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Strom weg, Kühlschrank voll. In so einer Lage, aber auch am Campingwochenende oder in der Werkstatt ohne Anschluss, ist die Mittelklasse die richtige Wahl: rund 1.000 Wh, LiFePO4-Akku und wenigstens 1.500 W Dauerleistung. Damit laufen Kühlschrank, Router und Licht, dazu für den Großteil der Werkzeuge.
Wer nur Handy, Laptop und Kühlbox laden will, braucht nicht mehr als ein Gerät um 300 Wh. Kreissäge, Heizlüfter oder mehrere Tage Notstrom verlangen die 2-kWh-Klasse.
Zwei Zahlen, die man nicht verwechseln darf
Die Kapazität in Wattstunden (Wh) sagt, wie lange der Strom reicht. Kapazität geteilt durch Verbrauch ergibt grob die Laufzeit in Stunden. Wegen der Wandlungsverluste kommen an der Steckdose aber nur etwa 80 bis 85 Prozent an.
Ob ein Gerät überhaupt anläuft, entscheidet die Dauerleistung in Watt (W). Ein Wasserkocher zieht oft 2.000 W, ein Akkuladegerät nur 100 W. Und die groß gedruckte Spitzenleistung? Sie hilft nur kurz, wenn Motoren und Kompressoren anlaufen. Wer danach kauft, ärgert sich später.
Akku, Umschaltzeit, Solar: wo sich die Geräte unterscheiden
Alle sieben Modelle hier arbeiten mit Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4, kurz LFP). Die Chemie gilt als robust und langlebig, die Hersteller nennen 3.000 bis 4.000 Ladezyklen, bis die Kapazität auf 70 oder 80 Prozent fällt. Bei der Akkutechnik müssen Sie also nicht abwägen.
Anders bei der USV-Funktion. Hängt die Powerstation am Netz, springt sie bei einem Ausfall selbst ein, und je kürzer die Umschaltzeit, desto eher laufen PC und Router ohne Neustart weiter. Unter 10 Millisekunden ist gut. Bei 20 Millisekunden kann ein empfindlicher Rechner neu starten. Eine echte Online-USV für Server ersetzt keines dieser Geräte.
Beim Solareingang zählen die maximale Leistung in Watt und der Spannungsbereich, und viel Eingang hilft nur dann, wenn auch entsprechend viele Module angeschlossen sind.
Gewicht kann man nicht wegzaubern. Ein 1-kWh-Gerät wiegt 11 bis 17 kg, eins mit 2 kWh rund 19 bis 28 kg. Manche Modelle wachsen mit Zusatzakkus, andere nicht. Schnelles Laden am Netz zahlt sich aus, wenn ein Stromausfall angekündigt ist oder zwischen zwei Einsätzen wenig Zeit bleibt.
Niemals über die Steckdose ins Hausnetz
Eine Powerstation versorgt nur, was direkt in ihren Steckdosen steckt. Verbinden Sie sie nie per Stecker mit dem Hausnetz, um „das ganze Haus“ zu versorgen. Das ist gefährlich und bringt womöglich Menschen in Gefahr, die am Netz arbeiten. Eine feste Einbindung in die Hausinstallation ist Sache eines Elektrofachbetriebs, der dafür eine geeignete Umschalteinrichtung einbaut.
Sieben Powerstations von 300 Wh bis 2 kWh
| Modell | Kapazität / Dauerleistung | Solareingang / USV | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| EcoFlow RIVER 3 Plus | 286 Wh / 600 W | 220 W / unter 10 ms | Camping leicht, Router-Notstrom | ansehen |
| EcoFlow DELTA 3 Plus | 1.024 Wh / 1.800 W | 1.000 W / unter 10 ms | Allrounder mit viel Solar | ansehen |
| Anker SOLIX C1000 Gen 2 | 1.024 Wh / 2.000 W | 600 W / 10 ms | Werkstatt, schnelles Laden | ansehen |
| Jackery Explorer 1000 v2 | 1.070 Wh / 1.500 W | 400 W / bis 20 ms | Leichtes 1-kWh-Gerät | ansehen |
| Bluetti AC180 | 1.152 Wh / 1.800 W | 500 W / 20 ms | Etwas mehr Kapazität | ansehen |
| Anker SOLIX C2000 Gen 2 | 2.048 Wh / 2.400 W | 800 W / 10 ms | Mehrtägiger Notstrom | ansehen |
| Bluetti AC200L | 2.048 Wh / 2.400 W | 1.200 W / 20 ms | Ausbau bis 8 kWh | ansehen |
Alle Werte nach Herstellerangaben für die Europa-Fassung mit 230 V.
