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Sandfilteranlage kaufen 2026: Leistung, Sand oder Glas

Sandfilteranlage 2026: wie Sie die Umwälzleistung zum Becken passend berechnen, wann Filterglas statt Sand sinnvoll ist und wann Sie rückspülen müssen.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 03.11.2026
Unsere Wahl für die meistenSteinbach Comfort 75Frame- und Stahlwandpools mit 20 bis 35 m³Bei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichSteinbach Active Balls 75wer keinen Sand tragen und nicht rückspülen willBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt14 Abschnitte

Auf dem Karton einer Sandfilteranlage steht fast immer die größte Zahl, die der Hersteller messen konnte. Ins Becken kommt weniger. Wer einen Aufstellpool mit 20 bis 35 Kubikmetern betreibt, ist nach den Herstellerdaten mit einer Anlage in der Größe der Steinbach Comfort 75 gut bedient: 7.800 Liter Umwälzleistung pro Stunde mit gefülltem Kessel, selbstsaugende Pumpe, Vorfilter. Für kleine Becken bis etwa 15 Kubikmeter genügt deutlich weniger.

Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie die Leistung zu Ihrem Becken passend ausrechnen, wann Filterglas statt Sand sinnvoll ist und was beim Rückspülen tatsächlich passiert. Wer noch beim Becken selbst steht, beginnt besser mit unserem Ratgeber zum Pool.

Pumpenleistung ist nicht Umwälzleistung

Eine Sandfilteranlage besteht aus zwei Teilen. Die Pumpe saugt das Wasser über den Skimmer an und drückt es von oben durch das Sandbett im Kessel. Unten sammelt ein Sieb das gefilterte Wasser, über das Mehrwegeventil fließt es zurück ins Becken. Der Sand bremst. Je dichter und schmutziger das Filterbett, desto weniger Wasser kommt durch.

Steinbach trennt deshalb sauber: Die Pumpe der Comfort 75 fördert frei 9.400 Liter pro Stunde, durch den gefüllten Kessel laufen 7.800 Liter. Bei der Intex Krystal Clear 26648 stehen 10.500 und 8.000 Liter im Datenblatt. Für die Rechnung zählt immer der kleinere Wert, also das, was mit gefülltem Kessel tatsächlich durchfließt. Bei Bestway steht je Anlage ein einziger Durchflusswert. Planen Sie dort mit Abschlag.

So rechnen Sie die passende Größe aus

Steinbach schreibt in der Anleitung, dass der gesamte Wasserinhalt innerhalb von 24 Stunden mindestens zweimal durch den Filter laufen sollte, bei stark genutztem Becken drei- bis fünfmal. Hayward empfiehlt für den normalen Betrieb 10 bis 14 Filterstunden am Tag. Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel: Beckeninhalt in Kubikmetern geteilt durch sechs ergibt die nötige Umwälzleistung in Kubikmetern pro Stunde, wenn die Pumpe zwölf Stunden laufen soll.

Ein Rundpool mit 4,57 Metern Durchmesser und 1,10 Metern Wasserstand fasst rund 18 Kubikmeter. Er braucht also etwa 3 Kubikmeter pro Stunde. Ein Stahlwandbecken mit 5,50 Metern Durchmesser und 1,20 Metern Wasserstand kommt auf gut 28 Kubikmeter und damit auf knapp 5 Kubikmeter pro Stunde. Rechnen Sie mit dem Wasserstand, nicht mit der Wandhöhe.

Mit dieser Rechnung lassen sich die Angaben zur maximalen Beckengröße prüfen. Die Comfort 75 ist laut Steinbach für 40.000 Liter ausgelegt; zwei Durchläufe dauern dort gut zehn Stunden. Für die Intex 26648 nennt Steinbach als Vertrieb 57.500 Liter. Bei 8.000 Litern Umwälzleistung braucht dieses Becken für zwei Durchläufe über 14 Stunden. Möglich ist das. Nur bleibt dann kein Spielraum für heiße Wochen mit vollem Becken.

Sand, Glas oder Filterbälle?

Quarzsand ist das Standardmedium. Die Körnung schreibt die Anlage vor, und sie unterscheidet sich je nach Hersteller erheblich: Steinbach verlangt für die Comfort-Reihe 0,7 bis 1,2 Millimeter nach DIN EN 12904, Bestway für die Flowclear-Anlagen 0,45 bis 0,85 Millimeter. Spiel- oder Strandsand gehört nicht in den Kessel, schreibt Bestway ausdrücklich, weil Korngröße und Reinheit nicht passen. Steinbach empfiehlt, den Sand alle zwei bis drei Jahre zu wechseln.

