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Powerstation für die Baustelle: Anlauf, Akkus, Schutzart

Powerstation für Baustelle und Handwerk: Werkzeugakkus laden, Anlauf von Säge und Kompressor, Schutzart, DGUV-Hinweise und Stromerzeuger als Alternative.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 04.11.2026
Jackery Explorer 3000 v2 in der Vorderansicht mit Anzeige, USB-Anschlüssen und drei 230-Volt-SteckdosenBild: Jackery (Pressebild)
Unsere Wahl für die meistenJackery Explorer 3000 v2Innenausbau mit Säge1.599,00 € bei Jackery · Stand 05.11.Bei Jackery ansehenBei AmazonPartnerlinks
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Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text. Preise können sich ändern; maßgeblich ist der Preis beim Händler.

Inhalt13 Abschnitte

Akkus laden, Licht, ein Bohrhammer im Innenausbau: Das kann eine Powerstation leise und ohne Abgase. Als Ersatz für den Baustromverteiler taugt sie nicht, denn Regen und Staub verträgt sie schlecht. Für Handwerker, die drinnen arbeiten, halten wir den Jackery Explorer 3000 v2 für die stimmigste Wahl, weil seine 3.600 Watt auch für Handkreissägen Luft lassen. Wer Treppen steigt, greift zum leichteren Explorer 2000 Plus v2. Beginnen Sie mit Ihrem Fall.

Sie laden vor allem Werkzeugakkus

Dann reicht weniger, als das Datenblatt verspricht. Ein Metabo-Schnellladegerät ASC 145 gibt laut Hersteller 145 Watt ab, Boschs GAL 18V-40 lädt mit 4 Ampere. Selbst drei Lader zugleich bleiben unter 500 Watt. Entscheidend ist die Energie. Ein 18-Volt-Akku mit 5 Amperestunden fasst 90 Wattstunden. Mit dem Faktor 0,85 aus unserem Ratgeber zur Powerstation-Laufzeit kommen Sie am Explorer 1000 Plus v2 rechnerisch auf knapp zehn Ladungen, am 3000 v2 auf 29. Weniger werden es trotzdem, denn auch das Ladegerät hat Verluste. Bei einem Team mit gemischten Marken hilft außerdem der Überblick zum Akku-System.

Kurz: Für diesen Fall genügt die 1-kWh-Klasse. Die Steckdosen liefern laut Jackery reinen Sinus.

Sie sägen und bohren im Innenausbau

Jetzt zählt der Anlauf. Die DGUV nennt für direkt anlaufende Elektromotoren den fünf- bis siebenfachen Nennstrom, mit elektronischem Sanftanlauf den dreifachen. Boschs Handkreissäge GKS 190 nimmt 1.400 Watt auf und hat einen Sanftanlauf. Auf dem Papier sind das rund 4.200 Watt. Am Explorer 1000 Plus v2 mit 3.600 Watt Spitze wird das eng, der 2000 Plus v2 mit 4.800 Watt schafft es knapp, der 3000 v2 mit 7.200 Watt hat Abstand. Eine Makita HS7601 liegt bei 1.200 Watt, ob sie sanft anläuft, nennt der Hersteller nicht.

Solche Faustwerte gelten für Motoren allgemein, jede Maschine zieht anders, und wie lange die Spitze hält, verrät Jackery nicht. Probieren Sie also die eigene Säge aus, solange Sie die Station noch zurückgeben können. Der Bohrhammer Bosch GBH 2-28 F ist mit 880 Watt der leichtere Fall. Im Dauerlauf wäre der 3000 v2 bei 1.400 Watt nach knapp zwei Stunden leer. Sägen läuft aber in Etappen.

Sie brauchen Druckluft

Hier raten wir ab. Der Metabo Basic 250-50 W aus unserem Kompressor-Ratgeber nimmt 1,5 Kilowatt auf. Läuft er direkt an, ergibt die Faustregel 7.500 bis 10.500 Watt. Das liegt über jeder Spitze dieser Liste. Vielleicht startet er trotzdem. Planen sollten Sie damit nicht.

Sie arbeiten draußen, im Rohbau oder im Staub

Dann bleibt die Station im Transporter oder im trockenen Nebenraum. Jackery schreibt in der Anleitung zum Explorer 3000, der US-Fassung mit denselben Eckdaten: nur für den Innenbereich, keinesfalls dort, wo Regen oder Schnee hinkommt. Staubige und nasse Umgebungen schließt sie ebenfalls aus, eine Schutzart nennt Jackery für die Explorer-Reihe nicht. Wir zählen das zu den größten Schwächen auf der Baustelle.

Die Messlatte ist hoch. Die DGUV Information 203-032 verlangt von Stromerzeugern im Freien mindestens IP 54, in Gebäuden IP 43. Ab IP 23 geht es nur mit Zusatzmaßnahmen wie einer Einhausung. Auch der Scheppach SG3500i erreicht mit IP23M nicht mehr. Die Tasche Extreme Guard schützt laut Jackery vor Spritzwasser, Staub und Regen und passt zum 3000 v2, eine Schutzart nennt der Hersteller auch hier nicht. Lange Wege überbrücken Sie mit Leitung, siehe Kabeltrommel-Ratgeber. Auf Baustellen sind laut DGUV nur Gummischlauchleitungen H07RN-F oder H07BQ-F zugelassen.

