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August, Campingplatz, über dreißig Grad im Schatten. Die Butter in der Kühlbox ist flüssig. Für genau diesen Moment gibt es Kompressor-Kühlboxen, denn sie arbeiten wie ein kleiner Kühlschrank und schaffen sogar Tiefkühlen, ganz gleich, wie heiß es draußen ist. Entscheiden Sie zuerst über die Größe, passend zum Kofferraum, und dann über die Stromversorgung. Stehen Sie oft ohne Auto oder Steckdose da, gehört ein Akku oder eine Powerstation dazu.
Muss es wirklich ein Kompressor sein?
Im Sommer ja. Thermoelektrische Boxen, oft Peltier-Boxen genannt, kühlen laut ADAC nur etwa 20 Grad unter die Außentemperatur, und an einem heißen Tag reicht das nicht. Mit Kompressor sind laut ADAC bis etwa −18 °C drin, bei manchen Modellen noch weniger. Dafür wiegen diese Boxen mehr und kosten mehr.
Wie groß soll die Box sein?
Für Paare und Wochenendtouren genügen 30 bis 40 Liter. Familien und längere Reisen landen eher bei 45 bis 55 Litern. Mindestens so wichtig wie das Volumen ist eine banale Frage: Stehen 1,5-Liter-Flaschen aufrecht darin? Und passt die Box überhaupt in den Kofferraum? Messen Sie nach. Ein Zollstock kostet weniger als eine Rücksendung.
Zwei Zonen lohnen, wenn Getränke und Tiefkühlware gleichzeitig mitfahren, denn dann kühlt die eine Seite, während die andere gefriert. Etwas Innenraum kostet die Trennwand allerdings, bei manchen Boxen lässt sie sich herausnehmen.
Kann ich die Box einfach an die Autobatterie hängen?
Kurz schon, auf Dauer besser nicht. Fast alle Modelle laufen im Auto an 12 und 24 Volt, ein 230-Volt-Netzteil hilft auf dem Campingplatz und im Ferienhaus, und manche Boxen nehmen sogar Solarstrom direkt an. Verzichten sollten Sie auf keinen Fall auf einen mehrstufigen Unterspannungsschutz. Er schaltet die Box ab, bevor die Starterbatterie leer ist.
Auch bei stehendem Motor zieht die Box nämlich Strom aus der Starterbatterie. Parkt das Auto mehrere Tage, stellen Sie den Batterieschutz auf die höchste Stufe. Für längere Standzeiten taugt eine eigene Stromquelle mehr, also Wechselakku oder Powerstation. Klären Sie dabei, ob der Akku mitgeliefert wird oder extra kostet. Welche Powerstation-Größe sinnvoll ist, erklären wir im Ratgeber zum Kauf einer Powerstation.
Ein simpler Trick spart Strom. Box möglichst voll packen und zu Hause am Netz vorkühlen, denn volle, kalte Ware hält die Temperatur länger.
Brauche ich eine App?
Bequem ist sie. Mehr nicht. Per Bluetooth oder WLAN sehen Sie die Temperatur, ändern sie vom Zelt aus und bekommen teils Warnungen, etwa bei offenem Deckel. Unterschätzt wird eher das Gewicht: Leer bringen 40-Liter-Boxen oft über 18 Kilogramm auf die Waage. Wer die Box häufig schleppt, ist über Räder und einen Teleskopgriff froh.
Sechs Kompressorboxen von 38 bis 50 Litern
| Modell | Volumen und Zonen | Strom und Steuerung | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Dometic CFX3 45 | 46 l, eine Zone, +20 bis −22 °C | 12/24 V, 100–240 V; App per Bluetooth und WLAN | Vielfahrer, die Robustheit wollen | ansehen |
| EcoFlow Glacier Classic 45L | 45 l, zwei Zonen | 12/24 V, Netz, Solar, USB-C; optionaler Akku 298 Wh; App | Camper ohne Strom am Platz | ansehen |
| BODEGA 50 L Dual-Zone | 50 l, zwei Zonen, Trennwand herausnehmbar | 12/24 V, 100–240 V; App | Familien mit kleinerem Budget | ansehen |
| Alpicool EZGW41 | 40 l, zwei Zonen, −20 bis +20 °C | 12/24 V, 100–240 V; App | Einsteiger, die zwei Zonen möchten | ansehen |
| Mobicool MCF40 | 38 l, eine Zone, +20 bis −10 °C | 12/24 V, 100–240 V; ohne App | Gelegenheitscamper, einfache Bedienung | ansehen |
| Engel MT45F-S | 40 l, eine Zone, +10 bis −18 °C | 12/24/230 V; Digitalanzeige, ohne App | Angler und Langzeitnutzer | ansehen |
Dometic CFX3 45: die Referenz für Vielfahrer
46 Liter, gekühlt wird laut Hersteller von +20 bis −22 °C. Die Box läuft an 12 und 24 Volt sowie am Netz. Über die CFX3-App regeln Sie die Temperatur per Bluetooth oder WLAN und sehen den Verlauf. Eingebaut ist ein dreistufiger Batterieschutz, leer wiegt sie 18,7 Kilogramm. Obere Preisklasse, und das merkt man am Funktionsumfang.
