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Ein Netzwerkkabel zwischen den Etagen bringt oft mehr als jedes Datenblatt. Das klingt unspektakulär, entscheidet aber über das halbe Ergebnis. Steht im Haus schon eine FRITZ!Box, bleibt FRITZ!Mesh meist der vernünftigste Weg: Die FRITZ!Box 7690 mit einem oder zwei FRITZ!Repeater 2700 deckt viele Häuser mit zwei Etagen ab.
Bei Glasfaser- oder Kabelanschlüssen mit sehr hohen Raten oder in großen Häusern sieht die Rechnung anders aus. Dann kommen Systeme mit drei Funkbändern und schnellen Ports ins Spiel, etwa TP-Link Deco BE65, Netgear Orbi 770 oder 970, ASUS ZenWiFi BT10 oder eero Pro 7. Warum das so ist, erklärt sich aus der Technik dahinter.
Was ein Mesh anders macht als ein Repeater
Ein einzelner Repeater verlängert ein bestehendes Netz. Mehr nicht. Ein Mesh-System besteht aus mehreren Geräten, die sich untereinander abstimmen und jedes Endgerät zum jeweils günstigsten Punkt leiten. Über mehrere Etagen ist Mesh deshalb fast immer der klügere Ansatz.
Viel Ärger entsteht bei der Rollenverteilung. FRITZ!-Repeater erweitern das Netz einer FRITZ!Box. Orbi, Deco, ZenWiFi und eero wollen dagegen meist selbst Router sein. Hängen sie hinter einer vorhandenen Box, entsteht schnell ein doppeltes Netz mit zwei Adressbereichen, und manche Geräte finden sich dann nicht mehr. Klären Sie also vorher, welches Gerät künftig der Chef im Netz ist.
WLAN 7, MLO und warum ältere Geräte nichts davon merken
WLAN 7 (Wi-Fi 7, 802.11be) bringt breitere Kanäle und Multi-Link Operation (MLO). Bei MLO nutzt ein Gerät mehrere Bänder zugleich. Den vollen Vorteil haben allerdings nur Endgeräte, die selbst WLAN 7 und MLO beherrschen. Das Notebook von vor fünf Jahren funkt weiter. Schneller wird es nicht. Im Alltag zählt oft mehr, wie viele Bänder ein System hat. Dual-Band-Geräte funken auf 2,4 und 5 GHz. Tri-Band-Geräte nutzen zusätzlich 6 GHz oder ein zweites 5-GHz-Band, und genau dieses zusätzliche Band kann die Verbindung zwischen den Mesh-Knoten tragen. Fachleute nennen das Backhaul. Ohne eigenes Band teilen sich Knoten und Endgeräte dieselbe Funkzeit, und jede Weiterleitung kostet Tempo.
Noch besser ist der Backhaul per Kabel. Fast alle Systeme hier können ihre Knoten per LAN verbinden. Die Funkbänder bleiben dann ganz Ihren Geräten.
6 GHz: viel Platz, kurze Reichweite
Die Bundesnetzagentur hat den Bereich von 5945 bis 6425 MHz im Jahr 2021 für WLAN freigegeben. Dort funken die Tri-Band-Systeme mit WLAN 6E und WLAN 7. Laut Netgear darf das 6-GHz-Band nur in Innenräumen genutzt werden. Garten und Terrasse versorgen weiterhin 2,4 und 5 GHz.
Dazu kommt die Physik. 6 GHz kommt schlechter durch Wände und Decken als 2,4 GHz, eine Stahlbetondecke schluckt davon spürbar mehr.
Drei Kleinigkeiten, die später teuer werden
Liefert Ihr Anschluss mehr als 1 Gbit/s oder steht ein NAS im Netz, sollten es Anschlüsse mit 2,5 Gigabit oder schneller sein. Sonst bremst die Buchse, nicht das WLAN.
Der FRITZ!Repeater 2400 ist laut Händlerangaben ein WLAN-5-Gerät. Wer 2026 neu kauft, greift zeitgemäßer zu den WLAN-7-Nachfolgern. Und manche Zusatzfunktionen kosten ein Abo, etwa der Schutzdienst Armor bei Netgear. Fragen Sie danach, bevor Sie bestellen.
Sieben Mesh-Lösungen mit ihren Eckdaten
| Modell | Funk laut Hersteller | Schnellste Ports | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| FRITZ!Box 7690 | WLAN 7, Dual-Band (5 GHz bis 5760 Mbit/s) | 2,5 Gbit/s (WAN und LAN) | DSL-Anschluss, Mesh-Zentrale mit DECT und Zigbee | ansehen |
| FRITZ!Mesh Set 2700 | WLAN 7, Dual-Band (5 GHz bis 5760 Mbit/s) | 2,5 Gbit/s je Gerät | FRITZ!Box-Haushalte, Haus mit zwei oder mehr Etagen | ansehen |
| TP-Link Deco BE65 | WLAN 7, Tri-Band mit 6 GHz | 4 × 2,5 Gbit/s je Gerät | Großes Haus zu mittlerem Preis | ansehen |
| Netgear Orbi 770 | WLAN 7, Tri-Band mit 6 GHz | 2,5 Gbit/s | Haus bis etwa 360 m² (2er-Set) | ansehen |
| Netgear Orbi 970 | WLAN 7, Quad-Band mit eigenem Backhaul | 10 Gbit/s | Sehr großes Haus, viele Geräte | ansehen |
| ASUS ZenWiFi BT10 | WLAN 7, Tri-Band mit 6 GHz | 2 × 10 Gbit/s | Schneller Glasfaseranschluss, Technikfans | ansehen |
| eero Pro 7 | WLAN 7, Tri-Band mit 6 GHz | 2 × 5 Gbit/s | Einfache App, Smart Home mit Thread | ansehen |
FRITZ!Box 7690: Zentrale für DSL-Haushalte
Ein DSL-Router mit WLAN 7. Laut FRITZ! erreicht die 7690 auf 5 GHz bis zu 5760 Mbit/s und hat je einen 2,5-Gigabit-Anschluss für WAN und LAN. Eingebaut sind eine DECT-Basis für Telefone und eine Zigbee-Basis fürs Smart Home. Im Mesh arbeitet sie als Mesh Master und reicht ihre Einstellungen an die Repeater weiter.
