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Winterreifen kaufen 2026: Pflicht, Profil und ADAC-Noten

Winterreifen kaufen 2026: situative Pflicht, Alpine-Symbol, Profiltiefe, EU-Reifenlabel und fünf aktuelle Modelle mit ihren Noten aus dem ADAC-Test.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
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Auch im VergleichMichelin Alpin 7Wer eine gleichmäßig gute Alternative suchtBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt11 Abschnitte

Reicht der alte Satz noch einen Winter? Wer im Oktober auf Reifen fährt, die vor acht Wintern montiert wurden, spart am falschen Ende. Für den Winter 2026 setzen wir bei den meisten Autos auf den Continental WinterContact TS 870. Im aktuellen ADAC-Test schnitt er in beiden Reifengrößen „gut“ ab, in der Kleinwagengröße sogar als Bester. Knapp dahinter folgt der Michelin Alpin 7. Er ist die Alternative, wenn es Continental in Ihrer Größe nicht gibt.

Ab wann sind Winterreifen Pflicht?

Eine feste Winterreifenzeit kennt das deutsche Recht nicht. § 2 Absatz 3a der Straßenverkehrs-Ordnung knüpft die Pflicht an den Straßenzustand: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte darf ein Auto nur fahren, wenn alle Räder Reifen nach § 36 Absatz 4 StVZO tragen. Die Regel „von O bis O“ bleibt damit eine Merkhilfe. Wer Mitte April in einen Wintereinbruch gerät, braucht trotzdem Winterreifen.

Welcher Reifen zählt, sagt § 36 Absatz 4 StVZO genau. Er muss auf Schnee besser anfahren, stabilisieren und bremsen und das Alpine-Symbol tragen, also das Bergpiktogramm mit Schneeflocke nach UN-Regelung 117. Die Kennung M+S allein reicht seit dem 1. Oktober 2024 nicht mehr. Bis dahin galt laut ADAC eine Übergangsfrist für M+S-Reifen, die vor 2018 gebaut wurden. Wer bei Schnee oder Eis mit falscher Bereifung kontrolliert wird, zahlt nach der ADAC-Übersicht ein Bußgeld und bekommt einen Punkt. Behindert oder gefährdet er andere, wird es teurer.

Wie viel Profil muss es sein?

Das Gesetz verlangt nach § 36 Absatz 3 StVZO im Hauptprofil mindestens 1,6 Millimeter, rundum. Für Schnee ist das viel zu wenig, denn die Lamellen brauchen Tiefe, um sich in die Schneedecke zu verzahnen. Der ADAC rät deshalb, Winterreifen schon unter vier Millimetern zu ersetzen. Und er empfiehlt, keine Reifen zu fahren, die älter als acht Jahre sind. Das Herstelldatum steht als vierstellige DOT-Angabe auf der Flanke, etwa 3923 für die 39. Woche 2023.

Beim Gebrauchtwagen geht das gern schief. Das Profil wirkt tief, doch die Reifen sind zehn Jahre alt und hart geworden. Die DOT-Nummer zu lesen, dauert zehn Sekunden.

Was verrät das Reifenlabel, und was nicht?

Das EU-Reifenlabel nach Verordnung (EU) 2020/740 nennt Rollwiderstand und Nasshaftung in den Klassen A bis E sowie das Abrollgeräusch in Dezibel. Ein Schneesymbol erscheint nur, wenn der Reifen die Schneeprüfung nach UN-Regelung 117 bestanden hat. Über den QR-Code erreichen Sie das Datenblatt in der EU-Datenbank EPREL.

Wie sich ein Winterreifen auf Schnee schlägt, in der Kurve oder über viele Kilometer, steht nicht darauf. Zwei Reifen mit identischem Label können im Test eine ganze Notenstufe trennen. Das Label taugt deshalb als Vorfilter. Entscheiden sollten unabhängige Tests in Ihrer Größe.

Winterreifen oder doch Ganzjahresreifen?

Hier geht es um Autos mit zwei Radsätzen. Wenig gefahren, flaches Land, und bei Schneefall bleibt das Auto auch mal stehen? Dann kann ein guter Ganzjahresreifen genügen. Welche Modelle dort vorn liegen und wo der Kompromiss aufhört, zeigt der Vergleich der Ganzjahresreifen. Pendler im Mittelgebirge und alle, die jeden Winter in die Berge fahren, sind mit echten Winterreifen besser bedient. Und wer voll beladen mit Skiern auf dem Dach losfährt, bekommt Hinweise zu Zuladung und Fahrverhalten bei der Dachbox.

