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Smarte Heizkörperthermostate: tado, Eve, FRITZ!, Homematic

Smarte Heizkörperthermostate kaufen: Funk, Zentrale, Adapter, Batterie und Abo. Sechs Modelle von Homematic IP bis Eve und Matter im Überblick.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Inhalt11 Abschnitte

Bevor Sie Thermostate vergleichen, gehen Sie in den Flur und schauen auf den Router. Steht dort eine FRITZ!Box mit DECT, ist das FRITZ!Smart Thermo 302 der kürzeste Weg. Planen Sie ein offenes Matter-Zuhause mit Apple Home, Google Home oder Alexa, kommen die Thread-Geräte von Eve, tado X und Bosch infrage. Homematic IP führt sieben Modelle und nennt kein Abo. Und bei tado gehört vor den Kauf ein Blick auf die laufenden Kosten für Zusatzfunktionen.

Erst die Funksprache, dann das Gerät

Hier unterscheiden sich die Systeme am stärksten. AVM funkt über DECT ULE, Homematic IP über ein eigenes Protokoll, Bosch über eine Zigbee-Variante. Eve, tado X und Bosch [+M] nutzen Thread und sprechen Matter. Wer Geräte verschiedener Marken mischen möchte, hat mit Matter später die meisten Freiheiten.

Ohne Basis geht es fast nie. Das kann die FRITZ!Box sein, ein Access Point, ein Controller, ein Relais oder ein Thread Border Router, der oft schon in einem HomePod mini oder Echo steckt. Welche Zentrale zu welchem Haushalt passt, erklärt der Beitrag Zentralen fürs vernetzte Zuhause.

Bleibt das Abo. Klären Sie vorab, welche Funktionen extra kosten. Bei tado zählen etwa die automatische Abschaltung bei offenem Fenster und die Anwesenheitserkennung dazu.

Am Ventil scheitert mehr, als man denkt

Viele Ventile haben das Gewinde M30 x 1,5. Für Danfoss-Ventile liegen meist Adapter bei, für andere Fabrikate muss einer nachgekauft werden. Darum vor der Bestellung kurz in die Hocke und den Namen auf dem Ventilunterteil ablesen. Das geht schnell und erspart eine Rücksendung.

Offene Fenster bemerken viele Thermostate am schnellen Temperaturabfall und drosseln dann das Ventil. Ein Fensterkontakt arbeitet nach Angaben der Hersteller genauer und schneller. Gestromt wird meist mit AA-Batterien, für die die Hersteller etwa zwei bis drei Jahre Laufzeit angeben. Eine Ausnahme ist tado X mit einem Akku, den Sie über USB-C laden.

Unterschätzt wird die Bedienung am Gerät. Nicht jeder im Haushalt will für zwei Grad mehr eine App öffnen. Ein gut lesbares Display und Tasten am Thermostat sind dann wichtiger als jede Automatik.

Wie viel Heizkosten bleiben wirklich übrig?

Weniger, als manche Werbung nahelegt. Die Beratungsgesellschaft co2online nennt für programmierbare Thermostate, die alte mechanische ersetzen, im Schnitt etwa zehn Prozent weniger Heizkosten. In ihrer Übersicht stehen außerdem 9 bis 14 Prozent laut Verbraucherzentrale und 10 Prozent laut Stiftung Warentest. Es handelt sich um Beispielrechnungen und keine Garantie, das schreibt co2online selbst dazu. Wie viel am Ende bei Ihnen ankommt, hängt von Gebäude, Heizung und Heizverhalten ab.

Sie wohnen zur Miete? Laut co2online dürfen Sie die Thermostate auf eigene Kosten tauschen. Die alten Köpfe gehören allerdings dem Vermieter. Also aufheben. Beim Auszug kommen sie zurück an den Heizkörper.

Sechs Systeme nebeneinander

ModellFunk und Zentrale laut HerstellerStromAboFür wenAngebot (Partnerlink)
Homematic IP Heizkörperthermostat flexHomematic IP; allein nutzbar, App mit Access Point oder Home Control Unit2 x AA, typisch 3 Jahrekein Abo genanntgroßes System, viele Räumeansehen
tado Smartes Heizkörperthermostat XThread, Matter; Bridge X oder anderer Thread Border RouterAkku, USB-CZusatzfunktionen im AboApp-Komfort, Matter
FRITZ!Smart Thermo 302DECT ULE; FRITZ!Box mit DECT3 x AAneinFRITZ!Box-Haushalteansehen
Bosch Heizkörper-Thermostat II [+M]Thread, Matter; oder Bosch Controller II2 x AA, bis zu 2 JahreHome+ optionalBosch-System oder Matter
Eve Thermo (5. Generation)Thread, Matter; Matter-Controller mit Thread Border Router2 x AAneinApple Home und Matteransehen
Netatmo Smarte HeizkörperthermostateRelais im Starterpaket, WLAN zum Router2 x AAkein Abo genanntWohnung mit Zentralheizungansehen