Für Zelt und Router: EcoFlow RIVER 3 Plus
Rund 4,7 kg wiegt die RIVER 3 Plus nach EcoFlow-Angaben. Gedacht ist sie für Handy, Laptop, Kamera und Licht. Im X-Boost-Modus laufen auch Geräte bis 1.200 W, dann allerdings gedrosselt. Mit Zusatzakkus wächst sie nach Herstellerangabe bis auf 858 Wh. Als Puffer für Router oder Glasfasermodem ist sie eine preiswerte Lösung aus dem unteren Preissegment.
Für viel Sonne: EcoFlow DELTA 3 Plus
Auffälligstes Merkmal sind zwei Solareingänge mit zusammen bis zu 1.000 W. Am Netz soll die DELTA 3 Plus mit 1.500 W in etwa 56 Minuten voll sein. Zusatzakkus erweitern sie bis auf 5 kWh, die USB-C-Buchsen liefern bis 140 W, das Gewicht liegt bei rund 12,5 kg. Wer ernsthaft mit Solarmodulen arbeitet, bekommt hier das ausgewogenste Paket.
Für die Werkstatt: Anker SOLIX C1000 Gen 2
Kein anderes Gerät der 1-kWh-Klasse hier liefert mehr Dauerleistung: 2.000 W, kurzzeitig 3.000 W. Für Werkzeuge in Werkstatt und Garten zählt genau das. Im Schnelllademodus soll sie laut Anker mit 1.600 W in 49 Minuten voll sein.
Erweitern lässt sie sich nicht. Zusatzakkus passen nicht.
Für alle, die tragen müssen: Jackery Explorer 1000 v2
Mit rund 10,8 kg ist die Explorer 1000 v2 das leichteste 1-kWh-Gerät im Vergleich. Ihre 1.500 W Dauerleistung genügen für Kühlschrank, Kaffeemaschine oder Bohrmaschine, Jackery nennt 4.000 Zyklen bis 70 Prozent Restkapazität. Knapp bemessen ist der Solareingang mit 400 W. Für Camping mit einem oder zwei Modulen reicht er.
Für etwas mehr Reserve: Bluetti AC180
1.152 Wh, also ein wenig mehr als bei den übrigen Geräten der 1-kWh-Klasse. Im Power-Lifting-Modus laufen Heizgeräte wie Wasserkocher oder Föhn bis 2.700 W, mit reduzierter Leistung. Am Netz lädt sie laut Bluetti mit 1.440 W in 1,3 bis 1,8 Stunden. Rund 16 bis 17 kg trägt allerdings niemand gern weit.
Für mehrere Tage ohne Netz: Anker SOLIX C2000 Gen 2
2.048 Wh, 2.400 W Dauerleistung. Netz und Solar gemeinsam laden die C2000 Gen 2 laut Anker in 58 Minuten voll, mit einem Zusatzakku kommt sie auf etwa 4 kWh. Für diese Größe sind rund 18,9 kg ein vernünftiger Wert.
Für den späteren Ausbau: Bluetti AC200L
Bis zu 8.192 Wh sind mit Zusatzakkus möglich, so steht es bei Bluetti, und genau dafür kauft man die AC200L. Der Solareingang verträgt bis 1.200 W bei höchstens 145 V und passt damit auch zu längeren Modulketten. Dafür schleppen Sie rund 28 kg. Zum Campingplatz nimmt sie kaum jemand mit. Im Haus oder in der Werkstatt steht sie richtig.
Welcher Typ sind Sie?
Wer leicht campt und nebenbei den Router absichern will, nimmt die EcoFlow RIVER 3 Plus. Fürs Wohnmobil mit Solar empfiehlt sich die DELTA 3 Plus, die Jackery Explorer 1000 v2 ist die leichtere Alternative. In Werkstatt und Garten gibt die hohe Dauerleistung der Anker SOLIX C1000 Gen 2 den Ausschlag. Sollen PC und Router einen Stromausfall überstehen, wählen Sie ein Modell mit höchstens 10 ms Umschaltzeit, etwa bei DELTA 3 Plus oder Anker SOLIX C1000 Gen 2. Für mehrtägigen Notstrom im Haus passt die Anker SOLIX C2000 Gen 2. Möchten Sie später erweitern, ist die Bluetti AC200L der bessere Start.
Quellen
- EcoFlow: RIVER 3 Plus
- EcoFlow: DELTA 3 Serie
- Anker SOLIX: C1000 Gen 2
- Anker SOLIX: C2000 Gen 2
- Jackery: Explorer 1000 v2
- Bluetti: AC180
- Bluetti: AC200L
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