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Smartes Raumthermostat: Therme, Fußbodenheizung, Einbau

Smartes Raumthermostat für Therme oder Fußbodenheizung: worauf es bei Spannung und Funk ankommt, wer einbauen darf und was es wirklich spart.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
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Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt12 Abschnitte

Viele, die ein smartes Raumthermostat suchen, kaufen am Ende das falsche Produkt. Smarte Heizkörperthermostate sitzen am Ventil des Heizkörpers. Ein Raumthermostat ist dagegen ein Wandgerät und schaltet über Kabel die Therme oder die Stellantriebe der Fußbodenheizung. Bei Gastherme oder wassergeführter Fußbodenheizung halten wir das verkabelte tado X der zweiten Generation meist für die naheliegende Lösung, weil es beide Fälle abdeckt. Läuft im Haus schon ein Smart-Home-System, bleiben Sie besser bei dessen Hersteller.

Nur Heizkörper und kein Wandthermostat? Dann lesen Sie besser über smarte Heizkörperthermostate. Dieser Text behandelt das Wandgerät.

Was ein Wandthermostat eigentlich schaltet

Bevor Sie Modelle vergleichen, sollten Sie wissen, was Ihr bisheriges Thermostat tut. Meist verrät das Handbuch der Therme oder der Verteilerkasten der Fußbodenheizung.

Zwei Aufgaben sind zu unterscheiden. Ein Thermostat für die Therme gibt ihr ein Ein- oder Aus-Signal. Ein Thermostat für die Fußbodenheizung schaltet die Stellantriebe am Heizkreisverteiler, oft einen pro Raum. Nicht jedes Gerät kann beides. Das Eve Thermostat etwa ist nach Angaben von Eve allein für wassergeführte Fußbodenheizungen gedacht, nicht für Kessel oder Wärmepumpen.

Spannung, Neutralleiter, Funk

Stellantriebe gibt es mit 230 Volt und mit 24 Volt. Thermostat und Antriebe müssen zur selben Spannung passen, sonst schaltet nichts oder es geht etwas kaputt. Homematic IP bietet deshalb zwei getrennte Fassungen an. Netzbetriebene Geräte wie das Bosch Raumthermostat II 230 V brauchen laut Hersteller außerdem Phase und Neutralleiter am Gerät.

Beim Funk trennen sich die Lager. Bosch setzt auf Zigbee und verlangt den eigenen Controller. tado X und Eve funken per Thread und brauchen einen passenden Router, bei tado die Bridge X. Wie die Zentralen sich unterscheiden, erklären wir unter Zentralen für das Smart Home.

Ein Sonderfall ist die elektrische Fußbodenheizung. Die hier vorgestellten Geräte sind für wassergeführte Systeme ausgelegt. Für Heizmatten aus dem Bad gelten andere Lasten, das klären Sie vorher mit dem Hersteller.

Einbau: Hier schraubt die Fachkraft

Ein Raumthermostat am 230-Volt-Netz zu tauschen, ist eine Arbeit an der Hausinstallation. Nach § 13 Absatz 2 der Niederspannungsanschlussverordnung dürfen Errichtung, Erweiterung und Änderung der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung nur der Netzbetreiber oder ein im Installateurverzeichnis eingetragener Betrieb ausführen. Die Hersteller sehen das genauso. Bosch schreibt, Arbeiten am 230-Volt-Netz seien von einer Elektrofachkraft auszuführen, und Eve verlangt in der Kurzanleitung Fachpersonal für 230-Volt-Arbeiten.

An der Therme ist die Lage weniger eindeutig. Netatmo bewirbt sein kabelgebundenes Thermostat als selbst montierbar. Trotzdem raten wir zum Heizungsbauer, sobald Sie die Klemmen nicht sicher zuordnen können. Der Termin kostet weniger als eine Therme, die nach falscher Verdrahtung auf Störung geht. Dieselbe Regel gilt bei uns für den smarten Lichtschalter.

Wie viel spart das wirklich?

Weniger, als die Werbung nahelegt. Laut Verbraucherzentrale bringt das automatische Absenken bei Abwesenheit mit rechtzeitigem Wiederaufheizen zwei bis acht Prozent weniger Heizkosten, je nachdem, wie man vorher geheizt hat. Herstellerangaben zur maximalen Ersparnis hält sie für kritisch und teils überzogen. Netatmo etwa wirbt mit einer festen Euro-Ersparnis pro Jahr und stützt das auf eine eigene Nutzerstudie von 2023. Es bleibt eine Herstellerangabe. Kein unabhängiger Messwert.

Bei der Fußbodenheizung kommt eine Eigenheit dazu. Der Estrich speichert viel Wärme und reagiert träge, kurze Absenkungen wirken dort nach unserer Einschätzung kaum. Gewonnen ist eher, dass jeder Raum nur so warm wird, wie er soll.

