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Die wichtigste Frage beim schnurlosen Telefon beantwortet nicht das Telefon, sondern der Router. In vielen Fluren steht längst eine FRITZ!Box oder ein Speedport mit eingebauter DECT-Basis. Trotzdem kaufen viele ein Set mit eigener Basisstation dazu. Mit so einem Router genügt in den meisten Fällen ein Mobilteil, das zum Router passt. Eine eigene Basis mit Anrufbeantworter hat ihren Platz, wenn kein DECT-fähiger Router vorhanden ist oder wenn jemand ein Gerät möchte, das unabhängig vom Router-Menü funktioniert.
Warum das Mobilteil zum Router passen sollte
DECT heißt der Funkstandard für schnurlose Festnetztelefone. Damit sich Mobilteil und Basis verschiedener Hersteller überhaupt verstehen, existiert der Grundstandard GAP. Er regelt nur das Nötigste. Anmelden, anrufen, Gespräch annehmen, auflegen. Telefonbuch des Routers, HD-Klang oder die Bedienung des Anrufbeantworters gehören nicht dazu; dafür ist CAT-iq zuständig, eine Erweiterung in mehreren Stufen.
Wie groß der Unterschied ausfällt, zeigt AVM selbst. Laut Datenblatt unterstützt das FRITZ!Fon X6 GAP und CAT-iq 1.0, an fremden Basen läuft es aber nur mit Grundfunktionen. Den vollen Umfang hat es ausschließlich an einer FRITZ!Box. Bei der Telekom heißt das Gegenstück Speedphone 12, beschrieben als Mobilteil für Speedport-Router mit DECT-Basis nach CAT-iq 2.0. Daraus folgt eine einfache Faustregel. Mobilteil und Router vom selben Hersteller holen die meisten Funktionen heraus, quer kombiniert wird es weniger bequem.
Der Weg zum passenden Gerät
Steht ein Router mit DECT im Haus, reicht ein Mobilteil ohne Basis. Bei der FRITZ!Box übernimmt der Router sogar den Anrufbeantworter. Fehlt DECT im Router, führt kein Weg an einem Set mit eigener Basis vorbei, auf Wunsch mit eingebautem Anrufbeantworter.
Sollen die Tasten groß und der Hörer laut sein? Dann zählen beleuchtete Einzeltasten, eine Verstärkerfunktion und Hörgerätekompatibilität. Kurzwahltasten für zwei oder drei wichtige Nummern bringen im Alltag mehr als ein großes Farbdisplay.
Kommen später weitere Mobilteile dazu, hilft ein Blick ins Datenblatt, wie viele die Basis annimmt. Gigaset nennt beim E290 maximal vier, beim COMFORT 550 maximal sechs. Bleibt der Ärger mit Werbeanrufen. Sperrlisten und das Abweisen anonymer Anrufe helfen dagegen, nur unterscheidet sich ihr Umfang von Gerät zu Gerät stark.
Eines gleicht kein Mobilteil aus: einen Router mit schwacher Funkabdeckung. Auch das teuerste Gerät klingt dann nicht besser. Wer ohnehin über das Heimnetz nachdenkt, liest im Beitrag über Mesh-WLAN weiter.
Sechs DECT-Telefone für Router und eigene Basis
| Modell | Betrieb | Anrufbeantworter | Eckdaten laut Hersteller | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| FRITZ!Fon X6 | Mobilteil für FRITZ!Box, GAP und CAT-iq 1.0 | über die FRITZ!Box | 2,4-Zoll-Farbdisplay, bis 16 Std. Gespräch, Headset-Buchse | Haushalte mit FRITZ!Box | ansehen |
| Telekom Speedphone 12 | Mobilteil für Speedport, CAT-iq 2.0 | kein eigener genannt | Farbdisplay, HD-Telefonie, Babyfon-Funktion | Haushalte mit Speedport Smart oder Pro | ansehen |
| Gigaset COMFORT 550A | eigene Basis, bis 6 Mobilteile | ja, bis 30 Min. | 2,2-Zoll-Farbdisplay, Sperrliste bis 150 Nummern | Familien ohne DECT-Router | ansehen |
| Gigaset E290A | eigene Basis, bis 4 Mobilteile | ja, bis 20 Min. | große beleuchtete Tasten, Verstärker, hörgerätekompatibel | Ältere Menschen mit eigenem Anschluss | ansehen |
| Gigaset E290HX | Mobilteil für Router mit DECT/CAT-iq 2.0 | über den Router | große Tasten, Kurzwahl A/B, bis 10 Std. Gespräch | Großtasten am FRITZ!Box- oder Speedport-Anschluss | ansehen |
| Panasonic KX-TGU130 | eigene Basis | ja | große Tasten, Favoritentaste, hörgerätekompatibel | Großtastentelefon als Alternative zu Gigaset | ansehen |
FRITZ!Fon X6: für Haushalte mit FRITZ!Box
AVM führt das X6 als aktuelles Spitzenmodell der FRITZ!Fon-Reihe. Es hat ein 2,4-Zoll-Farbdisplay, telefoniert in HD-Qualität und bedient die Anrufbeantworter der FRITZ!Box samt Fernabfrage und Weiterleitung per E-Mail. Babyfon, Weckruf, das Livebild von Türsprechanlagen und eine frei belegbare Favoritentaste kommen hinzu. Als Gesprächszeit gibt AVM bis zu 16 Stunden an. Am Speedport oder an einer fremden Basis schrumpft all das auf die Grundfunktion. Dort endet der Nutzen dieses Geräts.
