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Kopfkissen kaufen 2026: Höhe, Füllung, Schlaflage

Kopfkissen kaufen: welche Höhe zu Seiten-, Rücken- und Bauchschläfern passt, Daune, Faser oder Schaum und was bei Allergie zählt. Fünf Modelle.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenEmma Classic StützkissenSeitenschläfer, auch Rücken- und BauchschläferBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativeParadies Softy Top mediumAllergiker, Sparsame, alle LagenBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichEmma Classic FlauschkissenRücken- und BauchschläferBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt10 Abschnitte

Die meisten Kopfkissen werden nach der Füllung gekauft. Daune klingt nach Hotel, Schaum nach Orthopädie. Beides geht am Kern vorbei. Entscheidend ist die Höhe, und die hängt von Schlaflage und Schulterbreite ab. Überwiegend auf der Seite? Dann passt ein höhenverstellbares Schaumkissen wie das Emma Classic Stützkissen. Soll das ganze Kissen heiß in die Maschine, kommt eher das deutlich günstigere Paradies Softy Top in Frage.

Schritt eins: Wie liegen Sie nachts?

Ein Kissen soll den Raum zwischen Matratze und Kopf füllen, sodass Kopf und Wirbelsäule möglichst in einer Linie liegen. Dieser Raum ist je nach Lage sehr unterschiedlich groß. Ein Kissen für jeden kann es deshalb nicht geben.

  • Seitenschläfer brauchen die meiste Höhe, denn die Schulter muss überbrückt werden. Breite Schultern verlangen mehr als schmale.
  • Rückenschläfer kommen mit mittlerer Höhe aus. Ein zu hohes Kissen drückt das Kinn Richtung Brust.
  • Bauchschläfer liegen meist mit einem flachen, weichen Kissen am besten oder legen nur wenig unter den Kopf.
  • Die Matratze zählt mit. Auf einer weichen Matratze sinkt die Schulter tiefer ein, das Kissen darf dann flacher sein. Wie Härte und Liegezonen zusammenhängen, erklärt unser Matratzen-Ratgeber.

Im Laden lässt sich die passende Höhe selten bestimmen. Deshalb ist Verstellbarkeit das wichtigste Merkmal. Herausnehmbare Schichten oder ein Reißverschluss für die Füllmenge sind viel wert. Im Heft 9/2025 untersuchte Stiftung Warentest vierzehn Nackenstützkissen. Nur vier davon stützten in jeder Lage gut, andere ließen sich kaum oder gar nicht anpassen. Auch den Memory-Effekt viskoelastischer Schäume fanden die Prüfer im Labor oft nur schwach ausgeprägt. Teuer heißt hier nicht passend.

Schritt zwei: die Füllung

Daunen und Federn lassen sich knautschen und formen. Mehr Federn geben mehr Stütze. Mehr Daune macht weicher. Wer zur Gans greift, achtet auf die Herkunft der Füllung, etwa auf eine Zusage, dass kein Lebendrupf verwendet wird.

Faserkissen sind leicht, preiswert und meist komplett waschbar. Mit Faserkügelchen und Reißverschluss lässt sich die Füllmenge genau einstellen. Mit der Zeit verliert die Füllung allerdings an Bausch.

Schaumkissen halten ihre Form am längsten und sind die übliche Bauart für Nackenstützkissen. Waschen darf man meist nur den Bezug. Der Schaumkern bleibt trocken. Manche empfinden das Material anfangs als fest und warm.

Latex ist elastisch und federt zurück, statt langsam nachzugeben. Die bekannten Latexkissen von Dunlopillo, die bei Amazon noch auftauchen, führt der Hersteller auf seinen deutschen und französischen Seiten nicht mehr im Sortiment. Solange kein aktuelles Modell sauber belegt ist, nennen wir keins.

Schritt drei, für Allergiker: die Waschtemperatur

Der Allergieinformationsdienst des Helmholtz Munich rät Menschen mit Hausstaubmilbenallergie zu waschbaren Kissen und Decken. Eine Wäsche bei 60 °C alle drei Monate reicht laut dieser Quelle aus. Milbendichte Bezüge, sogenannte Encasings, können bei einer bestehenden Allergie die Allergenmenge im Bett senken. Zur Vorbeugung empfiehlt der Dienst sie dagegen nicht, weil überzeugende Studien fehlen.

Daraus folgt eine praktische Regel. Bei Schaumkissen ist nur der Bezug waschbar, bei Emma und Tempur nach Herstellerangabe mit 40 °C. Wer auf 60 °C angewiesen ist, braucht ein komplett waschbares Faser- oder Federkissen oder ein Encasing über dem Schaumkern. Ob Feder oder Faser für Allergiker grundsätzlich besser ist, geben diese Quellen nicht her. Bei Beschwerden gehört die Frage in die ärztliche Sprechstunde, nicht ins Kissenregal.

