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NAS kaufen 2026: Welches NAS passt zu wem?

NAS kaufen 2026: Schächte, RAM, 2,5 oder 10 GbE, Plex-Transcoding und Strom laut Hersteller – Synology, UGREEN, QNAP, ASUSTOR und TerraMaster.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenSynology DS225+Einsteiger, FamilieBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativeUGREEN NASync DXP2800günstiger Einstieg, kleiner MedienserverBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichSynology DS925+Familie mit viel Speicher, HomeofficeBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt12 Abschnitte

Ein NAS wird selten zu klein gekauft. Viel öfter passt es schlicht nicht zur Aufgabe. Handyfotos sichern verlangt keine 10-Gigabit-Buchse, Filme per Plex oder Jellyfin auf den Fernseher schicken dagegen einen Prozessor mit Grafikeinheit, und genau die fehlt manchem teuren Modell. Unsere Einschätzung vorweg: Den meisten Haushalten genügt ein Zwei-Schacht-Gerät wie die Synology DS225+. Günstiger, und mit Reserven für das Umrechnen von Filmen, ist die UGREEN NASync DXP2800.

Dieser Text sortiert die Geräteklassen. Wie Sie Fotos und Videos sauber nach der 3-2-1-Regel sichern, beschreibt unser Beitrag NAS für Foto- und Video-Backup ausführlich.

Fünf Fragen, bevor Sie Schächte zählen

Wie viel liegt heute schon an Daten herum? Zwei Festplatten genügen für eine Spiegelung. Vier Schächte kosten mehr, lassen später aber Platz zum Nachrüsten, und bei 6 TB Fotos und Videos von Anfang an plant man besser gleich vier.

Was soll das Gerät außer Ablegen noch können? Für die reine Dateiablage reichen 2 bis 4 GB Arbeitsspeicher. Gesichtserkennung, Docker-Container oder virtuelle Maschinen brauchen deutlich mehr; Synology verlangt für die Objekterkennung in Synology Photos mindestens 4 GB.

Und das Netz? 2,5 Gigabit ist inzwischen Standard. 10 Gigabit bringt nur dann etwas, wenn Rechner, Kabel und Switch mitziehen. Soll ein Medienserver Filme umrechnen (Transcoding), wiegt ein Intel-Prozessor mit Quick Sync schwerer als eine hohe Kernzahl. Bleibt der Strom. Ein NAS läuft rund um die Uhr, jedes Watt im Dauerbetrieb summiert sich auf knapp 9 kWh im Jahr.

Filme streamen: die Grafikeinheit entscheidet

Spielt der Fernseher eine Datei nicht direkt ab, rechnet der Server sie um. Ohne Hardwarehilfe schafft ein sparsamer NAS-Prozessor das bei 4K-Material kaum. Plex nutzt dafür Intel Quick Sync, setzt aber einen bezahlten Plex Pass voraus, und für zuverlässige HEVC-Ausgabe auf einem NAS nennt Plex mindestens Prozessoren der Generation Jasper Lake. Jellyfin kostet nichts und unterstützt Intel-Grafik unter Linux über QSV.

Ausgerechnet bei Synology lauert hier eine Falle. Für die DS925+ führt der Hersteller keine Hardware-Umrechnung auf, und laut Nutzern im Plex-Forum hat ihr AMD Ryzen V1500B gar keine Grafikeinheit. Käufer berichten außerdem im Synology-Forum, dass die Modelle des Jahrgangs 2025 auch mit Intel-Prozessor keine Hardware-Umrechnung mehr bieten, weil Synology den nötigen Treiber nicht mitliefert. Steht das Streamen im Vordergrund, sind UGREEN, QNAP oder TerraMaster die naheliegendere Wahl.

Festplatten: lieber zwei große als vier kleine

Ins NAS gehören Laufwerke für den Dauerbetrieb, etwa WD Red Plus oder Seagate IronWolf; Western Digital gibt die Red Plus für Systeme bis acht Schächte an. Zwei große Platten verbrauchen weniger Strom als vier kleine. Und sie halten Schächte frei.

Synology hat seine strenge Laufwerksliste gelockert. Mit DSM 7.3 lassen sich in den Plus-Modellen von 2025 nach Herstellerangabe auch Festplatten anderer Marken einbauen und als Speicherpool nutzen. M.2-Steckplätze mit SSD-Cache beschleunigen den Alltag, für reine Ablage sind sie verzichtbar. Wer bloß ab und zu große Projekte auslagert, kommt mit einer externen SSD oft günstiger weg.

