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Juli, dritter heißer Tag in Folge, und im Baumarkt steht noch ein günstiger Monoblock mit Abluftschlauch. So beginnen viele Fehlkäufe. Das Gerät brummt danach im Schlafzimmer, und durch den offenen Fensterspalt kommt ein Teil der warmen Luft gleich wieder herein. Lässt sich ein Fenster oder eine Balkontür nutzen, ist ein mobiles Split-Gerät wie die Midea PortaSplit deutlich besser. Es ist leiser und effizienter, im Winter heizt es sogar. Dagegen spricht nur der Preis.
Soll bloß ein Arbeitszimmer an wenigen heißen Tagen kühl bleiben, reicht oft ein einfacher Monoblock wie der Comfee Breezy Cool Pro 2.6. Dazwischen stehen Geräte von De’Longhi und Trotec, die mit Leistung und dem Kältemittel R290 antreten.
Ein Gehäuse oder zwei?
Daran hängt fast alles. Im Monoblock sitzen Kompressor und Verdampfer zusammen, die Abwärme muss über einen dicken Schlauch nach draußen. Beim mobilen Split-Gerät steckt der Kompressor in einem Außenteil, das auf die Fensterbank oder ans Balkongeländer gehängt wird, und ins Zimmer führt dann nur noch eine flache Leitung.
Was das bedeutet, merkt man zuerst am Schlauch. Beim Einschlauch-Gerät strömt warme Außenluft durch Spalten nach, weil das Gerät Raumluft hinausbläst, darauf macht die Verbraucherzentrale aufmerksam. Fensterabdichtungen helfen nur begrenzt. Hinzu kommt, dass ein ungedämmter Schlauch heiß wird und Wärme zurück ins Zimmer gibt. Führen Sie ihn deshalb so kurz und gerade wie möglich.
Dann das Geräusch. Beim Monoblock steht der Kompressor neben Ihrem Bett, und Hersteller nennen meist um 50 bis 56 dB(A) auf hoher Stufe. Beim Split-Gerät läuft er draußen. Für innen gibt Midea 39 dB(A) im Silent-Modus an.
Bei der Raumgröße gehen die Kubikmeterangaben der Hersteller von normal hohen Räumen aus. Ein Dachzimmer unter ungedämmten Schrägen braucht mehr Reserve als ein Nordzimmer im Altbau. Und schwer sind die Geräte auch, viele wiegen 30 bis 37 Kilogramm. Rollen haben sie alle. Treppen mögen sie trotzdem nicht.
Ein Pluspunkt zum Schluss: Die Monoblöcke unten arbeiten nach Herstellerangabe mit Propan (R290), einem Kältemittel mit sehr geringer Treibhauswirkung.
Buchstaben, die man nicht vergleichen kann
Raumklimageräte tragen ein Label von A+++ bis D. Nur werden Split-Geräte nach dem saisonalen SEER-Wert eingestuft, Monoblöcke nach dem EER-Wert unter Nennbedingungen. Zwischen einem A beim Monoblock und einem A++ beim Split-Gerät liegt deshalb mehr, als die Buchstaben vermuten lassen.
Die Verbraucherzentrale betont außerdem, dass die Klasse nur die Effizienz beschreibt, nicht den absoluten Stromverbrauch; ein großes Gerät der Klasse A+ kann also mehr Strom ziehen als ein kleines der Klasse A. Zweischlauch-Geräte gelten dort als effizienter als Einschlauch-Geräte, weil sie die Außenluft über einen zweiten Schlauch ansaugen.
Geht es Ihnen hauptsächlich um feuchte Luft, prüfen Sie vorher, ob nicht ein Luftentfeuchter oder Luftreiniger genügt. Mehr dazu bei den Luftreinigern.
Fünf mobile Klimageräte für 2026
| Modell | Bauart | Kühlleistung laut Hersteller | Energieklasse Kühlen | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Midea PortaSplit | mobiles Split-Gerät, heizt auch | 3,5 kW (12.000 BTU/h) | A++ (SEER 6,1) | Schlafzimmer, Ganzjahresnutzung | ansehen |
| Midea PortaSplit Cool | mobiles Split-Gerät, nur Kühlen | 8.000 BTU/h | A++ | kleinere Räume, kein Heizbedarf | ansehen |
| De’Longhi Pinguino GentleJet Inverter (PAC AP130i) | Monoblock mit Inverter | 3,3 kW (13.000 BTU/h) | A+ (EER 3,2) | große Räume ohne Platz für ein Außenteil | ansehen |
| Trotec PAC 3500 E | Monoblock | 3,5 kW (12.000 BTU/h) | A | Räume bis rund 46 m², selten genutzt | ansehen |
| Comfee Breezy Cool Pro 2.6 | Monoblock mit App | 2,6 kW (9.000 BTU/h) | A | kleines Budget, Räume bis rund 33 m² | ansehen |
Midea PortaSplit
Mit der PortaSplit wurde die Kategorie der mobilen Split-Geräte für Mieter bekannt. Laut Datenblatt kühlt sie mit 3,5 kW, heizt mit 3,2 kW und erreicht A++ beim Kühlen (SEER 6,1) sowie A+ beim Heizen (SCOP 4,0). Innen nennt Midea 39 bis 49 dB(A). Die Verbindungsleitung ist 2 Meter lang und 2,7 Zentimeter flach und nicht trennbar. Preislich spielt sie in der Oberklasse, und die Verfügbarkeit schwankt stark mit dem Wetter.
