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Labornetzteil kaufen 2026: linear, getaktet, programmierbar

Labornetzteil kaufen: wann linear, wann Schaltnetzteil, wie viel Volt und Ampere, was USB und SCPI bringen. Sechs Modelle nach Herstellerangaben.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 04.11.2026
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Günstige AlternativePeakTech P 6225 AEinsteiger, kleiner TischBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichManson HCS-3202Kfz, LED, höhere StrömeBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt11 Abschnitte

Ein Labornetzteil kauft man nicht wegen der Volt. Man kauft es wegen der Strombegrenzung, die eine falsch gepolte Platine rettet, bevor es nach Elektronik riecht. Für Reparaturen, Lötprojekte und Mikrocontroller genügt ein einkanaliges Gerät mit 30 V und 5 A: leise und sauber regelt das lineare PeakTech P 6173, wer Platz und Geld sparen will, greift zum Schaltnetzteil PeakTech P 6225 A.

Mehr braucht es selten. Drei Kanäle, 60 V oder 10 A sind Werkzeuge für bestimmte Aufgaben und kein allgemeines Qualitätsmerkmal.

Spannung einstellen, Strom begrenzen: so arbeitet das Gerät

Jedes Labornetzteil kennt zwei Betriebsarten. Im Konstantspannungsbetrieb (CV) hält es die eingestellte Spannung, solange der Verbraucher weniger Strom zieht als erlaubt. Steigt der Strom über die Grenze, wechselt es in den Konstantstrombetrieb (CC) und senkt die Spannung so weit ab, dass nicht mehr fließt. Genau das schützt eine frisch gelötete Schaltung. Nehmen wir ein Mikrocontroller-Board an 5 V, das im Betrieb höchstens 300 mA ziehen soll. Steht die Grenze auf genau diesem Wert, bleibt eine Lötbrücke auf der Platine ein kurzes Aufleuchten der CC-Anzeige.

Für 12-V-LED-Streifen, Autoradios auf dem Tisch (13,8 V) oder kleine Motoren reichen 30 V und 5 A ebenfalls. Erst bei Akkupacks mit 36 oder 48 V, Pedelec-Komponenten oder Endstufen wird es eng. Prüfen Sie die Anzeige des Netzteils ab und zu mit einem ordentlichen Multimeter nach, denn eine dreistellige LED-Anzeige zeigt über 10 V nur noch Zehntelvolt.

Linear oder getaktet: der Unterschied, den man hört und wiegt

Ein lineares Netzteil setzt die Netzspannung mit einem Transformator herab und regelt den Rest über Leistungstransistoren, die überschüssige Energie in Wärme verwandeln. Das Ergebnis ist eine sehr ruhige Ausgangsspannung. PeakTech nennt für das P 6173 eine Restwelligkeit von höchstens 1 mV effektiv, Rigol für das DP832 unter 350 µV effektiv. Der Preis steht auf der Waage: 4,5 kg beim PeakTech, 10,5 kg beim Rigol.

Schaltnetzteile arbeiten mit hoher Taktfrequenz, Manson gibt für die HCS-32xx-Reihe 100 bis 120 kHz an. Sie sind leicht, effizient und günstiger in der Herstellung, haben aber mehr Störanteile am Ausgang. Beim Manson HCS-3202 stehen im Datenblatt 5 mV effektiv und 50 mV Spitze-Spitze. Für Motoren, LEDs, Kfz-Elektronik und Ladeversuche spielt das keine Rolle. Bei Audioverstärkern, Funkempfängern oder Messschaltungen mit Sensoren im Millivoltbereich schon. Wer mit Analogtechnik arbeitet, sollte linear kaufen und die Kilos in Kauf nehmen.

USB, SCPI, USB-C und Akkus: was davon zählt

„Programmierbar“ bedeutet bei den meisten Geräten zweierlei: Speicherplätze für feste Werte am Gerät und eine Schnittstelle zum PC. Für Hobby und Reparatur reichen meist zwei oder drei gespeicherte Spannungen. Die PC-Steuerung wird interessant, wenn Sie Abläufe wiederholen, etwa einen Lastwechsel über Stunden oder einen Spannungsverlauf für Prüfungen. Achten Sie darauf, ob der Hersteller nur eine eigene Windows-Software liefert oder Befehle nach dem SCPI-Standard versteht. Mit SCPI lassen sich Skripte in Python oder LabVIEW schreiben, unabhängig vom Betriebssystem.

USB-C mit Power Delivery taucht inzwischen bei kleinen Netzteilmodulen auf, die ihre Energie aus einem Ladegerät beziehen. Seit USB PD 3.1 sind laut USB-IF bis 240 W bei 48 V möglich, vorher war bei 100 W Schluss. Nur liefert so ein Modul nie mehr, als der Lader hergibt. Als einziges Labornetzteil auf dem Tisch ist so ein Aufbau ein Kompromiss, als Zweitgerät für unterwegs durchaus brauchbar.

Und Akkus? PeakTech schreibt in den Anleitungen ausdrücklich, dass seine Labornetzgeräte nicht zum Laden von Batterien konzipiert sind. Joy-IT dagegen bewirbt beim RD6006 eine eigene Ladefunktion. Wer regelmäßig Akkus lädt, ist mit einem passenden Ladegerät besser bedient.

