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Lasergravierer kaufen 2026: Diode, CO2, Laserklasse, Abluft

Lasergravierer kaufen 2026: Diode oder CO2, Laserklasse 1, Schutzbrille und Abluft erklärt, dazu fünf Geräte von xTool, Creality, Atomstack und Sculpfun.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenxTool S1Hobby in der Wohnung, kleine SerienBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativeCreality Falcon A1Einstieg mit kleinem BudgetBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichAtomstack A24 Ultramehr Schneidleistung im GehäuseBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt11 Abschnitte

Ein offener Diodenlaser, außen groß die Wattzahl, aufgestellt im Arbeitszimmer, daneben eine Brille aus dem Zubehörpaket. So beginnt manche Fehlentscheidung. Wer in der Wohnung oder im Hobbykeller graviert, ist mit einem geschlossenen Gerät der Laserklasse 1 deutlich besser aufgehoben, etwa dem xTool S1 oder, wenn weniger Geld da ist, dem Creality Falcon A1. Einen CO2-Laser wie den xTool P2S brauchen hauptsächlich Leute, die viel Acryl schneiden oder Aufträge abarbeiten.

Leistung ist dabei die falsche erste Frage. Wichtiger sind Gehäuse, Abluft und die Materialien, die Sie bearbeiten wollen.

Blaues Licht oder Infrarot: was hinter Diode und CO2 steckt

Diodenlaser arbeiten mit blauem Licht um 455 Nanometer. Kompakt sind sie, ohne Wasserkühlung, und sie kommen gut mit Holz, Leder, Karton und beschichtetem Metall zurecht. Auffällig: Bei den Schneidangaben für Acryl ist meist von „dunklem“ Acryl die Rede.

Ein CO2-Laser arbeitet mit 10,6 Mikrometern im Infrarot. Laut xTool bearbeitet der P2S Acryl in allen Farben, Glas, Stoff, Leder und Holz. Die Geräte sind dafür größer und schwerer. Sie brauchen eine Kühlung und kosten ein Vielfaches. Für Metall bieten xTool und Sculpfun zusätzliche Infrarotmodule mit 1.064 Nanometern an.

Noch ein Wort zur Wattzahl. Gemeint sein sollte die optische Ausgangsleistung, nicht die Stromaufnahme. Werbeangaben wie „120 W“ beziehen sich oft auf das Netzteil. Vergleichen Sie also immer Laserleistung mit Laserleistung.

Laserklasse, Gehäuse und Schutzbrille: was die Behörden sagen

Die Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen hat im Dezember 2024 vor Lasergravurmaschinen aus dem Onlinehandel gewarnt. Laut Landesregierung arbeiten die meisten Geräte mit einem Laser der Klasse 4, der die Augen dauerhaft schädigen und die Haut verbrennen kann, auch über Reflexionen. Bei allen untersuchten Produkten fanden die Prüfer Mängel, in einigen Fällen fehlten Schutzscheiben oder ließen sich leicht abnehmen. Über 300 Angebote wurden entfernt.

Die Behörde beschreibt ein sicheres Gerät so: Der Laser ist vollständig eingeschlossen und stoppt sofort, wenn eine Klappe geöffnet wird. Dazu gehören CE-Kennzeichnung, Herstelleranschrift, deutsche Anleitung und Warnhinweise. Nach den Unterlagen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gilt ein gekapselter Laser als Klasse 1, auch wenn im Inneren eine stärkere Quelle steckt. Klasse 1 heißt laut BAuA: bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sicher.

Bei offenen Geräten bleibt die Schutzbrille Pflicht. Sie muss zur Wellenlänge des Lasers passen, so schreibt es etwa xTool in seinen Sicherheitshinweisen. Eine Brille, die vor allen Lasern schützt, gibt es nicht. Maßgeblich ist die Norm DIN EN 207. Eine Brille ohne Angabe von Wellenlänge und Schutzstufe ist keine Laserschutzbrille.

Rauch ist das unterschätzte Problem

Ein Laser verdampft Material, und dieser Dampf landet in Ihrer Raumluft, wenn niemand ihn abführt. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat für das Beschriften von Kunststoffen untersucht, welche Stoffe entstehen. Bei PVC ist es Chlorwasserstoff, bei ABS unter anderem Styrol und Acrylnitril. Als wirksamste Lösung nennt die DGUV-Information eine Absaugung direkt an der Entstehungsstelle in Verbindung mit einer geschlossenen Bauweise.

xTool rät in seinen Sicherheitshinweisen, die Abluft nach draußen oder in einen geeigneten Luftreiniger zu leiten, nie offen in den Raum. PVC, Vinyl, ABS und Polycarbonat nennt der Hersteller ausdrücklich als problematisch. Und: Das Gerät nie unbeaufsichtigt laufen lassen, einen CO2-Feuerlöscher griffbereit halten. Ein Fensterplatz mit Abluftschlauch ist darum mehr wert als zehn zusätzliche Watt.

