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Interne SSD kaufen 2026: NVMe, PS5-Kühlkörper und TBW

Interne SSD kaufen 2026: PCIe 4.0 oder 5.0, was Sony für die PS5 verlangt und wie Sie TBW und Garantie lesen. Sieben NVMe-Modelle eingeordnet.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
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Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt13 Abschnitte

Eine PCIe-5.0-SSD in einem Rechner, der nur PCIe 4.0 kann, ist teuer gekauftes Tempo, das der Steckplatz nie nutzt. Genau dieser Fehler passiert bei internen SSDs ständig. Für die allermeisten PCs und für die PS5 genügt eine gute PCIe-4.0-SSD mit DRAM-Cache wie die Samsung 990 Pro, für die Konsole in der Variante mit Kühlkörper. Gen5 wird erst interessant, wenn Mainboard und Arbeit dazu passen.

Wie eine M.2-SSD überhaupt an den Rechner kommt

Alle Modelle hier sind M.2-SSDs im Format 2280 mit NVMe-Protokoll. Das Kärtchen selbst ist also bei allen gleich groß. Was es leisten darf, bestimmt das Mainboard. Im Handbuch steht, welcher M.2-Steckplatz mit PCIe 5.0 angebunden ist und welcher nur mit 4.0. Neuere SSDs laufen laut Herstellern auch in älteren Steckplätzen, dann aber mit deren Geschwindigkeit.

Gen4-SSDs liegen laut Datenblatt bei rund 7.000 bis 7.450 MB/s beim Lesen, Gen5-Modelle reichen bis 14.900 MB/s. Beides sind Spitzenwerte der Hersteller. Im Alltag sieht man sie selten.

Ein zweiter Unterschied steckt im Inneren. SSDs mit eigenem DRAM-Cache verwalten ihre Daten selbst, Modelle mit Host Memory Buffer (HMB) leihen sich dafür Arbeitsspeicher vom Rechner. Am PC merkt man davon meist nichts. An der PS5 kann das anders aussehen, dazu gleich mehr.

Bleibt die Größe. Unter 2 TB wird es bei aktuellen Spielebibliotheken schnell eng; wer Videos schneidet, plant eher mit 4 TB. Und die Garantie endet nach Zeit oder Schreibmenge, je nachdem, was zuerst eintritt.

Die PS5 hat eigene Regeln

Sony nennt auf seiner Supportseite klare Vorgaben: eine M.2-NVMe-SSD mit PCIe Gen4 x4 und M-Key, 250 GB bis 8 TB, Baulängen von 2230 bis 22110. Mit Kühlung darf das Modul höchstens 25 mm breit und insgesamt 11,25 mm dick sein, davon höchstens 8,0 mm über und 2,45 mm unter der Platine. Empfohlen werden mindestens 5.500 MB/s beim Lesen. Eine Kühlung wie ein Kühlkörper ist laut Sony Pflicht. Ist schon einer verbaut, soll kein zweiter dazukommen. Leicht zu übersehen ist ein Satz weiter unten. Die Konsole unterstützt kein HMB, was bei solchen SSDs laut Sony zu geringerer Leistung führen kann. Eine Gen5-SSD bringt in der PS5 ebenfalls nichts: Sie läuft im Gen4-Steckplatz und kostet trotzdem mehr. Was sonst noch zur Konsole passt, sammelt unser Überblick über PS5-Zubehör.

Was hinter TBW steckt

TBW steht für Terabytes Written. Gemeint ist die Datenmenge, die der Hersteller über die Garantiezeit abdeckt. Samsung und WD geben 600 TBW je Terabyte an. Rechnerisch dürfte man auf eine 1-TB-SSD fünf Jahre lang täglich rund 330 GB schreiben. Das schafft kaum ein Spieler.

Kingston und Lexar setzen höher an, Kingston mit 1.000 TBW je Terabyte. Bei Videoschnitt oder großen Datenbanken zählt das. Für eine Spielebibliothek kaum.

Sieben interne SSDs nach Herstellerangaben

ModellSchnittstelle, Lesen laut HerstellerTBW (1 TB) und GarantieFür wenAngebot (Partnerlink)
Samsung 990 ProPCIe 4.0 x4, bis 7.450 MB/s, DRAM600 TBW, 5 JahrePC und PS5 (Kühlkörper-Variante)ansehen
Samsung 990 Evo PlusPCIe 4.0 x4 / 5.0 x2, bis 7.250 MB/s, HMB600 TBW, 5 JahrePC-Aufrüsteransehen
Samsung 9100 ProPCIe 5.0 x4, bis 14.800 MB/s600 TBW, 5 JahreGen5-Plattform, große Projekteansehen
WD_Black SN850XPCIe 4.0 x4, bis 7.300 MB/s600 TBW, 5 JahrePC und PS5 (nur mit Kühlkörper)ansehen
WD_Black SN8100PCIe 5.0 x4, bis 14.900 MB/s600 TBW, 5 JahreGen5-Plattformansehen
Kingston Fury Renegade mit KühlkörperPCIe 4.0 x4, bis 7.300 MB/s, DRAM1.000 TBW, 5 JahrePS5, viel Schreiblastansehen
Lexar NM790PCIe 4.0 x4, bis 7.400 MB/s, HMB1.000 TBW, 5 JahreGroße Kapazität am PCansehen