Telekom Speedphone 12: das Gegenstück am Speedport
Ein Mobilteil ohne eigene Basis, optimiert für Speedport-Router mit DECT-CAT-iq 2.0 wie Speedport Smart und Speedport Pro an einem IP-Anschluss: So beschreibt die Telekom das Speedphone 12. Farbdisplay, HD-Telefonie und eine Babyfon-Funktion gehören dazu. Einen eigenen Anrufbeantworter erwähnt die Telekom nicht. Telekom-Kunden mit aktuellem Speedport machen damit wenig falsch. Mehr Komfort braucht dort kaum jemand.
Gigaset COMFORT 550A: Basis und Anrufbeantworter für mehrere Zimmer
Ohne DECT-Router braucht es ein klassisches Set wie dieses. Basisstation und Anrufbeantworter sind eingebaut, die Aufnahmezeit liegt laut Gigaset bei höchstens 30 Minuten. An die Basis passen bis zu sechs Mobilteile. Beim Anrufschutz geht das Gerät weit: Sperrliste für maximal 150 Nummern, anonyme Anrufe abweisen oder stumm schalten, Ruhezeiten und VIP-Kontakte, die trotzdem durchklingeln. Erhältlich ist es auch als Duo und Trio. Mit einer FRITZ!Box im Haus bezahlen Sie allerdings eine zweite Basis, die niemand braucht.
Gigaset E290A: große Tasten, eigener Anrufbeantworter
Das E290A stammt aus der Großtasten-Reihe von Gigaset. In der Beschreibung des Herstellers stehen beleuchtete Einzeltasten mit großer Beschriftung, ein kontrastreiches Display mit großer Ziffernanzeige und ein Verstärker, der die Hörerlautstärke im Gespräch verdoppelt. Zwei Kurzwahltasten nehmen wichtige Nummern auf. Daneben lässt sich ein Direktruf einrichten, bei dem jede Taste eine hinterlegte Nummer wählt. Der Anrufbeantworter speichert maximal 20 Minuten. Mit höchstens vier Mobilteilen reicht es auch für eine Wohnung über zwei Etagen.
Gigaset E290HX: Großtasten direkt am Router
Die Router-Fassung des E290 heißt E290HX. Gigaset beschreibt sie als Mobilteil für Router mit DECT/CAT-iq 2.0, etwa FRITZ!Box oder Speedport, ganz ohne eigene Basisstation. Tasten, Verstärker und Hörgerätekompatibilität entsprechen dem E290. Telefonieren lässt sich laut Gigaset bis zu zehn Stunden am Stück. Läuft der Anschluss der Eltern über einen modernen Router, ist das oft die aufgeräumtere Lösung als ein Set mit zweiter Basis.
Panasonic KX-TGU130: Großtasten mit Favoritentaste
Auch Panasonic hat ein Großtastentelefon mit Anrufbeantworter im Programm. Zur Ausstattung des KX-TGU130 zählt der Hersteller große Tasten, erhöhte Lautstärke, eine Favoritentaste, mehrere Sperrfunktionen und Hörgerätekompatibilität. Ohne Anrufbeantworter heißt die Variante KX-TGU110. Wie lange der Anrufbeantworter aufnimmt, geht aus den Herstellerangaben nicht hervor. Ist Ihnen das wichtig, schauen Sie vorab in die Bedienungsanleitung.
Welcher Anschluss, welches Telefon
- FRITZ!Box im Haus: FRITZ!Fon X6. Es nutzt alle Funktionen des Routers, Anrufbeantworter und Telefonbuch eingeschlossen.
- Speedport Smart oder Pro: Telekom Speedphone 12. Teurere Mobilteile anderer Marken bringen dort meist keinen Zugewinn.
- Kein DECT-Router, mehrere Zimmer: Gigaset COMFORT 550A als Duo oder Trio.
- Großtasten am Router: Gigaset E290HX.
- Großtasten mit eigenem Anrufbeantworter: Gigaset E290A oder Panasonic KX-TGU130.
Kaufen Sie für Eltern oder Großeltern ein, denken Sie auch an unterwegs. Ein Seniorenhandy ergänzt das Festnetz sinnvoll. Und fehlt in der Küche noch ein einfaches Radio, helfen unsere Hinweise zum DAB+-Radio weiter.
Quellen
- AVM: Datenblatt FRITZ!Fon X6 (Stand 21.05.2025)
- Telekom: Speedphone 12
- Gigaset: COMFORT 550
- Gigaset: E290 und E290A
- Gigaset: E290HX
- Panasonic: KX-TGU130
- Panasonic: KX-TGU110
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