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Eine PCIe-5.0-SSD in einem Rechner, der nur PCIe 4.0 kann, ist teuer gekauftes Tempo, das der Steckplatz nie nutzt. Genau dieser Fehler passiert bei internen SSDs ständig. Für die allermeisten PCs und für die PS5 genügt eine gute PCIe-4.0-SSD mit DRAM-Cache wie die Samsung 990 Pro, für die Konsole in der Variante mit Kühlkörper. Gen5 wird erst interessant, wenn Mainboard und Arbeit dazu passen.
Wie eine M.2-SSD überhaupt an den Rechner kommt
Alle Modelle hier sind M.2-SSDs im Format 2280 mit NVMe-Protokoll. Das Kärtchen selbst ist also bei allen gleich groß. Was es leisten darf, bestimmt das Mainboard. Im Handbuch steht, welcher M.2-Steckplatz mit PCIe 5.0 angebunden ist und welcher nur mit 4.0. Neuere SSDs laufen laut Herstellern auch in älteren Steckplätzen, dann aber mit deren Geschwindigkeit.
Gen4-SSDs liegen laut Datenblatt bei rund 7.000 bis 7.450 MB/s beim Lesen, Gen5-Modelle reichen bis 14.900 MB/s. Beides sind Spitzenwerte der Hersteller. Im Alltag sieht man sie selten.
Ein zweiter Unterschied steckt im Inneren. SSDs mit eigenem DRAM-Cache verwalten ihre Daten selbst, Modelle mit Host Memory Buffer (HMB) leihen sich dafür Arbeitsspeicher vom Rechner. Am PC merkt man davon meist nichts. An der PS5 kann das anders aussehen, dazu gleich mehr.
Bleibt die Größe. Unter 2 TB wird es bei aktuellen Spielebibliotheken schnell eng; wer Videos schneidet, plant eher mit 4 TB. Und die Garantie endet nach Zeit oder Schreibmenge, je nachdem, was zuerst eintritt.
Die PS5 hat eigene Regeln
Sony nennt auf seiner Supportseite klare Vorgaben: eine M.2-NVMe-SSD mit PCIe Gen4 x4 und M-Key, 250 GB bis 8 TB, Baulängen von 2230 bis 22110. Mit Kühlung darf das Modul höchstens 25 mm breit und insgesamt 11,25 mm dick sein, davon höchstens 8,0 mm über und 2,45 mm unter der Platine. Empfohlen werden mindestens 5.500 MB/s beim Lesen. Eine Kühlung wie ein Kühlkörper ist laut Sony Pflicht. Ist schon einer verbaut, soll kein zweiter dazukommen. Leicht zu übersehen ist ein Satz weiter unten. Die Konsole unterstützt kein HMB, was bei solchen SSDs laut Sony zu geringerer Leistung führen kann. Eine Gen5-SSD bringt in der PS5 ebenfalls nichts: Sie läuft im Gen4-Steckplatz und kostet trotzdem mehr. Was sonst noch zur Konsole passt, sammelt unser Überblick über PS5-Zubehör.
Was hinter TBW steckt
TBW steht für Terabytes Written. Gemeint ist die Datenmenge, die der Hersteller über die Garantiezeit abdeckt. Samsung und WD geben 600 TBW je Terabyte an. Rechnerisch dürfte man auf eine 1-TB-SSD fünf Jahre lang täglich rund 330 GB schreiben. Das schafft kaum ein Spieler.
Kingston und Lexar setzen höher an, Kingston mit 1.000 TBW je Terabyte. Bei Videoschnitt oder großen Datenbanken zählt das. Für eine Spielebibliothek kaum.
Sieben interne SSDs nach Herstellerangaben
| Modell | Schnittstelle, Lesen laut Hersteller | TBW (1 TB) und Garantie | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Samsung 990 Pro | PCIe 4.0 x4, bis 7.450 MB/s, DRAM | 600 TBW, 5 Jahre | PC und PS5 (Kühlkörper-Variante) | ansehen |
| Samsung 990 Evo Plus | PCIe 4.0 x4 / 5.0 x2, bis 7.250 MB/s, HMB | 600 TBW, 5 Jahre | PC-Aufrüster | ansehen |
| Samsung 9100 Pro | PCIe 5.0 x4, bis 14.800 MB/s | 600 TBW, 5 Jahre | Gen5-Plattform, große Projekte | ansehen |
| WD_Black SN850X | PCIe 4.0 x4, bis 7.300 MB/s | 600 TBW, 5 Jahre | PC und PS5 (nur mit Kühlkörper) | ansehen |
| WD_Black SN8100 | PCIe 5.0 x4, bis 14.900 MB/s | 600 TBW, 5 Jahre | Gen5-Plattform | ansehen |
| Kingston Fury Renegade mit Kühlkörper | PCIe 4.0 x4, bis 7.300 MB/s, DRAM | 1.000 TBW, 5 Jahre | PS5, viel Schreiblast | ansehen |
| Lexar NM790 | PCIe 4.0 x4, bis 7.400 MB/s, HMB | 1.000 TBW, 5 Jahre | Große Kapazität am PC | ansehen |
Samsung 990 Pro
Samsungs Spitzenmodell mit PCIe 4.0. Samsung nennt bis zu 7.450 MB/s lesen und 6.900 MB/s schreiben, dazu einen eigenen DRAM-Cache von 1 bis 4 GB je nach Größe. Die Variante mit Kühlkörper ist laut Samsung 8,2 mm hoch und für die PS5 vorgesehen. Wer eine SSD für PC und Konsole sucht und keine Kompromisse eingehen will, landet bei ihr.