Sieben NAS-Systeme und ihre Eckdaten

ModellSchächte / RAMNetzwerkStrom laut Hersteller (Zugriff / Ruhe)Für wenAngebot (Partnerlink)
Synology DS225+2 / 2 GB (bis 6 GB)1 × 1 GbE, 1 × 2,5 GbE17 W / 6 WEinsteiger, Familieansehen
UGREEN NASync DXP28002 + 2 × M.2 / 8 GB (bis 16 GB)1 × 2,5 GbE16 W / 5 W*günstiger Einstieg, kleiner Medienserveransehen
Synology DS925+4 + 2 × M.2 / 4 GB ECC (bis 32 GB)2 × 2,5 GbE38 W / 12 WFamilie mit viel Speicher, Homeofficeansehen
UGREEN NASync DXP4800 Plus4 + 2 × M.2 / 8 GB (bis 64 GB)1 × 10 GbE, 1 × 2,5 GbE42 W / 18 W*Medienserver, Videoschnittansehen
QNAP TS-4644 + 2 × M.2 / 4 oder 8 GB (bis 16 GB)2 × 2,5 GbE, PCIe für 10 GbE41 W / 22 WMedienserver, Bastleransehen
TerraMaster F4-425 Pro4 + 3 × M.2 / 16 GB2 × 5 GbEkeine Angabe gefundenMedienserver, Dockeransehen
ASUSTOR Lockerstor 4 Gen3 (AS6804T)4 + 4 × M.2 / 16 GB ECC (bis 64 GB)2 × 10 GbE, 2 × 5 GbE34 W / 2,3 WProfi, kleines Büroansehen

* UGREEN misst mit einer einzigen 2-TB-Festplatte, Synology und QNAP mit voll bestückten Schächten. Vergleichbar sind die Werte deshalb nur grob. Gerundet nach den Datenblättern.

Synology DS225+

Das unkomplizierteste Gerät für Haushalte, die Fotos vom Handy sichern und Dateien teilen wollen. DSM und die App Synology Photos gelten als ausgereift, den Verbrauch gibt Synology als niedrig an. Knapp sind die 2 GB Arbeitsspeicher. Für die Objekterkennung in Photos verlangt Synology ein Upgrade auf mindestens 4 GB, und als Medienserver mit Umrechnung taugt das Gerät nach Käuferberichten nicht.

UGREEN NASync DXP2800

Mehr Hardware für weniger Geld. Der Intel N100 bringt Quick Sync mit, dazu kommen 8 GB DDR5 und zwei M.2-Plätze, genug für einen vernünftigen kleinen Plex- oder Jellyfin-Server. UGOS ist jünger als DSM. Eine UGREEN-Länderseite führt das Modell als ausgelaufen, Amazon.de bietet es weiterhin als Neuware an.

Synology DS925+

Vier Schächte, zwei M.2-Plätze, ECC-Speicher und mit der DX525 eine Erweiterung auf neun Schächte. Große Familienarchive und das Homeoffice mit Snapshots und Sicherungsaufgaben sind bei diesem Gerät gut aufgehoben. Filmsammlungen, die umgerechnet werden müssen, nicht. Dafür fehlt die Hardware-Umrechnung.

UGREEN NASync DXP4800 Plus

Pentium Gold 8505 mit Quick Sync, dazu ein 10-Gigabit-Anschluss: Damit kommt das Gerät für Medienserver und Videoschnitt im Netzwerk gleichermaßen in Frage. Den Arbeitsspeicher kann man laut UGREEN auf 64 GB ausbauen. Erkauft wird das mit einem höheren Ruheverbrauch als bei den Synology-Geräten.

QNAP TS-464

Älter, aber weiter im Angebot. Der Klassiker hat einen Intel Celeron N5095, einen HDMI-Ausgang und einen PCIe-Steckplatz für eine 10-Gigabit-Karte, Hardware-Transcoding nennt QNAP ausdrücklich. QTS bietet sehr viele Funktionen und verlangt entsprechend Einarbeitung. Mit 22 W im Festplatten-Standby liegt es beim Ruheverbrauch am oberen Ende.

TerraMaster F4-425 Pro

Acht Kerne (Intel N350), 16 GB DDR5, drei M.2-Plätze und zwei 5-Gigabit-Anschlüsse. Laut Datenblatt steckt darin viel Leistung für Docker und Medienserver. Allerdings sitzt der Speicher auf nur einem Steckplatz. TerraMaster gibt für den Prozessor 7 W und ein 90-Watt-Netzteil, den Verbrauch des ganzen Geräts aber nicht an. Wem der Ruheverbrauch wichtig ist, sollte auf Messwerte warten.

ASUSTOR Lockerstor 4 Gen3 (AS6804T)

Gebaut für Büros und Profis, die viele Daten schnell bewegen: zwei 10-Gigabit- und zwei 5-Gigabit-Anschlüsse, vier M.2-Plätze, 16 GB ECC-Speicher und USB4. ASUSTOR nennt 34 W im Betrieb und 3 Jahre Garantie, Hardware-Transcoding führt das Datenblatt nicht auf. Als reines Familienarchiv wäre das Geld hier falsch angelegt.

Welcher Weg zu welchem Gerät führt

Wer mit der Familie vor allem Handyfotos sichert, nimmt die Synology DS225+ und rüstet den Arbeitsspeicher auf 6 GB auf. Reichen zwei Schächte absehbar nicht, ist die DS925+ der nächste Schritt.

Ist das Budget klein und sollen trotzdem hin und wieder Filme laufen, passt die UGREEN NASync DXP2800.

Für einen echten Medienserver mit Plex oder Jellyfin eignet sich die UGREEN NASync DXP4800 Plus. Die QNAP TS-464 oder die TerraMaster F4-425 Pro kommen in Frage, wenn Sie gern selbst einrichten.

Homeoffice und Büro mit schnellem Netz? Dann die ASUSTOR Lockerstor 4 Gen3. Prüfen Sie aber vorher, ob Ihr Netzwerk die Tempo-Stufen überhaupt trägt; bei der Einordnung hilft unser Beitrag zum Mesh-WLAN.

Quellen

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