Black Friday am 27.11.: unsere Wahl je Ratgeber
Unabhängige KaufberatungJede Angabe mit QuelleKeine bezahlten Urteile So testen wir
handgetestet

Plasmaschneider kaufen 2026: Ratgeber für Blech und Stahl

Plasmaschneider kaufen: sauberer Schnitt oder Trennschnitt, Kompressor eingebaut oder extern, 230 V, Einschaltdauer und Schutz. Sechs Geräte eingeordnet.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 02.11.2026
Unsere Wahl für die meistenStahlwerk CUT 50 P DigitalWerkstatt mit Kompressor, CNC-PläneBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativeGüde GPS-E 40 A.3Blech und gelegentliche SchnitteBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichStahlwerk CUT 50 PHobby-Metallbau mit KompressorBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt7 Abschnitte

Die Zahl auf dem Karton ist fast nie die Zahl, mit der Sie arbeiten werden. Steht dort „bis 15 mm“, meint der Hersteller meist den Trennschnitt: Das Blech fällt auseinander, die Kante braucht danach die Flex. Schneiden Sie hauptsächlich Karosserieblech und Profile bis 6 mm und steht schon ein Kompressor mit 100 Litern pro Minute in der Garage, sind Sie mit einem 40- bis 50-Ampere-Gerät mit berührungsloser Zündung gut bedient. Unser Favorit für diesen Fall ist der Stahlwerk CUT 50 P Digital.

Wer keine Druckluft in der Werkstatt hat, braucht ein Gerät mit eingebautem Kompressor. Das schneidet dünner und wiegt mehr. Ein fairer Tausch? Für viele schon.

Fünf Zahlen, die vor dem Kauf zählen

Bei der Schneidstärke lohnt der Blick ins Datenblatt statt auf die Verpackung. Güde trennt die Angaben sauber: Beim GPS-E 40 A.3 nennt der Hersteller 0 bis 6 mm für den Präzisionsschnitt und 6 bis 12 mm für den Trennschnitt. Hypertherm empfiehlt beim Powermax30 AIR 8 mm bei 500 mm pro Minute, getrennt werden bis 16 mm, dann aber nur noch mit 125 mm pro Minute. Faustregel aus diesen Angaben: Die saubere Kante endet ungefähr bei der Hälfte des Maximalwerts.

Die Druckluft entscheidet über die Wahl des Geräts mehr als die Amperezahl. Stahlwerk verlangt für die CUT-50-Modelle mindestens 100 Liter pro Minute bei 4 bar, Güde für den GPS-E 40 A.3 sogar 150 Liter pro Minute bei 3 bis 6 bar. Gemeint ist Luft, die tatsächlich ankommt. Mehr dazu im Ratgeber zum Werkstatt-Kompressor. Feuchtigkeit in Düse und Elektrode führt Hypertherm als mögliche Ursache für Zündprobleme an, darum liegen bei Stahlwerk und Güde Wasserabscheider im Karton, und Telwin bietet einen eigenen Feuchtigkeitsfilter als Zubehör an. Geräte mit eingebautem Kompressor kommen ohne Schlauch aus, liefern aber weniger Luft: Güde gibt beim AirCut 40 AK 80 Liter pro Minute bei 2 bar an.

Bei der Zündung gibt es drei Wege. Die Hochfrequenzzündung (Stahlwerk CUT 50 P, beide Güde) startet den Lichtbogen ohne Berührung. Die Blowback-Zündung des CUT 50 P Digital schafft das ebenfalls, nur ohne Hochfrequenz, und genau diese Version hat Stahlwerk mit einer Schnittstelle für CNC-Tische ausgestattet. Telwin zündet beim Infinity Plasma 40 per Kontakt, die Düse setzt also kurz auf. Für glatte Bleche reicht das. Bei Gitterrosten und Streckmetall hilft ein Pilotlichtbogen, der bei Unterbrechungen stehen bleibt; Hypertherm nennt diese Funktion ausdrücklich für Gitter und rostiges Material.

Die Einschaltdauer wird oft überlesen. Stahlwerk nennt beim CUT 50 P 15 Prozent bei 45 A, beim Digital-Modell 30 Prozent bei 50 A, jeweils bei 40 °C. Der Wert bezieht sich auf zehn Minuten: 30 Prozent heißt drei Minuten Schneiden, sieben Minuten Pause.

Bleibt der Stromanschluss. Güde und Telwin geben 16 A als Netzsicherung an, Güde ausdrücklich träge. Hypertherm rechnet offen vor: An 230 V mit 16 A liefert der Powermax30 AIR höchstens 28 A, die vollen 30 A gibt es erst an einem 20-A-Kreis. Und die europäische Ausführung kommt laut Anleitung ohne Stecker. Den montiert eine Elektrofachkraft.