Samsung 990 Evo Plus
Kein DRAM, stattdessen HMB. Am PC ist die Evo Plus damit eine vernünftige Wahl, wenn Spiele und Programme vor allem gelesen werden. In die PS5 würden wir sie nicht stecken, weil Sony HMB ausdrücklich nicht unterstützt.
Samsung 9100 Pro
Samsungs Gen5-Modell reicht laut Datenblatt von 1 bis 8 TB, bei 8 TB mit 4.800 TBW. Gelesen wird mit bis zu 14.800 MB/s. Sinnvoll ist das für Videoschnitt mit großen Rohdaten auf einem aktuellen Mainboard. Wer nur spielt, bezahlt in erster Linie Messwerte.
WD_Black SN850X
Die Gaming-Reihe gehört inzwischen zu Sandisk, das Datenblatt erscheint dort. Jede Kapazität von 1 bis 8 TB ist zusätzlich mit Kühlkörper erhältlich, und nur diese Modelle führt Sandisk für die PS5 auf. Bei 4 und 8 TB ist die Kühlkörper-Variante 10,31 mm hoch, bei 1 und 2 TB 8,9 mm. Vor dem Einbau also Sonys Höhenvorgabe danebenlegen.
WD_Black SN8100
Beim Lesen erreicht die Gen5-Schwester nach Herstellerangabe bis 14.900 MB/s. Beim Schreiben schafft die 1-TB-Version bis zu 11.000 MB/s, die größeren bis zu 14.000 MB/s. TBW und Garantie entsprechen der SN850X. Ohne Gen5-Steckplatz verschenkt.
Kingston Fury Renegade mit Kühlkörper
Kingston bezeichnet die Kühlkörper-Version als „PS5 ready“ und nennt eine Bauhöhe von 10,5 mm. Bemerkenswert ist die Ausdauer: 1,0 PB bei 1 TB, 4,0 PB bei 4 TB. Die Garantie läuft fünf Jahre oder bis der Verschleißzähler „Percentage Used“ 100 erreicht. Bei hoher Schreiblast bleiben hier Reserven.
Lexar NM790
Bis 8 TB, mit Kühlkörper bis 4 TB (9,7 mm hoch). Lexar nennt 1.000 TBW bei 1 TB und 6.000 TBW bei 8 TB, gearbeitet wird mit HMB statt DRAM. Zwar bewirbt Lexar die NM790 als PS5-tauglich. Wegen Sonys HMB-Hinweis sehen wir sie trotzdem eher im PC, wo viel Platz gefragt ist.
Und Crucial?
Micron hat im Dezember 2025 angekündigt, die Verbrauchermarke Crucial aufzugeben; die Auslieferung an den Handel sollte Ende Februar 2026 enden. Crucial-SSDs wie die P310 tauchen noch als Restbestand auf. Deshalb fehlen sie hier.
Welche SSD in welchen Rechner
Für die PS5 nehmen wir die Samsung 990 Pro mit Kühlkörper oder die Kingston Fury Renegade mit Kühlkörper, jeweils mindestens 2 TB. Im Gaming-PC mit Gen4 sind die Samsung 990 Pro und die WD_Black SN850X gesetzt; mehr Tempo bringt dort nichts.
Anders beim neuen Gen5-System mit viel Videoschnitt. Dort passen die Samsung 9100 Pro oder die WD_Black SN8100, gern gleich mit 4 TB. Soll es viel Platz zum kleinen Preis sein, kommen am PC die Samsung 990 Evo Plus oder die Lexar NM790 infrage. Und wer Daten mitnehmen will, greift besser zur externen SSD.
Steht ohnehin ein neuer Rechner an, gehört die SSD in dieselbe Planung wie Mainboard und Prozessor. Erst dann ist klar, ob es überhaupt einen Gen5-Steckplatz gibt.
Quellen
- PlayStation Support: M.2-SSD in der PS5
- Samsung: Datenblatt 990 Pro
- Samsung: 990 Pro Heatsink
- Samsung: Datenblatt 990 Evo Plus
- Samsung: Datenblatt 9100 Pro
- Sandisk: Datenblatt WD_Black SN850X
- Sandisk: Datenblatt WD_Black SN8100
- Kingston: Datenblatt Fury Renegade mit Kühlkörper
- Lexar: Produktblatt NM790
- Lexar: Produktblatt NM790 mit Kühlkörper
- Borns IT-Blog: Micron stellt Crucial für Verbraucher ein
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