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Faltbares Solarpanel kaufen 2026: Watt, Spannung, Ertrag

Faltbares Solarpanel kaufen: warum 200 Wp selten 200 Watt liefern, wie Spannung und Stecker zur Powerstation passen und welches Modell zu wem passt.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 02.11.2026
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Auch im VergleichAnker SOLIX PS200 BifazialStationen mit Hochvolt-EingangBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt10 Abschnitte

200 Watt steht auf der Tasche, 140 zeigt die Powerstation. Kaputt ist da nichts. Die Zahl auf dem Etikett gilt für Laborbedingungen, die draußen fast nie zusammenkommen. Wer das weiß und die Spannung des Panels mit dem Solareingang seiner Powerstation abgleicht, kauft richtig. Für flexible Einsätze mit kleinen und mittleren Powerstations halten wir ein leichtes 100-Watt-Panel mit rund 20 Volt für den vernünftigsten Start, etwa das bifaziale Anker SOLIX PS100. Wer eine größere Station mit Hochvolt-Eingang besitzt, greift zur 200-Watt-Klasse.

Was die Wattzahl auf dem Etikett wirklich bedeutet

Die Nennleistung in Watt-Peak (Wp) wird unter Standard-Testbedingungen gemessen. Gemeint sind 1.000 Watt Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter, ein genormtes Lichtspektrum (AM 1,5) und eine Zelltemperatur von 25 °C. So steht es in der Anleitung des bifazialen 220-W-Panels von EcoFlow. Im Freien misst man an einem klaren Tag eher 800 bis 900 W/m², und die Zellen heizen sich in der Sonne auf. EcoFlow nennt für sein 220-W-Panel unter solchen Bedingungen 160 bis 180 Watt, also rund drei Viertel der Nennleistung. Werte nahe am Etikett beobachtet der Hersteller am ehesten mittags im Winter.

Warum ausgerechnet im Winter? Kälte. Siliziumzellen verlieren mit jedem Grad über 25 °C etwas Leistung. EcoFlow gibt für sein 100-W-Panel einen Temperaturkoeffizienten von −0,39 % pro Grad an und rechnet vor, dass ein Modul mit 60 °C Oberflächentemperatur im Sommer etwa 13 % unter seiner Nennleistung bleibt. Ein dunkles Panel auf heißem Asphalt hat deshalb einen schlechteren Tag als eines im Gras, das ein wenig Wind abbekommt.

Der Winkel zählt ebenso. Fällt das Licht senkrecht auf die Fläche, ist alles gut, und laut EcoFlow kostet eine Abweichung bis etwa 10 Grad kaum Ertrag. Anker empfiehlt für Europa eine Neigung von 35 Grad zwischen 10 und 17 Uhr. Wolken und Dunst drücken die Leistung dagegen deutlich, ebenso jeder Schatten. Schon der Schatten eines Astes kann die Leistung laut EcoFlow stark drücken. Bei mobilen Panels heißt das ganz praktisch: alle ein bis zwei Stunden nachdrehen. Jackery hat dafür einen kleinen Sonnenwinkel-Anzeiger am Griff, dessen Schatten in einen weißen Kreis fallen soll.

Bifaziale Panels sammeln zusätzlich Licht auf der Rückseite. Anker beziffert den Gewinn mit bis zu 10 %. EcoFlow spricht von 5 bis 25 %, mehr bei viel Umgebungslicht. Auf dunklem Waldboden sollten Sie mit dem unteren Ende rechnen.

Spannung, Stecker, Eingang: wo Fehlkäufe passieren

Teuer wird es selten wegen zu wenig Watt. Teuer wird es, wenn Panel und Powerstation elektrisch nicht zusammenpassen. Jede Station hat einen Solareingang mit einem Spannungsbereich. Bei der Bluetti EB55 sind das laut Anleitung 12 bis 28 Volt bei höchstens 200 Watt. Entscheidend ist die Leerlaufspannung (Voc), also die Spannung, die das Panel ohne angeschlossenen Verbraucher liefert. Sie liegt immer über der Arbeitsspannung. Ein Panel mit 48 Volt Arbeitsspannung wie das Anker SOLIX PS200 gehört deshalb an keinen Eingang, der bei 28 Volt endet.

