket. Weitere Angebote am Schalter lehnen Sie ab, wenn Ihr gebuchtes Paket sie schon abdeckt.
Alter, Führerschein und Kreditkarte
Mieten dürfen Sie meist ab 21 Jahren. Für Fahrer unter 25 gibt es eigene Tarife, sonst werden oft Zuschläge fällig. In New York können kleinere Fahrzeuge laut ADAC sogar ab 18 gemietet werden. Den deutschen Führerschein brauchen Sie immer. Der ADAC empfiehlt dringend zusätzlich den internationalen Führerschein, der aber nur zusammen mit dem deutschen gilt. Für die Kaution ist eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers Pflicht, auch bei Paketen ohne Selbstbeteiligung. Debitkarten werden im Ausland nicht überall akzeptiert.
Einwegmiete: die teure Überraschung
Abholen in Los Angeles, abgeben in Las Vegas? Geht. Kostet aber. Bei Fahrten durch mehrere Bundesstaaten verlangen manche Anbieter laut ADAC 300 bis 500 US-Dollar Einweggebühr, und die steht im Online-Preis oft nicht drin. Rechnen Sie nach. Prüfen Sie vor der Buchung, ob die Gebühr enthalten ist, und planen Sie die Route notfalls als Rundreise.
Tank, Kilometer, zweiter Fahrer
Unbegrenzte Kilometer und ein zweiter Fahrer sollten im Tarif enthalten sein, die Strecken im Westen sind lang. Bei der Tankregel rät der ADAC zu voll und voll, also vollgetankt abholen und vollgetankt zurückgeben. Das ist günstiger, als den Tank vom Vermieter füllen zu lassen. Fragen Sie bei Fahrten nach Kanada oder Mexiko vorher nach, denn Grenzübertritte sind in den Mietbedingungen oft eingeschränkt.
Auf der Straße: vier Regeln, die überraschen
Rechts abbiegen bei Rot ist in den meisten Staaten nach einem vollständigen Halt erlaubt, außer ein Schild verbietet es. An einem haltenden Schulbus mit Warnblinker oder ausgeklapptem Stoppschild dürfen Sie nicht vorbeifahren, auch nicht im Gegenverkehr. An der Kreuzung mit vier Stoppschildern fährt, wer zuerst gehalten hat. Und die Promillegrenze liegt meist bei 0,8, für Fahrer unter 21 bei null. Null heißt null. Warum also von zu Hause buchen? Weil Sie dann in Ruhe Preise und Leistungen vergleichen können und Vertragsbedingungen auf Deutsch lesen. Ideen für die Route finden Sie in unserem Ratgeber zur USA-Rundreise, allgemeine Tipps zu Kaution und Übergabe im Ratgeber Mietwagen buchen.
Was nach einem Schaden am Mietwagen grundsätzlich zu tun ist, steht im Ratgeber Unfall mit dem Mietwagen.
Quellen
- ADAC: Mietwagen USA
- ADAC Autovermietung: Häufige Fragen zum Mietwagen im Ausland
- ADAC: Mit dem Fahrzeug in den USA
- ADAC: Mietwagen im In- und Ausland
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