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Kompaktkamera kaufen 2026: Festbrennweite, Zoom, Reise

Kompaktkamera kaufen 2026: X100VI, Ricoh GR IV, RX100 VII, G7 X III und Lumix TZ im Vergleich, dazu Tipps für Reise und Gebrauchtkauf.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenSony RX100 VIIReisende, die Zoom und Qualität wollenBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativePanasonic Lumix TZ99Urlaub mit kleinem BudgetBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichFujifilm X100VIAmbitionierte mit großem BudgetBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt10 Abschnitte

Was kann sie, das Ihr Smartphone nicht kann? An dieser einen Frage hängt 2026 der Kauf einer Kompaktkamera. Ohne klare Antwort landet das zweite Gerät nach drei Wochen ungenutzt im Regal. Wer unterwegs mehr will, als das Handy liefert, findet in der Sony RX100 VII den vernünftigsten Kompromiss aus großem Zoom, 1-Zoll-Sensor und Sucher für die Jackentasche. Geht es nur um Reisezoom und stört ein kleiner Sensor nicht, reicht die Panasonic Lumix TZ99 für deutlich weniger Geld.

Drei Bauarten, drei Arten zu fotografieren

Von außen sehen sich Kompaktkameras ähnlich. Innen unterscheiden sie sich grundlegend.

Am einen Ende stehen APS-C-Kameras mit Festbrennweite. Fujifilm X100VI und Ricoh GR IV haben Sensoren in der Größe vieler Systemkameras, aber kein Zoom. Sie gewinnen Bildqualität und Freistellung und geben dafür Flexibilität ab. Näher heran geht man hier mit den Füßen, nicht mit dem Objektiv.

Dazwischen die 1-Zoll-Klasse mit Zoom: Sony RX100 VII, Canon G7 X Mark III und Panasonic TZ202D. Kleiner als APS-C, aber deutlich größer als in einfachen Kompaktkameras.

Und am anderen Ende der Superzoom. Die Lumix TZ99 arbeitet mit einem 1/2,3-Zoll-Sensor und holt dafür bis 720 mm heran. Bei Tageslicht genügt das, in dunklen Innenräumen kaum noch.

Zwei Kleinigkeiten entscheiden im Alltag mit. Scheint die Sonne aufs Display, sieht man oft wenig, und einen Sucher haben nur X100VI, RX100 VII und TZ202D, nicht aber GR IV, G7 X Mark III und TZ99. Außerdem: Liegt ein Ladegerät bei? Die TZ99 lädt den Akku laut Testbericht per USB-C in der Kamera, ein externes Ladegerät kostet extra.

Eine Festbrennweite für die Safari ist ein klassischer Fehlgriff. Genauso falsch liegt, wer eine 30-fach-Zoomkamera fürs Abendessen im Restaurant kauft. Überlegen Sie also, wo die Kamera wirklich zum Einsatz kommt. Denken Sie ohnehin über Wechselobjektive nach, lesen Sie besser zuerst, was wir zum Systemkamera-Kauf schreiben.

Sechs aktuelle Kompaktkameras nebeneinander

ModellSensorObjektiv (Kleinbild)SucherFür wenAngebot (Partnerlink)
Fujifilm X100VIAPS-C, 40,2 MP23 mm (35 mm), f/2Hybrid, optisch und elektronischAmbitionierte mit großem Budgetansehen
Ricoh GR IVAPS-C, 25,7 MP28 mm, f/2,8neinStraßen- und Alltagsfotografieansehen
Sony RX100 VII1 Zoll, 20,1 MP24–200 mm, f/2,8–4,5elektronischReisende, die Zoom und Qualität wollenansehen
Canon PowerShot G7 X Mark III1 Zoll, 20,1 MP24–100 mm, f/1,8–2,8neinVideo, wenig Licht, Vlogansehen
Panasonic Lumix TZ202D1 Zoll, 20,1 MP24–360 mmelektronischReise mit langem Zoomansehen
Panasonic Lumix TZ991/2,3 Zoll, 20,3 MP24–720 mm, f/3,3–6,4neinUrlaub mit kleinem Budgetansehen

Fujifilm X100VI

Stark gefragt, und das spürt man am Preis. Fujifilm verbaut einen 40,2-Megapixel-APS-C-Sensor, eine feste 23-mm-Optik mit f/2 und einen Bildstabilisator im Sensor. Hinzu kommen Hybridsucher, ein eingebauter ND-Filter mit vier Stufen und Video bis 6,2K. Rund 520 Gramm machen sie zur schwersten im Feld; sie gehört eher in die Jackentasche als in die Hosentasche. Für Gelegenheitsfotos ist sie zu teuer. Wer aber bewusst mit einer Brennweite fotografiert, bekommt hier das stimmigste Gesamtpaket.