Sechs Labornetzteile im Vergleich

ModellBauartAusgang laut HerstellerRestwelligkeit laut HerstellerFür wenAngebot (Partnerlink)
PeakTech P 6173linear, Sicherheitstrafo0–30 V, 0–5 A, dazu 5 V/1 A fest≤ 1 mV eff.Elektronik, Audio, Ausbildungansehen
PeakTech P 6225 ASchaltnetzteil0–30 V, 0–5 A≤ 3 mV eff.Einsteiger, kleiner Tischansehen
Manson HCS-3202Schaltnetzteil mit PFC1–36 V, 0–10 A5 mV eff., 50 mV SpitzeKfz, LED, höhere Strömeansehen
Rigol DP832linear, 3 Kanäle2 × 30 V/3 A, 1 × 5 V/3 A, 195 W< 350 µV eff.Labor, Entwicklung, Analogansehen
OWON SPE3102keine Herstellerangabe0–30 V, 0–10 A, 200 Wkeine eindeutige AngabeAutomatisierung per SCPIansehen
Joy-IT JT-RD6006Einbaumodul, braucht Gleichspannung0–60 V, 0–6 A, 360 W100 mV Spitze bei VolllastBastler mit eigenem Netzteilansehen
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PeakTech P 6173: das ruhige Arbeitspferd

Linear geregelt, mit Sicherheitstransformator und laut Anleitung für Schule, Ausbildung und Labor entwickelt. Spannung und Stromgrenze lassen sich bei abgeschaltetem Ausgang voreinstellen, die Anzeige zeigt auch die Leistung in Watt. Der feste 5-V-Ausgang mit 1 A ist praktisch für einen Mikrocontroller nebenbei, bleibt laut Hersteller aber immer aktiv, auch wenn der Hauptausgang aus ist. Die USB-Software mit Zeitprogrammen läuft nur unter Windows.

PeakTech P 6225 A: klein, leicht, ohne Schnickschnack

Mit 1,5 kg und 8 cm Breite passt dieses Schaltnetzteil neben jede Lötstation. Es gibt Grob- und Feinregler (1 V/100 mA und 10 mV/1 mA) und einen Ausgangsschalter. Eine Fernsteuerung fehlt, Speicherplätze ebenso. Für den Einstieg ist das ehrlich genug.

Manson HCS-3202: Strom für die Kfz-Werkbank

Zehn Ampere bei bis zu 36 V, drei Festwerte ab Werk auf 5, 13,8 und 25 V und über USB bis zu 20 Voreinstellungen mit Zeitintervallen und bis zu 999 Zyklen. Ein zweiter Ausgang an der Front liefert bis 5 A, zusammen mit dem Hauptausgang aber nicht mehr als 10 A. Die Anzeige ist nur dreistellig. Für Autoradios, Steuergeräte und LED-Technik passt das, für feine Analogschaltungen weniger.

Rigol DP832: drei Kanäle für die Entwicklung

Zwei Kanäle mit 30 V/3 A und ein dritter mit 5 V/3 A, zusammen 195 W, linear geregelt. Damit lassen sich symmetrische Versorgungen für Operationsverstärker und eine Logikspannung gleichzeitig aufbauen. USB ist Standard, LAN und RS232 kosten beim DP832 extra und sind erst beim DP832A serienmäßig. Mit 10,5 kg ist es ein Gerät, das stehen bleibt, wo es steht. Für gelegentliche Reparaturen ist das zu viel des Guten.

OWON SPE3102: kompakt und skriptfähig

30 V und 10 A bei 200 W, Einstellauflösung 10 mV und 1 mA, ein Farbdisplay mit 2,8 Zoll und USB mit SCPI-Befehlen. Über Listen gibt das Gerät laut OWON zeitgesteuerte Spannungsfolgen aus. Weil OWON den SCPI-Standard ausdrücklich nennt, sind eigene Skripte kein Rätselraten. Zur Bauart und zur genauen Restwelligkeit dieses Modells macht OWON online keine eindeutigen Angaben.

Joy-IT JT-RD6006: Baukasten mit 60 Volt

Das RD6006 ist ein Regelmodul, kein fertiges Tischgerät. Es braucht eine Gleichspannung von 6 bis 70 V, das passende Netzteil bietet Joy-IT separat an. Dafür regelt es bis 60 V und 6 A, speichert neun Werte und lässt sich per USB steuern, WLAN gibt es nur mit Zusatzmodul. Die Welligkeit von 100 mV Spitze-Spitze bei Volllast zeigt, wofür es gedacht ist: für Leistung, nicht für empfindliche Messtechnik.

So würden wir entscheiden

  • Elektronik, Reparatur, Audio: PeakTech P 6173. Schwer, aber ruhig, und die Strombegrenzung lässt sich vor dem Einschalten setzen.
  • Erstes Gerät mit kleinem Budget: PeakTech P 6225 A, solange keine empfindliche Analogtechnik am Ausgang hängt.
  • Fahrzeugelektronik und höhere Ströme: Manson HCS-3202 mit seinem 13,8-V-Festwert.
  • Entwicklung mit mehreren Spannungen: Rigol DP832, wenn Platz und Budget dafür da sind.
  • Prüfabläufe am PC: OWON SPE3102 wegen SCPI.
  • Basteln mit 48-V-Technik: Joy-IT JT-RD6006 samt eigenem Netzteil.

Wer Restwelligkeit oder Schaltflanken sehen will, braucht ein Oszilloskop. Worauf es bei Bandbreite, Tastkopf und Masse ankommt, erklärt der Ratgeber zum Oszilloskop für Einsteiger.

Für Testsignale statt Versorgungsspannung gibt es den Ratgeber zum Funktionsgenerator.

Quellen

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