Sechs Geräte nebeneinander

ModellLuftSchnitt laut HerstellerZündung, EinschaltdauerFür wenAngebot (Partnerlink)
Stahlwerk CUT 50 P Digitalextern, mind. 100 l/min, max. 4 barBaustahl bis 20 mmBlowback ohne HF, 30 % bei 50 AWerkstatt mit Kompressor, CNC-Pläneansehen
Stahlwerk CUT 50 Pextern, mind. 100 l/min, 4 barBaustahl bis 15 mmHF-Pilot, 15 % bei 45 AHobby-Metallbau mit Kompressoransehen
Güde GPS-E 40 A.3extern, mind. 150 l/min, 3–6 barsauber 0–6 mm, Trennschnitt 6–12 mmHochfrequenz, 20 % bei 40 ABlech und gelegentliche Schnitteansehen
Telwin Infinity Plasma 40extern, 100 l/min, 4–5 barbis 15 mmKontaktzündung, 20 % bei 40 AKarosserie, leichtes Gerätansehen
Güde GPS-K AirCut 40 AKeingebaut, 80 l/min, 2 barsauber 0–6 mm, Trennschnitt 6–12 mmHochfrequenz, 30 % bei 40 AHobby ohne Druckluftansehen
Hypertherm Powermax30 AIReingebautempfohlen 8 mm, Trennschnitt 16 mmDauer-Pilotlichtbogen, 35 % bei 240 Vmobiler Profi-Einsatzansehen

Sie schneiden Karosserie und dünnes Blech

Kotflügel, Schweller, Bodenbleche: Hier geht es um 0,8 bis 3 mm und um saubere Kanten, die man noch schweißen kann. Dafür reichen 40 A.

Telwin Infinity Plasma 40

Telwin gibt 7,4 kg an, Regelbereich 10 bis 40 A, Druckregler und 4-m-Brenner gehören dazu. Eine Anzeige meldet, wenn Düse und Elektrode verbraucht sind. Die Kontaktzündung stört bei glattem Blech kaum. Wer oft Gitter schneidet, schaut eher zu Hypertherm.

Güde GPS-E 40 A.3

Güde richtet das Gerät ausdrücklich an Heim- und Hobbyhandwerker. Es liegt laut Angeboten bei Amazon in der unteren Preisklasse und wiegt 6,2 kg. Der Luftbedarf von 150 Litern pro Minute ist allerdings hoch. Ein kleiner Kompressor mit 100 Litern Liefermenge erfüllt diese Vorgabe nicht. Die Einschaltdauer von 20 Prozent bei vollem Strom reicht für Reparaturen, nicht für Serienarbeit.

Hobby-Metallbau ohne Druckluft

Gartentor, Grillgestell, Halterungen aus Flachstahl. Fehlt der große Kompressor, bleiben Geräte mit eingebautem Verdichter. Sie sind schwerer, als man denkt.

Güde GPS-K AirCut 40 AK

Netzstecker rein, losschneiden: Das ist der Reiz. Güde nennt dieselben Schnittbereiche wie beim Schwestermodell ohne Kompressor, also 0 bis 6 mm sauber und bis 12 mm im Trennschnitt, dazu 30 Prozent Einschaltdauer bei 40 A. Mit 20,3 kg netto ist es aber kein Gerät für die Leiter.

Hypertherm Powermax30 AIR

Hypertherm stuft es als Profigerät ein: eingebauter Kompressor, 9,5 kg samt 4,5-m-Brenner. Laut Angeboten bei Amazon liegt es in der oberen Preisklasse, Hypertherm gibt auf die Stromquelle sechs Jahre Garantie. Zwei Eigenheiten stehen in der Anleitung: Unter dem Gerät tritt Feuchtigkeit aus dem Kompressor aus, es kann sich eine kleine Pfütze bilden. Und die Verschleißteile halten laut Hersteller etwa ein bis zwei Stunden reine Lichtbogenzeit. Für den Hobbykeller ist das viel Gerät. Für Montage, Landwirtschaft oder Einsätze ohne Druckluft ist es die solide Wahl.

Werkstatt mit Kompressor

Steht ein Kompressor mit genug Liefermenge bereit, fällt das Gewicht des eingebauten Verdichters weg. Die Geräte werden kleiner und schneiden laut Datenblatt dicker.

