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Der Boden ist blitzsauber, und an der Wasserlinie zieht sich trotzdem ein grauer Rand aus Sonnencreme, Pollen und Kalk um das Becken. Genau dort stehen Sie dann wieder mit der Bürste. Viele Poolroboter halten den Boden sauber und ignorieren diese Kante. Für Einbaupools mit Boden, Wänden und Wasserlinie halten wir einen Akku-Roboter der Mittelklasse wie den Aiper Scuba V3 für den vernünftigen Schritt. Läuft der Roboter täglich und stört das Kabel nicht, ist ein Dolphin oder Zodiac am Kabel nicht schlechter.
Was muss ich über mein Becken wissen?
Ein Roboter für einen flachen Aufstellpool ist ein anderes Gerät als einer für ein gemauertes Becken mit Treppe und senkrechten Wänden. Viele günstige Modelle fahren nur über flachen Boden. Laufzeiten kommen deshalb erst später.
Zuerst die Größe. Kabelgeräte geben die maximale Beckenlänge an, beim Dolphin E35i sind es laut Maytronics 12 Meter. Akku-Hersteller rechnen in Quadratmetern, und ihre Angaben unterscheiden sich je nach Land und Ausführung teils deutlich. Dann Wand und Wasserlinie: Steht das nicht ausdrücklich im Datenblatt, kann das Gerät es nicht. Manche Modelle haben einen eigenen Wasserlinien-Modus, andere fahren die Kante nur im großen Programm ab. Laub und Sand fängt jeder Korb. Für feinen Staub und Algenreste brauchen Sie einen Feinfilter im Bereich weniger Mikrometer, der sich allerdings schneller zusetzt und öfter ausgespült werden muss. Bleibt das Herausheben. Mit vollem Korb wiegt ein nasser Roboter schnell acht Kilo und mehr, und Geräte, die an der Wasserlinie oder an der Oberfläche parken, ersparen Ihnen das Angeln mit dem Haken.
Akku oder Kabel?
Das Kabel hat einen schlechten Ruf, den es nur halb verdient. Ein Kabelroboter läuft so lange, wie Sie ihn lassen, und es gibt keinen Akku, der nach einigen Saisons nachlässt. Erkauft wird das mit einem Netzteil am Beckenrand und einem Kabel, das sich verdrehen kann. Maytronics und Zodiac bauen deshalb Drehgelenke ein.
Akku-Geräte sind schneller im Wasser und wieder draußen. Ihre Laufzeitangaben gelten fast immer für einen Sparmodus. Aiper nennt für den Scuba S1 je nach Seite und Ausführung 150, 180 oder 270 Minuten; WYBOT schreibt in den eigenen Beiträgen zum C2 deutlich weniger als im Shop. Gehen Sie vom kleineren Wert aus. Kaltes Wasser im Frühjahr kostet zusätzlich Laufzeit.
Unsere Faustregel: Soll der Pool von Mai bis September fast täglich gereinigt werden, ist Kabel entspannter. Bei zwei bis drei Reinigungen pro Woche, nach denen der Roboter in die Garage wandert, Akku.
Welche Modelle kommen in Frage?
| Modell | Antrieb | Reinigungsbereiche | Filter | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Aiper Scuba V3 | Akku, bis 180 Min. | Boden, Wand, Wasserlinie | mehrlagiger Feinfilter | Einbaupool, wenig Aufwand | ansehen |
| Aiper Scuba S1 | Akku, Laufzeit je nach Ausführung | Boden, Wand, Wasserlinie, bis 150 m² | Korb 180 µm, 3-µm-Feinfilter extra | knapperes Budget | ansehen |
| WYBOT C2 | Akku, bis 180 Min. (Eco) | Boden, Wand, Wasserlinie | 180 µm + 10 µm, Korb 3 l | Wasserlinie gezielt reinigen | ansehen |
| Beatbot AquaSense 2 Ultra | Akku, 13.400 mAh | Boden, Wand, Wasserlinie, Oberfläche, bis 320 m² | 150 + 250 µm, Korb 3,7 l | große Becken, Laub an der Oberfläche | ansehen |
| Dolphin E35i | Kabel 17 m, Zyklus 2 Std. | Boden, Wand, Becken bis 12 m | Kombifilter, Ultrafeinfilter beiliegend | tägliche Reinigung | ansehen |
| Zodiac CNX 30 iQ | Kabel | Boden, Wand, Wasserlinie, Becken bis 12 × 6 m | zweistufig | Familienpool mit App-Steuerung | ansehen |
Aiper Scuba V3
Aipers Mittelklasse mit Kamera-Erkennung. Laut Hersteller reinigt der V3 Boden, Wände und mit einer eigenen Düse die Wasserlinie, die Laufzeit liegt bei maximal 180 Minuten. Nach dem Programm wartet er an der Wasserlinie, damit Sie ihn herausnehmen können. Zur Filterfeinheit macht Aiper widersprüchliche Angaben. Prüfen Sie vorab, welcher Filter im Karton liegt.
