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Megapixel verkaufen Kameras. Entschieden wird aber bei den Objektiven, und das merken viele erst nach dem Kauf. Wer Foto und Video gleich ernst nimmt, ist 2026 mit einer Vollformat-Kamera der 24- bis 33-Megapixel-Klasse gut aufgestellt. Canon EOS R6 Mark III, Nikon Z6III und Sony Alpha 7 V decken fast alles ab.
Liegt der Schwerpunkt klar beim Filmen und ist ein offenes Objektivsystem gewünscht, bietet sich die Panasonic Lumix S5IIX mit L-Mount an. Leichter reisen und weniger ausgeben? Dann kommen bei APS-C die Fujifilm X-S20 und die Sony Alpha 6700 in Frage, beide sehr breit einsetzbar.
Schritt eins: das System, nicht das Gehäuse
Das Gehäuse tauschen Sie nach einigen Jahren aus. Die Objektive bleiben oft viel länger. Sony E-Mount, Nikon Z, Canon RF, Fujifilm X und das L-Mount von Panasonic, Sigma und Leica unterscheiden sich deutlich in ihrer Auswahl, besonders bei Fremdherstellern. Diese Frage verdient mehr Zeit als der Vergleich zweier Datenblätter.
Schritt zwei: Sensorgröße und Auflösung
Ein Vollformat-Sensor ist etwa 2,3-mal so groß wie ein APS-C-Sensor. Das bringt meist weniger Rauschen bei wenig Licht und mehr Freistellung. APS-C-Kameras und ihre Objektive sind dafür kleiner, leichter und günstiger. Auf Reisen und im Alltag wiegt das oft schwerer.
Bei der Auflösung reichen 24 bis 33 Megapixel für Druck, Ausschnitt und Web. Mehr Pixel heißen größere Dateien. Und sie verlangen bessere Objektive.
Schritt drei, nur für Filmer: das Kleingedruckte
10 Bit mit 4:2:2 lässt bei der Farbkorrektur mehr Spielraum. RAW-Video oder ProRes ist für die Nachbearbeitung am angenehmsten, verlangt aber schnelle Karten oder eine externe SSD. Und die höchsten Videomodi laufen oft nur auf CFexpress-Karten, die als Folgekosten dazukommen.
Tückisch ist der Crop. Viele Kameras schneiden bei 4K mit 100 oder 120 Bildern pro Sekunde einen kleineren Sensorbereich aus, und Ihr Weitwinkel wird dann enger. Welche Modi die volle Sensorbreite nutzen, verrät das Datenblatt.
Ein Sensor-Stabilisator im Gehäuse (IBIS) hilft bei Fotos aus der Hand und bei Videos ohne Gimbal. Die Angaben in Blendenstufen gelten oft nur in der Bildmitte oder mit stabilisiertem Objektiv.
Ältere Objektive und Video-Crop
Auch ältere Objektive können an aktuellen Gehäusen gute Dienste leisten. Ein Beispiel aus unserer eigenen Erfahrung: Das Sigma 35mm F1,4 DG HSM Art mit L-Mount lief bei uns an der Lumix S1. Für Filmer ist ein Detail entscheidend. Im 4K-Modus mit 50p oder 60p croppt die S1 um rund den Faktor 1,5, aus 35 mm wird dann ein Bildwinkel von etwa 52 mm. Mehr dazu lesen Sie in unserem Praxischeck des Sigma 35mm an der Lumix S1. Welche lichtstarken Objektive es für das L-Mount sonst gibt, zeigt unser Ratgeber zu L-Mount-Festbrennweiten.
Sechs Kameras, zwei Sensorgrößen
| Modell | Sensor | Video (intern, max.) | Stabilisierung (Hersteller) | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Canon EOS R6 Mark III | Vollformat, 32,5 MP | 7K RAW bis 60p, 4K bis 120p | bis 8,5 Stufen (Bildmitte) | Hybrid-Profis, Hochzeit, Sport | ansehen |
| Nikon Z6III | Vollformat, 24,5 MP, teilgestapelt | 6K N-RAW bis 60p, 4K bis 120p | bis 8 Stufen | Filmer mit RAW-Wunsch, Allround | ansehen |
| Sony Alpha 7 V | Vollformat, 33 MP, teilgestapelt | 4K 60p Vollformat, 4K 120p (Super 35), 10 Bit 4:2:2 | bis 7,5 Stufen (Bildmitte) | Fotografen mit Videoanteil | ansehen |
| Panasonic Lumix S5IIX | Vollformat, 24,2 MP | 6K 30p, 4K 60p 10 Bit, ProRes auf SSD | 5-Achsen, Active I.S. | Filmer, L-Mount-Nutzer | ansehen |
| Fujifilm X-S20 | APS-C, 26,1 MP | 6,2K 30p, 4K 60p, 10 Bit 4:2:2 | bis 7 Stufen | Reise, Vlog, Einstieg | ansehen |
| Sony Alpha 6700 | APS-C, 26 MP | 4K 60p, 4K 120p (mit Crop), 10 Bit 4:2:2 | bis 5 Stufen | Kompakte Hybridkamera | ansehen |
Canon EOS R6 Mark III: 7K-RAW im Hybridgehäuse