Viele Räume, kein Abo: Homematic IP flex

Das flex regelt nach Herstellerangabe auch ganz ohne Zentrale. App und erweiterte Funktionen kommen erst mit Access Point oder Home Control Unit dazu. Ein drehbares E-Paper-Display ist eingebaut, Adapter für Danfoss RA, RAV und RAVL liegen im Karton. Offene Fenster erkennt es am Temperaturabfall oder über einen Fensterkontakt. Wer ein ganzes Haus ausstattet und nicht in jedem Zimmer allen Komfort braucht, kann bei Homematic IP auf die günstigeren Modelle basic und kompakt ausweichen.

Automatik per App: tado X, aber mit Folgekosten

Die X-Reihe funkt über Thread und unterstützt Matter. Sie braucht die tado Bridge X oder einen anderen passenden Thread Border Router. Die alte Internet Bridge der V3+-Reihe passt nicht. Umsteiger von einem älteren tado-System kaufen also neue Technik. Statt Batterien sitzt ein herausnehmbarer Akku im Gerät.

Automatische Fenster-offen-Abschaltung und Anwesenheitserkennung gehören laut tado zum kostenpflichtigen Abo; ohne Abo meldet die App ein offenes Fenster nur. Das ist eine Grundfunktion, die man bei einem Thermostat eigentlich ohne Aufpreis erwartet. Wir sehen das kritisch.

FRITZ!Box schon da: FRITZ!Smart Thermo 302

Aus dem FRITZ!DECT 302 ist das FRITZ!Smart Thermo 302 geworden. Es meldet sich per DECT an der FRITZ!Box an, ab FRITZ!OS 6.83. Eine eigene Zentrale fällt weg. Offene Fenster erkennt es laut Anleitung am Temperatursturz, mit einem externen Fenstersensor klappt das genauer. Ein Adapter für Danfoss RA liegt bei, für andere Ventile rät AVM zu Adaptern aus Messing.

Noch unentschlossen: Bosch Heizkörper-Thermostat II [+M]

Die Variante [+M] kommt laut Bosch direkt in ein Matter-System oder läuft über den Smart Home Controller II. Festlegen müssen Sie sich beim Kauf also nicht. Das Display ist beleuchtet und drehbar, ein LED-Ring zeigt an, ob gerade geheizt wird. Adapter für Danfoss RA und RAVL sind dabei. Für „Smartes Lüften“ verlangt Bosch einen Tür-Fenster-Kontakt; ohne ihn reagiert das Thermostat langsamer auf den Temperaturabfall.

Apple Home und Matter: Eve Thermo (5. Generation)

Eve hat die fünfte Generation im Dezember 2025 vorgestellt. Sie funkt über Thread, spricht Matter und setzt einen Matter-Controller mit Thread Border Router voraus. Eve wirbt mit Betrieb ohne Abo, ohne Cloud und ohne Registrierung. Zeitpläne speichert das Thermostat laut Hersteller selbst. Im Karton liegt ein Adaptersatz für Danfoss RA, RAV und RAVL.

Mietwohnung mit Zentralheizung: Netatmo

Netatmo verkauft als Basis ein Starterpaket aus zwei Thermostaten und einem Relais, weitere Thermostate gibt es einzeln. Laut Hersteller schalten sie den Heizkörper ab, sobald ein Fenster aufgeht, und passen an 90 Prozent der Warmwasser-Heizkörper. Vorsicht bei Bestandsgeräten. Mit der Reihe Thermostat ORIGINAL vertragen sie sich nicht.

Der Entscheidungsweg in einem Satz je Haushalt

  • Mit FRITZ!Box im Haus nehmen Sie das FRITZ!Smart Thermo 302 und sparen sich jede weitere Zentrale.
  • Für das ganze Haus mit langer Laufzeit und ohne Abo spricht Homematic IP flex mit Access Point oder Home Control Unit.
  • In Apple Home oder einem offenen Matter-Zuhause liegt die Eve Thermo der fünften Generation nahe.
  • Wer bei Bosch Smart Home bleibt oder später auf Matter wechseln will, greift zum Bosch Heizkörper-Thermostat II [+M].
  • Viel Automatik per App bietet tado X, sofern das Abo für die Komfortfunktionen eingeplant ist.
  • In der Mietwohnung mit Zentralheizung passt das Netatmo-Starterpaket. Die alten Köpfe gut aufheben.

Quellen

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