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Ein All-in-One-PC ist kein schwächerer Desktop. Er ist ein Bildschirm mit eingebautem Rechner, und wer ihn so betrachtet, kauft richtig. Für den Arbeitsplatz zu Hause genügt meist ein 24-Zoll-Gerät mit Full HD, 16 GB Arbeitsspeicher und HDMI-Eingang, etwa der Dell 24 All-in-One EC24250. Günstiger und schlichter ist der ASUS V400 AiO, ein Rechner im mittleren dreistelligen Bereich.
Dieser Ratgeber behandelt Windows-Geräte. Den iMac vergleichen wir mit Mac mini und Mac Studio im Mac-Ratgeber für den Schreibtisch. Spieler sind hier falsch. Keines der Geräte unten taugt für aktuelle Spiele in hohen Details; was dafür nötig ist, steht beim Gaming-PC.
Der Bildschirm bleibt, solange der Rechner lebt
Bei einem gewöhnlichen PC tauscht man den Monitor nach ein paar Jahren aus. Beim All-in-One nicht. Darum entscheidet das Panel mehr über die Zufriedenheit als die dritte Nachkommastelle beim Prozessortakt.
Größe und Auflösung müssen zusammenpassen. Auf 23,8 Zoll ist Full HD (1.920 × 1.080) ordentlich scharf. Auf 27 Zoll kommt dieselbe Auflösung nur noch auf rund 82 Pixel pro Zoll, und Schrift wirkt sichtbar gröber. Dort ist QHD (2.560 × 1.440) die sinnvollere Wahl. Einige Modelle haben außerdem einen HDMI-Eingang und lassen sich als Monitor für Laptop oder Konsole nutzen. Wird der Rechner darin irgendwann zu langsam, lebt der Bildschirm weiter. Arbeitsspeicher steckt bei mehreren Geräten in Steckplätzen. Lenovo und HP nennen für ihre Modelle unten zwei SO-DIMM-Plätze mit bis zu 32 GB, ASUS ebenfalls bis zu 32 GB. Ein Start mit 8 GB lässt sich also später aufstocken. Für Windows 11 mit Browser und Office würden wir trotzdem gleich 16 GB nehmen. Eine Kamera mit IR-Sensor erlaubt die Gesichtsanmeldung über Windows Hello.
Dann die Frage Home oder Business. Geräte der Linien Dell Pro und ThinkCentre kommen mit Windows 11 Pro, oft mit Vor-Ort-Service über mehrere Jahre. Im Homeoffice eines Angestellten braucht man das selten, in einer kleinen Firma schon eher.
Wann ein All-in-One nicht passt
Den größten Nachteil sollten Sie vor der Bestellung kennen. Geht das Display kaputt, steht der ganze Rechner beim Service. Eine Grafikkarte nachrüsten? Unmöglich. Mit Platz auf dem Tisch und dem Wunsch, flexibel zu bleiben, ist ein kleiner Rechner plus guter Büro-Monitor oft sinnvoller.
Sechs All-in-One-PCs mit Windows 11 nebeneinander
| Modell | Display laut Hersteller | Prozessoren (je nach Ausführung) | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Dell 24 All-in-One EC24250 | 23,8 Zoll Full HD, 100 Hz, Touch optional | Intel Core i5-1334U, Core 3/5/7 der U-Serie | Familie, Homeoffice | ansehen |
| ASUS V400 AiO (V440VA) | 23,8 Zoll Full HD, 250 cd/m², Touch optional | Intel Core 3 100U bis Core 7 240H | Kleines Budget, Zweitrechner | ansehen |
| Lenovo IdeaCentre AIO 27AKP10 | 27 Zoll Full HD, 100 Hz, 300 cd/m² | AMD Ryzen 5 220 bis Ryzen AI 7 350 | Großes Bild, Filme, Videotelefonie | ansehen |
| HP OmniStudio X 27 (27-cx0000) | 27 Zoll QHD, 120 Hz, 450 cd/m² | Intel Core Ultra 5 325, optional RTX 5050 | Fotos, anspruchsvolle Nutzer | |
| Dell Pro 24 All-in-One Plus QB24250 | 23,8 Zoll Full HD, 100 Hz | Intel Core Ultra 5 245, Core Ultra 7 265 | Büro, kleine Firmen | ansehen |
| Lenovo ThinkCentre neo 50a 24 Gen 5 | 23,8 Zoll Full HD, 250 cd/m², 99 % sRGB | Intel Core i3/i5/i7 (13. Generation), Core 5/7 | Büro mit Verwaltung | ansehen |
Dell 24 All-in-One EC24250
Erste Wahl am Familienschreibtisch. Dell bietet zwei Panels an: ohne Touch mit 100 Hz und 250 cd/m², mit Touch mit 75 Hz und 300 cd/m². Beide decken laut Handbuch 99 % des sRGB-Farbraums ab. HDMI-Ein- und -Ausgang, Wi-Fi 6E und USB-C an der Seite sind dabei. Als Prozessor arbeitet ein sparsamer Notebook-Chip. Office, Banking und Videokonferenzen schafft er. Videoschnitt nicht.
