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Mini-PC kaufen 2026: Büro, Heimserver und Medien

Mini-PC kaufen 2026: Welcher Prozessor reicht, warum verlöteter Speicher zählt und fünf Windows- und Linux-Modelle von Beelink bis ASUS NUC.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenGEEKOM A8 Ryzen 7 8745HSBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativeBeelink EQ14 N150Büro, Heimserver, MedienBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichMinisforum UM890 ProBastler, Virtualisierung, HeimlaborBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt9 Abschnitte

Bei Mini-PCs scheitert der Kauf selten an zu wenig Leistung. Meistens passt die Ausstattung nicht. Für Büroarbeit, Streaming oder einen kleinen Heimserver genügt ein sparsames Gerät wie der Beelink EQ14. Sollen auch Fotos bearbeitet oder mehrere Monitore angeschlossen werden, liegt ein Modell mit aktuellem Ryzen 7 wie der GEEKOM A8 näher. Alles darüber kostet spürbar mehr und braucht einen konkreten Grund.

Es geht hier um Windows- und Linux-Mini-PCs. Den Mac mini besprechen wir im Vergleich der Mac-Desktops.

Ein Notebook ohne Bildschirm

Technisch ist ein Mini-PC das Innenleben eines Notebooks, nur ohne Display. Daraus ergeben sich seine Stärken und seine Grenzen.

Der Prozessor richtet sich nach der Aufgabe. Ein Intel N150 mit vier Kernen reicht für Office, Browser, Videowiedergabe und Dienste wie Medienserver oder Werbeblocker. Bildbearbeitung, viele offene Programme oder virtuelle Maschinen verlangen eher acht Kerne der Ryzen- oder Core-Ultra-Klasse.

Beim Arbeitsspeicher gibt es zwei Bauweisen. Steckbare SO-DIMM-Module lassen sich später erweitern. Verlöteter LPDDR5x-Speicher ist schnell, bleibt aber für immer so groß wie gekauft.

Dann die Anschlüsse. Wie viele Monitore sollen dran? Braucht es USB4 oder Thunderbolt für Dock und schnelle SSD? Zwei Netzwerkbuchsen sind für Router- oder Serverprojekte praktisch, im Büro meist überflüssig. Und läuft das Gerät als Heimserver rund um die Uhr, ist ein geringer Strombedarf wichtiger als Spitzenleistung.

Vorsicht bei den vielen Angeboten auf Amazon. Unter demselben Modellnamen stehen oft verschiedene Ausstattungen, manchmal sogar andere Prozessoren. Vergleichen Sie genau die Prozessorbezeichnung, die Speichergröße und die Zahl der Netzwerkbuchsen.

Fünf Mini-PCs von sparsam bis kräftig

ModellProzessorSpeicher (laut Hersteller)BesonderheitFür wenAngebot (Partnerlink)
Beelink EQ14Intel N150, 4 Kerne16 GB DDR4, 500 GB SSDNetzteil eingebaut, zwei LAN-BuchsenBüro, Heimserver, Medienansehen
GEEKOM A8AMD Ryzen 7 8745HS, 8 Kerne2 × DDR5-Steckplatz, bis 64 GBUSB4, SD-Kartenleser, bis vier MonitoreAllround im Haushalt und Büro
Beelink SER9 ProAMD Ryzen 7 H 255, 8 Kerne24 oder 32 GB LPDDR5x, verlötetZwei SSD-Steckplätze, Mikrofon und LautsprecherHomeoffice mit Videokonferenzen
Minisforum UM890 ProAMD Ryzen 9 8945HS, 8 Kerne2 × DDR5-Steckplatz, bis 96 GBZwei 2,5-Gbit-LAN, OCuLink, zwei USB4Bastler, Virtualisierung, Heimlaboransehen
ASUS NUC 15 ProIntel Core Ultra 5 225H oder 7 255H2 × DDR5-Steckplatz, bis 96 GBZwei Thunderbolt 4, Wi-Fi 7, auch als KitFirmen, Linux-Nutzer, Dauerbetriebansehen

Intels Vierkerner N150 arbeitet im EQ14, und das Netzteil sitzt laut Hersteller im Gehäuse. Am Gerät hängt also nur ein Kabel. Zwei HDMI-Ausgänge schaffen 4K bei 60 Hertz, hinzu kommen zwei Netzwerkbuchsen, je nach Ausführung mit 1 oder 2,5 Gbit/s. Office, Streaming und ein kleiner Server mit Medienbibliothek sind damit abgedeckt. Fotobearbeitung oder viele Browser-Tabs machen es eng. Käufer berichten von einem sehr geringen Strombedarf im Leerlauf.

