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Erst den Akkuschrank öffnen, dann den Mäher aussuchen. Wer Akkus von Bosch, Makita, Einhell oder einer anderen Marke schon besitzt, bleibt im selben System und spart dadurch spürbar. Die zweite Frage ist die Rasenfläche, und erst danach kommen Schnittbreite, Korb und Antrieb.
Ein typisches Bild aus dem Baumarkt: Der Mäher mit der schönsten Schnittbreite landet im Kofferraum, und zu Hause passt keiner der vorhandenen Akkus. Ärgerlich.
Und teuer, denn am Ende kostet der Akku mehr als jedes andere Bauteil im ganzen Paket.
Als grobe Richtschnur: Für kleine Gärten bis etwa 500 m² genügt ein leichter Mäher mit 37 bis 43 cm Schnittbreite. Ab etwa 600 m² würden wir zu 46 bis 47 cm, einem großen Akku und Radantrieb greifen. Wer das Schnittgut nicht entsorgen möchte, braucht eine Mulchfunktion.
Sieben Akku-Mäher und was sie schaffen sollen
| Modell | Akkusystem | Schnittbreite | Fläche laut Hersteller | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Gardena PowerMax 37/36V P4A | POWER FOR ALL, 2 × 18 V | 37 cm | bis 350 m² mit den Set-Akkus, bis 500 m² je nach Akku | kleine Gärten, Einsteiger | ansehen |
| Bosch AdvancedRotak 36V-40-650 | POWER FOR ALL 36 V | 40 cm | bis 650 m² | kleine bis mittlere Gärten | ansehen |
| Einhell GE-CM 36/43 Li M | Power X-Change, 2 × 18 V | 43 cm | bis 600 m² mit 2 × 4,0 Ah | mittlere Gärten, preisbewusste Käufer | ansehen |
| Greenworks GD24X2LM46SP | 24 V, 2 × 24 V = 48 V | 46 cm | bis 480 m² mit 4-Ah-Akkus | Nutzer des Greenworks-24-V-Systems | ansehen |
| Makita DLM466 | LXT, 2 × 18 V | 46 cm | bis 960 m² mit 2 × 6,0 Ah | Besitzer von Makita-Akkus | ansehen |
| EGO Power+ LM1903E-SP | 56 V, ein Akku | 47 cm | bis 800 m² mit 5,0 Ah | mittlere bis große Gärten | ansehen |
| Stihl RMA 448 PV | AP-System | 46 cm | keine genaue Angabe, „mittelgroße Flächen“ | große Gärten, Hanglagen, Fachhandel | ansehen |
Schritt eins: Welche Akkus liegen schon im Keller?
Passt der Mäher in ein System, das Sie bereits nutzen, genügt oft eine „Solo“-Ausführung ohne Akku. Auf die Namen kommt es dabei genau an. Bei Stihl zum Beispiel passen AK- und AP-Akkus nicht untereinander. Bosch und Gardena gehören dagegen beide zur Allianz POWER FOR ALL, deren Akkus markenübergreifend funktionieren.
Die Voltzahl auf der Verpackung blendet leicht. Viele Mäher holen 36 oder 48 Volt aus zwei gleichen Akkus (2 × 18 V oder 2 × 24 V), andere arbeiten mit einem einzelnen Hochvolt-Akku wie den 56 V bei EGO. Über die schaffbare Fläche verrät das allein wenig. Jede Flächenangabe der Hersteller bezieht sich auf eine bestimmte Akkugröße; mit kleineren Akkus wird es deutlich weniger, und hohes, nasses Gras frisst zusätzlich Laufzeit. Planen Sie deshalb Reserve ein. Oder legen Sie einen zweiten Akkusatz bereit.
Schritt zwei: Breite, Höhe, Antrieb
Breitere Mäher brauchen weniger Bahnen, schmale sind leichter und kommen besser zwischen Beeten hindurch. Bei der Schnitthöhe gehen die Modelle weit auseinander: Manche beginnen erst bei 35 mm, andere schon bei 20 mm. Wer im Sommer höher mähen will, freut sich über Werte bis 80 oder 100 mm. Ein Radantrieb lohnt ab etwa 25 kg Gewicht, am Hang oder auf großen Flächen, möglichst stufenlos regelbar. Ein großer Korb mit Füllstandsanzeige erspart Wege zum Kompost. Und sind Garage oder Schuppen eng, hilft ein klappbarer Holm.
Mulchen verdient einen eigenen Gedanken. Das fein gehäckselte Gras bleibt als Dünger auf dem Rasen liegen, der Fangkorb muss nicht geleert werden. Gut klappt das, wenn Sie oft und nicht zu tief mähen. Manche Hersteller legen einen Mulchkeil bei, bei anderen kostet er als Zubehör extra.
Gardena PowerMax 37/36V P4A
Der kompakte Gardena nutzt zwei 18-Volt-Akkus der Allianz POWER FOR ALL. Gardena nennt einen bürstenlosen Motor, einen Fangkorb mit 45 Litern und vier Schnitthöhen von 35 bis 65 mm. Mit den beiden 4,0-Ah-Akkus aus dem Set reicht es nach Herstellerangaben für Flächen bis 350 m². Eine Mulchfunktion taucht auf der Produktseite nicht auf.
