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Ein Laptopständer allein macht noch keinen guten Arbeitsplatz. Fehlt die separate Tastatur, wandern beim Tippen die Hände nach oben und die Schultern gleich mit. Am Schreibtisch zu Hause raten wir darum zu einem verstellbaren Aluminiumständer wie dem Twelve South Curve Flex, dazu externe Tastatur und Maus. Unterwegs genügt ein leichter Faltständer wie Roost oder Nexstand.
Sechs Laptopständer, die bei Amazon.de angeboten werden
| Modell | Bauart und Material | Eckdaten laut Hersteller oder Angebot | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Twelve South Curve Flex | verstellbar, Aluminium, flach faltbar | Ständer bis 274 mm hoch, gefaltet 30 mm flach | Schreibtisch mit gelegentlichem Ortswechsel | ansehen |
| Rain Design mStand | fest, Aluminium aus einem Stück | hebt um rund 15 cm an | fester Arbeitsplatz, passende Körpergröße | ansehen |
| Roost V3 | faltbar, Verbundkunststoff | 178 g, 7 Höhenstufen | Vielreisende mit dünnem Laptop | ansehen |
| Nexstand K2 | faltbar, verstärktes Nylon | 234 g, 8 Stufen, bis 32 cm | Reisende mit kleinerem Budget | ansehen |
| UGREEN Laptopständer Aluminium (5 Stufen) | faltbar, Aluminium | 46,5 bis 136,5 mm, mit Tasche | günstiger Einstieg, kleine Anhebung | |
| BoYata Laptopständer (höhenverstellbar) | Gelenkarm, Aluminium | Höhe und Winkel verstellbar, bis 17 Zoll | feste Plätze mit großem Gerät | ansehen |
Wie hoch der Bildschirm stehen soll
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) beschreibt die Grundregel für interne wie externe Bildschirme so: Der Blick soll leicht gesenkt sein, die oberste Zeile liegt unterhalb der Augenhöhe, der Abstand zwischen Augen und Bildschirm beträgt 50 bis 80 Zentimeter. Bei längerer Arbeit am Notebook empfiehlt die DGUV ausdrücklich eine externe Tastatur und Maus. Die Arbeiterkammer Wien formuliert es für den österreichischen Arbeitsplatz noch deutlicher: Wird ein Laptop regelmäßig an einem festen Platz genutzt, braucht es eine getrennte Tastatur und eine Erhöhung, damit der Bildschirm auf eine ergonomisch akzeptable Höhe kommt.
Die Rechnung dahinter ist schlicht. Der obere Bildschirmrand gehört knapp unter Ihre Augenhöhe. Kleinen Menschen am normalen Tisch reichen dafür oft 12 bis 15 Zentimeter, große Menschen mit 16-Zoll-Gerät brauchen deutlich mehr. Bei festen Ständern bleibt das ein Ratespiel.
Mit verstellbaren entfällt das Raten. Entscheidend ist, wie hoch am Ende der Bildschirm steht, nicht der Ständer, zumal Hersteller unterschiedlich messen. Für den Rucksack zählen gefaltete Länge und Gramm: Reiseständer liegen bei rund 180 bis 240 Gramm, Aluminiumständer für den Schreibtisch wiegen oft über ein Kilo. Aluminium wirkt stabil und schwer. Kunststoff und Nylon sparen Gewicht, federn aber eher, wenn Sie auf den Touchscreen tippen. Offene Unterseiten und Luftschlitze lassen Luft an den Boden. Ob ein Gerät dadurch spürbar kühler bleibt, hängt vom Laptop ab; unabhängige Messungen dazu ließen sich nicht finden. Und die Auflage muss passen. Klammerständer wie der Roost brauchen eine dünne Vorderkante, flächige Ständer eine passende Auflagetiefe.
Twelve South Curve Flex
Die verstellbare Variante des bekannten Curve. Laut Hersteller fährt der Ständer bis auf 274 mm aus; mit einem 16-Zoll-MacBook Pro liege die Oberkante des Bildschirms dann bei rund 56 Zentimetern über dem Tisch. Zusammengeklappt ist er 30 mm flach, eine Neoprenhülle liegt bei. Zum Reisen bleibt er zu schwer. Zwischen Büro und Homeoffice passt er gut.
