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Kohlenmonoxid-Melder kaufen 2026: Norm, Montage, Funk

Kohlenmonoxid-Melder kaufen 2026: Was DIN EN 50291 bedeutet, wo der Melder bei Kaminofen und Gastherme hingehört und welches Modell zu wem passt.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenHekatron KonexXt CO OneKaminofen oder Therme, ein GerätBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichEi Electronics Ei208DWohnung, Wohnwagen, BootBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt11 Abschnitte

Ein Rauchmelder schweigt, wenn aus dem Kaminofen oder der Gastherme Kohlenmonoxid strömt. Das Gas brennt nicht sichtbar, es riecht nach nichts, und es entsteht genau dort, wo im Winter geheizt wird. Wer eine Feuerstätte in der Wohnung hat, braucht deshalb einen eigenen CO-Warnmelder nach DIN EN 50291 mit fest eingebauter Zehn-Jahres-Batterie. In den meisten Haushalten genügt ein solches Gerät im Aufstellraum, etwa der Hekatron KonexXt CO One.

Ein CO-Melder ist kein Ersatz für Wartung. Er ist die letzte Warnung, wenn trotzdem etwas schiefgeht.

Was macht Kohlenmonoxid so tückisch?

Kohlenmonoxid entsteht, wenn Holz, Pellets, Gas oder Öl unvollständig verbrennen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt es in Deutschland jedes Jahr mehrere tausend Vergiftungen und mehrere hundert Todesfälle. Typische Ursachen sind schlecht gewartete Heizungen, Kaminöfen und Gasthermen, verstopfte Abgaswege oder Geräte, die nach draußen gehören: Grills, Gasheizstrahler und Notstromaggregate. Die Aufstellregeln für ein Aggregat, das für den Stromausfall bereitstehen soll, erklären wir bei den Stromerzeugern.

Das Gas verdrängt den Sauerstoff im Blut. Die ersten Beschwerden sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Müdigkeit, also genau das, was man im Winter für eine Erkältung hält. Die Aktion Das Sichere Haus weist auf ein Warnzeichen hin, das man ernst nehmen sollte: Mehrere Menschen im selben Raum klagen gleichzeitig über solche Symptome. Außerdem dringt CO durch Wände und Decken, die Quelle kann also auch beim Nachbarn oder im Keller liegen.

Woran erkenne ich einen geeigneten Melder?

An der Norm. DIN EN 50291-1 ist die Prüfnorm für CO-Warnmelder in Wohnungen. Teil 2 kommt für Wohnwagen, Wohnmobile und Boote hinzu. Ein Gerät ohne diesen Nachweis gehört nicht an die Wand. Die Initiative „CO macht K.O.“ nennt als Erkennungszeichen das BSI- oder LBCP-Prüfzeichen auf Gerät und Verpackung.

Dann zur Batterie. Der elektrochemische Sensor hält ohnehin nur rund zehn Jahre. Eine fest verbaute, versiegelte Lithiumbatterie mit derselben Laufzeit erspart den Batteriewechsel, danach wird das ganze Gerät ersetzt. Eine ppm-Anzeige im Display zeigt, ob ein Wert schleichend steigt.

Und die Funkvernetzung? Steht die Therme im Keller und Sie schlafen unterm Dach, hören Sie einen einzelnen Melder womöglich nicht. Dann hilft ein Melder, der mit den Rauchmeldern im Haus gemeinsam Alarm gibt. Wie solche Systeme funktionieren, beschreibt unser Überblick über vernetzte Rauchmelder.

Wo muss der Melder hängen?

Gesetzlich vorgeschrieben sind CO-Melder in Deutschland nicht. Die fachliche Empfehlung ist trotzdem eindeutig. Die Initiative „CO macht K.O.“, in der unter anderem der Deutsche Feuerwehrverband, die vfdb und das Schornsteinfegerhandwerk mitwirken, rät zu einem Melder in jedem Raum mit Gastherme, Ölheizung oder Kamin. Zusätzlich empfiehlt sie Melder in Räumen, in denen man sich lange aufhält, also Wohn- und Schlafzimmer.

  • Im Raum mit der Feuerstätte an der Decke: mittig, mindestens 30 cm von der Wand, nicht direkt über Heizung oder Gasherd.
  • Im Raum mit der Feuerstätte an der Wand: mindestens 15 cm unter der Decke, höher als Türen und Fenster, 1 bis 3 Meter von der Feuerstätte entfernt.
  • Im Schlafzimmer: in Atemhöhe, etwa 1 bis 1,5 Meter.
  • Nicht: hinter Möbeln, in Nischen ohne Luftbewegung oder direkt neben dem offenen Fenster.

Der Abstand zum Ofen hat einen praktischen Grund. Beim Nachlegen kommt kurz etwas Rauchgas in den Raum, und ein Melder direkt daneben würde bei jedem Öffnen der Tür anschlagen. Manche Geräte, etwa der ABUS COWM510, sind laut Anleitung nur für Wand- oder Standmontage gedacht und nicht für die Decke. Die Bedienungsanleitung hat im Zweifel Vorrang. Steht der Ofenkauf erst noch an: Hinweise zu Aufstellung und Abnahme stehen im Kaminofen-Ratgeber.