ASUS V400 AiO (V440VA)
Der schlichte Einstieg. Hinter dem 23,8-Zoll-Panel mit Full HD sitzt laut ASUS ein Rechner mit DDR5-Speicher bis 32 GB und einer NVMe-SSD. Hinten finden sich Gigabit-LAN, drei USB-A-Buchsen, einmal USB-C und ein HDMI-Ausgang. Von einem HDMI-Eingang spricht ASUS nicht. Schauen Sie genau auf die Ausführung, denn die Spanne reicht vom Core 3 100U mit 8 GB bis zum Core i7. Wir würden die Variante mit Core i5-13420H und 16 GB nehmen; laut Preisvergleich ist der Aufpreis überschaubar.
Lenovo IdeaCentre AIO 27AKP10
Bei diesem 27-Zöller setzt Lenovo auf AMD, je nach Modell bis zum Ryzen AI 7 350. Im Datenblatt stehen HDMI-Eingang und HDMI-Ausgang, eine 5-Megapixel-Kamera (optional mit IR) und Lautsprecher mit Abstimmung von Harman. Schwachpunkt ist das Panel: 27 Zoll mit nur Full HD. Beim Filmeschauen mit etwas Abstand stört das kaum.
Wer täglich Tabellen liest, ist mit einem 24-Zöller besser bedient. Einen Kartenleser hat er nicht.
HP OmniStudio X 27
Das ambitionierteste Gerät hier. Für die Serie 27-cx0000 nennt HP ein QHD-Panel mit 120 Hz, 450 cd/m² und voller Abdeckung von DCI-P3, zwei Thunderbolt-4-Buchsen, Wi-Fi 7 und 2,5-Gigabit-LAN. Gegen Aufpreis kommt eine GeForce RTX 5050 hinein. Wer Fotos bearbeitet, hat unter den sechs nur diesen einen Kandidaten.
Vorsicht allerdings: Ältere Modelle der Serie 27-cs und einzelne Händlerangebote führen ein Full-HD-Panel. Also die Modellnummer vergleichen.
Dell Pro 24 All-in-One Plus QB24250
Ein Bürogerät mit Desktop-Prozessoren der Reihe Core Ultra 200. Auffällig ist die Anschlussleiste mit DisplayPort 1.4a, HDMI-Ausgang 2.1, HDMI-Eingang, zwei USB-C-Buchsen mit 20 Gbit/s und fünf USB-A-Buchsen. Bei Amazon sind Ausführungen mit Windows 11 Pro und mehrjährigem Vor-Ort-Service gelistet. Das Panel hat dasselbe Full-HD-Format wie beim günstigeren Dell 24.
Am privaten Schreibtisch bezahlen Sie hier Dinge, die eigentlich eine IT-Abteilung braucht.
Lenovo ThinkCentre neo 50a 24 Gen 5
Die ThinkCentre-Variante ist für Firmen gedacht, die mehrere Arbeitsplätze gleich ausstatten. Laut Lenovo stehen Intel-Prozessoren der 13. Generation bis zum Core i7-13620H zur Wahl, zwei Speicherplätze bis 32 GB, HDMI-Ein- und -Ausgang sowie ein Kensington-Schloss. Ab Werk ist Windows 11 Pro, Home oder Ubuntu möglich. Die neuesten Prozessoren sind das nicht mehr. Bei Büroarbeit merkt man davon kaum etwas.
Welcher Schreibtisch, welches Gerät
Für den Familien- oder Homeoffice-Platz empfehlen wir den Dell 24 All-in-One EC24250 mit 16 GB. Sein HDMI-Eingang ist das Argument, das in fünf Jahren noch zählt. Ist das Budget knapp, nehmen Sie den ASUS V400 AiO, möglichst mit Core i5 und 16 GB, denn mit 8 GB wird Windows 11 schnell zäh.
Soll das Gerät vor allem ein großes Bild zum Schauen liefern, passt das Lenovo IdeaCentre AIO 27AKP10, solange Ihnen Full HD auf 27 Zoll genügt. Für Fotos und scharfe Schrift bleibt der HP OmniStudio X 27 der Serie cx mit QHD. Firmen mit IT-Betreuung greifen zum Dell Pro 24 All-in-One Plus oder zum ThinkCentre neo 50a 24 Gen 5. Und im Apple-Umfeld? Lieber gleich der iMac, siehe Mac-Ratgeber.
Noch einmal zu Spielen. Integrierte Grafik ist dafür nicht gebaut, und nachrüsten lässt sie sich im All-in-One nicht. Zum Spielen ist das der falsche Rechner.
Quellen
- Dell: Handbuch Dell 24 All-in-One EC24250
- Dell: Dell 24 All-in-One (Shop Deutschland)
- Dell: Dell Pro 24 All-in-One Plus QB24250
- ASUS: V400 AiO (V440VA), technische Daten
- Lenovo PSREF: IdeaCentre AIO 27AKP10
- Lenovo PSREF: ThinkCentre neo 50a 24 Gen 5
- HP: OmniStudio X 27 (27-cx0000), Spezifikationen
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