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Bei smarten Lampen geht selten die Marke daneben, viel öfter das Funknetz. Für einen Neueinstieg halten wir Philips Hue samt Bridge für das ruhigste System, weil Lampen, Lichtstreifen und Schalter dort über Jahre zusammenwachsen. Sollen nur zwei, drei Fassungen smart werden, ist eine Matter-fähige WLAN-Lampe wie die Tapo L535E deutlich günstiger. Alles dazwischen hängt an einer Frage. Wie viele Lampen werden es am Ende?
Fünf smarte Leuchten, die gerade zu haben sind
| Modell | Funk und Matter | Licht laut Hersteller | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Philips Hue White and Color Ambiance A60 E27 | Zigbee und Bluetooth, Matter über die Bridge | bis 1.100 lm, 1.000 bis 20.000 K | Wer ein ganzes Zuhause ausstatten will | ansehen |
| Tapo L535E | WLAN, Matter-zertifiziert, kein Hub | 1.055 lm, Farbe und Weißtöne | Einsteiger mit wenigen Fassungen | ansehen |
| Nanoleaf Essentials Matter E27 (Thread) | Thread und Bluetooth, Matter | bis 1.000 lm, 2.700 bis 6.500 K | Apple- und Google-Haushalte mit Border Router | ansehen |
| Philips Hue Flux Lightstrip 3 m | Zigbee und Bluetooth, Matter über die Bridge | 1.200 lm, kürzbar und verlängerbar | Indirektes Licht im Hue-System | ansehen |
| Govee LED Strip Light 2 Pro 5 m | WLAN und Bluetooth, Matter | 60 LEDs pro Meter, Farbe plus Weiß | Lange Strecken ohne Bridge | ansehen |
Drei Funkwege, und jeder kostet etwas anderes
Was ein Funkweg kostet, zeigt sich meist erst bei der zehnten Lampe. Hue-Lampen sprechen Zigbee und zusätzlich Bluetooth; per Bluetooth steuert die App nach Philips-Angaben höchstens zehn Lampen. Mit der Bridge fällt diese Grenze, und erst dann laufen Sprachassistenten, Zeitpläne von unterwegs und Matter.
WLAN-Lampen hängen ohne Zusatzgerät direkt am Router. Bequem, solange es wenige sind. Bei zwanzig oder dreißig Geräten wird manches Heimnetz träge, und jede Lampe belegt eine eigene Adresse.
Thread ist ein sparsames Funknetz, auf dem Matter aufsetzt. Nötig ist ein Thread Border Router, etwa ein HomePod mini, ein aktueller Nest Hub oder eine passende Zentrale. Fehlt er, kauft man ihn praktisch mit.
Matter selbst ist kein Funknetz. Es ist eine gemeinsame Sprache: Eine Matter-Lampe kommt in Apple Home, Google Home und Alexa unter, ohne dass man sich für immer an einen Hersteller bindet. Bei Hue mit einer Einschränkung. Laut Philips funktioniert Matter nur über die Bridge, per Bluetooth verbundene Hue-Lampen bleiben außen vor. Steuerzentralen für das ganze Haus stellt unser Text Smart-Home-Zentrale kaufen vor.
Bleiben Helligkeit und Wandschalter. Für eine Deckenleuchte im Wohnzimmer sind 800 Lumen knapp, gut 1.000 Lumen entsprechen etwa einer alten 75-Watt-Birne. Und wird der Wandschalter ausgeknipst, ist auch die smarteste Lampe nur noch Glas. Abhilfe schafft ein smarter Lichtschalter, der die Stromzufuhr dauerhaft hält.
Philips Hue White and Color Ambiance A60 E27
Bis zu 1.100 Lumen bringt die aktuelle Hue-Farblampe für die E27-Fassung nach Herstellerangabe, die Weißtöne reichen von 1.000 bis 20.000 Kelvin, vom Kerzenschein bis zum kalten Tageslicht. Gedimmt wird bis auf 0,2 Prozent. Nachts im Flur ist das angenehmer als jede Notbeleuchtung. Von den fünf Lampen hier ist sie die teuerste. Dafür bekommt man ein System, in dem Schalter, Sensoren, Leuchten und Lichtstreifen zusammenpassen und das sich zuverlässig erweitern lässt.
Ohne Bridge bleibt es bei Bluetooth für einen Raum. Größere Wohnungen bedient die Hue Bridge Pro, die nach Philips-Angaben bis zu 150 Lampen und 50 Zubehörteile verwaltet. Meist genügt die normale Bridge.