Filterglas aus Recyclingglas wird in denselben Kessel gefüllt. Steinbach beschreibt es als etwas feiner filternd als Sand, mit geringerem Wasserbedarf beim Rückspülen und einer Lebensdauer von etwa vier Jahren, rund doppelt so lang wie Sand. Dafür nennt der Hersteller höhere Anschaffungskosten. Gewichtsmäßig braucht man weniger: Intex gibt für seinen 12-Zoll-Sandfilter 23 Kilogramm Sand oder 16 Kilogramm Glas an. Wer ohnehin wechseln muss und seinen Garten nicht bei jeder Rückspülung mit mehreren Hundert Litern fluten will, ist mit Glas gut beraten.

Filterbälle aus Polyethylen sind ein anderes Konzept. 700 Gramm ersetzen laut Steinbach 25 Kilogramm Sand, was das Schleppen erspart. Rückspülen darf man sie nicht; sie werden von Hand gewaschen, mindestens einmal pro Saison. Und Flockungsmittel sind tabu, weil die Bälle damit verklumpen. Wer gern flockt, bleibt beim Sand.

Rückspülen: wann, wie lange, wohin mit dem Wasser

Den Zeitpunkt zeigt das Manometer. Notieren Sie den Druck bei frisch gespültem Filter. Steigt er um 0,3 bis 0,6 bar, ist laut Steinbach Rückspülen fällig; Hayward nennt 0,7 bar über dem Ausgangswert. Vor jedem Umschalten am Ventil kommt die Pumpe aus, darauf bestehen beide Hersteller.

Dann läuft das Wasser rückwärts durch den Sand und spült den Schmutz in die Abwasserleitung, bis es im Schauglas klar wird, bei Steinbach höchstens zwei Minuten. Anschließend folgt das Nachspülen für 20 bis 30 Sekunden, damit kein gelöster Schmutz zurück ins Becken gelangt. Steinbach rechnet je Rückspülung mit 200 bis 1.100 Litern Wasser, das nachgefüllt werden muss. Planen Sie also vor dem Kauf, wohin dieser Schwall fließen soll.

Eins kann kein Sandfilter. Gegen Algen hilft er laut Steinbach-Anleitung nicht, das bleibt Aufgabe der Wasserpflege. Den Boden reinigt er auch nicht; dafür gibt es Poolroboter.

Was die Pumpe können muss

Selbstsaugend oder nicht, das entscheidet über den Aufstellort. Die Intex-Anlagen sind laut Datenblatt nicht selbstsaugend, die Steinbach-Comfort-Modelle schon. Steinbach und Bestway verlangen, dass die Pumpe unterhalb des Wasserspiegels steht, Steinbach zusätzlich höchstens drei Meter vom Becken entfernt auf einer festen, waagrechten Platte. Trockenlauf beschädigt den Motor.

Dann die Lautstärke. Steinbach gibt für Comfort 75 und Active Balls 75 einen Schalldruckpegel von 70 dB(A) an, für die Intex-Anlagen 85 dB(A). Fünfzehn Dezibel mehr sind ein deutlich hörbarer Unterschied, besonders wenn die Pumpe abends neben der Terrasse läuft. Prüfen Sie auch den Anschluss. Die Steinbach-Anlagen passen an Schläuche mit 32 und 38 Millimetern, die Intex-Anlagen sind für 38 Millimeter ausgelegt.

Sieben Anlagen und ihre Eckdaten

ModellUmwälzleistung laut HerstellerFiltermediumBecken bisFür wenAngebot (Partnerlink)
Steinbach Comfort 757.800 l/h (Pumpe 9.400 l/h)25 kg Sand oder 700 g Filterbälle40.000 lFrame- und Stahlwandpools mit 20 bis 35 m³ansehen
Steinbach Active Balls 756.500 l/h (Pumpe 8.500 l/h)nur Filterbälle, 1.150 g33.000 lwer keinen Sand tragen und nicht rückspülen willansehen
Bestway Flowclear 585153.028 l/h8,5 kg Sand oder Filterbälle18.100 lkleine Frame-Pools bis etwa 15 m³ansehen
Bestway Flowclear 584998.327 l/h20 kg Sand oder Filterbälle54.500 lmittlere bis große Aufstellpoolsansehen
Intex Krystal Clear 266443.700 l/h (Pumpe 4.500 l/h)12 kg Sand oder 336 g Filterbälle18.000 lkleine Intex-Pools mit 38-mm-Anschlussansehen
Intex Krystal Clear 266488.000 l/h (Pumpe 10.500 l/h)35 kg Sand oder 1.000 g Filterbälle57.500 lgroße Intex-Becken ab 30 m³ansehen
Hayward S166T (Filtereinheit S166T8103)6 m³/h (Nennwert des Filters)50 kg Sandkeine Angabefest installierte Becken mit Verrohrungansehen

Steinbach Comfort 75

Steinbach nennt beide Leistungswerte offen und liefert eine selbstsaugende Pumpe mit Vorfilter, 7-Wege-Ventil und Manometer. Der Kessel misst 415 Millimeter und fasst 25 Kilogramm Sand, alternativ Filterbälle oder Filterwolle. Mit 550 Watt Aufnahme ist sie für ein 18-Kubikmeter-Becken überdimensioniert. Ab etwa 20 Kubikmetern passt sie.

