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Zweimal im Jahr stehen die Räder in der Garage, und der Bordwagenheber kurbelt sich zäh nach oben. Wer das satthat, braucht zweierlei: einen Rangierwagenheber, der unter den eigenen Schweller passt und hoch genug kommt, und ein Paar Unterstellböcke. Für Kombi, Kompaktwagen und tiefe Autos halten wir den Güde GRH 2,5/510L für die ausgewogene Wahl. Er startet laut Hersteller bei 80 mm und reicht bis 508 mm. Dazu gehört ein Bockpaar wie das Güde-Set mit 3 t.
Passt der Heber überhaupt unter mein Auto?
Das ist die erste Zahl, die zählt. Die kleinste Höhe, oft Unterfahrhöhe genannt, beschreibt, wie flach der Hubarm in Ruhe liegt. Liegt der Schweller eines tiefergelegten Autos nur 10 cm über dem Boden, kommt ein Heber mit 135 mm Starthöhe gar nicht erst an den Hebepunkt. Flache Modelle beginnen bei 70 bis 80 mm. Sie sind dafür länger, weil der Hubarm weit nach vorn reichen muss, und das bedeutet mehr Platzbedarf in der Garage.
Am anderen Ende steht die Hubhöhe. Ein SUV mit viel Bodenfreiheit braucht oben deutlich mehr als 33 cm, sonst hängt das Rad noch auf dem Boden, wenn der Heber am Anschlag ist. Rund 50 cm reichen nach unserer Einschätzung für übliche Pkw und SUV. Messen Sie vorher selbst nach: vom Boden bis zum Hebepunkt, dann plus etwa 5 cm, bis das Rad frei ist.
Wie viel Tragkraft ist sinnvoll?
Ein Rangierwagenheber hebt nie das ganze Auto, sondern eine Ecke oder eine Achse. Darum genügt für einen Kleinwagen ein 2-t-Gerät. Bei einem schweren Elektro-SUV mit deutlich über 2 t Leergewicht greifen wir lieber zu 2,5 oder 3 t und nehmen etwas Reserve mit. Mehr Tonnen heißen aber auch mehr Kilo. Der Bahco BH12000 wiegt laut Datenblatt 42,7 kg, und das trägt man nicht mal eben die Kellertreppe hinunter.
Hilfreich sind zwei Details. Ein Doppelkolben oder ein Fußpedal überbrückt den Leerweg, bis der Teller am Auto anliegt. Eine Kontrolle der Senkgeschwindigkeit, wie Bahco sie angibt, lässt das Auto gleichmäßig herunter. Achten Sie außerdem auf die Norm DIN EN 1494 für fahrbare Hubgeräte und auf ein GS-Zeichen.
Reicht der Wagenheber allein?
Für den reinen Radwechsel ja, für alles darunter nein. Die Berufsgenossenschaften regeln das in der DGUV Regel 109-009 zur Fahrzeuginstandhaltung recht deutlich. An und unter angehobenen Fahrzeugen darf erst gearbeitet werden, wenn sie gegen Abrollen, Abgleiten, Umkippen und Absinken gesichert sind. Als ausreichend gelten Unterstellböcke oder schubfest gelegte Klötze auf festem Boden. Beim Radwechsel kann laut derselben Regel auf eine besondere Abstützung verzichtet werden. Wer aber Bremsen prüft oder unter das Auto greift, stellt Böcke unter.
Auch die Hersteller sehen das so. Güde schreibt in der Anleitung, nie unter einer Last zu arbeiten, die nur der Heber hält. Bahco verlangt, das Fahrzeug direkt nach dem Anheben auf Böcke zu setzen. Jeder Bock muss nach DGUV seine Tragfähigkeit dauerhaft lesbar tragen. Fremde Bolzen als Ersatz für den Sicherungsstift sind nicht zulässig.
So läuft ein Radwechsel ohne Risiko ab
Der ADAC empfiehlt eine ebene, feste Fläche, angezogene Handbremse und den ersten Gang oder Stellung „P“. Die Radmuttern werden vor dem Anheben etwa eine Viertelumdrehung gelöst. Den Heber setzen Sie nur an den Punkten an, die die Betriebsanleitung zeigt. Bei Elektroautos kann ein falscher Punkt laut ADAC im schlimmsten Fall die Antriebsbatterie beschädigen. Das abgenommene Rad legt man laut ADAC Nordbayern unter das Fahrzeug. Ein Handgriff mehr.
Nach dem Aufsetzen ziehen Sie die Muttern über Kreuz mit dem vorgeschriebenen Drehmoment an, am besten mit einem passenden Drehmomentschlüssel. Wer die Muttern mit einem Schlagschrauber für Radmuttern löst, zieht zum Schluss trotzdem mit dem Drehmomentschlüssel an, denn den nennt der ADAC für das vorgeschriebene Moment. Nach etwa 50 km kontrollieren Sie die Verschraubung laut ADAC noch einmal. Vorlegekeile gehören nach DGUV ebenfalls dazu, sobald gebremste Räder angehoben werden.
