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Ein Mac Studio, dessen Leistung nie gebraucht wird. Ein Mac mini, zu dem noch ein teurer Monitor gekauft werden muss. Beides passiert beim Desktop-Mac erstaunlich oft. Für Familie, Büro und Homeoffice raten wir zum neuen iMac mit M6, weil Bildschirm, Kamera, Lautsprecher, Tastatur und Maus schon dabei sind. Steht bereits ein guter Monitor auf dem Tisch, kommen Sie mit dem Mac mini M6 günstiger weg.
Es geht hier nur um stationäre Macs. Schwanken Sie noch zwischen Schreibtisch und Laptop? Dann hilft unser MacBook-Vergleich weiter.
Schritt eins: Was steht schon auf dem Tisch?
Chips vergleicht man zuletzt. Vorher zählt der Bildschirm, und davon hängt mehr ab als von jeder Benchmark-Zahl. Der iMac bringt ein 24-Zoll-Display mit 4.5K-Auflösung und 218 ppi mit. Mac mini und Mac Studio liefert Apple dagegen nur mit Netzkabel aus; Bildschirm, Tastatur und Maus kaufen Sie zusätzlich.
Dann der Arbeitsspeicher. Er ist fest verbaut. Nachrüsten geht später nicht, deshalb sollte die Entscheidung beim Kauf sitzen: 16 GB reichen für Büro, Fotos und Familie, wer mehrere Jahre mit vielen offenen Programmen plant, nimmt 24 GB. Knapper wird es bei der SSD. iMac und kleiner Mac mini starten mit 256 GB, und das wird eng, sobald eine Fotomediathek dazukommt. Oft ist eine externe SSD der günstigere Weg als das Upgrade ab Werk; einen Überblick gibt der Ratgeber für externe SSDs.
Bei den Anschlüssen trennen sich die Modelle deutlich. Der iMac mit 10-Core-Chip hat nur zwei Thunderbolt-Anschlüsse und ab Werk kein Ethernet. Am Mac mini sitzen vorn zwei USB-C-Buchsen, hinten HDMI und Ethernet, und der Mac Studio legt USB-A und einen SD-Kartenleser drauf. Externe Monitore? Der kleine iMac steuert einen weiteren Bildschirm an, der Mac mini maximal drei, der Mac Studio mit M5 Ultra laut Apple höchstens acht.
Sechs Desktop-Macs, die Apple derzeit anbietet
| Modell | Chip | Arbeitsspeicher / SSD | Anschlüsse | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| iMac 24 (M6, 10-Core) | 10-Core-CPU, 10-Core-GPU | 16–24 GB / 256 GB–1 TB | 2× Thunderbolt/USB 4, Ethernet optional | Familie, Büro, Schule | |
| iMac 24 (M6, 12-Core) | 12-Core-CPU, 12-Core-GPU | 16–32 GB / 256 GB–2 TB | 4× Thunderbolt 4, 2,5 Gbit Ethernet | Fotos, Homeoffice, zweiter Monitor | |
| Mac mini (M6) | 12-Core-CPU, 12-Core-GPU | 16–32 GB / 256 GB–2 TB | 3× Thunderbolt 4, HDMI, 2× USB-C vorn | Wer schon einen Monitor hat | ansehen |
| Mac mini (M5 Pro) | 15- oder 18-Core-CPU, 16- oder 20-Core-GPU | 24–64 GB / 512 GB–8 TB | 3× Thunderbolt 5, HDMI, 2× USB-C vorn | Entwickler, Musik, Fotografen | ansehen |
| Mac Studio (M5 Max) | 18-Core-CPU, 32- oder 40-Core-GPU | 36–128 GB / 512 GB–8 TB | 4× Thunderbolt 5, 10 Gbit Ethernet, SD | Video, 3D, große Projekte | ansehen |
| Mac Studio (M5 Ultra) | 30- oder 36-Core-CPU, 64- oder 80-Core-GPU | 96–512 GB / 1–16 TB | 6× Thunderbolt 5, 10 Gbit Ethernet, SD | Studios, sehr große Modelle und Szenen |
Den Mac Pro führt Apple auf der Vergleichsseite nur noch unter den älteren Modellen. Für einen Neukauf ist er raus.
Für den Familientisch: iMac 24 mit M6 (10-Core)
Das Einstiegsmodell. Laut Apple hat das Display 500 Nits, die 12-MP-Kamera unterstützt Center Stage, sechs Lautsprecher sind eingebaut. Schwach sind die Anschlüsse: Zwei Thunderbolt-Buchsen sind wenig, und Ethernet kostet Aufpreis. Tastatur und Maus liegen bei, Touch ID ist bei dieser Variante aber nur optional.