Bei Kälte steigt die Leerlaufspannung. Für das bifaziale 220-W-Panel nennt EcoFlow einen Spannungskoeffizienten von −0,33 % pro Grad. Rechnen wir: Zwei dieser Panels in Reihe kommen auf 43,6 Volt Leerlauf. Bei 0 °C Zelltemperatur, also 25 Grad unter Normbedingung, werden daraus gut 47 Volt. Ein Eingang bis 60 Volt verkraftet das mit Reserve. Ein drittes Panel in Reihe würde mit über 65 Volt die Grenze überschreiten.

In Reihe addieren sich die Spannungen, parallel die Ströme. Für 20-Volt-Panels an einer Station mit Hochvolt-Eingang ist die Reihe meist der bessere Weg. Parallel bringt nur etwas, wenn der Eingang den doppelten Strom auch annimmt. EcoFlow rät bei seinen Delta- und River-Stationen, die bis 12 Ampere annehmen, ausdrücklich davon ab. Unterschiedliche Panels in einer Reihe begrenzen sich gegenseitig auf den Strom des schwächsten. Kaufen Sie bei Erweiterungen also das gleiche Modell nach.

Bei den Steckern hat jeder Hersteller seine Vorlieben. MC4 ist der Standard der Photovoltaik, XT60 der verbreitete Eingang an Powerstations, Jackery nutzt runde DC7909- und DC8020-Stecker, manche Stationen auch Anderson-Buchsen. Adapterkabel gibt es für fast alles. Sie müssen aber für den Strom des Panels ausgelegt sein. DJI geht einen eigenen Weg: Das Zignes-Panel braucht an der DJI Power ein separates MPPT-Adaptermodul.

Gewicht, Packmaß und Wetterschutz im Alltag

Zwischen 2,8 und 5,6 Kilo wiegen die Modelle unten, das alte bifaziale 220-W-Panel von EcoFlow brachte es noch auf 9,5 Kilo. Wer das Panel vom Parkplatz zum Zeltplatz trägt, merkt jedes Kilo. Das Packmaß bestimmt, ob es hinter den Autositz passt oder den halben Kofferraum belegt. Achten Sie auch auf den Ständer. Anker setzt auf einen festen Winkel mit kleiner Verstellung, DJI legt dem Zignes-Panel einen Ständer bei.

Mit IP68 werben Anker und EcoFlow, doch auch dann gilt Vorsicht. Anker schreibt in den Fragen zum PS100, das Panel solle nicht starkem Regen ausgesetzt oder untergetaucht werden, und warnt vor dem heißen Metallrahmen. EcoFlow nennt nur den Paneelkörper wasserfest, Anschlussdose und Steckverbindungen sollen nicht länger im Wasser liegen. Jackery rät in der Anleitung, das Panel nicht nass werden zu lassen und nur mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Bei Regen also einpacken.

Direkt laden per USB? Das Jackery SolarSaga 100 hat einen USB-A-Ausgang mit 5 V und 2,4 A sowie USB-C mit 5 V und 3 A. Für ein Handy genügt das, ein Laptop braucht mehr. Meist läuft der Strom ohnehin über die Powerstation.

Vier faltbare Solarpanels mit ihren Eckdaten

ModellLeistung und SpannungAnschluss und SchutzGewicht, gefaltetFür wenAngebot (Partnerlink)
Anker SOLIX PS100 Bifazial100 W, 21,6 V / 4,63 A am ArbeitspunktXT60i-Kabel beiliegend, IP682,8 kg, 51 × 60 × 6,4 cmLeichtes Gepäck, kleine bis mittlere Stationenansehen
Anker SOLIX PS200 Bifazial200 W, 48 V / 4,16 A am ArbeitspunktXT60i-Kabel beiliegend, IP684,8 kg, 68,5 × 79,2 × 4,5 cmStationen mit Hochvolt-Eingangansehen
Jackery SolarSaga 100100 W, 20 V Arbeits-, 24,8 V LeerlaufspannungDC7909 mit DC8020-Adapter, USB-A und USB-C61 × 55,2 × 3,5 cmJackery-Besitzer, Handy direkt ladenansehen
DJI Zignes 120W Solarpanel120 W, max. 26 V Leerlauf, max. 7 Aüber DJI-MPPT-Modul, IP655,6 kg, 36,5 × 58 × 7 cmBesitzer einer DJI Poweransehen

Alle Werte sind Herstellerangaben aus Produktseiten und Anleitungen.