Sechs Heber und Böcke mit ihren Eckdaten
| Modell | Tragkraft | Hubbereich | Gewicht | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Güde GRH 2,5/510L | 2,5 t | 80–508 mm | 29 kg | Kombi, Kompakt, tiefergelegt | ansehen |
| KS Tools performance 160.1020 | 3 t | 75–510 mm | 32,5 kg | schwere Autos und häufiges Schrauben | ansehen |
| Bahco BH12000 | 2 t | 70–490 mm | 42,7 kg | sehr flache Autos, fester Stellplatz | ansehen |
| Güde GRH 3/470 | 3 t | 130–465 mm | 28 kg | SUV und Transporter mit Bodenfreiheit | ansehen |
| Einhell CC-TJ 2000 | 2 t | 135–330 mm | 8,4 kg | Kleinwagen, Kofferraum | ansehen |
| Güde Unterstellbock-Set 3T | je 3 t | 276–420 mm | 6,8 kg | Pflicht für alle, die darunter arbeiten | ansehen |
Alle Angaben laut Hersteller.
Güde GRH 2,5/510L
Unser Favorit für die Hausgarage. Mit 80 mm Starthöhe passt er auch unter tiefe Schweller, mit 508 mm kommt er auch bei höheren Kombis weit genug. Das Doppelzylinder-System hebt laut Güde bis zu 50 Prozent schneller, die Pumpstange ist mit Schaumstoff gepolstert. Ein Punkt für Werkstattprofis: Laut Anleitung ist das Gerät nicht für den gewerblichen Einsatz konstruiert.
KS Tools performance 160.1020
Fast dieselbe Spanne, aber 3 t Tragkraft. KS Tools nennt 75 bis 510 mm, ein Fußpedal für den Leerhub und ein Überdruckventil gegen Überlast. Mit 32,5 kg ist er schwer. Die beiden Lenkrollen sind laut Hersteller aus Vollstahl und öl- sowie säurefest. Wer regelmäßig an schweren Autos arbeitet, findet hier die solidere Basis.
Bahco BH12000
Mit 70 mm liegt der Bahco am flachsten. Laut Datenblatt erfüllt er EN 1494, hat ein Sicherheitsventil und eine Kontrolle der Senkgeschwindigkeit und arbeitet zwischen −20 und +50 °C. Nur: 42,7 kg für 2 t Tragkraft. Das ist ein Heber für den festen Platz in der Werkstatt, nicht für den Kofferraum.
Güde GRH 3/470
Ein kräftiges Gerät für hohe Fahrzeuge. Er beginnt erst bei 130 mm, für tiefe Autos also ungeeignet, hebt aber 3 t bis 465 mm. Der große Lastteller misst 110 mm. Abgesenkt wird laut Güde über die Pumpstange, und die zweiteilige Stange lässt sich platzsparend verstauen.
Einhell CC-TJ 2000
Mit 8,4 kg ist er der Leichte unter den Hebern hier und reist problemlos im Kofferraum mit. Einhell nennt 2 t, 135 bis 330 mm, einen Tragegriff und ein Sicherheitsventil gegen Überlast. Für Kleinwagen reicht das. Bei SUV ist er oben zu kurz, bei tiefergelegten Autos unten zu hoch.
Güde Unterstellbock-Set 3T
Zwei geschweißte Böcke mit je 3 t, verstellbar von 276 bis 420 mm, mit breiten Füßen und GS-Prüfung laut Güde. Prüfen Sie vorher, ob der Bereich zum eigenen Auto passt. Bei einem hohen SUV sollte der Aufnahmepunkt im angehobenen Zustand nicht über 420 mm liegen.
So würden wir entscheiden
- Kombi, Kompaktwagen oder tiefergelegt in der eigenen Garage: Güde GRH 2,5/510L plus Bockpaar.
- Schwere Autos, häufiges Schrauben, Platz für ein großes Gerät: KS Tools performance 160.1020.
- Sportwagen mit sehr wenig Bodenfreiheit und fester Werkstattplatz: Bahco BH12000.
- SUV oder Transporter, Tiefe spielt keine Rolle: Güde GRH 3/470.
- Nur Radwechsel am Kleinwagen und wenig Stauraum: Einhell CC-TJ 2000.
Ohne Böcke würden wir keinen dieser Heber kaufen. Und wer im Oktober ohnehin wechselt, findet im Ratgeber zu Winterreifen die Frage nach dem passenden Reifen.
Quellen
- ADAC: Reifen oder Räder selbst wechseln
- ADAC Nordbayern: Winterräder selbst wechseln
- DGUV Regel 109-009 Fahrzeuginstandhaltung, Abschnitt 4.8 und 4.9
- DGUV Regel 109-009, Abschnitt 11.7 Hebeeinrichtungen und Unterstellböcke
- Güde: Katalog Hebetechnik
- Güde: Bedienungsanleitung Rangierwagenheber
- Güde: GRH 2,5/510L
- KS Tools: performance Stahl-Wagenheber 3000 kg
- Bahco: Bedienungsanleitung BH13000, BH12000, BH11500
- Einhell: CC-TJ 2000
Wo Sie die Produkte bekommen
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