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Smart-Home-Zentrale kaufen: Matter, Thread, Z-Wave, Zigbee

Smart-Home-Zentrale kaufen: Matter, Thread, Z-Wave oder Zigbee? Sieben Zentralen von homee bis Home Assistant im Überblick, mit Tipps zur Auswahl.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Inhalt11 Abschnitte

Erst die Geräte, dann die Zentrale. Andersherum geht es fast immer schief, denn welche Smart-Home-Zentrale passt, hängt beinahe vollständig davon ab, was an Thermostaten, Rollläden und Lampen schon im Haus hängt oder noch dazukommen soll. Mischen Sie viele Funkstandards, etwa Z-Wave, Zigbee und Matter, brauchen Sie eine offene Zentrale wie Homey Pro, homee oder Home Assistant.

Bleiben Sie ganz in einem System wie Homematic IP oder Bosch Smart Home, nehmen Sie dessen eigene Zentrale. Für reine Matter-Geräte genügt oft schon ein HomePod mini oder ein passender Echo-Lautsprecher.

Warum der Funk alles entscheidet

Eine Zentrale ist im Grunde ein Übersetzer. Sie kann nur mit Geräten sprechen, deren Sprache sie beherrscht, und im Smart Home gibt es davon erstaunlich viele. Legen Sie deshalb eine Liste Ihrer Geräte an und schreiben Sie den Funk dazu.

Z-Wave funkt in Europa um 868 MHz und kommt gut durch Wände. Zigbee und Thread nutzen 2,4 GHz. Daneben stehen Hersteller mit eigenen Protokollen: Homematic IP, Bosch (erste Generation), Warema WMS oder Hörmann BiSecur. Die versteht nicht jede Zentrale.

Matter, Bridge, Border Router

Drei Begriffe, die ständig durcheinandergehen. Matter ist ein offener Standard, der über WLAN oder Thread läuft, wodurch sich Matter-Geräte mit mehreren Systemen gleichzeitig nutzen lassen. Eine Matter-Bridge ist etwas anderes. Sie macht nur die eigenen Geräte einer Zentrale für andere Systeme sichtbar und steuert keine fremden Matter-Geräte. An dieser Stelle entstehen viele Fehlkäufe.

Und der Border Router? Matter-Geräte mit Thread brauchen zusätzlich einen Thread Border Router im Haus. Viele Lautsprecher und Zentralen haben ihn schon eingebaut.

Lokal oder Cloud, Abo oder nicht

Lokale Zentralen speichern Daten und Abläufe im Gerät. Fällt das Internet aus, laufen Automationen weiter. Cloud-Lösungen brauchen dagegen eine Verbindung nach außen, und wir würden, wo es geht, lokal bevorzugen.

Fragen Sie außerdem, ob Fernzugriff, Sicherungen oder Zusatzfunktionen ein Abo erfordern. Manche Zentralen lernen fehlende Funkstandards per USB-Stick oder Zusatzmodul nach, diese Teile gehören gleich in die Rechnung. Und einige brauchen ein Netzwerkkabel zum Router. Der schönste Platz im Regal nützt wenig, wenn dort keine Buchse ist.

Sieben Zentralen im Vergleich

ModellFunk laut HerstellerMatterBetriebFür wenAngebot (Partnerlink)
homee Brain Cube mit WürfelnWLAN; Z-Wave, Zigbee, EnOcean, Warema WMS, Hörmann BiSecur, Becker CentronicPlus je als WürfelMatter-BridgelokalMischbetrieb, Rollladen und Markiseansehen
Homey ProWLAN, Bluetooth LE, Zigbee 3.0, Z-Wave, Thread, 433 MHz, Infrarotja, Thread Border Routerlokalviele Marken, wenig Basteleiansehen
Homey Pro miniZigbee 3.0, Thread, Ethernet; Rest über Homey Bridgeja, Thread Border RouterlokalZigbee- und Matter-Haushalteansehen
Homematic IP Home Control UnitHomematic IP (868 MHz), LAN oder WLANnicht genanntlokal, Cloud optionalHeizung und Sicherheit mit Homematic IPansehen
Home Assistant GreenEthernet; Zigbee, Thread, Z-Wave über USB-Adapterja, mit Thread-AdapterlokalTechnikfreunde, volle Kontrolleansehen
Bosch Smart Home Controller IIZigbee 3.0; 868 MHz mit Funk-Stick; LANMatter-Bridgelokal gespeichertBosch-Heizung und Sicherheitansehen
Apple HomePod mini / Amazon Echo Dot MaxWLAN, Thread Border RouterMatter-ControllerApple Home bzw. Alexareine Matter-Haushalte

homee Brain Cube: der Baukasten

homee setzt sein System aus Würfeln zusammen. Der weiße Brain Cube ist die Zentrale und läuft per WLAN, jeder weitere Würfel fügt nach Herstellerangabe einen Funkstandard hinzu: Z-Wave, Zigbee oder EnOcean, dazu Partnerwürfel für Warema WMS, Hörmann BiSecur und Becker CentronicPlus. Die Daten bleiben laut homee lokal im Brain Cube. Seit Firmware 2.40 gibt es eine Matter-Bridge, die homee-Geräte in andere Systeme bringt. In Häusern mit Rollläden und Markisen verschiedener Hersteller ist dieses Baukastenprinzip schwer zu schlagen.