Fünf Punkte für die Checkliste

  • Laserklasse auf dem Typenschild und in der Anleitung, nicht nur im Werbetext.
  • Deckelschalter, Not-Aus und Schlüsselschalter gegen Fremdbenutzung, wichtig bei Kindern im Haushalt.
  • Abluftanschluss mit Schlauchdurchmesser, dazu der Weg zum Fenster.
  • Arbeitsfläche passend zu Ihren Werkstücken. Eine A3-Fläche reicht für Schilder und Schneidebretter.
  • Software: Eigene Programme sind oft einfacher, LightBurn bietet mehr Kontrolle.

Fünf Geräte, derzeit bei Amazon.de im Angebot

ModellLaserArbeitsflächeGehäuse und KlasseFür wenAngebot (Partnerlink)
xTool S1Diode, 20 oder 40 Wca. 498 × 319 bis 333 mmgeschlossen, Klasse 1Hobby in der Wohnung, kleine Serienansehen
Creality Falcon A1Diode, 10 W305 × 381 mmgeschlossen, Klasse 1Einstieg mit kleinem Budgetansehen
Atomstack A24 UltraDiode, 24 Wca. 365 × 305 mmSchutzbox mit Kamera, Klasse 1 laut Anleitungmehr Schneidleistung im Gehäuseansehen
Sculpfun S30 Ultra 22WDiode, 22 W590 × 595 mmoffen, Schutzschirmgroße Werkstücke in der Werkstattansehen
xTool P2SCO2, 55 W600 × 308 mmgeschlossen, Klasse 1 oder 4 je Ausführungviel Acryl, Kleingewerbeansehen

xTool S1: der geschlossene Diodenlaser mit großer Fläche

Für den S1 nennt xTool die Laserklasse 1 nach IEC-Norm, dazu fünf Flammensensoren, einen Stopp beim Öffnen des Deckels und einen Schlüsselschalter. Mehr als 99 Prozent des blauen Lichts soll die Haube nach Angaben von xTool filtern. Die 40-W-Version schneidet dickeres Holz in weniger Durchgängen, für Gravuren genügen 20 W. Gegen Aufpreis gibt es ein Infrarotmodul für Metall und eine Drehachse für Becher.

Creality Falcon A1: Einstieg mit Gehäuse

Preislich spielt der Falcon A1 eine Klasse unter dem S1. Eingehaust ist er trotzdem. Creality nennt 10 W optische Leistung, 455 Nanometer und Laserklasse 1. Eine Kamera hilft beim Ausrichten. Zum Schneiden dicker Platten ist das zu wenig Leistung, für Gravuren auf Holz und Leder reicht es.

Atomstack A24 Ultra: mehr Leistung, unübersichtliche Namen

Laut Bedienungsanleitung arbeitet der A24 Ultra mit 24 W und gehört zur Klasse 1. Bei Amazon.de läuft er mit Schutzbox und Kamera. Vorsicht beim Vergleich: Atomstack verkauft auch A24 Pro und A24 Pro Ultra, teils ohne Gehäuse. Schauen Sie genau hin, welches Paket im Warenkorb liegt.

Sculpfun S30 Ultra 22W: viel Fläche, aber offen

590 mal 595 Millimeter Arbeitsfläche, automatische Luftunterstützung mit 30 Litern pro Minute, Not-Aus und Kindersicherung per Schlüssel: Das sind die Herstellerangaben. Ein Gehäuse fehlt, den Strahl verdeckt nur ein abnehmbarer Schutzschirm am Kopf. In die Wohnung gehört so ein Gerät nicht. In einer belüfteten Werkstatt, mit passender Schutzbrille und eigener Einhausung, kann es eine Lösung für große Werkstücke sein.

xTool P2S: CO2 für alle, die Acryl schneiden

Der P2S arbeitet mit einer 55-W-CO2-Röhre und einer geschlossenen Wasserkühlung. Dazu kommen zwei Kameras mit je 16 Megapixeln. Laut Hersteller schneidet er Acryl in allen Farben bis 20 Millimeter. Im Handel gibt es Ausführungen als Klasse 1 und als Klasse 4. Für reine Hobbygravuren steht das kaum im Verhältnis.

Welcher Laser für welche Werkbank?

  • Sie gravieren in der Wohnung, schneiden gelegentlich Sperrholz: xTool S1 mit 20 W, dazu ein Abluftschlauch zum Fenster.
  • Sie wollen erst einmal ausprobieren, ob Lasern Ihr Hobby wird: Creality Falcon A1.
  • Sie brauchen mehr Schneidleistung, möchten aber nicht offen arbeiten: Atomstack A24 Ultra, nach Prüfung des Pakets.
  • Große Platten in einer belüfteten Werkstatt: Sculpfun S30 Ultra 22W, nur mit passender Schutzbrille.
  • Acryl, Glas und Stoff in Serie: xTool P2S in der Ausführung Klasse 1.

Kleine Teile von Hand gravieren? Dafür reicht oft ein Graviergerät oder Dremel. Für eigene Bauteile ergänzt sich der Laser gut mit einem 3D-Drucker, und das Handwerkszeug dazu findet sich beim Modellbau-Werkzeug.

Quellen

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