Fünf Winterreifen mit Ergebnissen aus dem ADAC-Test 2026

Der ADAC hat seinen Winterreifentest am 22. September 2026 veröffentlicht, mit je 16 Reifen in 185/65 R15 (Kleinwagen) und 225/50 R17 (Mittelklasse). Die Noten hat der ÖAMTC als Testpartner identisch veröffentlicht. Sie gelten nur für die getestete Größe. Je niedriger, desto besser.

ModellADAC 185/65 R15ADAC 225/50 R17Für wenAngebot (Partnerlink)
Continental WinterContact TS 8702,2 (gut)2,3 (gut)Die meisten Autos, vom Kleinwagen bis zur Mittelklasseansehen
Michelin Alpin 72,5 (gut)2,5 (gut)Wer eine gleichmäßig gute Alternative suchtansehen
Goodyear UltraGrip Performance 33,3 (befriedigend)2,4 (gut)Mittelklasse und größere Räderansehen
Hankook Winter i*cept RS33,1 (befriedigend)2,7 (befriedigend)Wer solide Mittelklasse in vielen Größen suchtansehen
Bridgestone Blizzak 6nicht getestet (LM 005: 3,8)2,6 (befriedigend)Mittelklasse, nicht für Kleinwagenansehen

Continental WinterContact TS 870

In 185/65 R15 erhielt er mit 2,2 die Spitzennote seiner Größe, in 225/50 R17 mit 2,3 Rang zwei. Genau diese Konstanz zählt beim Kauf in einer Größe, die gar nicht getestet wurde. Bei Amazon wird er laut Händlerangaben in vielen Größen angeboten, meist mit den Labelklassen C für Rollwiderstand und B für Nasshaftung.

Michelin Alpin 7

Der Nachfolger des Alpin 6 kam zur Wintersaison 2024/25 auf den Markt, nach Herstellerangaben für 15 bis 20 Zoll. Michelin verspricht kürzere Bremswege auf Schnee und weniger Rollwiderstand als beim Vorgänger. Im ADAC-Test lag er in beiden Größen bei 2,5, mit leichten Schwächen beim Handling auf Schnee.

Goodyear UltraGrip Performance 3

Ein Reifen mit zwei Gesichtern. In der Mittelklassegröße kam er auf 2,4 und lag damit vor Michelin. In der Kleinwagengröße reichte es nur für 3,3. Ab 17 Zoll gehört er auf die engere Liste. Beim Kleinwagen nicht.

Hankook Winter i*cept RS3

Zweimal „befriedigend“, ohne Ausreißer nach unten. In 185/65 R15 lag er mit 3,1 knapp vor Goodyear. Hankook führt den Reifen unter der Bezeichnung W462, bei Amazon ist er laut Händlerangaben mit Alpine-Symbol in vielen Größen gelistet. Eine Notenstufe Abstand zur Spitze sollte man aber bewusst in Kauf nehmen.

Bridgestone Blizzak 6

Mit 2,6 knapp an der Grenze zu „gut“, getestet in 225/50 R17. Vorsicht beim Kleinwagen: Dort trat der ältere Blizzak LM 005 an, bekam nur 3,8 und erreichte mit rund 22.000 Kilometern die geringste prognostizierte Laufleistung im Feld. Achten Sie also genau auf den Modellnamen.

Und Pirelli? Der Cinturato Winter 3 war in 225/50 R17 mit 2,2 sogar vorn. Bei Amazon.de war er zuletzt nicht im Angebot, deshalb fehlt er in der Tabelle. Bekommen Sie ihn beim Reifenhändler, machen Sie in dieser Klasse nichts falsch.

Und welcher Reifen soll es nun werden?

  • Kleinwagen (14 bis 16 Zoll): Continental WinterContact TS 870. Michelin Alpin 7, wenn die Größe bei Continental nicht lieferbar ist.
  • Kompakt- und Mittelklasse (17 Zoll und mehr): Continental oder Goodyear UltraGrip Performance 3, der dort fast gleichauf liegt.
  • Ohne Präferenz für eine Marke: Hankook Winter i*cept RS3 als solide Wahl mit erkennbarem Abstand zur Spitze.
  • Finger weg: von Reifen, die im Test mit „mangelhaft“ oder „nicht genügend“ abschnitten. Laut ADAC konnten in der Kleinwagengröße neun von 16 Reifen nicht empfohlen werden. Bei einem Reifen, der auf nasser Straße mehrere Meter länger bremst, ist jede Ersparnis zu teuer erkauft.

Größe, Last- und Geschwindigkeitsindex stehen im Fahrzeugschein. Gleichen Sie sie vor der Bestellung ab. Muss bald noch die Einfahrt geräumt werden, hilft der Schneeschieber-Vergleich beim passenden Werkzeug.

Quellen

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