Rain Design mStand
Unter den festen Aluminiumständern gilt der mStand seit Jahren als Klassiker. Händler nennen eine Anhebung um etwa 15 Zentimeter, hinten sitzt eine Öffnung für Kabel. Er steht wie ein Möbelstück. Genau das ist auch seine Schwäche: Passt die Höhe nicht zu Ihrer Sitzposition, lässt sich nichts nachstellen. Wer den Bildschirm drehen will, findet bei Rain Design zusätzlich den mStand360.
Roost V3
Der Roost klemmt den Laptop an der Vorderkante und stellt ihn fast senkrecht auf. Roost gibt 178 Gramm an, sieben Höhenstufen und eine Bildschirmanhebung von 6,5 bis 12,5 Zoll, also etwa 16 bis 32 Zentimeter. Gefaltet ist er rund 33 Zentimeter lang. Höchstens 1,9 Zentimeter dick darf die Vorderkante des Laptops laut Hersteller sein, dicke Gaming-Laptops scheiden also aus. Preislich liegt er klar über der Konkurrenz.
Nexstand K2
Ähnliches Prinzip, aber aus verstärktem Nylon. Händler geben 234 Gramm, acht Stufen und bis zu 32 Zentimeter Höhe an, gefaltet misst er etwa 35 Zentimeter. Käufer beschreiben ihn als stabil, einige empfinden den Kunststoff aber als einfach.
Wer nur gelegentlich im Hotel arbeitet, dem reicht das oft.
UGREEN Laptopständer Aluminium
Fünf Stufen, faltbar, Aluminium. Laut Angebot hebt er aber nur zwischen 46,5 und 136,5 Millimeter an, für echte Augenhöhe meist zu wenig. Mit ein paar Büchern unter dem Fuß oder einem höheren Tisch kann es trotzdem genügen. Als günstiger Einstieg mit Belüftungsschlitzen und Tasche ist er vernünftig, solange die Erwartungen passen.
BoYata Laptopständer
BoYata baut Ständer mit Gelenkarm aus Aluminium, an denen sich Höhe und Neigung getrennt einstellen lassen; geeignet für Laptops bis 17 Zoll. Die Angaben zu Höhe und Traglast weichen je nach Variante und Angebot voneinander ab, lesen Sie deshalb die Artikelbeschreibung genau. Käufer loben die Stabilität und kritisieren das Gewicht. Ein Ständer für den Schreibtisch. Nicht für die Tasche.
Welcher Ständer zu welchem Alltag passt
Ist der Laptop am festen Schreibtisch der Hauptrechner, nehmen wir den Twelve South Curve Flex mit externer Tastatur und einer ergonomischen Maus. Wer seine Höhe kennt und nie ändert, kommt auch mit dem mStand zurecht.
Viel unterwegs, dünner Laptop, jedes Gramm zählt: Roost V3. Der Nexstand K2 ist die günstigere Variante desselben Prinzips, und beide passen in jedes Fach eines Laptop-Rucksacks. Soll es wenig kosten, bleibt der UGREEN, sofern Ihnen eine geringe Anhebung reicht. Für ein großes Gerät und viel Tipparbeit am Stehplatz kombinieren Sie einen Gelenkständer wie den BoYata mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch.
Ein Satz noch zu Satechi: Der faltbare Aluminiumständer der Marke war bei Amazon.de zuletzt nicht lieferbar, die übrigen Satechi-Modelle sind vertikale Halter für den zugeklappten Laptop. Die lösen ein anderes Problem und stehen darum nicht in der Liste.
Quellen
- DGUV PlusPunkt: Notebook, Tablet und Co.
- Arbeiterkammer Wien: Ergonomisch arbeiten mit Notebook und Tablet PC
- Twelve South: Curve Flex
- Roost: Roost V3
- Rain Design: mStand
- PB Tech: Datenblatt Nexstand K2
Wo Sie die Produkte bekommen
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