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Luftreiniger kaufen 2026: HEPA, CADR und Raumgröße

Luftreiniger kaufen: Worauf es bei HEPA-Filter, CADR, Raumgröße, Lautstärke und Folgekosten ankommt – sieben aktuelle Modelle im Überblick.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Inhalt12 Abschnitte

Große Quadratmeterzahlen auf der Packung sind beim Luftreiniger mit Vorsicht zu genießen. Oft gelten sie nur für einen oder zwei Luftwechsel pro Stunde. Worauf es stattdessen ankommt, lässt sich physikalisch ziemlich genau sagen: einem echten HEPA-Filter der Klasse H13, einer CADR, die zu Ihrem Raum passt, und einer leisen untersten Stufe für die Nacht.

Die Ersatzfilter gehören von Anfang an in die Rechnung. Und Lüften ersetzt so ein Gerät nicht. Auch wenn manche Werbung das nahelegt.

Was die CADR misst und wie Sie damit rechnen

Die Clean Air Delivery Rate (CADR) gibt an, wie viele Kubikmeter gereinigte Luft das Gerät pro Stunde liefert. Kein anderer Wert eignet sich so gut zum Vergleichen, sofern klar ist, ob sie für Partikel gilt und nach welcher Norm sie gemessen wurde. Teilen Sie die CADR durch das Volumen Ihres Raums, also Fläche mal Deckenhöhe. Heraus kommt die Zahl der Luftwechsel pro Stunde. Mehrere Hersteller legen ihren Empfehlungen etwa vier bis fünf Luftwechsel zugrunde. Ein Beispiel: 20 m² Grundfläche, 2,5 m Höhe, macht 50 m³. Für fünf Luftwechsel braucht dieser Raum rund 250 m³/h. Mit dieser simplen Rechnung schrumpfen viele Versprechen auf ein realistisches Maß.

Filterklasse, Geräusch und laufende Kosten

Bei der Filterklasse zählt HEPA H13 oder H14 nach der Norm EN 1822. Begriffe wie „HEPA-Typ“ oder Markennamen für den Filter sind keine Filterklasse. Fehlt die Angabe, fragen Sie nach.

Beim Geräusch sollten Sie auf den Wert der Stufe schauen, auf der das Gerät tatsächlich läuft, im Schlafzimmer also die Nachtstufe. Ganz oben sind fast alle Geräte deutlich hörbar.

Und dann die Folgekosten. Ersatzfilter sind je nach Marke teuer und halten meist sechs bis zwölf Monate, deshalb sollte der Originalfilter gut erhältlich sein. Beim Strom hält sich der Aufwand in Grenzen: Wer 30 Watt im Dauerbetrieb auf voller Stufe laufen lässt, verbraucht rund 0,7 kWh am Tag, auf niedrigen Stufen deutlich weniger.

Eine Aktivkohleschicht hilft gegen Gerüche, ist aber meist dünn und mit dem HEPA-Filter kombiniert. Ein Partikelsensor mit Automatik regelt die Stufe selbst. Eine App? Bequem, mehr nicht. Bei Zusatztechnik sind wir zurückhaltend. Ionisatoren lassen sich bei manchen Geräten abschalten, und das Umweltbundesamt rät von Geräten ab, die Ozon in den Raum abgeben.

Warum das Fenster trotzdem aufgeht

Das Umweltbundesamt (UBA) sieht mobile Luftreiniger nur als Ergänzung zum Lüften. Die Geräte filtern Partikel aus der Luft, entfernen aber weder Kohlendioxid noch Feuchtigkeit. Gelüftet werden muss also weiterhin, auch im Winter. Das UBA nennt außerdem einen Filterwechsel etwa alle sechs bis zwölf Monate und empfiehlt, schon beim Aussuchen die Angaben zur Lautstärke zu beachten.

Die Aussagen stammen aus der Corona-Zeit und beziehen sich in erster Linie auf Schulen, die Grundsätze gelten aber auch zu Hause (Quelle: Umweltbundesamt). Gesundheitsversprechen sollten Sie mit Vorsicht lesen. Bei Allergien oder Asthma gehört der Einsatz vorher in ein Gespräch mit dem Arzt.