Fünf Wandthermostate im Vergleich

ModellSchaltetFunk und ZentraleFür wenAngebot (Partnerlink)
tado X verkabelt (2. Gen.)Therme oder Fußbodenheizung, 230 VThread, Matter; Bridge X oder Thread-RouterDie meisten Haushalte, die das alte Thermostat ersetzen
tado X kabellos (2. Gen.) Starter KitTherme oder Zonenventil über FunkempfängerThread, Matter; Bridge X im KitWer den Fühler frei im Raum platzieren will
Homematic IP HmIP-BWTHStellantriebe der Fußbodenheizung, Relais bis 230 WHomematic IP; auch ohne ZentraleFußbodenheizung, Schalterserien mit 55er-Rahmen
Bosch Smart Home Raumthermostat II 230 VFußbodenheizung, Gastherme, potenzialfrei oder bis 3 AZigbee 3.0; Bosch Controller PflichtHaushalte mit Bosch Smart Homeansehen
Eve ThermostatNur wassergeführte Fußbodenheizung mit 230-V-AntriebenThread, Matter; ohne Hersteller-CloudApple Home, Google Home, Home Assistantansehen

tado X verkabelt (2. Generation)

Es ersetzt das vorhandene Raumthermostat und nutzt dessen Kabel. Laut tado arbeitet es mit rund 95 Prozent der Heizsysteme in Europa zusammen, darunter Gasthermen, Wärmepumpen und wassergeführte Fußbodenheizungen. Für Fußbodenheizungen hat tado einen eigenen Regelmodus vorgesehen, der nach Herstellerangabe das ständige Ein- und Ausschalten verringert. Pro Raum brauchen Sie ein Thermostat. Einige Zusatzfunktionen verkauft tado im Abo, das lesen Sie am besten vorab bei tado nach.

tado X kabellos (2. Generation)

Ein Funkempfänger sitzt dort, wo bisher geschaltet wurde, und ein Temperatursensor misst frei im Raum. Das hilft, wenn das alte Thermostat ungünstig hängt, etwa neben der Tür. Für eine Fußbodenheizung mit mehreren Zonen braucht es laut tado je Zonenventil ein eigenes Set. Bei vielen Räumen wird das schnell teurer als die verkabelte Lösung.

Homematic IP Wandthermostat mit Schaltausgang (HmIP-BWTH)

Laut Hersteller tritt dieses Thermostat an die Stelle des konventionellen Wandreglers einer Fußbodenheizung und passt in gängige 55er-Rahmen von Markenschalterserien. Es läuft auch ohne Zentrale und spricht dann direkt mit einem Fußbodenheizungscontroller. Mit dem Access Point kommen App und Sprachsteuerung dazu. Für 24-Volt-Antriebe ist die getrennte Fassung HmIP-BWTH24 gedacht. Beim Bestellen zählt also die Endung.

Bosch Smart Home Raumthermostat II 230 V

Bosch nennt als Einsatz Fußbodenheizungen, Gasthermen und andere kabelgebundene Systeme. Ein Fernfühler für die Bodentemperatur kann angeschlossen werden. Allerdings funktioniert das Gerät nur zusammen mit dem Bosch Smart Home Controller. Ohne dieses System kaufen Sie für einen Raum eine ganze Zentrale mit.

Eve Thermostat

Seit Juli 2026 ist das Eve Thermostat erhältlich, gebaut ausschließlich für wassergeführte 230-Volt-Fußbodenheizungen. Es schaltet die Stellantriebe leise über einen Triac, für Antriebe mit Relaisbedarf gibt es zusätzliche Ausgänge. Laut Eve braucht es weder Konto noch Hersteller-Cloud, wohl aber einen Matter-Controller mit Thread. Im Eve-Shop war es zuletzt vorübergehend nicht vorrätig.

Und Netatmo, Google Nest?

Netatmo hat mit dem Thermostat Kabelgebunden ORIGINAL ein neues Modell für Kessel und Wärmepumpen vorgestellt. Bei Amazon.de fehlt dafür bisher ein gesichertes Angebot, deshalb steht es nicht in der Tabelle. Google Nest lassen wir aus. Die Nest Learning Thermostate der ersten und zweiten Generation hat Google zum 25. Oktober 2025 aus der App genommen, und eine aktuelle europäische Fassung ist uns nicht bekannt.

Welches Thermostat für welche Heizung?

Gastherme mit Wandthermostat: tado X verkabelt. Hängt das alte Gerät an einer kalten Außenwand, eher die kabellose Variante. Bei einer Fußbodenheizung entscheidet das vorhandene System. Mit Homematic IP im Haus passt das HmIP-BWTH, vorher aber die Spannung der Antriebe prüfen, mit Bosch Smart Home das Raumthermostat II 230 V. Ohne Bosch-System rechnet sich der Controller für einen Raum kaum.

Im Matter-Haushalt ohne Cloud passt das Eve Thermostat, sofern die Antriebe mit 230 Volt laufen. Und bei reinen Heizkörpern braucht es gar kein Wandthermostat, sondern ein Heizkörperthermostat ans Ventil.

Quellen

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