Ricoh GR IV

Gebaut für Fotografen, die eigentlich keine Kamera mitnehmen wollen. Mit Akku und Karte wiegt die GR IV laut Ricoh etwa 262 Gramm. Im Gehäuse sitzen ein APS-C-Sensor mit 25,7 Megapixeln, eine 28-mm-Optik mit f/2,8 und ein Fünf-Achsen-Stabilisator, außerdem rund 53 GB interner Speicher und ein microSD-Fach. Sucher? Keiner. Video beschränkt sich auf Full HD. Zum Filmen also eine andere Kamera. Neben dem Grundmodell führt Ricoh eine HDF-Variante mit eingebautem Weichzeichnerfilter und eine reine Schwarz-Weiß-Version.

Sony RX100 VII

Seit Jahren der Maßstab, wenn viel Zoom in ein kleines Gehäuse soll. 1-Zoll-Sensor mit 20,1 Megapixeln, Zeiss-Zoom von 24 bis 200 mm, elektronischer Sucher, und das bei gut 300 Gramm. 4K-Video und Mikrofoneingang hat sie auch. Schwächen zeigt sie bei der Bedienung, denn die Knöpfe sind klein und die Menüs dicht. Der aktuellen Auflage liegt laut Händlerangabe ein externes Akkuladegerät bei, weil sich der Akku nicht mehr über USB in der Kamera laden lässt. Für Reisende mit nur einer Kamera bleibt sie die rundeste Lösung dieser Größe.

Canon PowerShot G7 X Mark III

Canon nennt einen 1-Zoll-Sensor, ein lichtstarkes 24–100-mm-Zoom mit f/1,8 bis 2,8, 4K-Video, einen 3,5-mm-Mikrofoneingang und Laden über USB. Ein Sucher fehlt. Stark ist sie beim Klappdisplay für Aufnahmen von sich selbst, darüber mehr im Vlog-Kamera-Ratgeber. Bei diesem Modell schwanken die Preise stark. Und noch ein Punkt: Laut Canon fehlt Geräten, die ab August 2025 ausgeliefert werden, wegen einer EU-Sicherheitsnorm eine Funktion. Welche, steht auf der Canon-Seite, und dort sollten Sie vorab nachsehen.

Panasonic Lumix TZ202D

1-Zoll-Sensor, 15-facher Zoom mit 24 bis 360 mm, elektronischer Sucher. Damit reicht die TZ202D weiter als die Sony. Manche Käufer bemängeln den kleinen Sucher. Auf Städtereisen und Wanderungen, bei denen ein Turm oder ein Tier auch mal weiter weg steht, ist sie sinnvoller als ein Superzoom mit winzigem Sensor.

Panasonic Lumix TZ99

Nah heran, darum geht es bei der TZ99. 30-fach-Zoom bis 720 mm, 4K-Video, Klappdisplay und Laden per USB-C bei rund 320 Gramm. Allerdings ist der Sensor so klein wie in einfachen Kompaktkameras, und gegenüber dem Vorgänger TZ95 hat Panasonic den Sucher gestrichen. Bei schwachem Licht hält ein aktuelles Smartphone oft mit. Bleiben Zoom und Preis, der etwa bei der Hälfte einer RX100 VII liegt.

Gebraucht kaufen: oft die klügere Rechnung

Bei Kompaktkameras sind Vorgänger oft die klügere Wahl. Ältere RX100-Generationen, die X100V oder die GR III können vieles von dem, was die Neuen bieten, und Fachhändler für Gebrauchtware verkaufen sie oft mit Gewährleistung. Kontrollieren Sie die Frontlinse auf Kratzer, ob das Objektiv sauber ausfährt, ob Staub auf dem Sensor liegt (testweise bei kleiner Blende gegen den hellen Himmel fotografieren) und wie es um den Akku steht. Privat kaufen Sie günstiger, aber ohne Gewährleistung. Vorsicht bei Modellen mit Hype. Wird gebraucht fast der Neupreis verlangt, rechnet sich Neuware mit voller Gewährleistung besser.

Welche Kamera zu welchem Fotografen passt

Eine Kamera für Reisen und Alltag: die Sony RX100 VII mit Zoom, Sucher und 1-Zoll-Sensor in der Jackentasche, erkauft mit kleinteiliger Bedienung. Reichen Ihnen 200 mm nicht, wollen Sie aber den größeren Sensor behalten, nehmen Sie die Panasonic Lumix TZ202D. Viel Zoom zum kleinen Preis bietet die Lumix TZ99, sofern Sie überwiegend bei Tageslicht fotografieren.

Immer dabei, auf der Straße? Ricoh GR IV, leicht und unauffällig, ohne Sucher und Zoom. Wer bewusst mit Sucher fotografiert und weder aufs Budget noch aufs Gewicht achten muss, greift zur Fujifilm X100VI. Für Video und Selbstaufnahmen bleibt die Canon G7 X Mark III, solange ihr Preis nicht über dem der Sony liegt.

Beim Lesen gemerkt, dass Sie eigentlich Wechselobjektive wollen? Eine Systemkamera mit kleinem Pancake-Objektiv ist kaum größer als eine X100VI.

Quellen

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