Vorgestellt im November 2025. Laut Canon nimmt die R6 Mark III intern 7K-RAW mit maximal 60 Bildern pro Sekunde auf. Dazu kommt ein Open-Gate-Modus mit 7K und 30p, der die volle Sensorfläche nutzt. Die Stabilisierung erreicht nach Herstellerangaben bis zu 8,5 Stufen in der Bildmitte. Für die höchsten Videomodi ist eine CFexpress-Typ-B-Karte nötig, der zweite Steckplatz nimmt SD-Karten auf. Bei Hochzeiten und im Sport, wo Foto und Film am selben Tag gefragt sind, ergibt das ein sehr stimmiges Paket.
Nikon Z6III: RAW-Video zum Mittelklassegewicht

Im Inneren arbeitet ein teilweise gestapelter 24,5-Megapixel-Sensor, der schneller ausgelesen wird als ein herkömmlicher. Intern zeichnet die Z6III 6K-RAW bis 60p auf, wahlweise als N-RAW oder ProRes RAW HQ, dazu 5,4K in ProRes 422 HQ. Nikon nennt bis zu 8 Stufen Stabilisierung. Mit Akku und Karte wiegt sie rund 760 Gramm.
Sony Alpha 7 V: die Fotografenkamera mit gutem Video
Seit Dezember 2025 auf dem Markt, mit teilgestapeltem 33-Megapixel-Sensor. Sie filmt 4K mit 60p über die volle Sensorbreite, überabgetastet aus 7K, und 4K mit 120p im Super-35-Ausschnitt, jeweils in 10 Bit 4:2:2. RAW-Video bietet sie laut Fachpresse nicht. Wer darauf verzichten kann, findet im großen Sony-E-Mount-System trotzdem eine naheliegende Kamera für Fotografie mit Videoanteil.
Panasonic Lumix S5IIX: gebaut fürs Filmen

Die Video-Variante der S5II, mit L-Mount. Laut Hersteller nimmt sie 6K mit 30p und 4K mit 60p in 10 Bit auf, ohne festes Zeitlimit für 4K 60p. Per USB-C schreibt sie ProRes direkt auf eine externe SSD, per HDMI gibt sie RAW-Video an passende Rekorder aus. Der Phasen-Hybrid-Autofokus war bei Panasonic damals neu.
Über das L-Mount passen auch Objektive von Sigma und Leica. Das vergrößert die Auswahl spürbar.
Fujifilm X-S20: leicht genug für jede Reise

26,1 Megapixel auf APS-C und rund 491 Gramm samt Akku und Karte. Laut Fujifilm filmt die X-S20 6,2K mit 30p ohne Crop sowie 4K mit 60p, intern in 10 Bit 4:2:2. Der Stabilisator schafft nach Herstellerangaben bis zu 7 Stufen. Bei diesem Gewicht bleibt sie selten zu Hause.
Sony Alpha 6700: klein anfangen im E-Mount

Die Alpha 6700 bringt 26 Megapixel auf APS-C und filmt 4K mit 60p aus einem überabgetasteten 6K-Bild. Für 4K mit 120p kommt laut Fachpresse ein zusätzlicher Crop von etwa 1,6 hinzu. Sony nennt 5 Stufen Stabilisierung. Ihr größter Vorteil liegt im Bajonett. Wer später auf Vollformat wechselt, bleibt im E-Mount und kann seine Objektive weiter nutzen.
Welche Kamera zu welchem Fotografen passt
Sie wollen Foto und Video auf hohem Niveau? Dann landen Sie bei der Canon EOS R6 Mark III. Ist Ihnen internes RAW-Video wichtig, wird es die Nikon Z6III.
Steht die Fotografie im Vordergrund und wird nur gelegentlich gefilmt, passt die Sony Alpha 7 V. Umgekehrt, wenn das Video den Takt vorgibt und das Objektivsystem offen sein soll, spricht alles für die Panasonic Lumix S5IIX mit L-Mount, dazu passende L-Mount-Festbrennweiten.
Für Reise, Vlog und Einstieg nehmen Sie die Fujifilm X-S20. Und wer klein starten und später auf Vollformat umsteigen will, beginnt mit der Sony Alpha 6700.
Quellen
- Canon UK: Pressemitteilung EOS R6 Mark III
- Newsshooter: Canon EOS R6 Mark III
- Nikon: Z6III
- Nikon USA: Z6III
- Newsshooter: Sony Alpha 7 V
- Newsshooter: Panasonic S5II und S5IIX
- Panasonic: Lumix S5IIX
- Fujifilm: X-S20 technische Daten
- Newsshooter: Sony Alpha 6700
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