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Video-Türklingel kaufen 2026: Akku, Abo, lokaler Speicher

Video-Türklingel kaufen: Akku oder Klingeldraht, lokale Speicherung oder Abo, Mehrfamilienhaus und Datenschutz. Sechs Modelle im Überblick.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Inhalt12 Abschnitte

Erst den alten Klingeltaster abschrauben. Liegt dahinter ein Klingeldraht mit Trafo, haben Sie freie Wahl; liegt keiner, wird es eine Akku-Klingel. Dann kommt das Abo. eufy und Reolink speichern im Gerät oder auf microSD-Karte, Ring, Google und Arlo im Wesentlichen nur gegen monatliche Gebühr. Mieter im Mehrfamilienhaus fangen anders an. Für sie passt oft eher ein Zusatz für die vorhandene Gegensprechanlage als eine neue Klingel.

Sechs Klingeln und wo sie speichern

StromSpeicher ohne AboFür wenAngebot (Partnerlink)
Ring Battery Video Doorbell Pro (2. Gen.)Wechselakku, optional 8–24 V ACAufnahmen nur mit AboAlexa-Haushalte, die 4K wollenansehen
eufy Video Doorbell E340Wechselakku, optional 16–24 V8 GB im GerätWer ohne Abo Pakete im Blick haben willansehen
Reolink Battery Video Doorbell (2. Gen.)Akku, optional 8–24 V ACmicroSD bis 512 GBLokale Speicherung, Mietwohnungansehen
Reolink Video Doorbell WiFiKabel, 12–24 V AC oder NetzteilmicroSD bis 256 GBVorhandener Klingeldraht, kein Ladenansehen
Google Nest Doorbell (mit Akku)Fester Akku, optional 8–24 V ACEreignisse der letzten 3 StundenGoogle-Home-Nutzeransehen
Arlo Video Doorbell 2K (2. Gen.)Fester Akku, optional 8–24 V ACKeine Cloud-Aufnahmen ohne AboArlo-Kamerabesitzeransehen

Die rechte Spalte verdient den längsten Blick. Manche Hersteller zeigen ohne Abo nur das Livebild, andere speichern auf eingebautem Speicher, einer microSD-Karte oder einer Basisstation. Eine günstige Klingel mit Pflichtabo ist nach ein paar Jahren oft die teurere.

Ring Battery Video Doorbell Pro (2. Gen.): 4K mit Abo-Pflicht

Für die neue Pro-Generation nennt Ring 4K mit 2.880 x 2.880 Pixeln und ein quadratisches Sichtfeld von 140 Grad. Zum Laden nehmen Sie den Akku heraus, gefunkt wird im WLAN 6 auf 2,4 und 5 GHz. Für 4K empfiehlt Ring mindestens 15 Mbit/s Upload, also vorher den eigenen Anschluss prüfen. Speichern, Teilen und Nachsehen von Aufnahmen gibt es ausschließlich mit Ring-Abo, und schon die Klingel selbst gehört in den oberen Preisbereich.

eufy Video Doorbell E340: zwei Kameras, kein Abo

Eine Kamera schaut auf den Besucher, die zweite nach unten auf den Boden vor der Tür. Laut eufy speichert die E340 auf 8 GB im Gerät und kommt ohne Abo aus, eine HomeBase ist optional. Den herausnehmbaren Akku gibt eufy mit bis zu sechs Monaten Laufzeit an. Zwei Abstriche. Die Klingel funkt nur im 2,4-GHz-Band, und einen Gong legt eufy nicht bei.

4 Megapixel im Format 1:1, je 150 Grad horizontal und vertikal. Aufnahmen landen auf einer microSD-Karte bis 512 GB, ein Abo braucht es nur für die Reolink-Cloud. Reolink gibt bis zu 300 Tage Akkulaufzeit an, rechnet dabei aber mit fünf Minuten Aufnahme pro Tag. Daueraufnahme klappt nur verdrahtet. Den Gong kaufen Sie separat.

Kein Akku, kein Laden. Die Klingel läuft am Klingeldraht oder an einem Netzteil. Reolink nennt 5 Megapixel (2.560 x 1.920), Dualband-WLAN und Speicher auf microSD bis 256 GB. Weil das Bild breiter als hoch ist, verlangt die Ausrichtung beim Datenschutz mehr Aufmerksamkeit. Liegt ohnehin ein Netzwerkkabel zur Tür, holt die PoE-Variante Strom und Daten über diese eine Leitung.

Google Nest Doorbell (mit Akku): für Google-Haushalte

Google gibt 960 x 1.280 Pixel im Hochformat 3:4 und 145 Grad diagonal an. Der Akku ist fest verbaut, in Deutschland funkt die Klingel nur im 2,4-GHz-Band. Ohne Abo sehen Sie laut Google lediglich Vorschaubilder der Ereignisse der letzten drei Stunden, mit Google Home Premium sind es 30 oder 60 Tage. Stark ist sie in Google Home. Außerhalb davon spricht wenig für sie.