Anker SOLIX PS100 Bifazial

Mit 2,8 kg ist es das leichteste Panel dieser Liste. Die Arbeitsspannung von 21,6 Volt passt zu den üblichen 12-bis-28-Volt-Eingängen kleiner Stationen. Zwei Stück in Reihe bedienen später auch einen Hochvolt-Eingang. Laut Anker liegen ein XT60i-Kabel und zwei Solarkabel bei. Nach EcoFlows Faustregel für 100-W-Panels kommen an einem klaren Mittag eher 70 bis 80 Watt an. Für eine 1-kWh-Station ist das wenig, für Licht, Handy und Kühlbox am Wochenende passt es.

Anker SOLIX PS200 Bifazial

Doppelte Leistung bei 4,8 kg. Der Knackpunkt ist die Spannung. Mit 48 Volt am Arbeitspunkt, die Leerlaufspannung liegt noch darüber, gehört das PS200 nur an Stationen mit entsprechend hohem Solareingang. Prüfen Sie das im Datenblatt Ihrer Station, bevor Sie bestellen. Passt es, spart ein 200-W-Panel gegenüber zwei 100ern Kabel und Aufbauzeit.

Jackery SolarSaga 100

Ein Klassiker für Jackery-Stationen. Die Anleitung nennt 20 Volt Arbeits- und 24,8 Volt Leerlaufspannung, dazu USB-A und USB-C direkt am Panel. Der DC7909-Stecker passt an Jackerys Explorer-Reihe, ein Adapter auf DC8020 liegt bei. An fremden Stationen brauchen Sie ein Adapterkabel. Bei Nässe ist der Hersteller zurückhaltend, also lieber nicht im Regen liegen lassen.

DJI Zignes 120W Solarpanel

Gebaut für die DJI Power 500, 1000 und 1000 V2. Direkt einstecken geht nicht. Sie brauchen das DJI-Power-Adaptermodul (MPPT), das bis zu drei Panels aufnimmt, oder ein Autosteckdosen-Kabel für genau eines. Ein Ständer und ein 3-Meter-Verlängerungskabel gehören laut DJI zum Lieferumfang. Mit IP65 ist es gegen Spritzwasser geschützt, untertauchen sollte man es nicht.

Und das Balkonkraftwerk?

Ein faltbares Panel lädt eine Batterie mit Gleichstrom. Ins Hausnetz speist es nichts ein. Ein Steckersolargerät besteht laut Bundesnetzagentur aus Solarmodulen, einem Wechselrichter und einem Stecker für die Steckdose. Die Modulleistung darf bis 2.000 Watt reichen, der Wechselrichter höchstens 800 VA leisten, und das Gerät muss im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Wer dauerhaft am Balkon Strom erzeugen will, ist im Ratgeber zum Balkonkraftwerk mit Speicher richtig. Die Faltpanels hier sind für unterwegs gedacht.

So würden wir entscheiden

  • Sie haben eine kleine Station mit 12-bis-28-Volt-Eingang oder wollen flexibel bleiben: Anker SOLIX PS100 Bifazial, später ein zweites in Reihe.
  • Ihre Station nimmt 60 Volt und mehr: Anker SOLIX PS200 Bifazial, ein Panel statt zwei.
  • Sie fahren eine Jackery Explorer und wollen das Handy direkt am Panel laden: Jackery SolarSaga 100.
  • Sie besitzen eine DJI Power: DJI Zignes 120W samt MPPT-Modul.

Welche Station zu Ihrem Bedarf passt, klärt unser Ratgeber zum Powerstation-Kauf. Soll das Panel eine Kühlbox versorgen, hilft der Ratgeber zur Kompressor-Kühlbox.

Quellen

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