Fürs Homeoffice mit zweitem Monitor: iMac 24 mit M6 (12-Core)
Unter den beiden iMacs halten wir diesen für den sinnvolleren. Sie bekommen zwei Rechenkerne mehr, vier Thunderbolt-Anschlüsse, 2,5 Gbit Ethernet ab Werk und die Tastatur mit Touch ID. Nur hier lassen sich 32 GB Arbeitsspeicher und das entspiegelte Nanotexturglas wählen. Zwei externe Monitore sind möglich. Überschaubarer Aufpreis, spürbar bequemerer Alltag.
Monitor vorhanden: Mac mini mit M6
Billiger kommt man nicht in die Mac-Welt, solange ein brauchbarer Monitor schon da ist. Das Gehäuse misst laut Apple 12,7 mal 12,7 Zentimeter und wiegt 0,67 kg. Hinten sitzen HDMI, drei Thunderbolt-4-Anschlüsse und 2,5 Gbit Ethernet, vorn zwei USB-C-Buchsen und die Kopfhörerbuchse. Ehrlich rechnen muss man trotzdem. Kommen ein neuer 5K-Monitor, Tastatur und Maus dazu, ist der Preisvorteil gegenüber dem iMac schnell weg.
Für Code, Musik und schnelle Laufwerke: Mac mini mit M5 Pro
Der Pro-Chip bringt laut Apple 307 GB/s Speicherbandbreite statt 153 bis 170 GB/s, dazu Thunderbolt 5 mit bis zu 120 Gbit/s. Davon haben Entwickler etwas, ebenso Musikproduktion mit vielen Spuren und alle, die schnelle externe Laufwerke nutzen. Konfigurierbar sind bis zu 64 GB Arbeitsspeicher und 8 TB SSD. Für Office und Fotos braucht niemand diese Stufe.
Wenn damit Geld verdient wird: Mac Studio mit M5 Max
Ab hier geht es um Arbeit, nicht um Hobby. Der Mac Studio startet mit 36 GB Arbeitsspeicher und reicht laut Apple bis 128 GB. Er hat zwei Engines zum Codieren von Video, einen UHS-II-Kartenleser vorn und 10 Gbit Ethernet, außerdem sind bis zu fünf externe Monitore möglich. Bei Videoschnitt, 3D-Rendering oder sehr großen Datenmengen erklärt sich hier der Aufpreis gegenüber dem Mac mini.
Nur im Ausnahmefall: Mac Studio mit M5 Ultra
Laut Apple bietet der Ultra bis zu 36 CPU-Kerne, 80 GPU-Kerne, 1,2 TB/s Speicherbandbreite und bis zu 512 GB Arbeitsspeicher. Thunderbolt 5 gibt es dann auch vorn. Das Gerät wiegt 3,6 kg, für den Mac Studio nennt Apple eine maximale Leistungsaufnahme von 480 Watt. Wir raten den allermeisten Käufern davon ab. Sinnvoll wird es erst, wenn der Arbeitsspeicher des Max nachweislich nicht mehr reicht.
Und der Bildschirm? Das Studio Display
Zu Mac mini und Mac Studio bietet Apple das Studio Display an: 27 Zoll, 5K, 218 ppi wie beim iMac, 600 Nits und 60 Hz. Kamera, sechs Lautsprecher und Mikrofone sind eingebaut. Über Thunderbolt 5 lädt es ein angeschlossenes MacBook mit maximal 96 Watt. Ab Werk ist der Standfuß nur neigbar; die Höhenverstellung kostet extra. Für HDR-Videobearbeitung gibt es das Studio Display XDR mit Mini-LED, 2.304 Dimmzonen und 120 Hz. Günstigere 5K- und 6K-Alternativen anderer Hersteller stellt unser Mac-Monitor-Ratgeber vor.
Der Entscheidungsweg in Kurzform
Kein Monitor vorhanden, Einsatz in Familie, Büro oder Homeoffice: iMac 24 mit M6, und bei genug Spielraum im Budget wegen der Anschlüsse das 12-Core-Modell. Steht schon ein guter Monitor da, wird es der Mac mini mit M6, möglichst mit 24 GB Arbeitsspeicher.
- Programmieren, Musik, schnelle externe Laufwerke: Mac mini mit M5 Pro.
- Videoschnitt, 3D, mehrere große Monitore: Mac Studio mit M5 Max.
- Nur wenn 128 GB nicht reichen: Mac Studio mit M5 Ultra.
Noch ein Hinweis zum Kauf. Der iMac mit M6 war zum Stand dieses Ratgebers bei Apple erst vorbestellbar. Prüfen Sie beim Händler, ob wirklich das Modell mit M6 angeboten wird und nicht der Vorgänger mit M4. Für Produkte, Lieferung und Gewährleistung haften Händler und Hersteller.
Quellen
- Apple: iMac, Technische Daten
- Apple: Mac mini, Technische Daten
- Apple: Mac Studio, Technische Daten
- Apple: Studio Display, Technische Daten
- Apple: Studio Display XDR, Technische Daten
- Apple: Mac Modelle vergleichen
Wo Sie die Produkte bekommen
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