Aiper Scuba S1
Auch der S1 kann laut Aiper Wand und Wasserlinie und ist für Becken bis 150 Quadratmeter ausgelegt. Bei Amazon.de kostet er spürbar weniger als der V3. Gespart wird am Filter: Serienmäßig fängt der Korb laut Aiper Partikel ab 180 Mikrometer, der 3-Mikrometer-Feinfilter ist Zubehör. Außerdem gibt es mehrere Ausführungen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Achten Sie genau darauf, welche Sie bestellen.
WYBOT C2
Beim C2 kombiniert WYBOT nach eigenen Angaben einen 180-µm-Korb mit einem 10-µm-Feinfilter, der Korb fasst drei Liter. Interessant ist der eigene Modus nur für die Wasserlinie, dazu kommen Zeitpläne per App und automatisches Parken bei schwachem Akku. Gewicht laut WYBOT: 7,9 Kilo. Die Flächenangaben schwanken je nach Landesseite zwischen 150 und 200 Quadratmetern.
Beatbot AquaSense 2 Ultra
Für große Becken und Gärten mit viel Laub. Laut Beatbot reinigt der Ultra auch die Wasseroberfläche, höchstens zehn Stunden lang, für den Boden gibt Beatbot fünf Stunden an. Der Doppelfilter hält allerdings nur Partikel ab 150 Mikrometer zurück, ein feinerer Vlieskorb ist optional. In einem üblichen Gartenpool ohne Bäume zahlen Sie hier viel für Funktionen, die Sie selten brauchen. Den Vorgänger AquaSense 2 Pro führt Beatbot nicht mehr.
Dolphin E35i
Maytronics baut seit Jahrzehnten Poolroboter, und der E35i zeigt, warum Kabel nicht altmodisch sein muss. Laut Hersteller: 17 Meter Kabel mit Drehgelenk, Becken bis 12 Meter, zwei Stunden pro Zyklus, Steuerung über die MyDolphin-Plus-App, zwei Jahre Garantie. Ein Ultrafeinfilter liegt bei. Die Wasserlinie bewirbt Maytronics erst beim größeren E40i.
Zodiac CNX 30 iQ
Zyklonsaugung, Wendelbürsten und eine zweistufige Filterung. Das Becken darf laut Zodiac bis 12 mal 6 Meter groß sein, Zykluszeit und Fernsteuerung laufen über die iAquaLink-App. Der Filter ist von oben zugänglich und hat ein Sichtfenster. Ein Lift-System, das das Wasser vor dem Herausheben ablaufen lässt, gibt es erst ab dem CNX 40 iQ.
Und welcher passt zu meinem Pool?
Beim Einbaupool mit zwei bis drei Reinigungen pro Woche raten wir zum Aiper Scuba V3: Akku, Wand und Wasserlinie, Parken zum Herausnehmen. Am selben Pool mit weniger Budget genügt der Aiper Scuba S1, sofern Sie den Feinfilter bei Bedarf nachkaufen. Ist der graue Rand das Hauptproblem, spricht der eigene Wasserlinien-Modus samt Feinfilter ab Werk für den WYBOT C2.
Tägliche Reinigung über die ganze Saison? Dann Dolphin E35i oder Zodiac CNX 30 iQ am Kabel. Ein großes Becken unter Bäumen rechtfertigt den Beatbot AquaSense 2 Ultra, wegen der Oberflächenreinigung.
Und der flache Aufstellpool? Keines dieser Geräte. Hier genügt ein Bodenreiniger, und Wandklettern ist bei weichen Wänden ohnehin heikel.
Im Garten mähen manche schon mit einem Mähroboter ohne Begrenzungsdraht, im Haus fährt vielleicht ein Saugroboter mit Wischfunktion. Das Prinzip ist dasselbe: Die Navigation entscheidet, ob Ecken sauber werden. Poolrand und Terrasse sind ein Fall für den Hochdruckreiniger.
Quellen
- Aiper: Scuba V3
- Aiper: Scuba S1
- Aiper: 3-Mikrometer-Filter für den S1
- WYBOT: C2
- Beatbot: AquaSense 2 Ultra
- Beatbot: Hilfecenter (Filter, Akku)
- Maytronics: Dolphin E35i
- Zodiac: CNX 30 iQ
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