Black Friday am 27.11.: unsere Wahl je Ratgeber
Unabhängige KaufberatungJede Angabe mit QuelleKeine bezahlten UrteileÜber 1.000 Ratgeber So testen wir
handgetestet

Ökostrom-Tarif: Welcher Ökostrom dem Klima wirklich hilft

Ökostrom-Tarif: Warum viele Angebote nur auf dem Papier grün sind, welche Siegel Umweltbundesamt und Verbraucherzentrale empfehlen und worauf Sie achten.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 03.11.2026
Unsere Wahl für die meistenÖkostrom mit Grüner Strom LabelBei CHECK24 ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt4 Abschnitte

Fast jeder Stromanbieter hat heute einen Ökostromtarif im Angebot, oft kaum teurer als der normale. Das klingt gut. Dem Klima bringt es aber häufig wenig. Die Verbraucherzentrale kommt zu einem klaren Urteil: Die meisten Ökostromtarife haben keinen echten Klimanutzen, sinnvoll sind vor allem Tarife mit einem anerkannten Siegel. Wer das weiß, kann mit dem Wechsel tatsächlich etwas bewegen.

Warum Ökostrom oft nur auf dem Papier grün ist

Grundlage jedes Ökostromtarifs ist der Herkunftsnachweis. Das Umweltbundesamt führt dafür ein Register, das verhindern soll, dass dieselbe Kilowattstunde zweimal als Ökostrom verkauft wird. Ein Anbieter darf Strom nur dann als grün ausweisen, wenn er entsprechende Nachweise entwertet. Ein Qualitätssiegel ist der Nachweis aber nicht. Er belegt nur die Menge.

Der Knackpunkt liegt in der Herkunft. Strom aus Anlagen, die über das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert werden, bekommt in Deutschland keinen Herkunftsnachweis. Deshalb stammen die Nachweise laut Verbraucherzentrale meist aus dem Ausland, etwa aus Wasserkraftwerken in Norwegen oder Österreich. Dieser Strom wird ohnehin erzeugt. Kauft ein Anbieter nur den Nachweis dazu, wird er auf dem Papier Ihnen zugeordnet, am Anteil grünen Stroms ändert sich insgesamt nichts. Die Nachweise kosten nur einen Bruchteil eines Cents je Kilowattstunde, was den niedrigen Aufpreis erklärt. Immerhin müssen Anbieter seit November 2023 angeben, aus welchen Ländern ihre Nachweise stammen.

Woran Sie wirksamen Ökostrom erkennen

Umweltbundesamt und Verbraucherzentrale nennen dieselben beiden Siegel: das Grüner Strom Label und das Siegel EnergieVision, früher als ok-power-Label bekannt. Beide sollen sicherstellen, dass der Tarif den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. Laut Verbraucherzentrale schließen sie Beteiligungen an Atom- und Kohlekraftwerken weitgehend aus.

TarifGrundlageKlimanutzen laut VerbraucherzentraleAngebot (Partnerlink)
Ökostrom mit Grüner Strom LabelHerkunftsnachweise plus Kriterien zum AusbauMindestnutzen für die Energiewendeansehen
Ökostrom mit Siegel EnergieVisionHerkunftsnachweise plus Kriterien zum AusbauMindestnutzen für die Energiewendeansehen
Ökostrom ohne Siegelmeist nur Herkunftsnachweisein vielen Fällen kein Klimanutzenansehen
RegionalstromRegionalnachweise für geförderte Anlagenkein zusätzlicher Ausbauansehen
Vor dem Kauf eine zweite Meinung?Per WhatsApp fragen

Schauen Sie außerdem auf den Anbieter selbst. Das Umweltbundesamt rät: Verkauft ein Unternehmen überwiegend Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken, wechseln Sie besser den Anbieter, statt nur den Tarif. Welche Quellen hinter Ihrem Strom stecken, zeigt die Stromkennzeichnung auf der Rechnung.

Und der Preis?

Ökostrom ist oft nicht teurer als konventioneller Strom. Manchmal sogar günstiger. Der Preis allein sagt laut Verbraucherzentrale aber wenig über den Nutzen. Ein Siegeltarif kann etwas mehr kosten, weil ein Teil des Geldes in neue Anlagen fließen soll. Ansonsten gelten dieselben Regeln wie bei jedem Stromvertrag: Bonus aus dem Vergleich herausrechnen, Laufzeit von etwa einem Jahr, Preisgarantie genau lesen. Alles dazu steht im Ratgeber Stromanbieter wechseln.

Was beim Gas anders ist

Beim Gas gibt es keine vergleichbar verlässlichen Siegel. Tarife mit Biomethan enthalten oft nur 1 bis 10 Prozent davon, Kompensationsangebote hält die Verbraucherzentrale für kaum überprüfbar.

Am wirksamsten bleibt, weniger Energie zu verbrauchen oder selbst zu erzeugen. Ein Balkonkraftwerk ist dafür ein guter Anfang.

Hat Ihr Versorger gerade die Preise erhöht? Dann dürfen Sie zum Tag der Erhöhung kündigen. Wie das geht, steht im Ratgeber Strompreiserhöhung: was tun?

Quellen

Wo Sie die Produkte bekommen

Verkauf, Lieferung, Gewährleistung und Produktsicherheit liegen allein beim jeweiligen Händler und Hersteller. Alle Angaben ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich ändern. Haftungsausschluss

Unabhängige Tests brauchen Ihre Unterstützung

Ein gründlicher Test kostet Zeit, Technik und oft das Produkt selbst. Hersteller bezahlen uns nicht für gute Urteile – darum kann die Qualität unserer Tests nur durch Ihre Unterstützung über unsere Partnerlinks gesichert werden. Kaufen Sie über einen dieser Links ein, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts, unser Urteil bleibt unabhängig. Danke, dass Sie so auch in Zukunft hochwertige, unabhängige Tests möglich machen.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Noch nicht entschieden?

Vergleichen Sie in Ruhe weiter – alle Beiträge dieser Rubrik werden monatlich auf neue und ausgelaufene Modelle geprüft.

Diesen Ratgeber teilen

Das passt dazu

Alle aus Haushalt →