Arlo Video Doorbell 2K (2. Gen.): passt zum Arlo-System

Arlo nennt 1.944 x 1.944 Pixel und 180 Grad diagonal, der Akku ist fest verbaut. Ohne Abo können Sie laut Arlo live zusehen, Klingelrufe annehmen und sprechen. Cloud-Aufnahmen sowie Personen- und Paketerkennung verlangen Arlo Secure, wobei laut Hersteller mit einer vorhandenen Arlo-Basisstation auch lokales Speichern möglich ist. Auch hier funkt die Klingel nur mit 2,4 GHz.

Und Netatmo, ABUS, Bosch?

Die Netatmo-Klingel speichert auf microSD und arbeitet mit Apple Home, in Netatmos Onlineshop fehlt sie derzeit aber. Die WLAN-Video-Türsprechanlage von ABUS führt der Hersteller nur noch im Archiv. Und Bosch Smart Home? Bisher keine Video-Türklingel im Programm. Wer Restbestände dieser Marken findet, sollte vorher klären, wie lange es noch Updates gibt.

Vor der Montage: Strom, Funk, Gong

Akku-Klingeln hängen Sie ohne Elektriker auf. Laden müssen Sie sie trotzdem regelmäßig. Die meisten vertragen zusätzlich einen vorhandenen Klingeltrafo, oft mit 8 bis 24 Volt Wechselspannung. Was Ihr Trafo liefert, steht auf ihm selbst. Ein kurzer Gang zum Sicherungskasten erspart eine Rücksendung. Unterschätzt wird die Frage, ob der Akku herausnehmbar ist: Dann laden Sie ihn im Haus, die Klingel bleibt hängen, und mit einem zweiten Akku entsteht keine Lücke. Bei fest verbautem Akku muss jedes Mal die ganze Klingel ab.

Ein hohes oder quadratisches Bild zeigt Besucher von Kopf bis Fuß und dazu das Paket auf der Matte. Ein breites erfasst mehr Gehweg. Rechtlich ist das eher ein Problem als ein Vorteil.

Den WLAN-Empfang an der Haustür prüfen Sie am einfachsten mit dem Smartphone. Einige Klingeln funken nur im 2,4-GHz-Band, und für hohe Auflösungen nennt Ring eine Mindest-Uploadrate. Nicht jede Klingel bringt einen Gong mit. Der vorhandene läutet oft nur, wenn die Klingel verdrahtet ist, sonst brauchen Sie einen Funkgong oder einen smarten Lautsprecher. Und Privatsphäre-Zonen, mit denen sich Bereiche im Bild schwärzen lassen, sind für den Datenschutz Pflichtausstattung.

Der Gehweg gehört nicht ins Bild

Eine Video-Türklingel ist nicht automatisch erlaubt. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht nennt in einem Informationsschreiben (Stand Juli 2026) strenge Bedingungen. Die Kamera soll nur zeigen, wer geklingelt hat, erst durch das Klingeln starten und sich nach höchstens zwei Minuten abschalten. Gehweg und Nachbargrundstück dürfen nur so weit im Bild sein, wie es unvermeidlich ist; Aufzeichnung und automatische Bildauswertung sind nach dieser Lesart nicht vorgesehen, und ein Hinweisschild muss informieren. Eine Klingel, die per Bewegungsmelder dauerhaft den Gehweg filmt, fällt nicht darunter. Richten Sie die Kamera also auf den eigenen Eingang und nutzen Sie Privatsphäre-Zonen. Wer mehr aufzeichnen will, landet bei einer anderen Gerätegattung; mehr dazu im Ratgeber Überwachungskamera für außen.

Mieter im Mehrfamilienhaus fragen zuerst

Hier hängt die Klingel meist an einer gemeinsamen Gegensprechanlage, und eine einzelne Video-Klingel lässt sich selten einfach tauschen. Vor jeder Montage am Hauseingang oder im Treppenhaus fragen Sie den Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft. Eine Kamera an der Wohnungstür erfasst außerdem schnell die Nachbarn im Flur. Eleganter ist oft ein Zusatz für die vorhandene Anlage. Ring Intercom etwa wird laut Hersteller ohne Bohren an viele Gegensprechanlagen angeschlossen; danach sprechen Sie per App und öffnen die Haustür. Ob Ihre Anlage passt, verrät die Kompatibilitätsliste von Ring.

So würden wir wählen

Ohne Abo und mit Akku: eufy Video Doorbell E340 oder Reolink Battery Video Doorbell (2. Gen.). Mit Klingeldraht und ohne Lust aufs Laden die Reolink Video Doorbell WiFi, bei Netzwerkkabel deren PoE-Variante.

Im Alexa-Haushalt mit Anspruch auf ein möglichst scharfes Bild bleibt die Ring Battery Video Doorbell Pro (2. Gen.), das Abo gehört dann fest in die Rechnung. Ins Google-Zuhause passt die Google Nest Doorbell (mit Akku), zum bestehenden Arlo-System die Arlo Video Doorbell 2K (2. Gen.). In der Mietwohnung im Mehrfamilienhaus steht vor jedem Kauf das Gespräch mit dem Vermieter. Danach folgt eine Lösung für die vorhandene Gegensprechanlage wie Ring Intercom.

Quellen

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