FRITZ!Mesh Set 2700 und FRITZ!Repeater 1700
Im Mesh Set 2700 stecken zwei oder drei FRITZ!Repeater 2700 mit WLAN 7. Jedes Gerät sitzt direkt in der Steckdose und bringt einen 2,5-Gigabit-LAN-Anschluss mit. Gedacht ist das 2er-Set laut Hersteller für maximal vier Räume auf ein oder zwei Etagen, das 3er-Set für größere Wohnungen und Häuser. Bemerkenswert ist die Offenheit. Das Set läuft mit einer FRITZ!Box, aber ebenso mit fremden Routern oder direkt an einem Glasfasermodem. Wer in einer kleineren Wohnung nur eine Lücke schließen will, bekommt mit dem kompakten FRITZ!Repeater 1700 WLAN 7 und Gigabit-LAN.
TP-Link Deco BE65: viel Tempo fürs Geld
TP-Link nennt drei Bänder: bis zu 5760 Mbit/s auf 6 GHz, 2880 Mbit/s auf 5 GHz und 574 Mbit/s auf 2,4 GHz. Jedes Gerät hat vier 2,5-Gigabit-Ports. Die Knoten können Kabel und Funk gleichzeitig als Backhaul nutzen. Eine Stufe darüber liegt der Deco BE85 mit 10-Gigabit-Anschlüssen, falls das noch nicht reicht.
Netgear Orbi 770: Tri-Band zum Nachrüsten
Ein Tri-Band-System mit WLAN 7 der Klasse BE11000. Netgear gibt für das 2er-Set bis zu 360 m² Abdeckung und bis zu 100 gleichzeitige Geräte an. Der Router hat einen WAN- und drei LAN-Ports mit 2,5 Gbit/s, der Satellit zwei. Weitere Satelliten lassen sich nachkaufen.
Netgear Orbi 970: ein Band nur für den Backhaul
Vier Bänder: 6 GHz, zweimal 5 GHz und 2,4 GHz. Eines der 5-GHz-Bänder ist fest für die Strecke zwischen Router und Satellit reserviert, das ist die konsequenteste Lösung des Backhaul-Problems ohne Kabel. Laut Netgear deckt das 2er-Set bis zu 440 m² ab und verkraftet bis zu 200 Geräte. Der Router hat einen 10-Gigabit-Internetanschluss. Klar Oberklasse. Für eine Wohnung ist das schlicht zu viel Technik.
ASUS ZenWiFi BT10: für Leute, die gern einstellen
Ein Tri-Band-System der Klasse BE18000. ASUS gibt bis zu 11529 Mbit/s auf 6 GHz und 5764 Mbit/s auf 5 GHz an. An Bord sind zwei 10-Gigabit-Ports, ein Gigabit-Port und USB 3.0. Über AiMesh lässt es sich mit anderen ASUS-Routern koppeln. Die Oberfläche hat sehr viele Einstellungen, was Kenner freut. Wer einfach nur WLAN möchte, wird anderswo glücklicher.
eero Pro 7: App statt Menüs
Das eero Pro 7 von Amazon funkt auf 2,4, 5 und 6 GHz und hat zwei 5-Gigabit-Ports. Laut eero schafft ein Gerät bis zu 190 m². Eingebaut ist ein Smart-Home-Hub: Thread-Geräte verbinden sich direkt, Matter und Zigbee laufen als Steuerung. Eingerichtet wird ausschließlich per App. Einsteiger kommt das entgegen, Bastler eher nicht.
Welches System in welches Zuhause passt
Steht schon eine FRITZ!Box im Flur, nehmen Sie das FRITZ!Mesh Set 2700 oder einzelne FRITZ!Repeater 2700. Dann bleibt alles in einer Oberfläche. Mit DSL-Anschluss und dem Wunsch nach einem neuen Router ist die FRITZ!Box 7690 die passende Zentrale, Repeater kommen nach Bedarf dazu. In der kleinen Wohnung mit einer einzelnen Funklücke genügt der FRITZ!Repeater 1700. Im großen Haus mit mehreren Etagen und mittlerem Budget fällt die Wahl zwischen TP-Link Deco BE65 und Netgear Orbi 770. Netgear Orbi 970 oder ASUS ZenWiFi BT10 rechtfertigen sich erst bei sehr großen Häusern oder einem Anschluss über 2,5 Gbit/s. Und wer einfache Bedienung mit einem Thread-Smart-Home verbinden will, landet beim eero Pro 7.
Quellen
- FRITZ!: FRITZ!Box 7690, technische Daten
- FRITZ!: Welche Geräte unterstützen Mesh
- FRITZ!: FRITZ!Mesh Set 2700
- FRITZ!: FRITZ!Repeater 2700
- FRITZ!: FRITZ!Repeater 1700
- TP-Link: Deco BE65
- TP-Link: Deco BE85
- Netgear: Orbi 770
- Netgear: Orbi 970
- ASUS: ZenWiFi BT10, technische Daten
- eero: eero Pro 7
- Bundesnetzagentur: WLAN im 6-GHz-Bereich
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