Tapo L535E
Der pragmatische Gegenentwurf von TP-Link. Die Lampe geht laut Hersteller direkt ins WLAN, braucht keinen Hub und ist Matter-zertifiziert. Mit 1.055 Lumen ist sie kaum dunkler als die Hue und liegt doch in einer deutlich niedrigeren Preisklasse. Für das Leselicht im Schlafzimmer oder die Stehlampe im Arbeitszimmer kommt man damit gut aus. Bei einem Dutzend Lampen würden wir trotzdem ein Funknetz mit Zentrale vorziehen, damit der Router nicht zum Lichtschalter wird.
Nanoleaf Essentials Matter E27
Diese Birne funkt über Thread. Nanoleaf nennt durchschnittlich 806 und höchstens 1.000 Lumen, Weißtöne von 2.700 bis 6.500 Kelvin. Den vollen Funktionsumfang gibt es nur mit Thread Border Router und Matter-Zentrale. Steht schon ein HomePod mini oder ein passender Google-Lautsprecher im Regal, bekommt man so eine Matter-Lampe ohne Hersteller-Bridge. Sonst bleibt Bluetooth. Dafür nennt Nanoleaf selbst etwa fünf Birnen als sinnvolle Grenze.
Philips Hue Flux Lightstrip 3 m
Der Flux ist der neuere Hue-Lichtstreifen; den bisherigen Lightstrip Plus führt Philips derzeit als nicht vorrätig. In der 3-Meter-Fassung schafft er nach Herstellerangabe 1.200 Lumen, lässt sich kürzen und verlängern und mischt Farben mit einer Technik namens Chromasync. Sein Platz: hinter dem Fernseher, unter der Küchenzeile, auf dem Schrank. In Hue-Haushalten liegt er nahe. Wer bloß etwas Farbe am Bett möchte, bezahlt viel für ein System, das er gar nicht nutzt.
Günstiger kommt der Hue Essential Lightstrip in 5 Metern. Laut Philips kann man ihn kürzen, aber nicht verlängern, und abgeschnittene Teile lassen sich nicht wieder ansetzen. Einmal falsch gemessen heißt neu kaufen.
Govee LED Strip Light 2 Pro 5 m
Govee stammt aus der Ecke der bunten Gaming-Beleuchtung, der Strip Light 2 Pro taugt aber auch fürs Wohnzimmer. Nach Herstellerangabe sitzen 60 LEDs auf jedem Meter, neben den Farben gibt es eigene Weiß-LEDs, gekürzt werden kann alle zehn Zentimeter. Gefunkt wird per WLAN und Bluetooth, Matter wird unterstützt. Für fünf Meter Licht ohne Bridge passt das. Die App ist allerdings auf Effekte und Musiksteuerung getrimmt, und davon braucht man für ruhiges Licht wenig.
Und IKEA, LIFX?
IKEA hat mit der KAJPLATS-Reihe Lampen auf Basis von Matter über Thread herausgebracht, die mit der DIRIGERA-Zentrale oder einem anderen Border Router laufen. Preislich interessant, verkauft wird die Reihe aber hauptsächlich bei IKEA selbst. LIFX baut helle WLAN-Lampen mit bis zu 1.200 Lumen; das große Farbmodell war bei Amazon zuletzt jedoch nicht durchgehend lieferbar. Darum fehlen beide in der Tabelle.
Kurz entschieden
Mehr als fünf Lampen und langfristig geplant: Philips Hue mit Bridge, teuer im Einstieg, dafür das ruhigste System. Zwei, drei Lampen ohne Zusatzgerät: Tapo L535E über WLAN, später per Matter in jede große App übertragbar. Apple Home oder Google Home mit Border Router: Nanoleaf Essentials Matter über Thread.
Bei den Lichtstreifen führt im Hue-System der Flux. Muss nur gekürzt und nie verlängert werden, kommt auch der Hue Essential in Frage. Lange Streifen ohne Bridge? Govee Strip Light 2 Pro.
Garten, Terrasse und Hauswand folgen eigenen Regeln bei Schutzart und Montage, nachzulesen unter smarte Außenbeleuchtung.
Quellen
- Philips Hue: White and Color Ambiance A60 E27
- Philips Hue: Hue und Matter
- Philips Hue: Bridge Pro
- Philips Hue: Flux Lightstrip 3 m
- Philips Hue: Essential Lightstrip 5 m
- Tapo: L535E
- Nanoleaf: Matter Thread Smart Bulb E27
- Govee: LED Strip Light 2 Pro
- IKEA: Neue Matter-Produkte (Pressemitteilung)
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