Sie sind ein Betrieb mit Mitarbeitern

Die DGUV Information 203-032 zählt in der Fassung vom Juli 2025 Batteriespeicher ausdrücklich zu den Stromerzeugern und liefert sogar eine Muster-Betriebsanweisung. Unsere Kurzfassung ersetzt keine Elektrofachkraft. Bei Geräten der Ausführung A darf ohne weitere Maßnahmen nur ein Verbraucher hängen. Ab dem zweiten braucht jedes weitere Gerät einen Fehlerstromschutz mit 30 Milliampere. Ein PRCD-S lässt sich dort nicht einschalten, das steht ausdrücklich in dem Muster.

Welcher Ausführung die Explorer-Stationen entsprechen, sagt Jackery nicht. Klären Sie das vor dem ersten Einsatz. Gehäuse brauchen besondere Aufmerksamkeit, denn schon leichte Verformungen können laut DGUV bei Energiespeichern Brände auslösen. Bei Hitze gehört das Gerät in den Schatten. Nach einem Sturz oder starken Erschütterungen schalten Sie es laut Jackery sofort ab.

Sechs Geräte für die Baustelle

ModellKapazität, Dauer / SpitzeGewichtFür wenAngebot (Partnerlink)
Jackery Explorer 3000 v23.072 Wh, 3.600 / 7.200 W27 kgInnenausbau mit SägeJackeryAmazon1.599,00 € bei Jackery · Stand 05.11.
Jackery Explorer 2000 Plus v22.048 Wh, 2.400 / 4.800 W19,1 kgAltbau, Treppen, Frost bis −10 °CJackeryAmazon1.748,00 € bei Jackery · Stand 05.11.
Jackery Explorer 1000 Plus v21.024 Wh, 1.800 / 3.600 W10,8 kgAkkus laden, LichtJackeryAmazon799,00 € bei Jackery · Stand 05.11.
Jackery Extreme Guard TragetascheZubehör, ohne Schutzartkeine Angabe3000 v2 im Transporteransehen129,00 € bei Jackery · Stand 05.11.
Anker SOLIX C1000 Gen 21.024 Wh, 2.000 / 3.000 W11,3 kgDauerlast statt Anlaufansehen
Scheppach SG3500iBenzin, 3.000 / 3.500 W22,5 kgdraußen, ganzer Tagansehen
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Jackery-Werte laut Produktangaben von Jackery und Händlerangaben von GreenDrive.

Jackery Explorer 3000 v2

Am Netz laut Jackery in 1,8 Stunden voll, laut Händler auf Rollen mit Teleskopgriff. 27 Kilogramm bleiben auf der Treppe trotzdem 27 Kilogramm. Geladen wird erst ab null Grad, unter minus 10 Grad begrenzt er die Leistung laut Händler auf 2.000 Watt. Für den kalten Rohbau passt das schlecht, erweitern lässt er sich auch nicht. Den Vergleich mit dem 3600 Plus zieht unser Ratgeber zur großen Powerstation.

Jackery Explorer 2000 Plus v2

Acht Kilogramm leichter und laut Händler ab minus 10 Grad ladbar. Dafür knapp an der Säge. Jackery nennt 6.000 Zyklen, der 3000 v2 kommt auf 4.000.

Jackery Explorer 1000 Plus v2

Der Akkulader für den Kofferraum. Eine Kreissäge würden wir ihm nicht zumuten.

Jackery Extreme Guard Tragetasche

Die Station soll darin laut Jackery in Betrieb bleiben können. Ob die Kühlung unter Volllast mitspielt, sagt der Hersteller nicht. Für 2000 Plus v2 ist sie nicht ausgewiesen.

Anker SOLIX C1000 Gen 2

Zweitausend Watt Dauerleistung in der 1-kWh-Klasse, aber nur 3.000 Watt Spitze. Passt zu Heizlüfter oder Bautrockner mit gleichmäßiger Last, weniger zur Säge.

Scheppach SG3500i

Die ehrliche Alternative. 6,3 Liter reichen laut Scheppach für 3,6 Stunden Volllast, nachgetankt ist schnell. Als Stoßlast empfiehlt die DGUV bei Generatoren aber nur 50 bis 60 Prozent der Nennleistung. Für Motorstarts bleibt also weniger Reserve, als die 3.000 Watt vermuten lassen. Dazu kommen Lärm und Abgase, drinnen scheidet er praktisch aus. Mehr dazu im Stromerzeuger-Ratgeber.

So würden wir entscheiden

  • Nur Akkus und Licht: Explorer 1000 Plus v2.
  • Säge und Bohrhammer drinnen: Explorer 3000 v2.
  • Viele Treppen oder Frost: Explorer 2000 Plus v2.
  • Ganztags draußen, Kompressor, Regen: Stromerzeuger oder Baustrom.

Quellen

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