Sieben Geräte, nach CADR und Lautstärke

ModellCADR laut HerstellerRaumangabe und LautstärkeFilter und BedienungFür wenAngebot (Partnerlink)
Philips 1000 Series AC1711/10300 m³/hbis 78 m², 15–50 dB(A)3-in-1-Filter mit HEPA und Aktivkohle, ohne WLANwer ein einfaches Gerät ohne App suchtansehen
Levoit Vital 200S Pro416 m³/h35 m² mit fünf Luftwechseln, 24–54 dBH13 HEPA mit Aktivkohle, AppHaushalte mit Haustierenansehen
Coway Airmega Mighty421 m³/hbis 109 m², 24,4–53,8 dBHEPA, Geruchsfilter, abschaltbarer Ionisatorgroße Wohn- und Schlafräumeansehen
Blueair Blue Pure 311i Maxkeine Zahl auf der DE-Seiteempfohlen 36 m², 23–50 dBHEPASilent, App, Filter bis 1 Jahrwer ein leises Gerät mit App willansehen
Xiaomi Smart Air Purifier 4400 m³/h28–48 m², Nachtmodus 32,1 dB(A)3-in-1-Filter, AppPreisbewusste mit Smart Homeansehen
Rowenta Pure Air Essential PU2530230 m³/hlaut Hersteller bis 90 m²Vorfilter, Aktivkohle, Allergy+kleine Räume, geringes Budgetansehen
Dyson Purifier Cool PC1keine AngabeLuftstrom über 290 Liter pro SekundeHEPA H13 mit Aktivkohle, App, Ventilatorwer Luftreiniger und Ventilator in einem willansehen

Philips 1000 Series AC1711/10: schlicht und sparsam

Nach Herstellerangabe leistet der Philips 300 m³/h bei höchstens 27 Watt, die Lautstärke gibt Philips mit 15 bis 50 dB(A) an. Ein Sensor für PM2,5 und Allergene regelt die Automatik. Der 3-in-1-Filter FY1700 soll etwa ein Jahr halten. WLAN und App fehlen, was manche eher als Vorteil sehen werden.

Levoit Vital 200S Pro: stark für das Wohnzimmer

Levoit nennt eine CADR von 416 m³/h bei maximal 50 Watt und verspricht, einen Raum mit 35 m² fünfmal pro Stunde umzuwälzen. Das ist die strengere Rechnung. Gut so. Im Datenblatt steht eine Lautstärke zwischen 24 und 54 dB. Neben H13-HEPA und Aktivkohle gibt es einen waschbaren Vorfilter und einen eigenen Haustiermodus.

Coway Airmega Mighty: der Dauerbrenner

Seit Jahren auf dem Markt, nach Herstellerangabe 421 m³/h. Coway gibt 24,4 bis 53,8 dB und 4,9 bis 82 Watt an. Der HEPA-Filter soll ein Jahr halten, der Geruchsfilter sechs Monate. Ein Eco-Modus stoppt den Lüfter, wenn die Luft 30 Minuten lang sauber bleibt, und der Ionisator lässt sich abschalten.

Blueair Blue Pure 311i Max: zwei Namen, zwei Raumangaben

Blueair kombiniert elektrische Aufladung und mechanische Filterung und nennt 23 bis 50 dB bei 32 Watt. Bei der Raumgröße wird es uneinheitlich. Blueair empfiehlt 36 m², an anderer Stelle 41 m² bei vier Luftwechseln pro Stunde. Als Blue Pure 3350i Max führt Blueair dasselbe Gerät. Der Filter soll bis zu ein Jahr halten.

Xiaomi Smart Air Purifier 4: viel Leistung, App inklusive

Xiaomi gibt eine Partikel-CADR von 400 m³/h und eine Fläche von 28 bis 48 m² an, im Nachtmodus sollen es 32,1 dB(A) sein. Der Filter ist nach sechs bis zwölf Monaten fällig. Gesteuert wird über ein Touch-Display oder die App.

Rowenta Pure Air Essential PU2530: eher fürs kleine Zimmer

Mit 230 m³/h nennt Rowenta die geringste CADR aller sieben Geräte. Einen Raum mit 12 m² soll er in acht Minuten reinigen. Die Angabe „bis 90 m²“ entspricht bei 2,5 m Deckenhöhe nur etwa einem Luftwechsel pro Stunde, und das ist zu wenig. Ins Schlaf- oder Arbeitszimmer passt der Rowenta besser.

Dyson Purifier Cool PC1: Ventilator mit Filter, schwer vergleichbar

Der PC1 ist Luftreiniger und Turmventilator in einem. Dyson nennt einen versiegelten HEPA-H13-Filter mit Aktivkohle und einen Luftstrom von über 290 Litern pro Sekunde. Eine CADR fehlt auf der deutschen Seite, und ohne sie bleibt der Vergleich mit den anderen Geräten unscharf. Preislich spielt er oben mit und bietet dafür App und Sprachsteuerung.

Welches Gerät in welchen Raum

Im Schlafzimmer bis etwa 20 m² reichen Rowenta Pure Air Essential oder Philips 1000 Series, nachts auf kleiner Stufe. Fürs Wohnzimmer bis etwa 40 m² kommen Levoit Vital 200S Pro, Coway Airmega Mighty oder Xiaomi Smart Air Purifier 4 infrage.

  • Mit Haustieren: Levoit Vital 200S Pro mit Haustiermodus und waschbarem Vorfilter.
  • Leise und mit App: Blueair Blue Pure 311i Max.
  • Ohne App und WLAN: Philips 1000 Series AC1711/10.

Wer im Sommer zusätzlich kühlen will, landet beim Dyson Purifier Cool PC1 und zahlt den Ventilator mit.

Quellen

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