Knapp 10 Kilogramm wiegt das Außenteil. Es muss sicher hängen, und bei Geländermontage fragen Sie Vermieter oder Eigentümergemeinschaft besser vorher.
Midea PortaSplit Cool
Ohne Heizfunktion und mit weniger Leistung: Midea nennt 8.000 BTU/h und SEER 6,1. Laut Angebotsbeschreibung genügt das für Räume bis etwa 28 Quadratmeter. Viel günstiger als das große Modell ist sie nicht. Suchen Sie ohnehin eine Wärmepumpe für die Übergangszeit, nehmen Sie eher die PortaSplit mit Heizen.
De’Longhi Pinguino GentleJet Inverter
Auch der aktuelle Pinguino ist ein Monoblock. Statt ständig an- und auszuschalten, regelt er aber per Inverter herunter. De’Longhi gibt 3,3 kW Kühlleistung, EER 3,2 und Klasse A+ an, für einen Einschlauch-Monoblock ein guter Wert. Im Datenblatt stehen 43 bis 50 dB(A) Schalldruck und R290 als Kältemittel. Fast 37 Kilogramm sind schwer, und teurer als eine PortaSplit ist er kaum. Seinen Platz hat er dort, wo kein Außenteil hängen darf.
Trotec PAC 3500 E
Ein klassischer Monoblock mit 3,5 kW für Räume bis 46 m² beziehungsweise 115 m³, Energieklasse A, Kältemittel R290. Den Schalldruck gibt Trotec mit höchstens 56 dB(A) an. Für ein Büro oder Wohnzimmer, das an wenigen Tagen im Jahr gekühlt wird, ist das ein solider Kompromiss. Nachts im Schlafzimmer würden wir ihn nicht durchlaufen lassen.
Comfee Breezy Cool Pro 2.6
Einstiegsklasse. Der Comfee kostet nur einen kleinen Teil dessen, was für eine PortaSplit fällig wird, und kühlt nach Herstellerangabe mit 2,6 kW Räume bis etwa 33 m². Er nutzt R290 und ist per App steuerbar. Einen Inverter hat er nicht, leise ist er also nicht. Für ein kleines Zimmer und ein kleines Budget bleibt er trotzdem eine ehrliche Lösung. Wer auf die App verzichtet, begrenzt die Laufzeit über eine smarte Steckdose.
Und welches nun?
Im Schlafzimmer mit Fenster oder Balkontür ist es die Midea PortaSplit. Teuer, ja. Wer das Gerät viele Wochen im Jahr nutzt, bekommt mit dem leisen Innenteil und der Heizfunktion aber genug für den Aufpreis.
- Kein Außenteil möglich, großer Raum: De’Longhi Pinguino GentleJet Inverter, nach Label der effizienteste Monoblock hier.
- Nur an Hitzetagen, im Wohnzimmer oder Büro: Trotec PAC 3500 E.
- Kleines Zimmer, kleines Budget: Comfee Breezy Cool Pro 2.6. Mit Abluftschlauch und Geräusch, aber mit klarer Wirkung auf kleiner Fläche.
Bei allen gilt: Ein mobiles Klimagerät bekämpft die Hitze, nicht ihre Ursache. Außenliegender Sonnenschutz und nächtliches Lüften senken den Bedarf oft stärker als ein halbes Kilowatt zusätzliche Kühlleistung. Scheint viel Sonne auf den Balkon, lässt sich der Strom tagsüber teils selbst erzeugen, etwa mit einem Balkonkraftwerk mit Speicher.
Quellen
- Midea: Datenblatt PortaSplit
- Midea: Produktinfos PortaSplit
- Midea: PortaSplit Cool
- De’Longhi: Pinguino GentleJet Inverter
- Trotec: PAC 3500 E
- Verbraucherzentrale: Klimaanlage, was bei Kauf und Installation zu beachten ist
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