Fünf Kopfkissen im Vergleich

ModellFüllungPflege laut HerstellerFür wenAngebot (Partnerlink)
Emma Classic StützkissenSchaum, 3 Schichten, 2 herausnehmbarBezug 40 °C, Kern nicht waschenSeitenschläfer, auch Rücken- und Bauchschläferansehen
Emma Classic FlauschkissenMikrofaser in mehreren LagenBezug 40 °CRücken- und Bauchschläferansehen
TEMPUR Shape SmartCoolViskoelastischer Schaum, WellenformBezug 40 °C, nicht in den TrocknerRücken- und Seitenschläfer, die es fest mögenansehen
Paradies Softy Top mediumFaserkügelchen, Füllmenge per ReißverschlussGanzes Kissen bis 60 °C, trocknergeeignetAllergiker, Sparsame, alle Lagenansehen
allnatura Daunen-Kopfkissen AnsaraGänsefedern und -daunen, 85/15 oder 70/30Komplett waschbarWer ein formbares Naturkissen suchtansehen

Emma Classic Stützkissen

Drei Schaumschichten im Format 40 × 80 cm, zwei davon einzeln herausnehmbar. Seitenschläfern rät Emma zu zwei oder drei Schichten, Rücken- und Bauchschläfern zu einer oder zwei. Der Bezug ist bei 40 °C waschbar, der Kern nicht. Emma gibt an, das Kissen habe bei Stiftung Warentest (Heft 9/2025) die Note gut (1,7) erhalten. Die meisten Seitenschläfer kommen so am unkompliziertesten zur passenden Höhe. Dazu bietet der Hersteller 30 Nächte Probeschlafen an.

Emma Classic Flauschkissen

Die weichere Schwester aus Mikrofaser kommt in 40 × 80 und 80 × 80 cm. Auch hier verändern herausnehmbare Lagen die Höhe. Emma selbst sieht das Kissen eher bei Rücken- und Bauchschläfern und verweist Seitenschläfer mit breiten Schultern auf das Stützkissen. Ein ehrlicher Hinweis. Man sollte ihn ernst nehmen.

TEMPUR Shape SmartCool

Das Shape ist ein klassisches Nackenstützkissen mit Wellenform und festem Liegegefühl. Tempur verkauft es in den Größen S, M und L (50 × 31 cm, Höhe 8/5 bis 11,5/8,5 cm) sowie als breitere Queen-Variante. Die Größe richtet sich nach Tempurs Angaben nach der Schulterbreite: S bis etwa 44 cm, M bis 50 cm, L darüber. Der Bezug ist bei 40 °C waschbar. Wer weichere Kissen gewohnt ist, sollte die Eingewöhnung einplanen. Wer sich nachts oft dreht, für den bleibt eine feste Wellenform ohnehin Geschmackssache.

Paradies Softy Top medium

Das Faserkissen liegt preislich deutlich unter den Schaummodellen. Gefüllt ist es mit Faserkügelchen aus Polyester, zur Hälfte recycelt, der Bezug besteht aus Bio-Baumwolle. Über den Reißverschluss kann Füllung heraus. Paradies zufolge ist das ganze Kissen bis 60 °C waschbar und darf in den Trockner. Wer mehr Stütze sucht, findet bei Paradies die Variante Softy Top fest mit 4 cm hohem Außensteg.

allnatura Daunen-Kopfkissen Ansara

Das Ansara ist mit Gänsefedern und Daunen gefüllt, wahlweise im Verhältnis 85/15 für mehr Stütze oder 70/30 für ein weicheres Kissen. Der Bezug ist aus ungebleichter Baumwolle. Allnatura sagt zu, dass die Füllung nicht aus Lebendrupf stammt, und nennt das Kissen komplett waschbar. Eine Waschtemperatur nennt allnatura online nicht. Also vor der ersten Wäsche aufs Etikett schauen.

Ihr Weg zum passenden Kissen

Seitenschläfer beginnen beim Emma Classic Stützkissen und passen die Schichten an die Schulterbreite an. Mögen Sie feste Formkissen, ist das TEMPUR Shape SmartCool die Alternative, Größe ebenfalls nach Schulterbreite. Den Aufpreis gegenüber dem Emma halten wir allerdings in den meisten Fällen für schwer zu begründen.

Rücken- und Bauchschläfer greifen zum Emma Classic Flauschkissen oder zum Ansara mit 70/30-Füllung. Bei Hausstaubmilbenallergie oder knappem Budget bietet sich das Paradies Softy Top medium an, weil es komplett bei 60 °C gewaschen werden kann.

Noch unsicher bei der Höhe? Ein Modell mit herausnehmbaren Schichten oder Reißverschluss nehmen. Und die Rückgabefristen im Blick behalten.

Quellen

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