GEEKOM A8: viel Leistung, aufrüstbar

Ein Ryzen 7 8745HS mit acht Kernen und der Grafikeinheit Radeon 780M treibt den A8 an. Zwei Steckplätze nehmen den Arbeitsspeicher auf, nach Angaben von GEEKOM bis 64 GB. USB4, zwei HDMI-Ausgänge, 2,5-Gbit-LAN und ein SD-Kartenleser decken fast jeden Schreibtisch ab. Ein Schwachpunkt bleibt. Es gibt nur einen SSD-Steckplatz, wer viel Speicher braucht, wählt also gleich eine große SSD.

Im SER9 Pro steckt der Ryzen 7 H 255, ebenfalls mit Radeon 780M. Ungewöhnlich sind eingebautes Mikrofon und Lautsprecher, bei Videokonferenzen ohne Headset durchaus praktisch. Zwei SSD-Steckplätze bieten Platz für viel Speicher. Der Arbeitsspeicher dagegen ist verlötet: Wer heute 24 GB nimmt, bleibt bei 24 GB. Unser Rat lautet deshalb 32 GB.

Minisforum UM890 Pro: für Bastler

Ryzen 9 8945HS, zwei 2,5-Gbit-Netzwerkbuchsen, zwei USB4-Anschlüsse und Platz für bis zu 96 GB Arbeitsspeicher. Gebaut ist der UM890 Pro für Nutzer, die virtuelle Maschinen, Container oder ein kleines Heimlabor betreiben. Über den OCuLink-Anschluss lässt sich nach Herstellerangabe eine externe Grafikkarte per PCIe 4.0 anbinden. Minisforum verkauft das Gerät auch als Barebone ohne Speicher und SSD. Für reine Büroarbeit steckt hier zu viel Technik drin.

ASUS NUC 15 Pro: der Nachfolger der Intel-NUCs

Die NUC-Reihe stammt ursprünglich von Intel, inzwischen führt ASUS sie weiter. Im NUC 15 Pro arbeitet ein Core Ultra 5 225H oder Core Ultra 7 255H, dazu kommen zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse, zwei HDMI-2.1-Ausgänge und Wi-Fi 7. Neben dem fertigen Mini-PC mit Windows gibt es Kits ohne Betriebssystem, für die ASUS ausdrücklich Ubuntu 24.04 und Red Hat Enterprise Linux unterstützt. Firmen und Linux-Nutzer horchen da auf. Preislich liegt er meist eine Klasse über den Ryzen-Modellen von GEEKOM und Beelink.

Taugt ein Mini-PC als Heimserver?

Für Dienste wie Medienserver, Smart-Home-Zentrale oder Werbeblocker im Netzwerk eignet er sich gut. Als Datenspeicher für die ganze Familie nur bedingt. Meist fehlt der Platz für mehrere Festplatten, die sich gegenseitig absichern. Geht es in erster Linie darum, Fotos und Backups sicher abzulegen, ist ein NAS das passendere Gerät, nachzulesen im NAS-Vergleich. Und da Mini-PCs fast immer an einem Monitor hängen, helfen für den Arbeitsplatz unsere Hinweise zu den Büro-Monitoren.

So würden wir entscheiden

  • Haushalt und Büro ohne besondere Wünsche: GEEKOM A8. Genug Leistung für Jahre, aufrüstbarer Arbeitsspeicher, USB4. Nachteil: nur ein SSD-Steckplatz.
  • Kleines Budget, Office oder Heimserver: Beelink EQ14. Kostet etwa die Hälfte und braucht wenig Strom. Für anspruchsvolle Programme zu schwach.
  • Homeoffice mit vielen Videokonferenzen: Beelink SER9 Pro, aber nur mit 32 GB, da der Speicher nicht erweiterbar ist.
  • Virtualisierung, Heimlabor, zwei Netzwerke: Minisforum UM890 Pro.
  • Firma, Linux, Thunderbolt-Dock: ASUS NUC 15 Pro. Teurer, dafür mit offizieller Linux-Unterstützung.
  • Apple-Nutzer: Mac mini, siehe unseren Mac-Vergleich.

Quellen

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