Stahlwerk CUT 50 P Digital

Unser Favorit für diesen Fall. Stahlwerk nennt 15 bis 50 A, Baustahl bis 20 mm und 30 Prozent Einschaltdauer bei 50 A. Die Blowback-Zündung startet ohne Werkstückkontakt und ohne Hochfrequenz, die THC-Schnittstelle erlaubt später den Anbau an einen CNC-Tisch. Den Druck sollten Sie nicht über 4 bar stellen, sonst kann es laut Stahlwerk beim Zünden haken. Zum Gewicht nennt der Hersteller zwei Werte, 9 und 9,5 kg.

Stahlwerk CUT 50 P

Die einfachere Version mit HF-Pilotzündung, 15 bis 45 A und 5 kg. Im Lieferumfang stecken Wasserabscheider, 5 m Luftschlauch und je zwei Düsen und Elektroden. Der Schwachpunkt ist die Einschaltdauer: 15 Prozent bei 45 A. Wer meist um 22 A schneidet, kommt laut Hersteller auf 60 Prozent.

Schutz für Augen, Lunge und Werkstatt

Grelles UV- und IR-Licht, Funken, glühende Spritzer, giftige Gase: So beschreibt die DGUV die Gefahren beim Plasmaschneiden. Hypertherm nennt in seinem Sicherheitshandbuch für Europa nach EN 168 bis 125 A die Schutzstufe 9. Die DGUV führt in ihrer Schrift für Feuerwehren für Schweißerschutzfilter beim Plasmaschneiden die Schutzstufen 9 bis 13 nach DIN EN 169 auf und weist darauf hin, dass ein Automatikfilter empfindlich genug auf den Schneidlichtbogen reagieren muss. Dazu Handschuhe mit langer Stulpe nach DIN EN 12477 und Kleidung, die keine Funken fängt.

Beim Rauch wird es ernst. Laut DGUV entstehen beim handgeführten Plasmaschneiden mit Druckluft hohe Konzentrationen von Gasen wie Kohlenmonoxid und nitrosen Gasen, besonders in schlecht belüfteten Räumen. Nach dem Ersatz durch schadstoffärmere Verfahren kommt laut DGUV die Absaugung direkt an der Entstehungsstelle, erst danach Organisation und Schutzausrüstung. Hypertherm rät zusätzlich, Lacke und Beschichtungen vor dem Schnitt zu entfernen; verzinktes Blech und alte Farben mit Blei oder Cadmium setzen giftige Dämpfe frei.

Zum Brandschutz: Hypertherm verlangt einen Feuerlöscher in Reichweite und nichts Brennbares im Umkreis von 10 m. Kein Schnitt an Behältern, die Brennbares enthalten haben könnten, und kein Fass als Schneidtisch. Wer einen Herzschrittmacher trägt, klärt den Einsatz laut Hypertherm vorher ärztlich ab. Für das Entgraten danach reicht ein Akku-Winkelschleifer. Wer die Teile anschließend verbinden will, findet die passenden Geräte im Ratgeber zum Schweißgerät.

So würden wir entscheiden

  • Kompressor mit mindestens 100 l/min vorhanden, Bleche und Profile bis 10 mm: Stahlwerk CUT 50 P Digital.
  • Nur Karosserieblech, Gewicht zählt: Telwin Infinity Plasma 40.
  • Kleines Budget, wenige Schnitte im Jahr und ein kräftiger Kompressor: Güde GPS-E 40 A.3.
  • Keine Druckluft und kein Bedarf an Mobilität: Güde GPS-K AirCut 40 AK.
  • Keine Druckluft, viel unterwegs, hohe Ansprüche: Hypertherm Powermax30 AIR.

Rechnen Sie Düsen und Elektroden gleich mit ein. Hypertherm empfiehlt, beide immer zusammen zu tauschen; Einstechen mitten im Blech verschleißt sie schneller als ein Schnitt von der Kante aus.

Quellen

Wo Sie die Produkte bekommen

Verkauf, Lieferung, Gewährleistung und Produktsicherheit liegen allein beim jeweiligen Händler und Hersteller. Alle Angaben ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich ändern. Haftungsausschluss

Unabhängige Tests brauchen Ihre Unterstützung

Ein gründlicher Test kostet Zeit, Technik und oft das Produkt selbst. Hersteller bezahlen uns nicht für gute Urteile – darum kann die Qualität unserer Tests nur durch Ihre Unterstützung über unsere Partnerlinks gesichert werden. Kaufen Sie über einen dieser Links ein, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts, unser Urteil bleibt unabhängig. Danke, dass Sie so auch in Zukunft hochwertige, unabhängige Tests möglich machen.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Noch nicht entschieden?

Vergleichen Sie in Ruhe weiter – alle Beiträge dieser Rubrik werden monatlich auf neue und ausgelaufene Modelle geprüft.

Diesen Ratgeber teilen