Inhalt11 Abschnitte
Die größte aufgedruckte Zahl verrät bei Powerbanks erstaunlich wenig. Was zählt, sind Wattstunden und die Leistung am USB-C-Anschluss. Für ein Smartphone, das über den Tag kommen soll, reichen 10.000 mAh und 20 bis 45 W. Soll auch der Laptop nachgeladen werden, muss ein einzelner USB-C-Port mindestens 100 W liefern.
Warum aus 10.000 mAh nie 10.000 mAh werden
Die mAh-Angabe bezieht sich auf die Zellspannung im Inneren, meist 3,7 V. Ihr Smartphone lädt aber mit 5 V oder mehr. Bei dieser Umwandlung geht Energie verloren, und deshalb kommt beim Gerät nie die volle Zahl an. Anker selbst schätzt für seine 10.000-mAh-Powerbank MagGo 2 Pro, dass rund 5.500 bis 6.500 mAh tatsächlich im Telefon landen. Physik, kein Mangel dieses Modells.
Ehrlicher ist die Wattstunde. Gerechnet wird mAh mal 3,7, geteilt durch 1.000. Aus 10.000 mAh werden so etwa 37 Wh, aus 20.000 mAh rund 74 Wh. Spätestens am Flughafen brauchen Sie genau diesen Wert.
Watt, Ports und Kabel: wo die Leistung hängen bleibt
Steht „130 W“ auf der Schachtel, teilen sich oft mehrere Anschlüsse diese Summe. Ein Notebook interessiert nur, was ein einzelner USB-C-Port schafft. Dazu muss USB-C Power Delivery an Bord sein. Dieser Standard handelt Spannung und Strom zwischen Powerbank und Gerät aus; fehlt er, lädt ein Laptop gar nicht oder nur im Schneckentempo.
Auch das Kabel ist Teil der Rechnung. Anker nennt für 140 W an seiner Prime-Powerbank ausdrücklich ein 5-A-Kabel, ein altes Handykabel bremst jede Laptop-Powerbank aus.
Bleiben zwei Dinge, die im Alltag mehr nerven als jede Wattzahl. Zwischen gut 100 g und 600 g liegen Welten, und was zu schwer ist, bleibt zu Hause. Und eine große Powerbank mit schwachem Eingang hängt abends stundenlang an der Steckdose.
Was im Flugzeug erlaubt ist
Powerbanks gehören ins Handgepäck. Im aufgegebenen Koffer sind sie verboten, so steht es in den Passagierinformationen des Luftfahrt-Bundesamts. Bis 100 Wh dürfen Sie eine Powerbank ohne Rückfrage mitnehmen, zwischen 100 und 160 Wh nur mit Genehmigung der Airline, darüber gar nicht. Die vom LBA veröffentlichte ICAO-Tabelle für 2025/2026 legt außerdem fest, dass Powerbanks an Bord nicht aufgeladen werden dürfen, dass höchstens zwei pro Person erlaubt sind und dass jede einzeln gegen Kurzschluss geschützt sein muss. Strenger ist die Lufthansa Group seit dem 15. Januar 2026. Auf ihren Flügen dürfen Powerbanks weder benutzt noch geladen werden. Ihr Platz ist die Sitztasche, der Körper oder der Raum unter dem Vordersitz, nicht das Gepäckfach über dem Kopf. Andere Airlines haben teils eigene Regeln, darum vor jeder Reise auf der Seite der Fluggesellschaft nachsehen.
Sechs Powerbanks, die 2026 zu kaufen sind
| Modell | Kapazität | Leistung laut Hersteller | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Anker Prime Power Bank (26K, 300W) | 26.250 mAh / 99,75 Wh, 600 g | bis 140 W je USB-C, 300 W gesamt | Laptop auf Reisen | |
| UGREEN Nexode 20000 mAh 130 W | 20.000 mAh / 72 Wh, rund 480 g | bis 100 W an einem USB-C, 130 W gesamt | Laptop zum fairen Preis | ansehen |
| INIU P51L-E2 45 W 20000 mAh | 20.000 mAh, 326 g | bis 45 W, integriertes USB-C-Kabel | Smartphone, mehrere Tage | ansehen |
| Anker MagGo 2 Pro (10K) | 10.000 mAh, rund 218 g | Qi2.2 bis 25 W, USB-C 45 W | iPhone, schnell kabellos | |
| Baseus PicoGo AM52 | 10.000 mAh, rund 196 g | Qi2.2 bis 25 W, USB-C 45 W | iPhone, schlank | |
| Belkin UltraCharge Pro Slim 5K | 5.000 mAh, rund 110 g | Qi2 15 W, USB-C bis 22,5 W | Hosentasche, kurze Tage |
Anker Prime Power Bank (26K, 300W)
99,75 Wh. Knapp unter der 100-Wh-Grenze, also ohne Genehmigung im Handgepäck erlaubt. Beide USB-C-Ports liefern laut Anker bis zu 140 W, mit dem USB-A-Port zusammen sind es 300 W. Wieder aufgeladen wird sie über zwei USB-C-Eingänge mit bis zu 250 W, Display und App zeigen den Zustand. Im Gegenzug wiegt sie 600 g und liegt preislich weit oben. Wer nur ein Smartphone laden will, verschenkt hier Geld.