Mit homee haben wir selbst Erfahrung. Im Test FIBARO Roller Shutter 3 mit homee (Z-Wave) lief der Rollladenaktor über den Z-Wave-Würfel, und auch die Warema-Markise mit homee und WMS-Cube lief bei uns mit homee. Ein Punkt, den homee selbst betont: Der Warema-Würfel funkt nur mit WMS, nicht mit dem älteren EWFS.

Homey Pro und Homey Pro mini: viele Marken, wenig Bastelei

Fast alles, was im Haus funken kann, steckt nach Homey-Angaben im Homey Pro: WLAN, Bluetooth, Zigbee 3.0, Z-Wave, 433 MHz, Infrarot sowie Matter mit Thread Border Router. Alles läuft lokal. Ein Abo braucht es nicht, nur Cloud-Sicherungen kosten optional extra, und Updates verspricht Homey mindestens bis Juni 2031. Wer viele Marken ohne Bastelei zusammenbringen will, findet kaum etwas Bequemeres.

Der kleinere Homey Pro mini beschränkt sich auf Zigbee, Thread, Matter und Ethernet. WLAN und Bluetooth fehlen. Z-Wave, 433 MHz und Infrarot rüstet die separat erhältliche Homey Bridge nach. Preislich liegt er eine Klasse unter dem Homey Pro, mit Bridge schrumpft der Abstand allerdings.

Homematic IP Home Control Unit: für das Homematic-Haus

Die Home Control Unit (HCU1) ist die lokale Zentrale von Homematic IP und verwaltet laut Hersteller bis zu 350 Geräte, davon 120 Funkgeräte. Im Offline-Modus arbeitet sie ohne Cloud, nur die Ersteinrichtung braucht Internet. Über Plugins kommen etwa Philips Hue und Energiegeräte per EEBUS dazu. Matter erwähnt Homematic IP für die HCU1 nicht. Der günstigere Access Point 2 speichert in der Cloud, und genau deshalb greifen viele zur HCU1.

Home Assistant Green: alles offen, viel zu lernen

Fertige Hardware für die freie Software Home Assistant, mit Gigabit-Ethernet und zwei USB-Anschlüssen. Eingebauten Funk für Zigbee, Thread oder Z-Wave hat sie nicht. Den liefern der Connect ZBT-2 (Zigbee oder Thread, nicht beides zugleich) und der Connect ZWA-2 für Z-Wave.

Der Funktionsumfang ist riesig. Die Einarbeitung auch. Wer abends nicht an Automationen feilen möchte, ist anderswo besser aufgehoben. Den Home Assistant Yellow baut Nabu Casa seit Oktober 2025 nicht mehr.

Bosch Smart Home Controller II: für Bosch-Geräte

Das Bosch-System steuert der Controller II über Zigbee 3.0, ältere Bosch-Geräte mit 868 MHz brauchen den Funk-Stick. Laut Bosch muss er per Netzwerkkabel am Router hängen. Gespeichert wird standardmäßig lokal. Ein Update macht ihn zur Matter-Bridge für viele Bosch-Geräte, einige Funktionen bleiben aber der Bosch-App vorbehalten.

Apple HomePod mini und Amazon Echo als Matter-Controller

Apple HomePod mini
Foto: AzureSaturn, CC0, Wikimedia Commons

Apple Home braucht eine Steuerzentrale, um Matter-Geräte aufzunehmen. Thread-fähig sind laut Apple der HomePod mini und das Apple TV 4K (3. Generation) mit Ethernet. Bei Amazon arbeiten viele Echo-Geräte als Matter-Controller, einen Thread Border Router haben laut Amazon unter anderem der Echo Dot Max (2025) und der Echo Hub.

Zigbee oder Z-Wave nennt Apple für den HomePod mini nicht. Fremde Funkstandards sind also nicht sein Revier. Für einen reinen Matter-Haushalt ist er trotzdem oft die günstigste Lösung.

Von der Geräteliste zur richtigen Zentrale

Viele Funkstandards und keine Lust auf Bastelei führen zum Homey Pro. Hängen Rollläden, Markisen und Z-Wave-Aktoren im Haus, liegt homee mit den passenden Würfeln nahe, bei Warema allerdings nur mit WMS. Für Zigbee und Matter bei schmalem Budget reicht der Homey Pro mini. Technikfreunde, die volle Kontrolle wollen, nehmen Home Assistant Green mit ZBT-2 und bei Bedarf ZWA-2. Die Heizung läuft mit Homematic IP? Dann die Home Control Unit. Für Bosch-Geräte der Bosch Smart Home Controller II, und wer nur Matter mit Apple oder Alexa nutzt, kommt mit HomePod mini oder Echo Dot Max aus.

Alle Angaben stammen von den Herstellern (Stand Oktober 2026), Firmware und Funktionen ändern sich oft. Werfen Sie deshalb vor dem Kauf einen Blick in die Kompatibilitätsliste der Zentrale und prüfen Sie, ob Ihre vorhandenen Geräte dort stehen.

Quellen

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