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Ob eine mobile Induktionskochplatte taugt, entscheidet sich selten am Glasfeld. Es entscheidet sich an der Steckdose. Als zusätzliche Kochstelle in der Wohnung reicht eine Einzelplatte um 2000 Watt wie die Caso ProMenu 2100 völlig. Im Wohnmobil, auf dem Campingplatz oder an einer Powerstation sieht das anders aus: Dort muss sich die Leistung begrenzen lassen, sonst fliegt beim ersten Nudelwasser die Sicherung.
Erster Schritt: Woher kommt der Strom?
Rechnerisch liefert eine Haushaltssteckdose mit 16 Ampere Absicherung bei 230 Volt bis 3680 Watt. Doppelplatten mit 3400 oder 3500 Watt bleiben knapp darunter. Das klappt, solange am selben Stromkreis nicht gleichzeitig Wasserkocher oder Toaster ziehen. Mehrfachsteckdosen und lange Kabeltrommeln sind für solche Lasten die schlechteste Lösung.
Unterwegs gelten andere Grenzen. Rommelsbacher teilt seine Leistungsstufen so ein: 4 Ampere (bis 800 Watt) für Photovoltaik, Stromaggregate und Powerstationen, 6 Ampere (bis 1250 Watt) für Campingplätze und Wechselrichter im Wohnmobil, 10 Ampere (bis 1800 Watt) für Landstrom und Hausnetz. Die Absicherung Ihres Stellplatzes steht meist an der Säule oder in der Platzordnung. Sonst hilft die Rezeption.
Zweiter Schritt: eine Zone oder zwei?
Eine Doppelplatte teilt sich ihre Gesamtleistung. Laufen beide Zonen, bekommt keine die volle Kraft. Dafür stehen zwei Töpfe parallel auf dem Herd.
Danach kommen die kleineren Fragen. Böden ab 12 cm erkennen fast alle Platten, die Obergrenze schwankt zwischen 20 und 24 cm, und nicht auf jede passt eine große Schmorpfanne. Für Schrank oder Staufach im Camper zählt jeder Zentimeter: Flache Modelle messen unter 3 cm, Doppelplatten wiegen um 5 kg. Und wer gern brät oder frittiert, hat mit einer Einstellung in Grad Celsius mehr Kontrolle als mit bloßen Stufen.
Dritter Schritt: Passen Ihre Töpfe?
Induktion heizt nicht die Platte, sondern den Topfboden. Der muss ferromagnetisch sein, also Eisen enthalten. Am schnellsten geht der Magnettest. Haftet er fest am Boden, funktioniert der Topf. Reines Aluminium, Kupfer, Glas und Keramik bleiben ohne Induktionsboden kalt, Gusseisen und die meisten Edelstahltöpfe mit Sandwichboden machen keine Probleme.
Gern übersehen wird der alte Campingtopf aus Aluminium, der auf dem Gaskocher jahrelang treu war. Auf Induktion bleibt er wirkungslos. Wer ohnehin neu kauft, bekommt im Ratgeber zu Kochtopf-Sets Hinweise zu Böden und Größen. Auch der Durchmesser spielt mit. Ist ein Topf deutlich kleiner als die Spule, erkennen ihn manche Platten gar nicht.
Sieben Platten, nüchtern verglichen
| Modell | Bauart und Leistung | Topf / Kochzone | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Rommelsbacher CTA 1800/IN | Einzel, max. 1800 W, begrenzbar auf 800 oder 1250 W | Boden 12–20 cm | Camping, Wohnmobil, Powerstation | ansehen |
| Caso ProMenu 2100 | Einzel, 2100 W | 12–24 cm | Zusatzkochstelle zu Hause | ansehen |
| Rommelsbacher CT 2020/IN | Einzel, 2000 W | 120–230 mm | Flache Platte mit Timer und Tastensperre | ansehen |
| Caso ProSlim 2000 | Einzel, 2000 W, 28 mm hoch | 12–22 cm | Wenig Stauraum | ansehen |
| Rommelsbacher CT 3410/IN | Doppel, 3400 W (2000 + 1400 W) | je 120–230 mm | Ersatzküche, Ferienwohnung | ansehen |
| Caso ProGourmet 3500 | Doppel, 3500 W gesamt | 12–22 cm | Zwei Töpfe parallel | ansehen |
| Severin DK 1033 | Doppel, 3400 W | zwei Zonen | Familie, Übergangsküche | ansehen |
Bosch fehlt hier mit Absicht. Die deutsche Bosch-Seite zeigt nur Einbaukochfelder, die eine Elektrofachkraft fest anschließt, aber keine mobile Platte mit Schukostecker. Severins Einzelplatten waren im Herstellershop zuletzt nicht lieferbar. Darum ist von Severin nur die Doppelplatte dabei.