UGREEN Nexode 20000 mAh 130 W
Für viele Notebook-Besitzer genau das richtige Maß. UGREEN gibt am ersten USB-C-Port 100 W an, genug für viele Notebooks mit USB-C-Ladebuchse. Mit 72 Wh ist sie flugtauglich, und dank 65 W Eingang ist sie ordentlich schnell wieder voll. Daneben existiert eine Variante mit integriertem Kabel; die genaue Bezeichnung im Angebot gibt Auskunft, welche es ist.
INIU P51L-E2 45 W 20000 mAh
Viel Kapazität, untere Preisklasse. Das eingebaute USB-C-Kabel dient laut INIU zugleich als Trageschlaufe, ein vergessenes Kabel gibt es damit nicht mehr. Die 45 W gelten für einen Anschluss. Hängen mehrere Geräte dran, sinkt die Leistung laut Hersteller deutlich. Ein Wochenende mit Smartphone und Kopfhörern ist so gut abgedeckt, einen Laptop lädt sie nicht vernünftig.
Anker MagGo 2 Pro (10K)
Magnetisch, mit Qi2.2 und damit bis zu 25 W kabellos. Die volle Leistung bekommen laut Anker nur iPhone 16, 17 und 18. Ein eingebauter Lüfter hält die Temperatur im Zaum, per Doppeltipp schaltet man ihn ab. Auf dem Display stehen Ladeleistung, Temperatur und Akkugesundheit. Teuer, dafür bringt sie Lüfter und Display mit.
Baseus PicoGo AM52
Auch hier Qi2.2 mit 25 W und 45 W über USB-C, aber ohne Lüfter und etwas leichter. Für 25 W kabellos nennt Baseus iPhone 16 und 17 mit iOS 26; ältere Modelle ab iPhone 12 laden mit bis zu 15 W. Am Eingang ist sie mit 30 W bescheidener als die Anker. Ohne Display spart man spürbar.
Belkin UltraCharge Pro Slim 5K
Mit 8,4 mm laut Datenblatt ist sie kaum dicker als eine Hülle. Belkin verbaut eine sogenannte BoostSolid-Zelle, und verspricht dafür, dass sie dreimal so lange hält wie herkömmliche Zellen. Ein aktuelles iPhone füllen 5.000 mAh allerdings nicht ganz auf. Reserve für den Abend, keine Reisebatterie.
Welche Powerbank zu welchem Alltag passt
Geht es nur ums Smartphone und soll es günstig sein, liegt die INIU P51L-E2 nahe: Kabel immer dabei, viel Reserve fürs Wochenende. Für kabelloses, schnelles Laden am iPhone kommen die Anker MagGo 2 Pro oder die Baseus PicoGo AM52 infrage. Welches iPhone 25 W überhaupt annimmt, klärt der MagSafe-Ratgeber. Leicht und unauffällig ist die Belkin UltraCharge Pro Slim 5K. Fürs Notebook in Büro und Zug passt die UGREEN Nexode 130 W, auf Fernreisen die Anker Prime 26K. Mehr geht im Handgepäck ohne Genehmigung nicht. Beim Camping oder Stromausfall stößt dagegen jede Powerbank an Grenzen; dort ist eine Powerstation sinnvoller.
Ein letzter Gedanke. Wie lange eine Powerbank reicht, hängt stark vom Akku des Telefons ab: Ein aktuelles Modell mit großem Akku leert eine 5.000-mAh-Powerbank schneller als ein kompaktes. Steht ohnehin ein neues Gerät an, gehört die Akkugröße mit auf die Liste, siehe Smartphone-Ratgeber.
Quellen
- Luftfahrt-Bundesamt: Elektronische Geräte mit Lithium-Batterien
- Luftfahrt-Bundesamt: ICAO-Tabelle Teil 8, Ausgabe 2025-2026
- Lufthansa Group: Powerbanks an Bord ab 15. Januar 2026
- Anker Prime Power Bank (26K, 300W)
- Anker MagGo 2 Pro
- UGREEN Nexode Power Bank 20000 mAh 130 W
- INIU P51L-E2 45 W 20000 mAh
- Baseus PicoGo AM52
- Belkin UltraCharge Pro Slim Magnetic Power Bank 5K
Wo Sie die Produkte bekommen
- Anker Prime Power Bank 26250 mAh 300 WBei Amazon ansehen
- UGREEN Nexode Powerbank 20000 mAh 130 WBei Amazon ansehen
- INIU Powerbank 45 W 20000 mAh mit KabelBei Amazon ansehen
- Anker MagGo Powerbank 2 Pro Qi2.2Bei Amazon ansehen
- Baseus PicoGo AM52 Qi2.2Bei Amazon ansehen
- Belkin UltraCharge Pro Magnetic Power Bank 5000 mAhBei Amazon ansehen
Unabhängige Tests brauchen Ihre Unterstützung
Ein gründlicher Test kostet Zeit, Technik und oft das Produkt selbst. Hersteller bezahlen uns nicht für gute Urteile – darum kann die Qualität unserer Tests nur durch Ihre Unterstützung über unsere Partnerlinks gesichert werden. Kaufen Sie über einen dieser Links ein, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts, unser Urteil bleibt unabhängig. Danke, dass Sie so auch in Zukunft hochwertige, unabhängige Tests möglich machen.
Noch nicht entschieden?
Vergleichen Sie in Ruhe weiter – alle Beiträge dieser Rubrik werden monatlich auf neue und ausgelaufene Modelle geprüft.