Steinbach Active Balls 75

Gleicher Kessel, andere Idee: Diese Anlage ist laut Hersteller ausschließlich für Filterbälle gedacht, 1.150 Gramm liegen bei. Rückspülen entfällt, dafür werden die Bälle von Hand gewaschen. Wer Flockungsmittel verwendet, sollte diese Anlage meiden.

Bestway Flowclear 58515

Die kleinste Bestway-Anlage bewegt laut Hersteller 3.028 Liter pro Stunde und nimmt rund 8,5 Kilogramm Sand auf. Ein Vorfilterkorb und ein Chlordosierer gehören dazu. Für Becken bis etwa 15 Kubikmeter genügt das nach unserer Rechnung, die angegebenen 18.100 Liter halten wir für knapp bemessen.

Bestway Flowclear 58499

Mit 8.327 Litern pro Stunde und 20 Kilogramm Sand spielt sie in der Leistungsklasse der Comfort 75. Bestway gibt Becken bis 54.500 Liter an. Setzt man wie bei der Comfort 75 gut 80 Prozent für den gefüllten Kessel an, bleiben knapp 7 Kubikmeter pro Stunde. Wir würden sie bis etwa 35 Kubikmeter einplanen.

Intex Krystal Clear 26644

Eine kompakte Anlage mit 254-Millimeter-Kessel, 12 Kilogramm Sand und einem Fehlerstromschutz im Stecker. Die Pumpe ist nicht selbstsaugend und laut Datenblatt mit 85 dB(A) vergleichsweise laut. Passt zu kleinen Pools mit 38-Millimeter-Anschluss.

Intex Krystal Clear 26648

Die große Intex-Anlage mit 360-Millimeter-Kessel, 35 Kilogramm Sand und Timer. Die Beckenangabe von 57.500 Litern lässt sich nur mit langen Laufzeiten erreichen. Für 30 bis 40 Kubikmeter ist sie stimmig, wenn der Standort weit genug von der Terrasse entfernt liegt.

Hayward Filtereinheit S166T

Dieser Filter ist für Becken mit fester Verrohrung gebaut. Der 16-Zoll-Filter S166T hat laut Anleitung 0,13 Quadratmeter Filterfläche, ist für 6 Kubikmeter pro Stunde ausgelegt und braucht 50 Kilogramm Sand. Das ist doppelt so viel Sand wie in der Comfort 75 bei ähnlichem Kesseldurchmesser, das Sandbett ist also deutlich höher. Die Oberkante des Filters darf laut Anleitung höchstens 1,5 Meter über dem Wasserspiegel liegen. Welche Pumpe im Set steckt, steht in der jeweiligen Produktbeschreibung.

Bei festen Anlagen wird die Pumpe oft getrennt gewählt. Speck baut mit der Badu Magic II eine solche Pumpe in vier Größen von 0,35 bis 0,72 Kilowatt Aufnahme; die größte fördert laut Datenblatt 11 Kubikmeter pro Stunde. Sie gehört zu einem Filterkessel mit passender Verrohrung, nicht an einen Aufstellpool mit 32-mm-Schläuchen.

So würden wir entscheiden

  • Aufstellpool bis etwa 15 m³: Bestway Flowclear 58515 oder Intex 26644. Bei der Intex den Lärm einplanen.
  • 20 bis 35 m³: Steinbach Comfort 75, weil Umwälzleistung und Pumpenleistung offen genannt werden und die Pumpe selbstsaugend ist.
  • Kein Sand, kein Rückspülwasser: Steinbach Active Balls 75, sofern Sie auf Flockungsmittel verzichten.
  • Große Becken über 35 m³: Intex 26648 oder Bestway 58499, mit längeren Laufzeiten.
  • Festes Becken mit Verrohrung: Hayward S166T, bei Bedarf mit einer Speck-Pumpe.

Wer das Wasser im Frühjahr früher nutzen will, findet passende Heizungen im Ratgeber zur Poolheizung.

Quellen

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