Schlägt der Melder an, gilt die Reihenfolge der Feuerwehren: alle Personen sofort aus dem Gebäude, Fenster und Türen öffnen, wenn das im Vorbeigehen geht, Handy mitnehmen, draußen die 112 wählen und nicht zurückgehen.

Welche Geräte kommen in Frage?

ModellStromversorgungAusstattungFür wenAngebot (Partnerlink)
Hekatron KonexXt CO OneFest verbaut, bis 10 JahreDisplay, Wand oder freistehendKaminofen oder Therme, ein Gerätansehen
Ei Electronics Ei208DLithium, fest verbaut, 10 JahreDisplay, EN 50291-1 und -2Wohnung, Wohnwagen, Bootansehen
Ei Electronics Ei208iDWLithium, fest verbaut, 10 JahreDisplay, Funk mit Modul Ei200MRFHäuser mit Ei-Funkrauchmeldernansehen
ABUS COWM5102 × AA, ca. 5 JahreDisplay, Wand oder StandWer Batterien selbst wechseln willansehen
Kidde 10LLDCOFest verbaut, 10 JahreDisplay ab 10 ppm, SpitzenwertWer Werte genau verfolgen möchteansehen

Hekatron KonexXt CO One

Batterie und Sensor sind nach Herstellerangaben fest eingebaut und auf eine Laufzeit bis zehn Jahre ausgelegt. Geprüft ist der Melder nach EN 50291-1, Alarm gibt er ab 50 ppm mit mehr als 85 dB(A) in drei Metern Abstand. Er wird angeschraubt oder steht frei. Funk fehlt. Für die typische Wohnung mit einem Ofen ist das genau der richtige Umfang.

Ei Electronics Ei208D

Die Ei208-Reihe ist laut Hersteller-Datenblatt nach DIN EN 50291 Teil 1 und Teil 2 geprüft, hat eine Lithiumbatterie für mindestens zehn Jahre, 85 dB(A) und Schutzart IP42, auch für typische Badezimmerbedingungen. Die Variante mit D zeigt die CO-Konzentration im Display und gibt per Symbol Hinweise wie „Lüften“ oder „Raum verlassen“. Die Garantie beträgt laut Ei fünf Jahre.

Ei Electronics Ei208iDW

Technisch der Bruder des Ei208D, aber mit Steckplatz für das Funkmodul Ei200MRF, das separat gekauft wird. Mit Modul gibt der Melder gemeinsam mit funkvernetzten Ei-Rauchmeldern Alarm, etwa dem Ei650RF. Die AudioLINK-Funktion liest Daten über eine App aus, Push-Nachrichten aufs Handy schickt sie laut Händlerangaben nicht. Hängen schon Ei-Funkmelder im Haus, ist das der passende Weg. Als Einzelgerät unnötig teuer.

ABUS COWM510

ABUS setzt auf zwei AA-Batterien, die laut Anleitung etwa fünf Jahre halten, der Sensor bis zu zehn. Der Melder ist nach EN 50291-1:2018 geprüft und reagiert gestaffelt: bei 50 ppm nach 60 bis 90 Minuten, bei 300 ppm nach höchstens drei Minuten. Vorgesehen ist er für Räume bis 60 m², zur Wand- oder Standmontage, nicht für die Decke. Der Batteriewechsel nach etwa fünf Jahren ist ein Pflegeschritt mehr, den man nicht vergessen darf.

Kidde 10LLDCO

Der Kidde zeigt schon ab 10 ppm einen Wert an und speichert den Spitzenwert. Die Batterie ist versiegelt und hält zehn Jahre, Auf Sensor und Batterie geben Händler eine Garantie von zehn Jahren an. Preislich spielt er eine Klasse höher. Für die bloße Warnung ist das kaum zu begründen.

Und Nest Protect?

Google hat beim Kombimelder Produktion und Verkauf im März 2025 eingestellt, neue Geräte sind regulär nicht mehr zu bekommen.

Welcher Melder passt zu meinem Zuhause?

Eine Wohnung mit einem Kaminofen oder einer Gastherme: Hekatron KonexXt CO One oder Ei208D im Aufstellraum, dazu bei Bedarf ein zweites Gerät im Schlafzimmer. Im Haus über mehrere Etagen mit Ei-Funkrauchmeldern nehmen Sie den Ei208iDW mit Modul Ei200MRF, damit der Alarm auch oben ankommt.

Für Wohnwagen oder Boot bleibt der Ei208D, weil er nach Herstellerangabe auch Teil 2 der Norm erfüllt. Lieber Batterien wechseln als Geräte? Dann der ABUS COWM510; nach rund fünf Jahren frische AA-Zellen einplanen. Wer Werte genau verfolgen will, greift zum Kidde 10LLDCO.

Ein Punkt gilt für alle: Den Testknopf regelmäßig drücken und nach Ablauf der Lebensdauer das ganze Gerät tauschen. Ein CO-Melder ersetzt keinen Rauchmelder und keinen Besuch des Schornsteinfegers.

Quellen

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