Bosch AdvancedRotak 36V-40-650
Hier steckt ein 36-Volt-Akku aus dem POWER FOR ALL-System drin, gedacht ist der Mäher nach Bosch für Rasen bis 650 m². Dazu kommen 40 cm Schnittbreite, sieben Schnitthöhen von 25 bis 80 mm und ein 50-Liter-Fangkorb. Bosch empfiehlt einen Akku ab 4,0 Ah. Das Set mit zwei 2,0-Ah-Akkus läuft entsprechend kürzer, was beim Vergleich der Pakete gern untergeht. Mit rund 16,5 kg ist der Bosch vergleichsweise leicht. Mulchen führt Bosch nicht auf.
Einhell GE-CM 36/43 Li M
Power X-Change liegt bei vielen Heimwerkern ohnehin im Regal. Genau deshalb ist dieser Mäher interessant. Zwei 4,0-Ah-Akkus schaffen nach Einhell bis 600 m², zwei 5,2-Ah-Akkus bis 750 m². Ein Mulchkeil liegt bei, der Korb fasst 63 Liter, die Schnitthöhe reicht in sechs Stufen von 25 bis 75 mm. Auf den Motor gewährt Einhell nach Online-Registrierung eine Garantie von zehn Jahren.
Greenworks GD24X2LM46SP
Zwei 24-Volt-Akkus ergeben 48 Volt, ein Radantrieb ist an Bord. Mit 4-Ah-Akkus mäht der Greenworks nach Herstellerangaben Flächen bis 480 m², bei 46 cm Schnittbreite und sieben Schnitthöhen von 25 bis 80 mm. Mulchen, seitlicher Auswurf und der 55-Liter-Korb sind möglich. Parallel existiert eine „Gen. II“-Ausführung mit höherem Schnittbereich, also vor der Bestellung nachsehen, welche Version geliefert wird.
Makita DLM466
Die größte Flächenangabe im Feld. Zwei 6,0-Ah-Akkus aus dem LXT-System sollen nach Makita bis 960 m² schaffen, gemessen unter Herstellerbedingungen im Sammelbetrieb. Bürstenloser Motor, Stahldeck, zentrale Höhenverstellung von 20 bis 75 mm. Er mäht, sammelt und mulcht, der Korb fasst 60 Liter, und ein Leise-Modus senkt die Drehzahl. Knapp 21 kg ohne Akku sind für diese Größe recht wenig.
EGO Power+ LM1903E-SP
Statt Doppelpack nur ein Akku. EGO baut auf einen einzelnen 56-Volt-Akku, mit dem mitgelieferten 5,0-Ah-Exemplar mäht der LM1903E-SP nach Herstellerangaben bis 800 m². Er hat 47 cm Schnittbreite, einen stufenlosen Radantrieb, der unabhängig vom Messer läuft, und einen 55-Liter-Korb. Mulchen, Sammeln und Heckauswurf sind möglich. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, das Gewicht beziffert EGO auf 25 kg ohne Akku.
Stihl RMA 448 PV
Der Stihl gehört zum leistungsstarken AP-System und zielt nach Herstellerangabe auf mittelgroße Flächen und Hanglagen. Sind zwei Akkus eingesetzt, wechselt er automatisch zum zweiten, sobald der erste leer ist. Vario-Radantrieb, sieben Schnitthöhen von 20 bis 100 mm, Mulchfunktion und 52-Liter-Korb kommen dazu. Allerdings wiegt er 28 kg ohne Akku und gehört preislich zur oberen Klasse. Stihl verkauft überwiegend über den Fachhandel, bei Amazon.de wechselt das Angebot.
Schritt drei: Welcher Mäher zu welchem Garten passt
Im kleinen Garten bis etwa 350 m² ist der leichte, kompakte Gardena PowerMax 37/36V P4A unsere erste Wahl. Liegen schon POWER FOR ALL-Akkus im Keller, kommen der Bosch AdvancedRotak 36V-40-650 oder der Gardena als Solo-Gerät infrage. Das stärkste Preis-Leistungs-Argument hat der Einhell GE-CM 36/43 Li M mit Mulchkeil, erst recht mit vorhandenen Power X-Change-Akkus.
Steht ohnehin Makita-Werkzeug in der Werkstatt, ist der DLM466 mit zwei großen LXT-Akkus die logische Ergänzung. Für mittlere bis große Flächen mit nur einem Akku statt zweien spricht der EGO Power+ LM1903E-SP mit Radantrieb. Und wer einen Hang hat, viel Fläche und Service vor Ort will, findet beim Stihl RMA 448 PV aus dem Fachhandel das passende Paket. Teurer, schwerer, aber eben dafür gebaut.
Gar keine Lust mehr aufs Schieben? Für viele Gärten ist ein Mähroboter die bequemere Lösung. Worauf es dabei ankommt, erklären wir im Beitrag Mähroboter ohne Begrenzungsdraht.
Quellen
- Gardena: PowerMax 37/36V P4A solo
- Gardena: PowerMax 37/36V P4A Ready-To-Use Set
- Bosch: AdvancedRotak 36V-40-650
- Einhell: GE-CM 36/43 Li M (2 × 4,0 Ah)
- Greenworks: 24V+24V Akku-Rasenmäher 46 cm
- Makita: DLM466 Akku-Rasenmäher
- EGO Power+: LM1903E-SP
- Stihl: RMA 448 PV
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