Rommelsbacher CTA 1800/IN: gebaut für knappe Stromquellen
Diese runde Einzelplatte ist für unterwegs gedacht. Über den POWER Switch stellen Sie laut Hersteller 800, 1250 oder 1800 Watt ein, und die Platte behält die Stufe für das nächste Mal. Sie wiegt nur 1,75 kg. Dafür verzichten Sie auf zweierlei. Böden über 20 cm sind nicht vorgesehen, und von einer Temperaturanzeige in Grad ist bei Rommelsbacher keine Rede.
Caso ProMenu 2100: die solide Mitte
Töpfe bis 24 cm: Damit deckt die ProMenu 2100 mehr ab als die meisten Einzelplatten. Caso spricht von 12 Leistungs- und 12 Temperaturstufen zwischen 60 und 240 Grad und einem Timer bis 180 Minuten. Außerdem verweist der Hersteller auf ein „sehr gut“ (1,3) bei Haus & Garten Test, Ausgabe 05/2022. Eine Leistungsbegrenzung für den Campingplatz fehlt.
Rommelsbacher CT 2020/IN: flach und gut abgesichert
4,3 cm hoch, 2,31 kg schwer. Die Platte verschwindet leicht im Schrank. Rommelsbacher führt Topferkennung, Restwärmeanzeige, Tastensperre und einen Timer mit Abschaltung auf. Bei 220 Grad ist Schluss, etwas früher als bei den Doppelplatten. Zum scharfen Anbraten genügt das meistens trotzdem.
Caso ProSlim 2000: wenn jeder Zentimeter zählt
Nur 28 mm Bauhöhe nennt Caso. So passt das Gerät in eine Schublade oder hinter den Sitz im Camper, und Töpfe zwischen 12 und 22 cm werden erkannt. Hängen Sie auf dem Campingplatz an einer schwach abgesicherten Säule, sollten Sie bei 2000 Watt ohne Begrenzung allerdings vorsichtig sein.
Rommelsbacher CT 3410/IN: der Klassiker unter den Doppelplatten
Zwei Zonen mit 2000 und 1400 Watt, beide für Böden mit 120 bis 230 mm Durchmesser. Dazu kommen zehn Stufen, 60 bis 240 Grad und ein Timer bis 180 Minuten. Bei 60 × 36 cm und 5,44 kg gehört sie eher in die Ferienwohnung oder die Küche während der Sanierung als in den Kofferraum.
Caso ProGourmet 3500: mehr Kraft auf einer Seite
3500 Watt gesamt, und Caso bewirbt die Platte ausdrücklich für Camping und Ferienhaus an der normalen 230-Volt-Steckdose. Unklar bleibt die Leistung einer einzelnen Zone. Auf derselben Produktseite stehen einmal 2100 und einmal 2400 Watt. Kommt es Ihnen darauf an, schauen Sie vor der Bestellung in die Bedienungsanleitung. Belasten lässt sich die Platte nach Casos Angabe mit 6 kg.
Severin DK 1033: Doppelplatte ohne Schnörkel
Severin nennt 3400 Watt, zwei Glaskeramikzonen mit Topferkennung und einen Timer bis 180 Minuten mit Abschaltung. Netto wiegt das Gerät 4,75 kg. Wie sich die Leistung auf die Zonen verteilt, verrät die Produktseite nicht. Das erschwert den direkten Vergleich mit Rommelsbacher.
So würden wir entscheiden
- Zusätzliche Kochstelle in der Wohnung: Caso ProMenu 2100. Große Töpfe passen, eine Zone genügt für die meisten Zwecke.
- Camping, Wohnmobil, Powerstation: Rommelsbacher CTA 1800/IN. Ohne Leistungsbegrenzung wird es an schwachen Anschlüssen schnell mühsam. Ob Ihre Powerstation mitspielt, hängt an ihrer Dauerleistung.
- Küchenumbau oder Ferienwohnung: Rommelsbacher CT 3410/IN oder Severin DK 1033. Hier sind zwei Töpfe gleichzeitig wichtiger als das Packmaß.
- Kein Strom am Platz: Dann ist Induktion schlicht die falsche Technik. Unabhängiger sind Sie mit einem Campingkocher mit Gas.
Eine Doppelplatte im Camper? Meist mehr Gewicht als Nutzen. Zu Hause geht die Rechnung anders aus.
Quellen
- Rommelsbacher CTA 1800/IN
- Rommelsbacher CT 2020/IN
- Rommelsbacher CT 3410/IN
- Caso ProMenu 2100
- Caso ProSlim 2000
- Caso ProGourmet 3500
- Severin DK 1033
- Bosch Induktionskochfelder
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