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Fahrradbeleuchtung kaufen 2026: StVZO, Akku oder Dynamo

Fahrradbeleuchtung kaufen 2026: K-Nummer erkennen, Lux richtig lesen, Akku oder Dynamo wählen und wissen, was § 67 StVZO zu Fernlicht und Bremslicht sagt.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
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Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt13 Abschnitte

Hell heißt nicht erlaubt. Die grelle Lampe ohne Zulassung ist beim Fahrradlicht der klassische Fehlgriff. Sie blendet den Gegenverkehr und darf im Straßenverkehr schlicht nicht benutzt werden. Am sorglosesten fahren Sie täglich mit Nabendynamo und einem zugelassenen Dynamo-Scheinwerfer wie dem Busch & Müller Lumotec IQ-X. Räder ohne Dynamo brauchen eine Akkuleuchte mit Prüfzeichen, etwa die Busch & Müller Ixon Core 2 oder die Sigma Aura 100 Link.

Was verlangt § 67 StVZO eigentlich?

Die Regeln stehen in § 67 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Fahrräder brauchen vorn einen weißen Scheinwerfer für Abblendlicht, der niemanden blendet, dazu einen weißen Rückstrahler. Hinten sind eine rote Schlussleuchte und ein roter Rückstrahler der Kategorie „Z“ Pflicht, beides darf in einem Gehäuse sitzen. Gelbe Rückstrahler an den Pedalen und eine seitliche Kennzeichnung an beiden Rädern gehören ebenfalls dazu. Blinkende Scheinwerfer und blinkende Schlussleuchten sind unzulässig.

Als Stromquelle erlaubt das Gesetz Dynamo, Batterie und Akku. Abnehmbare Leuchten sind zulässig, sie müssen aber bei Dämmerung, Dunkelheit oder schlechter Sicht angebracht sein. Bei Pedelecs darf das Licht am Antriebsakku hängen, wenn es nach dem Abschalten des Motors noch mindestens zwei Stunden weiterleuchtet. Und das Fernlicht? Hier hält sich ein Irrtum hartnäckig. Laut § 67 Abs. 3 dürfen Scheinwerfer an jedem Fahrrad zusätzlich Tagfahrlicht und Fernlicht haben, eine Beschränkung auf schnelle E-Bikes enthält der Gesetzestext nicht. Die Umschaltung muss automatisch oder über ein Bedienteil am Lenker erfolgen. Zu finden ist Fernlicht trotzdem fast nur an E-Bike-Scheinwerfern, weil es viel Strom braucht. S-Pedelecs bis 45 km/h sind rechtlich keine Fahrräder, für sie gilt § 67 nicht.

Ausdrücklich erlaubt ist auch das Bremslicht. Schlussleuchten dürfen eine rote Bremslichtfunktion haben, Pflicht ist sie nicht.

Woran erkenne ich eine zugelassene Leuchte?

Zugelassene Leuchten tragen eine Wellenlinie, den Buchstaben K und eine Prüfnummer. Die Bauartgenehmigung erteilt das Kraftfahrt-Bundesamt. Steht im Angebot nur „StVZO-konform“ oder „nach StVZO“, ohne dass eine K-Nummer genannt wird, sollten Sie nachfragen. Eine Behauptung im Produkttitel ersetzt das Zeichen nicht.

Wie hell muss es sein?

Schauen Sie auf Lux, nicht auf Lumen. Lux beschreibt, wie viel Licht auf der Straße ankommt, Lumen die gesamte Lichtmenge der LED, und für den Vergleich zugelassener Scheinwerfer ist Lux die aussagekräftigere Zahl. Lezyne etwa bewirbt die Hecto Pro StVZO 400+ vor allem mit 400 Lumen.

In der Stadt mit Straßenlaternen kommen Sie mit 30 bis 50 Lux gut zurecht. Auf unbeleuchteten Radwegen zwischen zwei Orten machen 70 bis 100 Lux einen spürbaren Unterschied. Bei Akkuleuchten wird oft die Laufzeit der schwächsten Stufe groß angegeben; entscheidend ist, wie lange die volle Stufe hält. Und Dynamo-Leuchten sollten an der Ampel weiterleuchten.

Dynamo oder Akku?

Ein Nabendynamo liefert Licht, solange das Rad rollt. Kein Laden, kein leerer Akku im November. Pendler und Trekkingräder fahren damit entspannter, auch weil fest verschraubte Leuchten kaum Diebe anlocken. Hat das Rad keinen Dynamo, kostet der Umbau allerdings Geld und Werkstattzeit. Rennräder, Gravelbikes und Zweiträder ohne Dynamo bekommen Akkuleuchten. In Sekunden sind sie abgenommen. Das schützt vor Diebstahl beim Parken am Bahnhof, verlangt aber Disziplin, weil die Leuchte bei Dämmerung wieder am Rad sein muss. Wer oft vergisst zu laden, kauft hier eher Ärger.