Samsung 990 Pro

Samsungs Spitzenmodell mit PCIe 4.0. Samsung nennt bis zu 7.450 MB/s lesen und 6.900 MB/s schreiben, dazu einen eigenen DRAM-Cache von 1 bis 4 GB je nach Größe. Die Variante mit Kühlkörper ist laut Samsung 8,2 mm hoch und für die PS5 vorgesehen. Wer eine SSD für PC und Konsole sucht und keine Kompromisse eingehen will, landet bei ihr.

Samsung 990 Evo Plus

Kein DRAM, stattdessen HMB. Am PC ist die Evo Plus damit eine vernünftige Wahl, wenn Spiele und Programme vor allem gelesen werden. In die PS5 würden wir sie nicht stecken, weil Sony HMB ausdrücklich nicht unterstützt.

Samsung 9100 Pro

Samsungs Gen5-Modell reicht laut Datenblatt von 1 bis 8 TB, bei 8 TB mit 4.800 TBW. Gelesen wird mit bis zu 14.800 MB/s. Sinnvoll ist das für Videoschnitt mit großen Rohdaten auf einem aktuellen Mainboard. Wer nur spielt, bezahlt in erster Linie Messwerte.

WD_Black SN850X

Die Gaming-Reihe gehört inzwischen zu Sandisk, das Datenblatt erscheint dort. Jede Kapazität von 1 bis 8 TB ist zusätzlich mit Kühlkörper erhältlich, und nur diese Modelle führt Sandisk für die PS5 auf. Bei 4 und 8 TB ist die Kühlkörper-Variante 10,31 mm hoch, bei 1 und 2 TB 8,9 mm. Vor dem Einbau also Sonys Höhenvorgabe danebenlegen.

WD_Black SN8100

Beim Lesen erreicht die Gen5-Schwester nach Herstellerangabe bis 14.900 MB/s. Beim Schreiben schafft die 1-TB-Version bis zu 11.000 MB/s, die größeren bis zu 14.000 MB/s. TBW und Garantie entsprechen der SN850X. Ohne Gen5-Steckplatz verschenkt.

Kingston Fury Renegade mit Kühlkörper

Kingston bezeichnet die Kühlkörper-Version als „PS5 ready“ und nennt eine Bauhöhe von 10,5 mm. Bemerkenswert ist die Ausdauer: 1,0 PB bei 1 TB, 4,0 PB bei 4 TB. Die Garantie läuft fünf Jahre oder bis der Verschleißzähler „Percentage Used“ 100 erreicht. Bei hoher Schreiblast bleiben hier Reserven.

Lexar NM790

Bis 8 TB, mit Kühlkörper bis 4 TB (9,7 mm hoch). Lexar nennt 1.000 TBW bei 1 TB und 6.000 TBW bei 8 TB, gearbeitet wird mit HMB statt DRAM. Zwar bewirbt Lexar die NM790 als PS5-tauglich. Wegen Sonys HMB-Hinweis sehen wir sie trotzdem eher im PC, wo viel Platz gefragt ist.

Und Crucial?

Micron hat im Dezember 2025 angekündigt, die Verbrauchermarke Crucial aufzugeben; die Auslieferung an den Handel sollte Ende Februar 2026 enden. Crucial-SSDs wie die P310 tauchen noch als Restbestand auf. Deshalb fehlen sie hier.

Welche SSD in welchen Rechner

Für die PS5 nehmen wir die Samsung 990 Pro mit Kühlkörper oder die Kingston Fury Renegade mit Kühlkörper, jeweils mindestens 2 TB. Im Gaming-PC mit Gen4 sind die Samsung 990 Pro und die WD_Black SN850X gesetzt; mehr Tempo bringt dort nichts.

Anders beim neuen Gen5-System mit viel Videoschnitt. Dort passen die Samsung 9100 Pro oder die WD_Black SN8100, gern gleich mit 4 TB. Soll es viel Platz zum kleinen Preis sein, kommen am PC die Samsung 990 Evo Plus oder die Lexar NM790 infrage. Und wer Daten mitnehmen will, greift besser zur externen SSD.

Steht ohnehin ein neuer Rechner an, gehört die SSD in dieselbe Planung wie Mainboard und Prozessor. Erst dann ist klar, ob es überhaupt einen Gen5-Steckplatz gibt.

Quellen

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