EcoFlow Glacier Classic 45L: unabhängig vom Auto
Erhältlich mit 35, 45 und 55 Litern. Die 45-Liter-Variante hat zwei Zonen, zwischen denen nach Herstellerangabe bis zu 22 Grad Unterschied möglich sind. Mit dem separat verkauften 298-Wh-Akku sollen laut EcoFlow bis zu 43 Stunden ohne Netz drin sein. Laden lässt sie sich am Auto, am Netz, per Solar bis 110 Watt oder an USB-C. Allerdings bringt sie leer 23,2 Kilogramm mit, und auch sie spielt preislich oben mit.
BODEGA 50 L Dual-Zone: viel Raum fürs Geld
Zwei Zonen, die sich je von etwa −20 bis +20 °C einstellen lassen. Ohne Trennwand entsteht eine große. Strom kommt aus 12 und 24 Volt oder vom Netz, gesteuert wird am Gerät oder per App. Mittlere Preisklasse.
Alpicool EZGW41: zwei Zonen zum kleinen Preis
40 Liter, zwei unabhängig regelbare Zonen von −20 bis +20 °C, Bedienung am Display oder per App, Strom aus 12/24 Volt oder dem Netz. Räder und Griff erleichtern das Tragen. Preislich bewegt sich die Box im unteren bis mittleren Bereich. Die Garantiebedingungen des Händlers sollten Sie vor der Bestellung genau lesen.
Mobicool MCF40: kühlen ja, lange tiefkühlen eher nicht
Laut Hersteller 38 Liter und ein Einstellbereich von +20 bis −10 °C. Getränke und Proviant fürs Wochenende sind damit gut versorgt, Tiefkühlware über mehrere Tage weniger. Betrieben wird sie an 12/24 Volt und am Netz, eine App fehlt. Positiv: 1,5-Liter-Flaschen stehen aufrecht. Unter den Kompressor-Boxen gehört sie zu den günstigen.
Engel MT45F-S: Stahl statt Komfort
Engel baut einen Schwingkompressor von Sawafuji in ein Gehäuse aus einbrennlackiertem Stahlblech. Laut Datenblatt fasst die MT45F-S 40 Liter und kühlt von +10 bis −18 °C, ein Digitaldisplay zeigt die Innentemperatur, eine App gibt es nicht. 24 Kilogramm, obere Preisklasse. Gedacht ist sie für lange Einsätze unter harten Bedingungen, beim Angeln etwa. Wer zweimal im Jahr zeltet, braucht sie nicht.
Welche Box passt zu meiner Reise?
Viel unterwegs, vielleicht im Van? Dann die Dometic CFX3 45 mit App und großem Temperaturbereich. Beim Camping ohne Stromanschluss spielt die EcoFlow Glacier Classic 45L mit Akku und Solareingang ihre Stärke aus. Familien, die Kühl- und Tiefkühlware zugleich transportieren, finden in der BODEGA 50 L oder der Alpicool EZGW41 zwei Zonen. Für gelegentliche Ausflüge reicht die einfache und günstige Mobicool MCF40, und für Angler und harte Einsätze bleibt die Engel MT45F-S mit Stahlgehäuse.
Geht es auf eine längere Reise mit Dachgepäck, hilft beim Packen unser Ratgeber zum Kauf einer Dachbox.
Quellen
- Dometic: CFX3 45
- EcoFlow: Glacier Classic
- BODEGA: 50-L-Kühlbox T50
- Mobicool: MCF40
- Engel: Datenblatt MT45F-S (PDF)
- ADAC Skipper: Kühlboxen an Bord
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