Sieben zugelassene Leuchten im Vergleich

ModellEnergieHelligkeit laut HerstellerFür wenAngebot (Partnerlink)
Busch & Müller Lumotec IQ-XNabendynamo100 Lux, kein FernlichtPendler auf dunklen Streckenansehen
AXA Blueline 50-T Steady AutoDynamo50 LuxStadt- und Alltagsräder ohne Motoransehen
Busch & Müller Ixon Core 2Akku, USB-C70 / 35 / 15 LuxRäder ohne Dynamo, lange Akkulaufzeitansehen
Sigma Aura 100 Link + Blaze LinkAkku, USB-C und Micro-USBbis 100 Lux, Rücklicht mit BremslichtWer ein abgestimmtes Set willansehen
Trelock LS 760 I-Go VisionAkku, USB100 Lux, fünf StufenVielfahrer mit Blick auf die Restlaufzeitansehen
Sigma Aura 170 HB LinkAkku, USB-Cbis 150 Lux Abblendlicht, Fernlicht zuschaltbarSchnelle Fahrten auf unbeleuchteten Wegenansehen
Busch & Müller Toplight Line brake plusNabendynamoRücklicht mit BremslichtDynamo-Räder, die hinten aufrüstenansehen

Busch & Müller Lumotec IQ-X

Der IQ-X ist laut Busch & Müller ein Dynamo-Scheinwerfer mit 100 Lux Abblendlicht, Standlicht und Sensorautomatik. Fernlicht hat er nicht.

Preislich gehört er zum oberen Segment beim Dynamo-Licht. Das zahlt sich aus, wenn Sie regelmäßig über Land fahren. In der Stadt allein ist es mehr Licht, als Sie brauchen.

AXA Blueline 50-T Steady Auto

AXA nennt 50 Lux, einen Hell-Dunkel-Sensor und ein Standlicht von rund vier Minuten. Der Scheinwerfer passt an Naben- und Seitendynamos. An E-Bikes gehört er nach Herstellerangabe nicht. Eine solide, bezahlbare Wahl für das klassische Alltagsrad.

Busch & Müller Ixon Core 2

Der Nachfolger der bekannten Ixon Core bringt laut Hersteller 70 Lux in der hellen Stufe für etwa 2,5 Stunden, in der kleinsten Stufe sind es rund 18 Stunden. Geladen wird über USB-C. Der 3.000-mAh-Akku taugt auch als Powerbank. Mit 125 Gramm bleibt die Leuchte leicht.

Die Frontleuchte liefert laut Sigma bis zu 100 Lux und hält in der hellsten Stufe etwa drei Stunden, im Eco-Modus bis zu zwölf. Das Rücklicht Blaze Link erkennt über einen Beschleunigungssensor, wenn Sie langsamer werden, und leuchtet dann etwa drei Sekunden heller. Beide Leuchten koppeln sich per Bluetooth.

Schade nur: Das Rücklicht lädt noch per Micro-USB.

Trelock LS 760 I-Go Vision

Trelock gibt 100 Lux, fünf Helligkeitsstufen und bis zu neun Stunden Laufzeit an. Ein Display zeigt die verbleibende Leuchtdauer, eine Powerbank-Funktion ist eingebaut. Die Leuchte ist neben der StVZO auch in den Niederlanden zugelassen. Preislich spielt sie weit oben mit.

Hier zeigt sich, dass Fernlicht kein reines E-Bike-Thema ist. Die Akkuleuchte bietet laut Sigma bis zu 150 Lux Abblendlicht und ein Fernlicht, das über die kabellose Fernbedienung Remote HB zugeschaltet wird. Mit Fernlicht hält der Akku allerdings höchstens 2,5 Stunden, und ein Ladekabel fehlt im Karton. Im Alltag zwischen Wohnung und Büro bezahlen Sie hier Reserven, die Sie kaum ausschöpfen werden.

Busch & Müller Toplight Line brake plus

Das Dynamo-Rücklicht registriert laut Hersteller deutliche Verzögerungen und leuchtet dann heller. Voraussetzung sind ein Nabendynamo und eingeschaltetes Licht. Wer sein Dynamo-Rad hinten aufrüsten möchte, bekommt das Bremslicht ohne einen weiteren Akku.

Welches Licht passt zu meinem Rad?

Trekkingrad oder Citybike mit Nabendynamo: Lumotec IQ-X für Landstraßen, AXA Blueline 50-T für die Stadt, hinten das Toplight Line brake plus. Wer noch beim Rad selbst schwankt, findet Hilfe zum Trekkingrad und zum Citybike.

Ohne Dynamo zum Pendeln? Ixon Core 2.

Ihre Laufzeit auf mittlerer Stufe trägt den Alltag. Ein abgestimmtes Set aus einer Hand, inklusive Bremslicht, ergeben Sigma Aura 100 Link und Blaze Link. Bei vielen Kilometern im Dunkeln spricht die Restlaufanzeige für die Trelock LS 760 I-Go Vision.

Am E-Bike zuerst nachsehen, ob der Motor einen Lichtanschluss hat. Dann ist ein passender E-Bike-Scheinwerfer meist sinnvoller als eine Akkuleuchte; Hintergründe bietet der E-Bike-Ratgeber. Zusätzlich gesehen werden Sie mit einem Helm mit Reflektoren, mehr dazu bei den Fahrradhelmen.

Quellen

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