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Strom für Wärmepumpe und Wallbox: Netzentgelt senken

Strom für Wärmepumpe und Wallbox: Wie die drei Module nach § 14a das Netzentgelt senken, wann ein eigener Zähler lohnt und welcher Tarif passt.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 03.11.2026
Unsere Wahl für die meistenModul 1: pauschale Netzentgelt-ErmäßigungStandard, wenn kein eigener Zähler da istBei CHECK24 ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt4 Abschnitte

Mit einer Wärmepumpe oder einer Wallbox steigt der Stromverbrauch eines Haushalts deutlich. Umso mehr zählt der Preis je Kilowattstunde. Seit 2024 gibt es dafür eine Stellschraube, die viele übersehen: Wer seine Wärmepumpe oder Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung beim Netzbetreiber anmeldet, zahlt deutlich weniger Netzentgelt. Dazu kommt die Wahl des passenden Tarifs, mit eigenem Zähler oder ohne.

Was „steuerbar“ bedeutet

Nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz gelten private Wallboxen, Wärmepumpen samt Heizstab, Klimaanlagen und Stromspeicher als steuerbare Verbrauchseinrichtungen, wenn sie mit mehr als 4,2 Kilowatt am Netz hängen. Für Anlagen, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, gelten diese Regeln automatisch. Ältere Anlagen dürfen freiwillig wechseln, zurück geht es danach nicht.

Der Netzbetreiber darf im Gegenzug bei drohender Überlastung den Strombezug vorübergehend auf 4,2 Kilowatt drosseln. Abschalten darf er nicht. Die Wärmepumpe heizt also weiter, das Auto lädt weiter, nur langsamer. Das gilt nur für die Dauer der konkreten Überlastung.

Drei Module für weniger Netzentgelt

Die Bundesnetzagentur hat drei Varianten festgelegt, die sogenannten Module. Ohne eigene Wahl gilt automatisch Modul 1.

ModulSo funktioniert esVoraussetzungFür wenAngebot (Partnerlink)
Modul 1: pauschale Netzentgelt-Ermäßigungfester Nachlass je Jahr, laut Bundesnetzagentur je nach Netzgebiet 110 bis 190 Eurokeine zusätzlicheStandard, wenn kein eigener Zähler da istansehen
Modul 2: Arbeitspreis-Rabatt mit eigenem ZählerNetzentgelt-Arbeitspreis um 60 Prozent gesenktseparater Zähler, kein Grundpreis dafürWärmepumpen mit hohem Verbrauchansehen
Modul 3: zeitvariables Netzentgeltdrei Preisstufen über den Tagnur zusätzlich zu Modul 1, intelligentes Messsystemwer flexibel laden oder heizen kannansehen
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Modul 1 und Modul 2 schließen sich aus. Welches sich rechnet, hängt vom Verbrauch ab. Eine Wallbox, die im Jahr nur wenige tausend Kilowattstunden zieht, fährt mit der Pauschale aus Modul 1 oft gut, ohne dass ein zweiter Zähler gesetzt werden muss. Bei einer Wärmepumpe mit hohem Verbrauch ist Modul 2 meist die bessere Rechnung. Rechnen Sie mit den Werten aus dem Preisblatt Ihres Netzbetreibers nach, dort müssen alle Module stehen.

Wer die Ermäßigung bekommt

Abgerechnet wird nicht direkt mit Ihnen. Der Netzbetreiber rechnet mit Ihrem Stromlieferanten ab, und dieser weist die Ermäßigung in Ihrer Rechnung aus. Ob er sie vollständig weitergibt, regeln Vertrag und Geschäftsbedingungen. Lesen Sie das vor dem Abschluss nach.

Welcher Stromtarif dazu passt

Mit eigenem Zähler für die Wärmepumpe können Sie einen eigenen Wärmepumpentarif abschließen, getrennt vom Haushaltsstrom. Ohne eigenen Zähler läuft alles über einen Vertrag, dann zählt vor allem ein guter Haushaltstarif. Haben Sie ein intelligentes Messsystem, kommt außerdem ein dynamischer Tarif infrage. Seit 2025 muss jeder Stromlieferant einen anbieten. Mit Wallbox und Wärmepumpe lässt sich viel Verbrauch in die günstigen Stunden verschieben, und genau dafür sind solche Tarife gedacht.

Noch keine Wallbox? Unser Ratgeber zur Wallbox und der zum Ladekabel fürs Elektroauto helfen beim Kauf. Wie Sie Fallen bei Bonus und Preisgarantie umgehen, erklärt der Ratgeber Stromanbieter wechseln.

Quellen

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